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29/05/2016

neues Akku HP Envy 17

Das ZBook 17 G3 von HP ist eine klassische Workstation ohne Schlankheitswahn, bei der die Leistung im Vordergrund steht. Aber kann HP die anspruchsvolle Business-Kundschaft mit dem runderneuerten Gerät zufriedenstellen?
Nachdem wir bereits drei aktuelle ZBooks von HP getestet haben (15u G3, 15 G3 und Studio G3), befassen wir uns im heutigen Artikel mit dem größten Modell der Baureihe, dem ZBook 17 G3. Bei dieser Workstation braucht man sich keine Sorgen um Leistungsengpässe zu machen, denn der Hersteller setzt den Fokus ganz klar auf die Leistung und nicht auf ein möglichst dünnes Gehäuse. Dieser Anspruch wird auch durch die schnellsten Komponenten unterstrichen, die aktuell für mobile Geräte verfügbar sind. Das ZBook 17 G3 zeichnet sich aber auch durch die individuellen Konfigurationen aus, denn HP bietet eine breite Palette an Komponenten.

Unser Testmodell trägt die Bezeichnung TZV66EA und ist mit einem Preis von rund 4.500 Euro aktuell eine der teuersten Konfigurationen. Das ist ein extrem hoher Preis, insbesondere bei der Betrachtung der Spezifikationen. Diese sind mit einem mobilen Xeon Prozessor, einer Nvidia-Quadro-M3000M-GPU und 32 GB DDR4-RAM zwar keinesfalls schlecht, aber nur eine 256 GB große PCIe-SSD erscheint uns eine wenig knapp bemessen. Vor allem bei der Grafikkarte besteht mit der optionalen Quadro M4000M (+730 Euro) oder M5000M (+1.750 Euro) auch noch deutlich Luft nach oben. Das gilt ebenso für das optionale 4K-DreamColor-Display (noch nicht verfügbar), denn unser Testgerät ist mit einem FHD-IPS-Bildschirm ausgerüstet.

Die größten Konkurrenten für das HP ZBook 17 G3 sind das Dell Precision 7710 und in diesem Jahr auch wieder ein Gerät von Lenovo, das ThinkPad P70. Ein weiterer interessanter Kandidat ist das MSI WT72, welches zwar auf einige Business-Schnittstellen verzichten muss, im Test aber dennoch einen guten Eindruck hinterlassen hat. Wer noch mehr CPU-Leistung benötigt, muss auf ein Gerät mit einem Desktop-Prozessor ausweichen. Ein Beispiel hierfür ist das Bullman E-Klasse Xeon 17. Wir werden das ZBook 17 G3 natürlich auch mit dem Vorgänger ZBook 17 G2 vergleichen, um zu sehen, ob sich ein Upgrade auf das neue Modell lohnt.
Auf den ersten und auch den zweiten Blick ist das HP ZBook 17 G3 eine größere Version des kürzlich getesteten ZBook 15 G3. Tatsächlich haben beide Geräte im Vergleich zu den Vorgängern eine komplett neue Konstruktion spendiert bekommen, verwenden aber das identische Design. Mit seiner Bauhöhe von 3 cm ist das Testgerät vor allem im Vergleich mit vielen dünnen Geräten ein ziemlicher Brocken, hat jedoch gegenüber dem Vorgänger um rund 400 Gramm abgespeckt und ist knapp 0,4 cm dünner geworden. In unserer aktuellen Vergleichsgruppe ist das HP mit seinen 3,2 kg sogar das leichteste und zugleich auch dünnste Gerät, nimmt mit 420 x 280 mm Stellfläche dafür aber teilweise minimal mehr Platz auf dem Schreibtisch ein.

