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13/06/2016

neue notebook Akku Dell Precision M4600

Mit Neuerungen und einer Leistungssteigerung möchte Asus mit dem AsusPro Advanced B8430UA den steigenden Erwartungen der Business-Kunden gerecht werden. Mit einem ULV-Prozessor, genügend Arbeitsspeicher und einer schnellen SSD sind die Grundlagen auf dem Papier geschaffen. Wie es beim AsusPro Advanced B8430UA umgesetzt wurde, das werden Sie in unserem ausführlichen Test erfahren.
Mit dem neu aufgelegten AsusPro Advanced B8430UA möchte Asus an das gute Testergebnis des Vorgängers, des AsusPro Advanced BU401LA, anknüpfen. Im 14-Zoll-Segment gibt es reichlich Konkurrenz. Asus möchte mit einer guten Qualität bei einem vergleichsweise niedrigen Preis Kunden überzeugen. Zum Testzeitpunkt liegt der günstigste Preis für das Gerät bei 930 Euro. Das ist deutlich unter der 1.000-Euro-Grenze. Die Gerätekonfiguration umfasst bei diesem Preis einen Intel Core i5-Prozessor mit integrierter Intel HD Graphics 520, 8-GB-DDR4-RAM in Dual-Channel-Modus, eine 256 GB fassende M.2-SSD sowie ein mattes Full-HD-Panel. Das Ganze ist in einem eleganten und stabilen Gehäuse untergebracht, welches optisch an den Vorgänger erinnert. Eine andere CPU hat Asus allerdings bisher nicht im Programm. Diverse Shop-Geräte unterscheiden sich somit nur in der Ausstattung des Arbeitsspeichers und der SSD bzw. HDD.

Als Vergleichsgeräte haben wir ausschließlich 14-Zoll-Geräte gewählt, um die Leistung in dieser Klasse am besten darstellen zu können. Alle aktuellen Geräte besitzen einen Skylake-Spross aus der aktuellsten Intel Generation. Um die Verbesserungen zum Vorgänger zu verdeutlichen, wird auch dieser in den Vergleichstabellen zu finden sein. Das AsusPro Advanced BU401LA war seiner Zeit allerdings noch mit einer Haswell-CPU bestückt.
Beim aktuellen AsusPro Advanced B8430UA orientiert sich Asus am direkten Vorgänger. Optisch gibt es kaum Unterschiede und auch bei der Materialwahl setzt der Hersteller auf Altbewährtes. Matt-graue Oberflächen überwiegen und kantige Formen prägen die Optik - klassisches Office-Design. Unser Testgerät bringt nur 1,6 Kilogramm auf die Waage und ist mit einer Bauhöhe von gerade einmal 21 Millimetern schlank gehalten. Trotz des geringen Gewichts mangelt es dem Notebook nicht an Stabilität. Die matten Oberflächen sind glatt und pflegeleicht. Das flache Aluminium-Design ist druckstabil. Die Steifigkeit mindert Verwindungen. Beim Drucktest lässt sich die Base nur mittig, oberhalb der Tastatur leicht eindrücken (ca. 2 Millimeter). Bei punktuellem Druck auf den Deckel ist eine leichte Wellenbildung auf dem Panel sichtbar. Die Base ist stabil und lässt sich nicht verwinden. Der Deckel lässt sich an den Seiten etwas verdrehen, aber das ist alles im Rahmen.

Asus selbst wirbt für dieses Notebook mit extremer Zuverlässigkeit, die selbst den Militärstandard (MIL-STD 810G) übertrifft. Beim Falltest übersteht das AsusPro Advanced B8430UA mehr als die doppelte Höhe im Vergleich zu herkömmlichen Notebooks. Der Displaydeckel soll 20 Prozent mehr Druck widerstehen können. Die Scharniere wurden im Dauertest 20.000-mal geöffnet und geschlossen. Die Tastatur verträgt problemlos bis zu 120 ml Flüssigkeit, ohne Schaden zu nehmen. Der Materialmix aus Kunststoff und Aluminium überzeugt und somit gibt es auch an der Haptik keinen Grund für Kritik. Die stabilen Displayscharniere reduzieren das Nachwippen auf ein Minimum, aber ein einhändiges Öffnen ist dennoch möglich. Bei der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Alles sitzt fest und nichts klappert. Keine übergroßen Spaltmaße sind sichtbar. Ersatzakku Dell Precision M4700 .
Ein kleines Manko müssen wir allerdings bei unserem Testgerät feststellen. Ein kleiner Riss im oberen Bereich auf dem Display-Deckel mindert die Optik bei unserem Testsample. Ob es sich um einen Verarbeitungsmangel oder um eine Fehlproduktion handelt, können wir nicht beurteilen. Wir gehen davon aus, dass dieses Problem nur bei unserem Gerät aufgetreten ist und würden hier nicht von einer Fehlkonstruktion sprechen. Wir weisen an dieser Stelle aber noch darauf hin, dass wir aufgrund dieser Beschädigung keine Abwertung des Gehäuses im Ranking vorgenommen haben.
Die Verteilung der Anschlüsse ist durchdacht und sie befinden sich vorwiegend an den Seiten. Einziger Ausreißer ist der Smart-Card-Reader, der seinen Platz an der rechten vorderen Seite bekommen hat. Asus verteilt die vier USB-3.0-Anschlüsse gleichmäßig. Der Abstand zwischen diesen ist ausreichend. Eine Besonderheit hat einer der linken USB-3.0-Ports. Dieser hat neben sich noch zwei Aussparungen im Gehäuse, die in Verbindung mit der AsusPro-Ultra-Docking-Station zum Tragen kommen. Diese Docking-Station sorgt einerseits für einen aufgeräumten Arbeitsplatz und erweitert zusätzlich die Anschlussvielfalt. Der Preis dafür liegt bei 240 Euro. Auf einen HDMI-Ausgang müssen Käufer verzichten. Stattdessen wird das AsusPro Advanced B8430UA mit einem Mini Display Port ausgestattet. Der Speicherkartenleser verarbeitet alle gängigen Formate (MMC, SD, SDHC, SDXC). Die Performance des SD-Kartenlesers prüfen wir mit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II. Dazu werden 250 identische JPG-Dateien von der Speicherkarte auf die Festplatte kopiert. Die durchschnittliche Transferrate von 76,2 MB/s liegt eher im Mittelfeld.
Das von Intel konzipierte Dual Band Wireless-AC 8260 Modul unterstützt den schnellen WLAN 802.11ac-Standard sowie Bluetooth 4.2. Die maximale theoretische Bruttodaten-Übertragungsrate im 802.11ac-Betrieb (Dual-Stream) beträgt 867 Mbit/s. Im Praxistest überzeugte die stabile Verbindung und die ordentliche Reichweite. Mit einem Linksys-EA8500-Router simulieren wir ein optimales Test-Szenario. Dabei haben wir eine Empfangsrate von 625 Mbit/s und eine Senderate von 502 Mbit/s ermittelt. Das ist ein Ergebnis, welches sich deutlich über dem Durchschnitt einreiht. Für eine drahtgebundene Netzwerkverbindung sorgt der Gbit-Ethernet-Anschluss.

Das Sicherheitspaket des AsusPro Advanced B8430UA umfasst nicht nur die üblichen Extras wie Kensington-Lock-Port und einen Fingerabdruckscanner, sondern kann auch mit einem Trusted Platform Module (TPM), einem Smart-Card-Reader sowie Anti-Theft dienen. Auf Wunsch bietet Asus auch Modelle mit vPro-Prozessoren an. Was sich hinter der Technologie wie Anti-Theft verbirgt, haben wir in einem eigenen FAQ-Artikel zusammengefasst.
Asus geht sehr sparsam mit dem Zubehör um. Ein kleines 65-Watt-Netzteil liegt im Karton. Weiterhin befinden sich noch Recovery-Datenträger, Garantieschein und eine kurze Benutzeranleitung im Lieferumfang. Zusätzlich gibt es bei unserem Gerät auch noch ein kleines Anschlusskabel für einen 2,5-Zoll-Datenträger. Dieser dient als Anschluss an das Mainboard. Bei Modellen, bei denen ein 2,5-Zoll-Speichermedium verbaut ist, wird dieses Kabel wahrscheinlich nicht separat im Karton zu finden sein. Proprietäres Zubehör, wie die AsusPro-Ultra-Docking-Station kann für 240 Euro separat erworben werden. Im Auslieferungszustand wird das AsusPro Advanced B8430UA nicht mit unnötiger Software überladen. Keine nervigen Toolbars oder Testsoftware befinden sich auf dem System. Der Asus-Business-Manager ist ein gutes Tool und erleichtert das Einrichten von Sicherungen oder von Netzwerkverbindungen.
Windows 7 64bit und Windows 10 64bit stehen in der Professional-Version zur Auswahl. Für den Einsatz in einer bestehenden Netzwerkinfrastruktur empfehlen wir den Einsatz des aktuellsten Betriebssystems (Windows 10 Professional).

Die Wartung gestaltet sich auf Grund der Wartungsklappe recht simpel. Diese lässt sich relativ einfach entfernen, nachdem die zwei kleinen Schrauben auf der Unterseite entfernt wurden. Danach hat man Sicht auf den Akku, der sich dann auch problemlos entnehmen lässt, sowie die M.2-SSD, den Arbeitsspeicher und den 2,5-Zoll-Schacht. Eine Reinigung des Lüfters kann allerdings nicht durchgeführt werden. Dazu müsste das Gerät noch weiter in seine Bestandteile zerlegt werden.

Asus bietet eine 24-monatige Werksgarantie für das AsusPro Advanced B8430UA. Die Vergleichsgeräte von Lenovo (L-Serie) und Dell dagegen bieten nur eine 12-monatige Garantie an. Im Standardpaket befindet sich immerhin auch der Service Pickup & Return. Für 79 Euro kann diese Garantie auf 36 Monate erweitert werden.
Die Tastatur des AsusPro Advanced B8430UA braucht sich keineswegs hinter den ThinkPad- oder EliteBook-Modellen der anderen Hersteller zu verstecken. Der großzügige aber nicht zu große Hubweg und ein straffer Anschlag sorgen für ein hervorragendes Schreibgefühl. Bei schnellen Schreibeingaben ist allerdings das mechanische Klappern der 15 x 15 Millimeter großen Tasten prägnant. Nur die Tasten „B“, „G“ und „H“ sind auf Grund des Trackpoint etwas anders designt. Die einzelnen Tasten haben einen Abstand von 3 Millimetern und eine glatte Oberfläche. Die Beschriftung ist gut ablesbar und der Gesamteindruck wirkt aufgeräumt. Die dezente Hintergrundbeleuchtung lässt sich in drei Stufen regulieren und unterstützt Schreibarbeiten bei schlechter Beleuchtung. Asus hat die Tastatur gegen das Eindringen von Flüssigkeiten geschützt. Bis zu 120 ml Flüssigkeit soll das AsusPro Advanced B8430UA vertragen können, ohne Schaden zu nehmen.