Durch die abgerundeten Kanten des Unterbodens wirkt das große Gerät deutlich schmaler, als es in Wirklichkeit ist. Wie schon beim kleineren ZBook 15 G3 verwendet HP einen Materialmix mit verschiedenen Grautönen, die zusammen mit der umlaufenden polierten Kante auf der Oberseite der Baseunit für ein sehr elegantes Auftreten sorgen. Im Bereich der Handballenauflage und der Tastatur kommt mattes Material zum Einsatz, welches sich recht unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken zeigt. Die gesamte Baseunit besteht aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung, die für eine enorme Festigkeit sorgt. Lediglich der rechte Tastaturbereich lässt sich mit sehr viel Kraft minimal eindrücken, man muss es allerdings schon darauf anlegen. Erneut fällt der schwarze Unterboden aus Kunststoff haptisch ein wenig zurück, ist aber ebenfalls sauber in das System integriert. Die Tastatur ist auch beim großen ZBook 17 G3 spritzwassergeschützt, zudem ist das Notebook getestet nach MIL-STD 810 (Feuchtigkeit, Temperaturen, Staub usw.).
Auf dem Bildschirmdeckel wird die Oberfläche mit einem Lochmuster von einer Gummierung umgeben, die den Halt verbessert, aber gleichzeitig auch anfälliger für Fingerabdrücke ist. Die Stabilität fällt erwartungsgemäß etwas hinter die Baseunit zurück, liegt aber dennoch auf einem guten Niveau. Zwar lässt sich der Bildschirm ein wenig verwinden, doch Bildstörungen können wir weder so noch mit Druck auf die Rückseite provozieren. Unser Testgerät weist allerdings einen Konstruktionsmangel am Scharnier auf, denn es produziert laute Quietsch- und Knarzgeräusche beim Öffnen des Displays sowie dem Justieren des Öffnungswinkels. Bei den anderen Geräten der ZBook Reihe konnten wir dieses Problem nicht beobachten, weshalb wir hier von einem Einzelfall ausgehen. Abgesehen von diesem Problem ist die Verarbeitung nämlich auf einem extrem hohen Niveau - derzeit wird man kaum eine Workstation mit einem besseren Gehäuse finden.

Der Akku des HP ZBook 17 G3 ist im Inneren des Gerätes verschraubt und lässt sich daher nicht schnell austauschen. Auch eine Wartungsklappe gibt es nicht, dafür lässt sich aber der gesamte Unterboden mit wenigen Handgriffen entfernen. Dazu später mehr.
Bei den Anschlüssen geht das ZBook 17 G3 keine Kompromisse ein und bietet alle modernen Verbindungen. Im Vergleich zum Vorgänger sind sämtliche Anschlüsse jetzt auf die beiden Seiten verteilt. Besonders auf der linken Seite sind die USB-Anschlüsse jedoch ein wenig gedrängt und könnten ruhig etwas weiter voneinander entfernt sein. Das Highlight sind sicherlich die beiden Thunderbolt-3-Anschlüsse (40 Gbit/s, DisplayPort 1.2, USB 3.1 Gen 2, PCIe Gen 3) mit dem neuen USB-C-Stecker. Daher ist auch der Wegfall des proprietären Docking-Anschlusses kein Problem. Passende Lösungen sind im Kapitel Zubehör aufgelistet. Insgesamt können vier individuelle Displays angesteuert werden: intern, VGA, und zwei aus den drei digitalen Anschlüssen (HDMI 1.4 oder 2x Thunderbolt 3). Falls man geeignete Bildschirme nutzt, kann man dank der DisplayPort-MultiStream-Technologie (MST) zwei Monitore hintereinander verbinden (Daisy Chain), wodurch sich die Anzahl an aktiven Bildschirmen auf sechs erhöht. Mit der optionalen Docking-Station lassen sich sogar sechs individuelle Display ansteuern. Akku HP COMPAQ nx9420 .

Das Notebook ist WWAN-ready, es gibt also einen Steckplatz für ein passendes M.2-2242-Modul (HP lt4120 Qualcomm Snapdragon X5 LTE oder HP hs3110 HSPA+ Intel), die nötigen Antennen sind bereits verlegt. Der dazugehörige SIM-Steckplatz befindet sich unterhalb des Akkus und ist damit etwas schwierig zu erreichen.

Über dem Display befinden sich noch die HD-Webcam und die beiden Mikrofone. Mit 1.280 x 720 Pixeln erfüllt der Sensor zwar seinen Zweck, aber das war es auch schon. Besser gefallen haben uns die Sprachaufnahmen, bei denen ein externes Headset in der Regel überflüssig wird.
Die Sicherheitsausstattung des ZBook 17 G3 ist sehr umfangreich und lässt eigentlich keine Wünsche offen. Der Zugang zum Notebook kann durch eine SmartCard und den Fingerabdruck-Scanner erfolgen, bei dem der Finger über den Scanner gezogen werden muss. HP verbaut zudem ein TPM-1.2/2.0-Modul (EAL4+), und es stehen mehrere Passwörter für den Systemstart und den Zugang zum BIOS zur Verfügung. Einzelne Anschlüsse können zudem deaktiviert werden. Softwareseitig fasst HP viele Funktionen in der Software Client Security zusammen. Hier kann man beispielsweise Fingerabdrücke registrieren oder auch die Festplatte verschlüsseln. Einige Konfigurationen werden sogar mit selbstverschlüsselnden Festplatten ausgeliefert.