Nachdem beim AsusPro Advanced BU401LA der Trackpoint nicht zum Einsatz kam, wurde dieser nun beim aktuellen Modell wieder integriert. Die Fläche des Clickpad ist mit 10,6 x 6,1 Zentimeter genauso groß wie beim Vorgänger. Das Touchpad ist randlos in die Base eingearbeitet und die Gleitfläche lässt den Finger problemlos darüber gleiten. Nur bei verschwitzten Händen kann es zu einer leicht stockenden Eingabe kommen. Multi-Touch-Gesten mit zwei oder drei Fingern, sowie die automatische Deaktivierung beim Anstecken einer Maus meistert es problemlos. Die integrierten Mausasten funktionieren ebenfalls gut. Diese sind nicht zu leichtgängig, somit kann es weniger zu einer versehentlichen Eingabe kommen. Oberhalb der Gleitfläche befinden sich drei separate Tasten, die in Verbindung des Trackpoint ihren Nutzen haben. Ersatzakku Dell Precision M4600 .
Nun wird auch das AsusPro Advanced B8430UA mit einem Full-HD-Display ausgestattet. Beim Vorgänger musste darauf noch verzichtet werden. Das 14-Zoll-TN-Panel von Innolux erreicht dank der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel eine Pixeldichte von 157 dpi. Abgesehen von der besseren Auflösung ist es vergleichbar mit dem TN-Panel des AsusPro Advanced BU401LA. Die geringe maximale Displayhelligkeit von 207 cd/m² erschwert das Arbeiten in einer sehr hellen Arbeitsumgebung. Die matte Displayoberfläche verhindert störende Spiegelungen, die den Arbeitseinsatz zusätzlich beeinträchtigen würden. Die Ausleuchtung des Panels mit 87 Prozent ist eher mittelmäßig. Bei einer komplett schwarzen Darstellung sind auf der unteren Hälfte, in den oberen Ecken sowie auch auf der unteren Displayhälfte, hellere Flächen erkennbar. Im Arbeitsalltag sind diese aber nicht wahrzunehmen und auch nicht störend. Insgesamt betrachtet ist der Schritt, ein Full-HD-Display einzusetzen, die richtige Wahl. Aber mit diesem Panel kann sich Asus nur gegen die Konkurrenz aus dem Hause Dell (Dell Latitude 14 E5470) durchsetzen. Dell hat für das Latitude 14 E5470 allerdings auch ein Full-HD-Panel im Angebot. Asus bietet dagegen keine andere optionale Alternative. Gegen die Vergleichsgeräte von HP (HP EliteBook 840 G3), und Lenovo (Lenovo ThinkPad T460, T460s, L460), muss sich das AsusPro Advanced B8430UA geschlagen geben. Positiv ist aber, dass wir kein Bildschirm-Flackern feststellen konnten.
Das TN-Panel von Innolux liefert eine insgesamt akzeptable Bildqualität. Der Schwarzwert (0,4 cd/m²) und das Kontrastverhältnis (525:1) sind allerdings nur etwa halb so gut wie bei einem hochwertigen IPS-Panel. Der Vergleich mit der Konkurrenz von Lenovo spiegelt dieses eindeutig wider. Und trotzdem wirkt das Bild ansehnlich und lebendig, sodass auch Multimedia-Anwendungen wie Filme gut dargestellt werden. Genau wie der Vorgänger schwächelt das AsusPro Advanced B8430UA bei der Farb- und Graustufenwiedergabe. Daraus resultieren die hohen DeltaE-2000-Werte. Diese sind zwar noch nicht zweistellig, aber eine nachträgliche Kalibrierung erscheint auf Grund dessen ratsam. Dadurch wird auch der sichtbare Blaustich minimiert. Für den professionellen Einsatz (Fotografen oder Grafiker) empfehlen wir ein externes Display, da die geringen Farbraumabdeckungen (sRGB 57,96 %, Adobe RGB 37,46 %) den Ansprüchen dieser Anwender nicht genügen werden. Eine andere Displayvariante hat der Hersteller für das AsusPro Advanced B8430UA nicht im Programm.
Das matte TN-Panel kann den Nachteil der geringen Leuchtkraft etwas kompensieren und ist somit prinzipiell auch für den Außeneinsatz geeignet. Auf Grund der geringen Helligkeit sollte ein schattiger Platz für das Arbeiten im Freien gewählt werden. Bei direkter Sonneneinstrahlung muss das AsusPro Advanced B8430UA kapitulieren. Hier macht das HP EliteBook 840 G3 mit einer 62 Prozent höheren Displayhelligkeit eine deutlich bessere Figur. Asus bewirbt auch das AsusPro Advanced B8430UA mit dem Slogan „Entspiegeltes Wide-View Display“. Gerade bei TN-Panels sorgt der Begriff „Wide-View“ für Skepsis – so auch bei uns. Im Test verändert sich die Darstellung nur geringfügig. Das ist sonst nur bei hochwertigen und teuren IPS-Displays der Fall. Die Abweichungen, insbesondere wenn das Display nach hinten geneigt wird, werden erst bei flachen Einstellungen sichtbar. Das Kontrastverhältnis nimmt deutlich ab und auch die Darstellung der Farben wird verfälscht.
Das AsusPro Advanced B8430UA ist ein reines Business-Gerät im 14-Zoll-Format. Die Verarbeitung der einzelnen Komponenten ist gut und die extremen Testbedingungen seitens Asus sorgen für eine lange Lebensdauer. Ein Intel Core i5-6200U verrichtet seinen Dienst in unserem Testgerät. Zum gegenwärtigen Testzeitpunkt hat der Hersteller keine anderen CPU-Konfigurationen im Programm. Mit 8 GB RAM im Dual-Channel-Betrieb können auch anspruchsvolle Anwendungen gut verarbeitet werden. 4 GB der insgesamt 8 GB sind fest verlötet. Soll dieser erweitert werden, muss das vorhandene 4-GB-Modul getauscht werden. Maximal werden 16 GB in dem Steckplatz unterstützt, sodass insgesamt 20 GB RAM möglich sind. Als Systemspeicher dient eine 256-GB-SSD im M.2 2280 Format. Ein freier 2,5-Zoll-Schacht kann als Speichererweiterung dienen. Der Rahmen, Schrauben und auch das Anschlusskabel befinden sich mit im Lieferumfang. Die Leistung des Gerätes reicht für den durchschnittlichen Büroalltag allemal aus.

Der Intel Core i5-6200U ist ein ULV-Prozessor und die Leistung ist für die gängigsten Anwendungen ausreichend. Der Prozessor vereint zwei physikalische Kerne auf einem Die, die mittels der Hyper-Threading-Technologie 4 Threads gleichzeitig verarbeiten können. Der Skylake-Spross besitzt eine TDP von nur 15 Watt, was den Akkulaufzeiten zugute kommt. Der Basistakt der CPU liegt bei 2,3 GHz, der mittels der Turbofunktion bis auf 2,8 GHz (1 Kern) bzw. 2,7 GHz (2 Kerne) erhöht werden kann. Die Leistungsentfaltung des Prozessors bei unserem Testsample fällt im Vergleich zu dem Lenovo ThinkPad T460s etwas geringer aus. Die Werte des Cinebench R15 zeigen, dass sich das AsusPro Advanced B8430UA fast allen Kontrahenten geschlagen geben muss. Nur beim Cinebench R15 CPU Multi 64bit Test kann unser Testgerät die rote Laterne abgeben. Wir weisen allerdings darauf hin, dass das Lenovo ThinkPad L460, das Dell Latitude 14 E5470 und das HP EliteBook 840 G3 mit stärkeren Prozessoren angetrieben werden.

Die magere Leistungsausbeute des Intel Core i5-6200U wirkt sich, subjektiv betrachtet, nicht negativ auf die Performance des Gesamtsystems aus. Dank der SSD ist das Gerät schnell einsatzbereit. Das gefällt und macht täglich einen guten Eindruck. Dadurch entstehen keine langen Wartezeiten beim Öffnen diverser Programme. Kurzum gesagt, läuft das System flüssig und die Hardware ist gut aufeinander abgestimmt. Dieser Eindruck spiegelt sich auch eindrucksvoll in den Benchmark-Ergebnissen des PCMark 8 wider. War das AsusPro Advanced B8430UA beim Cinebench noch Schlusslicht, so nimmt es hier sogar den Kampf mit einem Intel Core i7-6500U auf und kann diesen teilweise in die Schranken weisen. Auch der direkte Vergleich mit dem Lenovo ThinkPad T460s, welches die gleiche CPU beherbergt, zeigt durchweg ein besseres Ergebnis für das Asus. Der technische Fortschritt zeigt sich beim Betrachten der Ergebnisse des AsusPro Advanced BU401LA. Ein um 25 Prozent besseres Resultat spricht deutlich für das AsusPro Advanced B8430UA. Das Dell Latitude 14 E5470 kann im PCMark 8 insgesamt das beste Ergebnis erzielen. Aber die gute Gesamtleistung unseres Testsamples reicht um nur einen Rückstand von 5 Prozent auf den Sieger zu haben.
Asus spendiert unserem Testgerät eine SSD mit einer Speicherkapazität von 256 GB. Diese ist herstellerseitig allerdings partitioniert und in zwei logische Laufwerke aufgeteilt. Diese fassen 95 GB und 118 GB. Dabei wurde der kleinere Teil für das Betriebssystem verwendet. Warum der Hersteller diese nicht übergroße SSD aufteilt, erschließt sich uns nicht. Somit müssen speicherintensive Anwendungen auf der 118 GB fassenden Partition installiert werden. Im Detail handelt es sich bei dem Systemdatenträger um eine SSD von SK Hynix (HFS256G39MND) im M.2 2280 Format. Das Datenblatt des Herstellers zeigt, dass die theoretische Leistung der sequenziellen Lese- und Schreibraten bei 530 MB/s bzw. 370 MB/s liegt. Mit dem Programm AS SSD messen wir die tatsächlichen Übertragungsraten und erreichen beim sequenziellen Lesen 472 MB/s und beim sequenziellen Schreiben 274 MB/s. Auf den ersten Blick ein gutes Ergebnis, aber im Vergleich zu den Herstellerangaben kann die theoretische Leistung nicht komplett abgerufen werden. Trotz dieser Einbußen ist die Geschwindigkeit trotzdem in Ordnung. Im Arbeitsalltag gibt es aufgrund dessen keine merklichen Leistungseinbußen.
Das AsusPro Advanced B8430UA hat keine dedizierte Grafikkarte. Somit kommt einzig und allein die integrierte Intel HD Graphics 520 zum Einsatz. Da diese keinen eigenen Arbeitsspeicher besitzt, muss die Grafikeinheit über das Interface der CPU auf den Arbeitsspeicher des Systems zurückgreifen. Unser Testgerät ist mit DDR4 Speicher (2.133 MHz) ausgestattet, der im Dual-Channel-Modus arbeitet. Das sind gute Voraussetzungen für die Leistungsentfaltung der Intel HD Graphics 520. Arbeitet der RAM nur im langsameren Single-Channel-Modus, würde das die Leistung der Grafikeinheit negativ beeinflussen. Einen Hardwaresupport gibt es für DirectX 12 und mit dem modernen H.265-/HEVC-Codec lassen sich Videos dekodieren, ohne die CPU zusätzlich zu belasten. Der Basistakt der Intel HD Graphics 520 liegt bei 300 -1.000 MHz. Die gute System Performance spiegelt sich auch in den Ergebnissen der 3DMark-Benchmarks wider. Die Leistung des Vorgängers mit einer HD Graphics 5000 konnte im Schnitt um rund 7 Prozent gesteigert werden. Auch gegen das Lenovo ThinkPad T460s, welches eine ähnliche Hardwarekonfiguration wie unser Testgerät hat, kann deutlich auf die Plätze verwiesen werden. Ersatzakku Dell Precision M4300 .
Die relativ guten Ergebnisse bei den 3DMark Benchmarks zeigen sich auch bei der Gaming-Leistung. Dennoch sollte nicht zu viel erwartet werden. Immerhin handelt es sich hier nur um eine integrierte Grafiklösung. Demzufolge kann diese auch nur ältere Titel aus dem Jahr 2013 oder früher mit minimalem Preset und HD-Auflösung flüssig darstellen. Aktuelle Titel überfordern die Intel HD Graphics 520. Wer mehr Grafikleistung benötigt, dem empfehlen wir Geräte mit einer dedizierten GPU. Die Intel HD Graphics 520 verrichtet gute Arbeit und die Leistung ist für ein Business-Notebook ausreichend.

21/05/2016

neuen Akku Acer Aspire 5750G

Als neuestes Mitglied der ZBook Baureihe folgt das HP ZBook Studio G3 dem Trend zu einem dünnen Gerät mit leistungsstarken Komponenten. In vielen Bereichen liefert uns HP ein wirklich gutes Gerät, aber gerade bei den Emissionen sowie den Akkulaufzeiten gibt es erhebliche Einschränkungen.
Wie die anderen Modelle aus HPs aktueller ZBook Reihe trägt auch das ZBook Studio das "G3" im Namen und suggeriert damit die dritte Generation. Tatsächlich ist das ZBook Studio allerdings ein komplett neues Gerät, bei dem es sich laut HP selbst um das "weltweit erste Quad-Core Workstation Ultrabook" handelt. Dabei scheint HP ein wenig das eigene Omen Pro 15 zu vergessen, welches auch als Art Vorgänger für das ZBook Studio angesehen werden kann. Innerhalb der aktuellen ZBook Baureihe positioniert sich das Studio G3 zwischen dem ZBook 15u und dem ZBook 15, wobei sich das Gehäuse eher am dünnen ZBook 15u und die Ausstattung am großen ZBook 15 orientiert.

Typisch für die Workstation-Modelle ist die breite Palette an Konfigurationen, wobei bereits das Basismodell mit rund 2.000 Euro zu Buche schlägt. Unser Testmodell mit der Bezeichnung T7W04EA kostet aktuell etwa 3.800 Euro. Dafür erhält man einen Core-i7-Quad-Core-Prozessor, 16 GB Arbeitsspeicher, eine dedizierte Quadro-Grafikkarte von Nvidia, ein 4K-Display sowie eine NVMe-SSD. Für die leistungsstärkste Konfiguration mit einem mobilen Intel-Xeon-Prozessor verlangt HP sogar satte 5.000 Euro.

Der direkte Konkurrent für das ZBook Studio G3 ist sicherlich das Dell Precision 5510, welches auch preislich etwa auf dem Niveau unseres Testgerätes liegt. Das gilt auch für das MSI WS60, welches zwar auf einem Gaming-Gehäuse basiert, dafür aber auch mit einer nochmals stärkeren Grafikkarte erhältlich ist. Von Lenovo gibt es eigentlich keinen direkten Konkurrenten. Das dünne ThinkPad P50s ist nur mit deutlicher schwächerer ULV-Hardware erhältlich und spielt auch in einer anderen Preisliga, weshalb wir für den Vergleich noch das etwas dickere und schwerere ThinkPad P50 verwenden. HP bedient diese beiden Segmente ebenfalls, deshalb führen wir auch das ZBook 15 G3 sowie das ZBook 15u G3 hier auf. Je nach Arbeitsgebiet ist das Apple MacBook Pro Retina 15 ebenfalls eine interessante Alternative.
Das Gehäusedesign des HP ZBook Studio G3 entspricht in vielerlei Hinsicht den anderen Geräten aus der ZBook Reihe. Der wohl auffälligste Unterschied ist der Bildschirmdeckel, dem die gummierte Umrandung um das gemusterte Inlay fehlt. Das sieht unserer Meinung nach sogar etwas besser aus und ergibt ein stimmigeres Erscheinungsbild. Ansonsten gibt es aber kaum Unterschiede. Aufgrund der abgerundeten Kanten wirkt das Notebook noch schmaler, als es in Wirklichkeit ist, und an der Baseunit gibt es die polierte umlaufende Kante, die wir auch am Touchpad vorfinden. Die Oberfläche der Baseunit ist mattschwarz und zeigt sich unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken. Allgemein sucht man hier spiegelnde Oberflächen vergebens. Lediglich die Unterseite aus schwarzem Kunststoff fällt haptisch etwas ab, ist aber ebenfalls sauber integriert und weist ein ansehnliches Dreicksmuster auf, wobei die obere Hälfte Öffnungen für den Abtransport der Wärme aufweist.

Mit lediglich 18 Millimetern gehört das ZBook Studio G3 zu den dünnsten Geräten in diesem Vergleich. Der Stabilität schadet das jedoch nicht, denn die Baseunit aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung zeigt sich überaus verwindungssteif und druckresistent. Der Bildschirmdeckel weist ebenfalls eine sehr gute Stabilität auf. Zwar hören wir beim Verwinden leichte Knarzgeräusche, doch Bildstörungen können wir nicht provozieren, was auch für Druck auf die Rückseite gilt. Das Scharnier ist angenehm straff, kann ein leichtes Nachwippen des Displays aber nicht verhindern. Die Stabilität des Notebooks wird durch die MIL-STD 810 Zertifizierung (Feuchtigkeit, Staub, Temperaturen usw.) unterstützt, und die Tastatur ist spritzwassergeschützt. Die Verarbeitung liegt auf einem sehr hohen Niveau und muss sich auch vor dem Unibody-Design eines MacBook Pro nicht verstecken. Akku Acer Aspire 5820TG .
Vorne links befinden sich vier recht kleine und dadurch unauffällige Status-LEDs. Der Akku des ZBook Studio G3 ist innerhalb des Gehäuses platziert und verschraubt. Eine Wartungsklappe im eigentlichen Sinn ist nicht vorhanden, doch es gibt einen Deckel für den Zugang zu den Lüftern. Zusätzlich kann man noch die gesamte untere Abdeckung entfernen, um Zugang allen wichtigen Komponenten zu erhalten. In der Sektion Wartung werden wir diesen Vorgang genauer betrachten.
Hinsichtlich der Anschlussvielfalt ist das ZBook Studio G3 nur minimal schlechter aufgestellt als sein größerer Bruder ZBook 15 G3, wobei der VGA-Ausgang einfach nicht in das dünne Gehäuse passte und im Bedarfsfall per Adapter realisiert werden muss. Auch auf einen SmartCard Leser müssen wir verzichten. Ansonsten konnte HP den vorhandenen Platz aber sehr gut ausnutzen und verbaut insgesamt drei normale USB-3.0-Anschlüsse sowie zweimal Thunderbolt 3 (40 Gbit/s) mit dem USB-Type-C-Stecker. Damit stellt sich das ZBook Studio G3 sehr zukunftssicher auf, und auch der fehlende proprietäre Docking-Anschluss wird dadurch locker kompensiert. Weitere Informationen zu passenden Lösungen sind im Kapitel Zubehör aufgeführt. Nicht ganz zufrieden sind wir mit der Anordnung auf der linken Seite, denn die beiden USB-Anschlüsse liegen einfach zu dicht zusammen. Bei der Verwendung unseres USB-Sticks Kingston HyperX konnten wir den benachbarten USB-Anschluss nicht mehr nutzen.

Die Leistung der Steckplätze fällt sehr gut aus. Mit unserer externen Samsung SSDT1 messen wir am USB-3.0-Anschluss gute 311 bzw. 323 MB/s (Lesen/Schreiben). Ebenfalls sehr gut schneidet der integrierte SD-Kartenleser mit UHS-II-Unterstützung ab. Mit unserer Referenzkarte Toshiba (Exceria Pro UHS-II 64 GB, bis zu 260 MB/s) ermittelt AS SSD gute 214 MB/s bzw. 125 MB/s (Lesen/Schreiben). Typische JPG-Bilddateien mit jeweils ~5 MB werden mit 142 bzw. 135 MB/s (Lesen/Schreiben) übertragen.
Trotz der geringen Bauhöhe hat HP einen Gigabit-Ethernet-Anschluss für kabelgebundene Netzwerke integriert. Für kabellose Netzwerke steht die sehr beliebte WLAN-Karte 8260 von Intel zur Verfügung. Sie unterstützt alle gängigen Standards inklusive dem schnellen 802.11ac in 2,4- sowie 5-GHz-Netzen und zusätzlich Bluetooth 4.2. Die Leistung der Karte ist in Ordnung, allerdings haben wir in anderen Notebooks schon höhere Transferraten gemessen. Etwa einen Meter von unserem Router ASUS RT-AC56U konnten wir maximal rund 62 MB/s (802.11n: ~12 MB/s) messen, während es beim ZBook 15 G3 in derselben Testumgebung beispielsweise 80 MB/s waren.

Leider lässt sich das ZBook Studio nicht mit einem WWAN-Modul ausstatten. Das gilt nicht nur für unsere Testversion, sondern alle Konfigurationen. Unterwegs muss man daher entweder via Smartphone oder UMTS/LTE-Stick auf das Internet zugreifen.

Über dem Display befinden sich noch die HD-Webcam und die beiden Mikrofone. Mit 1.280 x 720 Pixeln erfüllt der Sensor zwar seinen Zweck, aber das war es auch schon. Besser gefallen haben uns die Sprachaufnahmen, bei denen ein externes Headset in der Regel überflüssig wird.

HP stattet das ZBook Studio G3 mit sehr vielen Sicherheits-Features aus. Dazu gehören sowohl Hardware (Figerabdruck-Scanner, TPM, Steckplatz für Kensington Lock) als auch Software (HP BIOSphere mit Sure Start, Client Security, diverse Passwörter). Zudem lassen sich im BIOS einzelne Anschlüsse sperren, und auch die Festplatte kann verschlüsselt werden. Die Entsperrung mittels Fingerabdruck (Finger muss über den Scanner gezogen werden) klappt in der Praxis sehr gut, aber leider müssen wir auf einen SmartCard Leser verzichten. Dieser wird zwar im Datenblatt aufgelistet, ist bei unserem Testgerät aber nicht vorhanden. Auch auf der Homepage von HP wird er nicht erwähnt.