Neben den üblichen Beigaben wie dem Netzteil (200 Watt), der Schnellstartanleitung und Garantieinformationen befinden sich im Lieferumfang des ZBook 17 G3 auch direkt die beiden passenden 2,5-Zoll-Einbaurahmen samt passenden Adapterkabeln. Sehr interessant ist die optionale Docking-Station mit der Bezeichnung HP ZBook TB3 Dock. Für die Verbindung zur Docking-Station wird nur ein Kabel benötigt, welches das Notebook gleichzeitig auflädt. HP bietet drei verschiedene Modelle an, die sich jedoch nur durch das Netzteil (65, 150 und 200 Watt) unterscheiden und universell für alle aktuellen ZBook Modelle verwendet werden können. Damit lässt sich die Anschlussausstattung wie folgt erweitern: 4x USB 3.0, Ethernet, 1x Thunderbolt 3, 2x DisplayPort 1.2, 3,5-mm-Headset und ein Kensington Lock. Die Preise liegen je nach Modell zwischen rund 220 und 250 Euro.

Die Unterseite des ZBook 17 G3 ist mit Torxschrauben (T9) gesichert und lässt sich sehr leicht abnehmen. Danach erhält man Zugriff auf alle wichtigen Komponenten. Wie schon beim kleineren ZBook 15 G3 ist die Grafikkarte als MXM-Modul ausgeführt und kann daher ausgetauscht werden. Vier RAM-Steckplätze (DDR4-SODIMM) sind mit maximal 64 GB belegbar; bei unserer Testkonfiguration sind noch zwei Steckplätze frei. Der verschraubte Akku des Testgerätes gibt übrigens einen Hinweis auf den Steckplatz für die SIM-Karte unterhalb des Akkus. Man kann ihn zwar noch einigermaßen erreichen, sehr komfortabel ist der Prozess aber nicht. Auch ein schneller Wechsel der SIM-Karte, beispielsweise im Ausland, entfällt damit. Die benötigten Antennen für das WWAN-Modul sind bereits verlegt.

HP nutzt den vorhandenen Platz sehr gut aus und ermöglicht es, insgesamt vier Massenspeicher zu verbauen. Es gibt jeweils einen getrennten M.2- sowie 2,5-Zoll-Schacht und noch einen kombinierten Schacht. Bei Letzterem hat sich HP auf jeden Fall Gedanken gemacht, denn es können beide Laufwerke gleichzeitig verwendet werden. Dazu sitzt die M.2-SSD in einer kleiner Vertiefung, und der 2,5-Zoll-Einbaurahmen kann einfach oben drauf gesetzt werden.
Der Garantiezeitraum des HP ZBook 17 G3 liegt bei drei Jahren und beinhaltet einen Pickup-&-Return-Service. Optional stehen auch Carepacks zur Verfügung, mit denen sich sowohl die Dauer als auch der Umfang der Serviceleistung erweitern lassen. Ein Upgrade auf drei Jahre Vor-Ort-Service (Produktnummer: U4414E) kostet rund 140 Euro, während 5 Jahre Vor-Ort-Service (U7861E) mit etwa 380 Euro zu Buche schlagen. Eine Übersicht über alle Care Packs ist hier ersichtlich.
Die Tastatur unterscheidet sich weder beim Funktionsumfang noch der Größe vom kleineren Bruder HP ZBook 15 G3, lediglich neben der Eingabe ist in diesem Fall mehr Platz vorhanden. Auch beim Tippen können wir keine Unterschiede feststellen, weshalb auch in diesem Fall gilt: HP verbaut eine sehr gute Chiclet-Tastatur, verschenkt aber besonders beim Hubweg und im Fall des 17-Zöllers auch beim Layout etwas Potenzial. Dass man aus Kostengründen auf die gleiche Tastatur setzt, ist verständlich, dennoch sind die teilweise recht kleinen Tasten (insbesondere die Pfeiltasten) bei dem vorhandenen Platzangebot eigentlich unnötig.

Die zweistufige weiße Tastaturbeleuchtung wird standardmäßig 15 Sekunden nach der letzten Eingabe deaktiviert, was im BIOS aber geändert werden kann (längere Dauer oder immer aktiviert). Zusätzlich kann man im BIOS die Funktion der Strg- und Fn-Taste austauschen, aber nicht dauerhaft die Zuordnung der Funktionstasten F1-F12 (FN Lock). Das ist auch nicht mit einer Tastenkombination möglich. Oben rechts neben der Tastatur verbaut HP zwei zusätzliche Tasten für die Funkmodule sowie die Boxen, deren Status über verschiedene Farben (Weiß: aktiv; Orange: deaktiviert bzw. stumm) signalisiert wird.
HP verzichtet auch beim großen ZBook 17 G3 auf ein Clickpad und verbaut ein konventionelles Touchpad mit drei dedizierten Tasten. Die Oberfläche ist mit 10,3 x 5,9 cm angenehm groß und bietet gute Gleiteigenschaften. Die Tasten bieten einen recht satten Druckpunkt und erzeugen ein angenehm leises Klickgeräusch. Das gilt auch für die drei Tasten oberhalb des Touchpads, die in Verbindung mit dem Pointstick genutzt werden können. Damit lässt sich der Mauszeiger ebenfalls gut bedienen, auch wenn die Präzision erneut etwas hinter das Gegenstück von Lenovo zurückfällt. Zudem gab es ab und zu einige ungewollte Bewegungen, bei denen der Zeiger beispielsweise für einige Sekunden stur einer Richtung folgte.