Im Lieferumfang des HP ZBook Studio G3 befinden sich nur die üblichen Beigaben: ein Netzteil (150 Watt) sowie eine Schnellstartanleitung und Garantieinformationen. Sehr spannend ist die optionale Dockingstation mit der Bezeichnung HP ZBook TB3 Dock. Für die Verbindung zur Dockingstation wird nur ein Kabel benötigt, welches das Notebook gleichzeitig auflädt. HP bietet drei verschiedene Modelle an, die sich jedoch nur durch das Netzteil (65, 150 und 200 Watt) unterscheiden und universell für alle aktuellen ZBook Modelle verwendet werden können. Damit lässt sich die Anschlussausstattung wie folgt erweitern: 4x USB 3.0, Ethernet, 1x Thunderbolt 3, 2x DisplayPort 1.2, 3,5-mm-Headset und ein Kensington Lock. Die Preise liegen je nach Modell zwischen rund 220 und 250 Euro.
Die Wartung des HP ZBook Studio G3 ist ein wenig umständlich geraten, mit dem passenden Schraubendreher (Torx T9) gibt es aber keine Probleme. Bevor man die komplette Unterseite abnehmen kann, muss man zunächst den oberen Teil des Lochgitters entfernen. Dadurch kann man zwar schnell auf die beiden Lüfter zugreifen und sie reinigen, aber der Sinn dieser Zweiteilung erschließt sich uns nicht ganz. Unter dieser kleineren Abdeckung befinden noch weitere Schrauben des Unterbodens; sie muss also auf jeden Fall entfernt werden, wenn man den Deckel abnehmen möchte. Akku Acer Aspire 6930 .

Danach erhält man Zugriff auf alle wichtigen Komponenten, wobei sowohl die CPU als auch die GPU (anders als beim größeren ZBook 15 G3) aufgelötet sind. Die beiden RAM-Steckplätze sind bei unserem Testgerät bereits mit zwei 8-GB-Riegeln ausgestattet, für ein Upgrade auf 32 GB müsste man also beide austauschen. Wir finden auch noch einen weiteren M.2-2280-Steckplatz, eine zweite SSD lässt sich also problemlos einbauen. Der Akku ist nur im Gehäuse verschraubt und kann damit im Schadensfall recht unkompliziert ausgetauscht werden.
Der Garantiezeitraum des HP ZBook Studio G3 liegt bei drei Jahren und beinhaltet einen Bring-In-Service. Optional stehen auch Carepacks zur Verfügung, mit denen sich sowohl die Dauer als auch der Umfang der Serviceleistung erweitern lassen. Ein Upgrade auf drei Jahre Vor-Ort-Service (Produktnummer: U4414E) kostet rund 140 Euro, während 5 Jahre Vor-Ort-Service (U7861E) mit etwa 380 Euro zu Buche schlagen. Eine Übersicht über alle Carepacks ist hier ersichtlich.
In dieser Sektion unterscheidet sich das ZBook Studio G3 von seinen restlichen ZBook Geschwistern, denn wir erhalten eine "normale" Chiclet-Tastatur ohne eigenen Nummernblock und ohne Pointstick. Daher zeigt sich auch das Layout ein wenig anders, denn auf der rechten Seite finden wir eine zusätzliche Spalte mit Tasten. Keine Unterschiede gibt es bei den kleinen vertikalen Pfeiltasten oder den kleineren Funktionstasten.

Das sind jedoch nur kleine Makel, denn beim Tippgefühl kann das dünne ZBook Studio überzeugen und steht den beiden größeren Modellen ZBook 15 G3 und ZBook 17 G3 in nichts nach. Der Tastenhub beträgt ordentliche 15 Millimeter, und die Druckpunkte sind klar definiert. Dabei bleibt das Anschlagsgeräusch angenehm leise, lediglich die Leertaste neigt ein wenig zum Klappern. Im Bereich der Tasten J, K und L gibt die Tastatur leicht nach, funktional gibt es aber keine Einschränkungen. Die Zuordnung der Funktionstasten F1-F12 kann im BIOS dauerhaft geändert werden (FN-Lock), eine spezielle Tastenkombination für den Wechsel im laufenden Betrieb gibt es aber nicht.

Dank der zweistufigen weißen LED-Beleuchtung ist das Tippen auch in dunklen Umgebungen problemlos möglich. Standardmäßig schaltet sich die Tastaturbeleuchtung 5 Sekunden nach der letzten Eingabe automatisch ab. Die Dauer kann aber im BIOS geändert werden, oder man kann die Beleuchtung auch dauerhaft aktiviert lassen. Oben rechts neben der Tastatur verbaut HP zwei zusätzliche Tasten für die Funkmodule sowie die Boxen, deren Status über verschiedene Farben (Weiß: aktiv; Orange: deaktiviert bzw. stumm) signalisiert wird.
Wie wir bereits erwähnt haben, verzichtet HP bei dem ZBook Studio G3 auf die Implementierung eines Pointsticks. Für die Steuerung des Cursors steht daher nur das Clickpad von der Firma Alps zur Verfügung, welches ohne dedizierte Tasten auskommen muss. Im Gegenzug ist die Oberfläche mit 11,5 x 8 cm aber angenehm groß. Das Pad zeigte sich auf der gesamten Oberfläche sehr reaktionsfreudig, und unsere Eingaben wurden stets korrekt umgesetzt. Auch längere Zeigerbewegungen sind dank der glatten Oberfläche kein Problem. Gesten werden mit bis zu drei Fingern erkannt, was im Test auch zuverlässig klappte. Im unteren Bereich lässt sich das Pad klicken, wobei je nach Seite ein Rechts- bzw. Linksklick (lässt sich im Treiber ändern) ausgelöst wird. Wir hatten hierbei keine Probleme mit ungewollten Zeigersprüngen, allerdings ist das Klickgeräusch an sich recht laut. Praktisch: das Pad lässt sich mit einem doppelten Antippen in der oberen linken Ecke deaktivieren, was durch eine orangefarbene LED angezeigt wird. Zudem kann das Pad automatisch deaktiviert werden, sobald ein Zeigegerät per USB angeschlossen wird.
HP bietet für das ZBook Studio G3 insgesamt vier verschiedene IPS-Displays an, macht abgesehen von der Auflösung und der Oberflächen-Beschaffenheit aber keine weiteren Angaben zu den verschiedenen Versionen. Zur Auswahl stehen zwei FHD-Modelle (matt oder spiegelnd mit Touch) und zwei 4K-UHD-Panels (normal und DreamColor, beide matt) an. In unserem Testmodell steckt das "normale" UHD-IPS-Panel von Sharp (SPH1445) mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, was zu einer guten Pixeldichte von 282 ppi führt. Mit dem vorinstallierten Windows 7 und der maximalen Skalierungsstufe von 150 % lässt sich noch vernünftig arbeiten, generell würden wir bei dem UHD-Bildschirm aber zur Nutzung von Windows 10 (Lizenz liegt bei) raten.

Bei der Helligkeit hinterlässt das Display einen sehr guten Eindruck und ist mit durchschnittlich knapp 300 cd/m² ausreichend hell. Noch heller sind nur das Dell Precision 5510 und das Apple MacBook Pro Retina 15, allerdings verfügen beide über spiegelnde Anzeigen. Dank dem geringen Schwarzwert von nur 0,29 cd/m² fällt der Kontrast unseres Testgerätes mit mehr als 1.000:1 ebenfalls sehr gut aus; subjektiv haben wir nichts zu beanstanden. Screen Bleeding ist bei unserem Testgerät kein großes Thema. Lediglich bei der maximalen Helligkeit und einem komplett schwarzen Bild lassen sich am unteren Rand minimale Lichthöfe erkennen, in der Praxis ist das aber kein Problem. Das Display nutzt PWM zur Helligkeitsregelung ab Stufe 11/20 und darunter. Aufgrund der niedrigen Frequenz von 200 Hz kann es daher bei empfindlichen Nutzern vor allem bei der Arbeit in dunkleren Umgebungen zu Beeinträchtigungen kommen.
Das volle Potenzial des Bildschirms lässt sich erst mit einer Kalibrierung entfalten, denn im Werkszustand sind die durchschnittlichen DeltaE-2000-Abweichungen gegenüber der sRGB-Referenz mit 5,5 für die Graustufen und 5,9 (max. 10,7) für die Farben zu hoch. In unseren CalMAN-Messungen fällt uns zudem die etwas zu warme Farbtemperatur auf. Nach einer Kalibrierung besticht das Panel mit referenzwürdigen Ergebnissen: Die Abweichung der Graustufen und Farben fällt auf 1,1 bzw. 0,6, und sowohl der Gamma-Wert als auch die Farbtemperatur sind fast perfekt.
Das Display deckt den sRGB-Standard beinahe vollständig (99 Prozent) und den anspruchsvolleren AdobeRGB-Farbraum immerhin noch zu 85 Prozent ab. Eine spannende Option dürfte das optionale DreamColor-Display (4K, matt) sein, welches eine größere Farbraumabdeckung verspricht. Genaue Angaben macht HP allerdings nicht.
Die Voraussetzungen des ZBook Studio G3 für den Außeneinsatz sind optimal: leicht und mit einem matten Display. Auch die Helligkeit wird im Akkubetrieb nicht reduziert, und tatsächlich lässt sich das Gerät auch in sehr hellen Umgebungen und bei Sonnenschein problemlos verwenden, zumindest, solange man direkte Lichtquellen meidet. Die IPS-Technologie des Bildschirms ermöglicht sehr stabile Blickwinkel. Bei vertikalen Verschiebungen kommt es allerdings schon recht früh zu einem leichten Helligkeitsabfall, doch die Ablesbarkeit ist dadurch nicht beeinträchtigt.
Für das ZBook Studio G3 stehen verschiedene Komponenten zur Auswahl, allerdings ist die Auswahl nicht so groß wie beispielsweise bei der ausgewachsenen Workstation ZBook 15 G3. Alle Modelle verfügen über einen Quad-Core aus Intels aktueller Skylake Generation (Core i7-6700HQ oder Core i7-6820HQ im Testgerät). In Verbindung mit den mobilen Xeon Prozessoren (E3-1505M v5 oder E3-1545M v5) ist das ZBook Studio G3 auch mit ECC-RAM erhältlich, wobei die beiden Slots mit maximal 32 GB ausgerüstet werden können. In unserem Testgerät sind zwei Riegel DDR4-RAM mit jeweils 8 GB in einer Dual-Channel-Konfiguration verbaut. Als Massenspeicher kommen ausschließlich Flash basierte Lösungen im M.2-Format zum Einsatz, bei einigen Modellen auch mit NVMe-PCIe-Anbindung.

Die dedizierte Grafikkarte ist in jedem Fall die Quadro M1000M von Nvidia, wobei in dem Datenblatt lediglich die Version mit 2 GB GDDR5-VRAM gelistet wird. Unser Testmodell ist jedoch mit 4 GB dediziertem Videospeicher versehen. Mit dieser Ausstattung stellt das ZBook Studio G3 für sehr viele Anwendungsbereiche ausreichend Leistung zur Verfügung. Dank den schnellen Komponenten sollte es auch keinen Flaschenhals geben.
Unsere Testkonfiguration verwendet den Core i7-6820HQ von Intel. Dieser Quad-Core-Prozessor (Skylake) hat eine TDP von 45 Watt und erreicht eine maximale Turbo-Frequenz von 3,6 GHz (4 Kerne: 3,2 GHz). Weitere technische Details sind in unserer Techniksektion verfügbar. In unseren Tests kann der Prozessor stets seine volle Leistung abrufen. In den reinen CPU-Tests liegt der Verbrauch selbst bei der Extrembelastung durch Prime95 bei 43 Watt und damit unter dem TDP-Limit.

Auch in den Benchmarks macht der Prozessor eine gute Figur. Lediglich der Xeon E3-1505m v5 liegt in der Regel einige Prozentpunkte vor dem Testgerät, wobei unser i7-6820HQ gerade im Multi-Core-Betrieb von der exzellenten Turbo-Ausnutzung profitiert und vor allem das Precision 5510 von Dell in diesem Fall überholen kann. Falls man auf die zusätzlichen Features der Xeon-CPUs oder den ECC-RAM keinen Wert legt, ist der Core i7 eine sehr gute Wahl, und von der reinen Leistungsfähigkeit lohnt sich das Upgrade auf die Xeons eigentlich kaum. Akku Acer Aspire 5738G .

Im Akkubetrieb wird der Verbrauch des Prozessors auf ~26 Watt begrenzt, weshalb der Takt in diesem Fall auf 2,6-2,7 GHz sinkt. Im Multi-Betrieb verringert sich die Leistung um etwa 15 Prozent (Cinebench R11.5 Multi: 7,7 vs. 6,62 Punkte). Weitere Benchmarks dieses Prozessors sind in unserer Datenbank gelistet.
Trotz der schnellen Komponenten muss sich das Testgerät in den PCMarks mit einem der hinteren Plätze innerhalb unserer Vergleichsgruppe begnügen. Weshalb es trotz der ähnlichen Komponenten vergleichsweise schlecht abschneidet, können wir an dieser Stelle nicht eindeutig sagen. Allerdings bewegen sich alle Vergleichsgeräte auf einem sehr hohen Niveau. Zumindest subjektiv können wir uns nicht beschweren. Windows 7 Professional (Lizenz Windows 10 Pro ebenfalls vorhanden) startet schnell, und insgesamt zeigt sich das Gerät überaus reaktionsfreudig.
HP stattet unsere Konfiguration des ZBook Studio G3 mit einem HP Z Turbo Drive G2 aus. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine PCIe-NVMe-SSD, die in unserem Fall von Samsung zur Verfügung gestellt wird. Die SM951 hat eine Kapazität von 512 GB und wird aktuell in vielen High-End-Geräten verwendet, inklusive einigen unserer Vergleichsgeräte. Auch in diesem Fall kommt es erneut zu einer recht großen Differenz zwischen den unterschiedlichen Benchmarks. Laut CrystalDiskMark liegen die sequentiellen Ergebnisse bei rund 1.500 MB/s, und auch die anderen Ergebnisse fallen gut aus. Wir haben es hier momentan auf jeden Fall mit einem der schnellsten Laufwerke zu tun - über die Leistung braucht man sich in dieser Hinsicht keine Sorgen zu machen. Weitere Vergleiche und Benchmarks zu HDDs/SSDs sind in unserer Datenbank verfügbar.
Das HP ZBook Studio G3 ist ausschließlich mit der dedizierten Grafikkarte Quadro M1000M von Nvidia erhältlich. Diese basiert auf der Maxwell Architektur (GM107) und verfügt über 512 Shader-Einehiten. Wie wir bereits erwähnt haben, haben wir es in diesem Fall mit einer ungewöhnlichen Konfiguration zu tun, denn anstatt den beworbenen 2 GB Videospeicher besitzt unser Modell 4 GB des schnellen GDDR5-Speichers. Dieser läuft mit 1.253 MHz, während der Kern dank GPU-Boost maximal 1.124 MHz erreichen kann. In den GPU-Benchmarks können diese Werte aufrechterhalten werden, und auch im Akkubetrieb wird die Leistung nicht reduziert. Das System kann je nach Belastung zwischen der dedizierten und der integrierten Intel HD Graphics 530 des Prozessors umschalten (Optimus). Das funktioniert automatisch und klappte in unserem Test sehr zuverlässig, lediglich bei wenigen Benchmarks mussten wir die GPU manuell im Treiber zuweisen.

Die Quadro-Karten verwenden im Vergleich zu den Consumer-Modellen der GeForce Baureihe ein modifiziertes BIOS und spezielle Treiber, um eine hohe Stabilität zu ermöglichen. Des Weiteren garantieren Zertifizierungen den reibungslosen Betrieb zwischen Hard- und Software. Für den OpenGL Bereich nutzen wir die Benchmarks SPECviewperf 11 und 12, welche die Arbeitsgebiete CAD, CAM, Geologie und medizinisches MRT überprüfen. In den Tests sind die beiden M1000M-GPUs in unserer Vergleichsgruppe normalerweise auf einem Leistungsniveau und bewegen sich komfortabel zwischen der kleineren Quadro M500M sowie der schnelleren Quadro M2000M. Erstaunlich gut schlägt sich auch die Radeon R9 M370X des MacBook Pro, die in der Regel die AMD FirePro W4190 hinter sich lässt und in einigen Tests auch die Quadro M500M schlagen kann.
Mit den Tools LuxMark 2.0 und SiSoft Sandra 2016 sehen wir uns den GPGPU-Bereich an, bei dem die Berechnungen vom Prozessor auf die Grafikkarte übertragen werden können. Hierbei gibt es verschiedene Standards, die sich teilweise je nach Hersteller unterscheiden (QuickSync, APP, CUDA). Die Quadro M1000M ist noch eine recht neue Grafikkarte, und seit dem Erscheinen wurden mehrere neue Treiber veröffentlicht. In den beiden Benchmarks sehen wir daher teilweise das erwartete Ergebnis, bei dem die beiden M1000M-GPUs auf einem Niveau liegen, teilweise kann sich die GPU in unserem Testgerät aber auch deutlich absetzen und sogar mit der schnelleren Quadro M2000M (älterer Treiber) konkurrieren.
Abschließend sehen wir uns noch den DirectX Bereich an, zu dem auch Spiele gehören. Hier kommt es nicht auf spezielle Treiber, sondern die rohe Leistung der GPU an. Hier liegen die beiden Quadro-M1000M-GPUs wieder auf einem Niveau, der zusätzliche Speicher unseres Testgerätes macht sich in den Benchmarks also nicht bemerkbar. In den Unigine Benchmarks lässt sich zudem die DirectX- mit der OpenGL-Leistung (ohne Optimierungen) vergleichen. Erwartungsgemäß liegen die DirectX-Ergebnisse hier etwas höher. Interessant ist auch der Vergleich mit den Consumer-Modellen der GeForce Serie. Technisch ähnelt die Quadro M1000M der GeForce GTX 950M, hat aufgrund des schnelleren GDDR5-Speichers aber einen Vorteil. So ist der Graphics Score des aktuellen 3DMark-Fire-Strike-Tests beispielsweise rund 10 Prozent höher, während die GeForce GTX 960M ihrerseits einen deutlichen Vorteil von 25 Prozent aufweist. Dennoch sollte sich unser Testgerät damit auch zum Spielen eignen. Weitere Benchmarks der Quadro M1000M sind in unserer Techniksektion verfügbar.
Unsere Gaming-Tabelle zeigt ganz klar, dass die Grafikkarte zu schwach für die native 4K-Auflösung des ZBook Studio G3 ist. Ansonsten sieht die Sache aber gar nicht so schlecht aus, denn ältere Titel lassen sich in der Regel auch mit hohen Details flüssig spielen, während man bei anspruchsvolleren Titeln wie The Witcher 3 zumindest mit dem Medium-Preset seinen Spaß hat. Während unserer Gaming-Tests gab es übrigens überhaupt keine Treiber-Probleme (Abstürze, Bildfehler), und auch die Zuordnung klappte einwandfrei. Weitere Gaming Benchmarks sind hier verfügbar.
Unser Testgerät des ZBook Studio G3 wurde mit BIOS-Version 01.03 ausgeliefert. Aufgrund der extrem hohen Temperaturen sowie dem starken Pulsieren der Lüfter haben wir das BIOS-Update 01.05 "Verbesserung der Systemstabilität" installiert, mit dem wir auch die folgenden Messungen durchgeführt haben. Eine Verbesserung konnten wir jedoch nicht feststellen, was auch für die BIOS-Versionen 01.06 sowie 01.07 gilt, die noch während des Tests veröffentlicht wurden.

Das Kühlsystem des ZBook Studio G3 besteht aus zwei Lüftern, die über mehrere Heatpipes mit der CPU/GPU verbunden sind. Leider kennen die Lüfter nur zwei Betriebszustände: deaktiviert bzw. nicht hörbar und nervig. Unter Last, und hierbei muss es sich noch nicht einmal um unseren Stresstest handeln, messen wir mehr als 50 dB(A). Das alleine ist schon sehr laut, das wirkliche Problem ist jedoch das Lüfterverhalten inklusive dem sehr starken Pulsieren. Hinzu kommt noch, dass beide Lüfter individuell voneinander gesteuert werden. Wenn ein Lüfter beispielsweise konstant läuft, kann der andere durchaus pulsieren, und die Geräusche überlagern sich. Besonders stark ausgeprägt ist das Pulsieren bei anhaltender Last. Im Leerlauf bzw. bei wenig Last können wir zudem ein leichtes Spulenfiepen bemerken. Leider hat sich an diesem Verhalten trotz der verschiedenen BIOS-Updates nichts geändert.

Neben der Geräuschentwicklung sind die Temperaturen ein großes Problem des ZBook Studio G3. Bereits im Leerlauf gibt es einen deutlich wärmeren Punkt oberhalb der Tastatur. Unter Last bleibt dieser Hotspot erhalten und macht seinem Namen alle Ehre, denn schon nach kurzer Zeit ist diese Stelle zu heiß zum Anfassen. Natürlich werden auch die umgrenzenden Bereiche mit aufgewärmt, und auf der Unterseite ist die Situation kaum besser. Man sollte es daher vermeiden, das Gerät auf dem Schoß zu nutzen. Dieses Verhalten tritt aber nicht nur in unserem Stresstest, sondern beispielsweise auch beim Spielen oder rechenintensiven Anwendungen auf.

Aufgrund der extremen Temperaturen haben wir den Stresstest (Prime95 und FurMark für mind. eine Stunde) bereits nach etwa einer halben Stunde abgebrochen. Maximal 77 °C oberhalb der Tastatur und 70 °C im zentralen Tastaturbereich waren uns einfach zu extrem, und auch auf der Unterseite wird die 70-°C-Marke angekratzt. Die Ursache ist schnell gefunden, denn der Prozessor erreicht innerhalb von wenigen Minuten die 100-°C-Marke. Erstaunlich hierbei ist jedoch, dass die Leistung davon kaum beeinträchtigt wird, denn der Prozessor arbeitet weiterhin mit 3,1-3,2 GHz und die Grafikkarte mit einem Kerntakt von etwa 950 MHz. Zwar ist es nicht schlecht, dass HP uns die volle Leistung so lange wie möglich zur Verfügung stellen möchte, aber etwas geringere Temperaturen wären hier sicherlich sinnvoll. Erwartungsgemäß ergab ein 3DMark-11-Durchlauf nach dem Stresstest keine geringeren Ergebnisse.
HP verbaut zwei Stereolautsprecher, die sich rechts und links neben der Tastatur befinden und den Sound damit zum Anwender richten. Mit rund 82 dB(A) werden die Module ausreichend laut, aber ab etwa 60 Prozent der maximalen Lautstärke fangen sie an zu dröhnen. Dazu kommt noch, dass die Wiedergabe aufgrund des fehlendes Basses nicht sehr ausgeglichen ist. Der Zusatz Bang & Olufsen bezieht sich nur auf die Software, die verschiedene Presets sowie einen Equalizer bietet. Damit wird das Ergebnis vor allem bei niedrigen Pegeln etwas voller. Für gelegentliche Videos oder leichte Hintergrundmusik eignet sich das ZBook Studio G3 auf jeden Fall, für eine bessere Qualität sollte man jedoch externe Lautsprecher bzw. Kopfhörer verwenden.
Bei unseren Verbrauchsmessungen macht sich vor allem in den Leerlauf-Szenarios das hochauflösende Display bemerkbar, das weder bei der maximalen Helligkeit noch bei 150 cd/m² PWM nutzt und damit mehr Strom benötigt. Alleine von dem minimalen Verbrauch, der bei 8,7 Watt liegt, fallen 5,6 Watt auf das Display aus – wohlgemerkt bei der geringsten Helligkeitsstufe. In den anderen beiden Leerlauf-Messungen liegt der Verbrauch bei etwas mehr als 14 Watt, wobei der Anteil des Displays hier noch höher ausfallen dürfte. Maximal verbraucht das ZBook Studio G3 knapp 130 Watt, das mitgelieferte 150-Watt-Netzteil ist also ausreichend dimensioniert.
Trotz der vergleichsweise hohen Akkukapazität von 64 Wh fallen die praxisnahe Laufzeiten extrem kurz aus. Bei den Workstations testen wir die minimale Laufzeit neben dem Battery Eater Classic Test (65 Minuten) auch noch mit einer Schleife des SPECviewperf-Benchmarks (hier in Version 11). Das Ergebnis von gerade einmal 52 Minuten stellt also das Worst-Case-Szenario dar. Besonders ernüchternd sind die beiden realistischeren Tests mit einer Bildschirmhelligkeit von rund 150 cd/m² (Stufe 16/20, 157 cd/m²), die mit rund 3:30 h und 3:50 h kaum konkurrenzfähig sind. Besonders bei einem derart leichten und damit mobilen Gerät ist das keine gute Leistung. Etwas besser dürfte sich hier vermutlich die FHD-Variante schlagen. Der Akku ist nach etwa mehr als 2,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen.
Das ZBook Studio G3 ist uns ein kleines Rätsel. In einigen Bereichen präsentiert uns HP ein tolles Produkt, während es in anderen Kategorien enttäuscht. Insgesamt ist unser Eindruck von der ambitionierten Workstation daher leider eher negativ. Das liegt hauptsächlich an den Emissionen sowie den Akkulaufzeiten. Selbst bei normaler Last erreichen die Oberflächen teilweise bedenklich hohe Temperaturen, bei denen man sich verbrennen kann. Auch das Lüfterverhalten ist extrem nervig, denn die beiden Lüfter agieren unabhängig voneinander, werden dabei sehr laut, und es gibt heftiges Pulsieren. Auch die praxisnahen Laufzeiten von nicht einmal vier Stunden sind für ein durchaus mobiles Gerät kaum noch zeitgemäß. Ansonsten gibt es nur kleine Kritikpunkte, beispielsweise das Fehlen eines SmartCard Lesers oder der Verzicht auf ein WWAN-Modul.

Das ZBook Studio G3 ist ein ambitioniertes Projekt. Wir erhalten viel Leistung in einem kompakten Paket, doch dafür müssen wir extreme Temperaturen und nervige Lüfter in Kauf nehmen. Bei einem Kaufpreis von rund 3.800 Euro sollte solche Patzer eigentlich nicht passieren. Akku Acer Aspire 5750G .

Dabei macht das ZBook Studio auch vieles richtig: Wir bekommen viel Leistung in einem tollen Gehäuse, dazu noch einen prima 4K-Bildschirm sowie gute Eingabegeräte. Trotzdem sind die Einschränkungen unserer Meinung nach einfach zu gravierend. Dazu kommt noch der extrem hohe Preis von rund 3.800 Euro für unsere Testkonfiguration, der sich mit diesen Problemen kaum rechtfertigen lässt. Bisher brachten die verschiedenen BIOS-Updates keine Besserung, aber wir hoffen, dass HP zumindest die nervige Lüftersteuerung mit einem zukünftigen Update in den Griff bekommt. Aktuell haben die ausgewachsenen Workstations einen deutlichen Vorteil bei den Emissionen und bieten optional sogar noch mehr Leistung.

06/05/2016

asus zenbook ux31e akku tauschen

Nach langer Zeit frischt Lenovo das Einsteiger-ThinkPad auf und verpasst dem Business-Notebook einen aktuellen Intel Prozessor der Skylake-Serie. Mit deutlich unter 1.000 Euro soll trotzdem der hohe Anspruch der ThinkPad-Serie erhalten bleiben. Ob Lenovo es schafft, dem gerecht zu werden, ermitteln wir in unserem ausführlichen Test.
Lenovo bringt mit dem ThinkPad L560 (20F10026GE) nach nunmehr zwei Jahren eine überarbeitete Version des damaligen ThinkPad L540 (20AV002YGE) heraus. Im Portfolio der Lenovo-ThinkPad-Reihe befindet sich die preisgünstige L-Serie zwischen der E- und der X-Serie. Lenovo vertreibt die ThinkPad L-Serie in zwei verschiedenen Größen. Der Kunde hat die Wahl zwischen 14-Zoll- oder 15-Zoll-Geräten. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass nur bei den 14-Zöllern ein Intel Core i7 zur Auswahl steht. Die stärkste CPU des 15-Zöllers ist der Intel Core i5-6300U.

Der preisliche Einstieg in die ThinkPad-Welt der L-Serie beginnt bei 679 Euro. Käufer bekommen ein solides Business-Notebook, angetrieben von einem Intel Core i3-6100U, dem 4 GB DDR3L zur Verfügung stehen. Windows 10 Home 64bit befindet sich auf der herkömmlichen 500-GB-Festplatte. Unser Testgerät besitzt einen Intel Core i5-6200U Prozessor aus der aktuellen Skylake-Serie. Mit 8 GB DDR3L und 1 TB Festplattenspeicher besitzt es genau doppelt so viel, wie das Einstiegsgerät. Als Betriebssystem kommt Windows 7 Professional zum Einsatz. Der Kunde kann auf der Webseite von Lenovo selbst auswählen, ob Windows 7 oder Windows 10 vorinstalliert werden soll. Preislich liegt unser Gerät mit 899 Euro (für Schüler und Studenten ab etwa 820 Euro) immer noch deutlich unter 1.000 Euro.

Bei der Auswahl der Referenzgeräte für den Test setzen wir die preisliche Obergrenze bei 1.000 Euro. Die nachfolgend aufgelisteten Geräte erfüllen die Kriterien und werden uns durch diesen ausführlichen Test begleiten.
Beim Gehäuse des Lenovo ThinkPad L560 vertraut Lenovo auf Altbewährtes und besteht äußerlich aus schwarzem Kunststoff, der eine leicht angeraute Oberfläche hat. Das klassische, eckige Design der ThinkPad-Reihe hat einen hohen Wiedererkennungswert und wird auch bei dem aktuellen Modell fortgeführt. Die kleinen Änderungen liegen im Detail. Somit befinden sich die Anschlüsse an etwas anderen Positionen und die Lüftungsschlitze für die Abwärme sind nur noch rückseitig vorhanden. Das Lenovo-Logo rutscht in die untere Ecke und wirkt eher unscheinbar. Der Schriftzug der Modell-Serie bleibt unverändert schräg an der oberen Seite. Als Status-LED fungiert der „I“-Punkt nun als Eyecatcher.

Der Öffnungswinkel des Displaydeckels ist mit knapp über 180 Grad sehr groß. Ein Verwinden des Deckels ist mit wenig Kraftaufwand möglich. Durch etwas Druck auf seine Rückseite zeichnen sich leichte Wellen auf dem Panel ab. Auch ist ein Verwinden der Base-Unit möglich, allerdings mit deutlich mehr Kraftaufwand als beim Deckel. Mittig kann die Base mit leichtem Druck auf die Oberseite um ca. 2 – 3 Millimeter eingedrückt werden. Die Verarbeitung des Lenovo ThinkPad L560 gibt keinen Anlass zur Kritik. Die Spaltmaße sind vorbildlich und das Notebook ist an allen Stellen sauber verarbeitet.

Das Panel wird von den stabilen Displayscharnieren, die aus Metall gefertigt sind, gut an der gewünschten Position gehalten. Ein minimales Nachschwingen lässt sich mit leichten Untergrunderschütterungen provozieren. Auch ist das Nachfolgegerät, wie auch schon der Vorgänger (Lenovo ThinkPad L540), nach Militärstandards getestet worden. Diese Tests beziehen sich auf die Robustheit, Langlebigkeit und Qualität der Produkte. Unter anderem werden die Testgeräte widrigen Umgebungen, wie hohem Druck, Feuchtigkeit, Vibrationen, hoher Temperatur, Temperaturschwankungen, niedrigem Luftdruck (ca. 4.500 Höhenmeter), niedrigen Temperaturen und Staub ausgesetzt. Ein glasfaserverstärkter Kunststoff sorgt zudem für zusätzliche Widerstandsfähigkeit und Steifheit. Akku Asus C22-UX31 .
Das Lenovo ThinkPad L560 besitzt eine üppige Anschlussausstattung. Der ExpressCard-Slot ist für Karten mit einer Breite von 34 Millimetern vorgesehen. Die vier USB-Ports bieten allesamt den aktuellen USB 3.0-Standard. Einer der USB-Anschlüsse besitzt auch die Ladefunktion, welche auch im ausgeschalteten Zustand aktiv ist. Diese Funktion muss zuvor im BIOS konfiguriert werden. Der Kartenleser kann alle gängigen Kartenformate (MMC, SD, SDHC, SDXC) verarbeiten. Die Performance messen wir mit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II. Die 289 JPEG-Dateien, die insgesamt 1,24 GB belegen, werden mit durchschnittlich 75,3 MB/s übertragen. Das ist ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann. Das verbaute optische Laufwerk liest und beschreibt DVDs in den gängigen Formaten.

Die Anordnung der Anschlüsse ist gut gelöst. Problematisch wird es an der linken Seite allerdings, wenn gleichzeitig der ExpressCard-Slot und der Kartenleser benutzt wird. Da die Erweiterungskarten aus dem ExpressCard-Slot etwas hinausragen, ist es infolgedessen etwas unpraktisch und schwierig, eine Karte in den Kartenleser zu stecken oder wieder hinauszuziehen. Die Verteilung der USB-Anschlüsse ist gut und auch die LAN-Buchse auf der Rückseite ist dort gut positioniert. Bei häufiger, stationärer Nutzung empfiehlt es sich, das ThinkPad Pro Dock näher anzuschauen. Die Anschlüsse dafür befinden sich auf der Unterseite des Notebooks. Ein SmartCard Reader ist oberhalb des optischen Laufwerks auf der rechten Seite vorhanden. Optional lässt sich noch ein 4G LTE Breitband-Modul einbauen.
Für die drahtlose Kommunikation sorgt das Dual Band Wireless-AC 8260 Modul von Intel. Dieses unterstützt zudem auch den Bluetooth-4.2-Standard. Die theoretische Bruttodatenübertragungsrate liegt bei diesem WLAN-Modul in 802.11ac bei 867 Mbit/s (2x2). Bei der Nutzung in dem Testzeitraum gab es keine unerwünschten Verbindungsabbrüche. Der WLAN-Betrieb war zu jeder Zeit stabil. Bei einer Entfernung von ca. 15 Metern zum Router wurde die Verbindungsgeschwindigkeit auf 55 Mbit/s gesenkt. Die Möglichkeit einer drahtgebundenen Netzwerkverbindung bietet der rückseitig verbaute Ethernet-Port. Die maximale Übertragungsrate beträgt 1.000 Mbit/s. Ein Testkopiervorgang von großen Datenmengen von einem NAS bewältigte das ThinkPad L560 ohne Probleme.

Die Sicherheit wird bei der ThinkPad-Reihe großgeschrieben. So bietet das Lenovo eine ganze Reihe von Features an. Neben einem Fingerabdruck-Scanner ist auch ein TPM 2.0 und ein SmartCard Reader vorhanden. Intels Anti Theft und Secure Boot, was standardmäßig deaktiviert ist, sind auch mit an Bord. Das BIOS besitzt umfangreiche Einstellmöglichkeiten im Bereich „Security“.

Lenovo bietet für das ThinkPad L560 spezielles Zubehör an. Für einen häufigen, stationären Betrieb im Büro macht der Einsatz einer passenden Dockingstation durchaus Sinn. Allerdings sind diese auch mit Preisen ab 155 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Ein optional erhältliches Breitbandmodem sorgt für eine mobile Datenverbindung. Lenovo berechnet dafür rund 98 Euro.

Käufer haben bei der Konfiguration auf der Lenovo Shop-Seite die Wahl zwischen Windows 7 Professional, Windows 10 Home oder Professional. Da diese Geräte vorwiegend im Business-Bereich eingesetzt werden, empfehlen wir die Nutzung einer Professional Version. Diese bieten unter anderem deutlich umfangreichere Verwaltungs- und Netzwerkfeatures.

Das Lenovo ThinkPad L560 hat an der Unterseite eine Wartungsklappe. Diese wird mit drei Schrauben an der Base-Unit fixiert. Zudem befinden sich auch noch eine Vielzahl an Kunststoff-Haken, die zusätzlich das Entfernen der Abdeckung erschweren. Ist die Abdeckung vorsichtig entfernt worden, so bekommt man freien Zugang zu den Hardwarekomponenten, wie HDD, RAM und dem kleinen CPU-Lüfter, der dann bei Bedarf gereinigt werden kann.

Im Kaufpreis enthalten ist die Basisgarantie für 12 Monate. Gegen einen Aufpreis von 156 Euro bietet Lenovo 3 Jahre Vor-Ort-Reparatur am nächsten Werktag. Ein drittes Angebot seitens Lenovo ist eine Herstellergarantie von 2 Jahren mit Vor-Ort-Service am nächsten Werktag und Geräte-Unfallschutz für zusätzlich 172 Euro.
Lenovo geht beim L560 keine Kompromisse ein und verbaut die altbekannte Chiclet-Tastatur, die auch schon beim ThinkPad L540 zum Einsatz kam. Gerade als Office-Notebook sind vor allem gute Eingabegeräte gefragt. Das können wir an dieser Stelle bestätigen. Die Tasten haben eine gute Größe (1,6 x 1,6 Zentimeter) und sind leicht nach innen gewölbt. Die Pfeiltasten sind unverändert etwas kleiner dimensioniert, was zu Vertippern führen kann. Der Tastenhub ist verglichen mit Chiclet-Tastaturen anderer Hersteller vergleichsweise groß. Der Druckpunkt ist deutlich spürbar und gibt dem Anwender ein gutes Feedback. Klickgeräusche bei Eingaben sind kaum hörbar. Ein vollwertiger Nummernblock ist bei dem ThinkPad L560 vorhanden. Beim ThinkPad L460, dem kleineren Bruder, muss darauf verzichtet werden.
Das ThinkPad L560 besitzt auch immer noch den klassischen Trackpoint. Dieser hat eine angeraute Gummiabdeckung, die einen guten Halt bietet. Auf Bewegungen reagiert er sehr präzise und zuverlässig. Beim Touchpad gibt es ein paar kleine Änderungen. Das multitouchfähige Clickpad hat eine Fläche von 10 x 5,7 cm. Das ist etwas kleiner als beim ThinkPad L540, bietet aber dennoch genügend Platz für die Gestensteuerung. Die Oberfläche ist glatt und lässt die Finger ohne Probleme darüber gleiten. Der Tastenhub des Clickpads ist kurz und hat einen deutlichen Druckpunkt. Hörbar ist dieser durch ein deutliches Klicken. Oberhalb des Clickpads befinden sich, wie auch bei dem ThinkPad L460, drei Maustasten, die für die Nutzung in Verbindung mit dem Trackpoint vorgesehen sind. Diese Tasten sind leichtgängig und bei Eingaben kaum hörbar.
Bei unserem Testgerät ist ein mattes 15,6-Zoll-Display von LG verbaut, welches eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln besitzt. Das ergibt eine rechnerische Pixeldichte von 141 dpi. Das Display hat einen guten Kontrast (903:1). Die durchschnittliche Displayhelligkeit, mit 250,2 cd/m², bleibt hinter den Erwartungen zurück. Bei den verschiedenen Einsatzszenarien, bei denen teilweise auch schwierige Lichtverhältnisse herrschen, wünschen wir uns hier einen Wert von mindestens 300 cd/m². Positiv erwähnenswert ist natürlich, dass wir zu keinem Zeitpunkt PWM-Flimmern festgestellt haben und störende Lichthöfe bei dunklen Darstellungen sind kaum sichtbar. Die Einstiegsvariante der ThinkPad L560 Modelle sind mit einem HD-Bildschirm (1.366 x 768 Pixel) ausgestattet. Der Aufpreis für die FHD-Variante beträgt 30 Euro.
Das LG-Display hat im Auslieferungszustand eine DeltaE-2000-Farbabweichung von 8,49. Ein optimales Ergebnis wäre ein Wert kleiner als 3. Im unkalibrierten Zustand hat das LG-Panel einen leichten Grünstich. Mit Hilfe der Kalibrierung kann für eine Besserung der Werte gesorgt werden. Eine erneute Messung nach der Kalibrierung zeigt nun eine DeltaE-2000-Farbabweichung von 4,66. Damit verfehlt der Wert immer noch den Zielbereich. Bei den Graustufen ist nach der Kalibrierung eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen. Die Farbräume AdobeRGB und sRGB können teilweise nicht dargestellt werden. Nur 37,07 % (AdobeRGB) bzw. 57,94 % (sRGB) sind deutlich zu wenig für professionelle Anwendungen. Akku Asus ZenBook UX31E .
Die Blickwinkelstabilität des IPS-Displays ist gut und der Inhalt kann aus allen Positionen gut abgelesen werden. Die Nutzung im Freien ist aufgrund der matten Oberfläche und des guten Kontrastwertes möglich. Aufgrund der geringen Displayhelligkeit sollte ein Platz im Schatten aufgesucht werden. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist so gut wie nichts mehr auf dem Bildschirm zu erkennen.
Das Lenovo ThinkPad L560 ist ein 15-Zoll-Business-Notebook der Mittelklasse. Die Rechenleistung reicht für den durchschnittlichen Büroalltag allemal aus. Die ThinkPad-Reihe bietet eine Reihe an Sicherheitsmaßnahmen, um wichtige Daten zu schützen. Unser Testgerät kann mit einem biometrischen Zugang abgesichert werde. Zudem sind TPM und ein SmartCard-Reader vorhanden. Mit dieser Ausstattung verlangt Lenovo etwa 899 Euro. Das günstigste Gerät mit 679 Euro hat nicht alle Komponenten standardmäßig mit Bord. Diese können aber auf den Folgeseiten im Shop konfiguriert werden. Optional gibt es auch die Möglichkeit, ein LTE-Modul zu implementieren, um auch mobil nicht auf eine Datenverbindung verzichten zu müssen.
Bei der Wahl des Prozessors sollten sich die Kunden schon vor dem Kauf genau überlegen, wieviel Leistung benötigt wird, denn ein Tausch dieses Bauteils ist im Nachhinein nicht mehr möglich. Lenovo vertreibt die aktuellen ThinkPad L-Modelle nur noch mit verlöteten ULV-Prozessoren.

In dem Testgerät, welches wir zur Verfügung gestellt bekommen haben, ist ein Zweikernprozessor von Intel verbaut. Genauer gesagt handelt es sich um einen Intel Core i5-6200U. Nun hält auch in dieser Produktreihe die Skylake-Generation Einzug und sorgt mit einer TDP von 15 Watt für gute Akkulaufzeiten. Beim Vorgängermodell kamen noch Haswell-Modelle der energiehungrigeren Standard-Voltage-Kategorie zum Einsatz. Der Grundtakt der CPU liegt bei 2,3 GHz. Diese kann im Turbo-Modus auf 2,8 GHz (1 Kern) bzw. 2,7 GHz (2 Kerne) erhöht werden. Vergleicht man die Cinebench R15 Werte mit dem ThinkPad L540, so ist zu erkennen, dass die Leistung 4 respektive 9 % hinter dem Intel Core i5-4200M liegt. Ein Ergebnis, welches durch niedrigere Taktraten des 6200U zustande kommt.
Der Performance-Eindruck des Gesamtsystems wird durch den Einsatz der herkömmlichen Festplatte getrübt. Eine SSD wäre wünschenswert gewesen und würde zu einer besseren Performance des Gesamtsystems beitragen. Die Ergebnisse des PCMark 8 Benchmarks spiegeln die zu erwartende Leistung des Systems wider. Das HP ProBook 450 G3 mit einer fast identischen Hardwareausstattung erreicht fast die gleichen Ergebnisse. Im Vergleich zum Lenovo ThinkPad L540 muss sich das ThinkPad L560, wie auch schon bei den Cinebench-Tests, leicht geschlagen geben. Vergleichsgeräte mit einem stärkeren Intel Core i7 können sich teilweise deutlich absetzen.
Beim Datenspeicher vertraut Lenovo auf Western-Digital und stattet unser Testgerät mit einer 1 TB großen Festplatte aus. Die Leistung der Western-Digital HDD mit 5.400 U/min liegt auf dem zu erwartenden Niveau. Mit HD Tune ermitteln wir eine durchschnittliche Transferrate von 76,6 MB/s. Bei der Verarbeitung großer Datenmengen sollte lieber auf ein Modell mit 7.200 U/min, besser noch auf eine SSD zurückgegriffen werden.

Bei der Gerätekonfiguration auf der Shop-Seite von Lenovo kann ohne Zusatzkosten zwischen einer 1-TB-HDD oder einer 192-GB-SSD gewählt werden. Diese bietet eine deutlich höhere Performance, aber auch deutlich weniger Speicherplatz. Käufer müssen nun selbst entscheiden, welchen Kompromiss sie eingehen wollen.
Als Grafikeinheit dient die Intel HD Graphics 520, die über keinen eigenen Speicher verfügt, sondern auf den RAM des Systems zugreift. Da nur ein Speichermodul verbaut ist, läuft dieser im langsameren Single-Channel-Modus. Das beeinflusst die Leistung der Grafikeinheit negativ. Für Abhilfe würde der Einsatz eines zweiten, identischen RAM-Moduls sorgen. Der Grafikkern unterstützt DirectX 12 und decodiert auch H.265-/HEVC-Videos. Allerdings ist unter Windows 7 die Installation alternativer Software erforderlich, um entsprechende Videos abzuspielen, denn der Windows Media Player bietet keine Unterstützung für H.265-Videos.

Die Geschwindigkeit der HD Graphics 520 liegt bei dem Testgerät bei 300 MHz – 1.000 MHz. Zudem hängt die Leistung auch vom jeweiligen CPU-Modell ab. Der Leistungszuwachs zum Vorgängermodell beträgt beim 3DMark 2013 bis zu 18 %, im 3DMark 11 sogar noch deutlich mehr. Bei den Vergleichsgeräten können sich nur die Probanden absetzen, die zusätzlich auf eine dedizierte Grafikkarte zurückgreifen können.
Bei der Gaming Performance sollte nicht zu viel erwartet werden. Die Leistung der HD Graphics 520 wurde im Vergleich zu der HD Graphics 4600 gesteigert. Trotzdem reicht die Leistung lediglich, um ein paar ältere Titel in HD-Auflösung mit minimalem Preset wiederzugeben. Da es sich hier aber um ein reines Business-Notebook handelt, kann auf den Einsatz einer potenteren Grafiklösung durchaus verzichtet werden. Für den kleinen Pausenspielspaß in Form von Solitär, reicht die Leistung der HD Graphics allemal.
Im Leerlauf arbeitet das Gerät mit einer gemessenen Lautstärke von 30,1 dB(A) sehr leise. Im Idle-Betrieb steht der kleine Lüfter überwiegend still und nur die Festplatte ist als Geräuschquelle zu hören. Damit liegen die leisesten Geräte im Vergleich, fast alle auf einem Level. Nur das Dell Inspiron 15-5558 und das Acer TravelMate P278-MG-76L2 gehen im Leerlauf, wie auch im weiteren Verlauf auch unter Last, deutlich lauter zu Werke. Zugriffe auf eine CD/DVD sind deutlich hörbar, aber nicht übermäßig laut. Unter Last erreicht unser Testgerät nur eine maximale Lautstärke von 34,7 dB(A) und liegt damit auf Augenhöhe mit dem HP ProBook450 G3. Abschließend können wir festhalten, dass Lenovo die Geräuschemission zum Vorgängermodell deutlich verbessert hat.
Die Temperaturen des Lenovo ThinkPad bleiben im Idle-Betrieb zu jeder Zeit kühl. Mit 32,8 °C wird der Maximalwert im Bereich der Lüfterauslasses gemessen. Diesbezüglich haben alle Vergleichsgeräte keine Probleme. Beim durchgeführten Stresstest, bei dem die beiden Programme Prime95 und Furmark für mindestens eine Stunde dem Notebook alles abverlangen, steigt die Gehäusetemperatur im Bereich des Lüfterauslasses auf 36 °C. Beim Prozessor ermitteln wir einen Temperaturwert von maximal 73 °C. Das ist kein Grund, um beunruhigt zu sein. Zu Beginn des Tests beträgt die maximale Frequenz bei der Nutzung beider Kerne 2,7 GHz. Dieser Wert sinkt nach ca. 2 Minuten auf 2,4 GHz, welcher dann auch konstant gehalten werden kann. Beim Cinebench war dieses Phänomen allerdings nicht zu beobachten. Bei der GPU ermitteln wir einen maximalen Wert von 70 °C. Beim Stresstest taktet die HD Graphics 520 von Beginn an mit 950 MHz kontinuierlich.
Die kleinen Stereo-Lautsprecher des Lenovo ThinkPad L560 befinden sich links und rechts an der Vorderseite. Diese eignen sich gut für Videotelefonie. Die Höhen sind sauber und werden klar bis hin zur maximalen Lautstärke wiedergegeben. Mitten und Bässe sind zwar zu erahnen, aber kaum wahrnehmbar. Die maximale Lautstärke geht für das Notebook völlig in Ordnung und wird wahrscheinlich nur sehr selten benötigt – denn die Lautsprecher sind wirklich laut. Sollte es doch einmal vorkommen, dass Musik oder ein Film abgespielt werden soll, so empfehlen wir den Einsatz eines kleinen 2.1 Soundsystems. Die Soundausgabe über die Stereoklinke funktioniert, wie auch schon beim Vorgänger, tadellos.
Bei der Energieaufnahme hat Lenovo im Vergleich zum ThinkPad L540 deutlich nachgebessert. Wahrscheinlich ist dieses das Resultat der neuen, stromsparenden CPU. Satte 60 % weniger Energieverbrauch ist schon beachtlich und zeigt zudem, was Intel mit der neuen Skylake-Architektur erreicht hat. Im Idle-Betrieb, mit aktivierten Zusatzfunktionen liegt die Energieaufnahme bei 8,6 Watt. Das ist zwar ein guter Wert, aber der kleinere Bruder, das ThinkPad L460, kommt mit 7,9 Watt aus. Allerdings ist es mit 14 Zoll auch eine Nummer kleiner. Maximal muss das kleine Netzteil 33,7 Watt bereitstellen können. Ein hervorragender Wert, der alle Vergleichsgeräte alt aussehen lässt. Selbst das HP ProBook 450 G3, welches fast die gleiche Hardware besitzt, benötigt unter Last 7 % mehr Energie und kommt damit auf einen Wert von 36,1 Watt.

Das kleine Netzteil des Lenovo ThinkPad L560 leistet maximal 45 Watt und ist somit ausreichend dimensioniert.
Die guten Werte der Energieaufnahme spiegeln sich auch in einer guten Akkulaufzeit wider. Der leicht zu entnehmende Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 48 Wh. Bei minimaler Belastung ist eine maximale Laufzeit von 11:38 h möglich. Unter Last hält dieser 1:49 h durch und muss dann wieder geladen werden. Bei dem praxisnahen WLAN-Test (Webseiten werden im 30-Sekunden-Takt aufgerufen) hält der Akku 6:46 h durch. Beim direkten Vergleich zum ThinkPad L540, dem Vorgänger, macht sich der technologische Fortschritt der letzten Jahre bemerkbar Zudem wurde auch eine CPU-Generation übersprungen und die Vorzüge der Skylake-CPUs kommen somit noch deutlicher zum Vorschein.
Das Lenovo ThinkPad L560 ist ein würdiger Nachfolger des ThinkPad L540. Mit der Implementierung der ULV-Prozessoren, die eine geringe Leistungsaufnahme haben, hat Lenovo bei diesem Gerät alles richtig gemacht. Das Resultat dieser Symbiose ist ein geringer Energieverbrauch, der sich wiederum auch in guten Akkulaufzeiten widerspiegelt. Eine deutliche Kampfansage ist auch der Preis, der mit unter 1.000 Euro Käufer anlocken soll. Die Erweiterungen der ThinkPad-Modelle sind gut und auch die Sicherheitsfeatures kommen nicht zu kurz. Eine gute Verteilung der vorhandenen Schnittstellen gibt kaum Anlass zur Kritik. Eine Erweiterung dieser ist zudem durch den Einsatz einer Dockingstation möglich.

Mit dem Sprung von Haswell auf Skylake geht Lenovo eindeutig den richtigen Weg, aber für ein richtig gutes Business-Notebook fehlt es dem ThinkPad L560 noch an Kleinigkeiten. Akku Asus C23-UX21 .

Trotzdem gibt es einige Kritikpunkte, die wir nicht einfach unter den Tisch fallen lassen können. Da wäre zum einen das relativ schwache Display, welches zwar eine gute Blickwinkelstabilität bietet, aber beim Punkt Farbraumabdeckung nur mäßig abschneidet. Auch ist die Displayhelligkeit eher durchschnittlich und erschwert das Arbeiten bei sehr hellen Arbeitsumgebungen. Für eine Steigerung der gesamten Performance wäre der Einsatz einer SSD als Systemspeicher von Vorteil gewesen. Bei der Tastatur würden wir uns den Einsatz einer dezenten Hintergrundbeleuchtung wünschen, um die Lesbarkeit auch in dunkleren Arbeitsumgebungen zu gewährleisten.

Trotz der Kritik ist das Lenovo ThinkPad L560 ein gutes Business-Notebook. Die Leistung des sparsamen Skylake-SoCs ist für den Büroalltag mehr als ausreichend. Wer auf eine Dockingstation oder den Trackpoint nicht verzichten kann, für den führt fast kein Weg an den ThinkPad-Modellen vorbei.