Bei der Displayauswahl stellt sich HP bisher etwas konservativ auf, denn das überaus interessante 4K-DreamColor-Display ist aktuell noch nicht erhältlich. Daher muss man sich im Moment mit einer der drei folgenden Anzeigen begnügen: ein mattes HD+-TN-Panel (1.600 x 900), ein mattes FHD-IPS-Display (1.920 x 1.080) und einen spiegelnden FHD-IPS-Touchscreen (1.920 x 1.080). Über das TN-Panel sind wir etwas erstaunt, und im Internet finden sich auch dementsprechende Konfigurationen. In unserem Testgerät steckt eine matte FHD-IPS-Anzeige von Samsung (SDC3854), was bei dem großen 17,3-Zoll-Bildschirm zu einer Pixeldichte von nur 127 ppi führt. Daher ist zwar alles schön groß, und man kann auch angenehm ohne Skalierung arbeiten (Vorteil bei der Verwendung von Windows 7), aber hochauflösende Bildschirme haben bei der Bildschärfe natürlich einen Vorteil. Akku HP Envy 17 .

Subjektiv gibt es aber dennoch nur wenig zu beklagen. Die Schärfe geht in Ordnung, auch die Farben hinterlassen einen guten Eindruck, zudem ist kein Blaustich erkennbar. PWM wird zur Helligkeitsregelung ab Stufe 8/20 und darunter eingesetzt. Aufgrund der geringen Frequenz von nur 200 Hz kann es daher vor allem beim Arbeiten in dunkleren Umgebungen zu Einschränkungen kommen (siehe Kasten). Lediglich bei einem dunklen Bild und der höchsten Helligkeitsstufe sind minimale Lichthöfe am unteren Bildschirmrand erkennbar, störend waren diese in der Praxis aber nicht.
Fast alle Displaymessungen fallen extrem gut aus, lediglich bei der Helligkeit wird das Testgerät von den Konkurrenten deutlich geschlagen. Durchschnittlich ermitteln wir nur etwas mehr als 240 cd/m². In Innenräumen reicht das in Verbindung mit dem matten Display zwar aus, etwas mehr Reserven wären aber auch in Anbetracht des Kaufpreises schön gewesen. Das war es aber schon mit der Kritik, denn in allen anderen Disziplinen sind die Ergebnisse sehr gut. Der geringe Schwarzwert von 0,21 cd/m² führt zu einem extrem hohen Kontrast von 1.200:1, und bereits im Werkszustand liegen die durchschnittlichen DeltaE-2000-Abweichungen der Farben und der Graustufen unter dem Zielwert von 3. Abweichungen sind für das menschliche Auge daher nicht sichtbar. Farbtemperatur und Gamma-Wert sind ebenfalls nah am jeweiligen Idealwert. Mit einer Kalibrierung lassen sich alle Werte noch einmal etwas verbessern, und die durchschnittlichen Abweichungen der Farben und der Graustufen fallen auf referenzwürdige 0,5 bzw. 0,6.
Das Display deckt den sRGB-Farbraum beinahe komplett (96 Prozent) und den anspruchsvolleren AdobeRGB-Farbraum immerhin zu 62 Prozent ab. Das 4K-Panel des ThinkPad P70 schneidet hier noch etwas besser ab und das Dell Precision 7710 liegt auf einem vergleichbaren Niveau. Interessant dürfte in dieser Hinsicht das optionale DreamColor-Display sein, wobei HP keine genauen Angaben zur Farbraumabdeckung macht.
Trotz der matten Bildschirmoberfläche würden wir uns in helleren Umgebungen eine stärkere Hintergrundbeleuchtung wünschen, damit das Arbeiten komfortabler wäre. Zumindest wird die Helligkeit im Akkubetrieb nicht reduziert, und auch an hellen Tagen kann man den Inhalt noch vernünftig erkennen. Die Blickwinkelstabilität des IPS-Displays ist erwartungsgemäß sehr gut. Lediglich von schräg unten wird der Kontrast sichtbar geringer, zu Einschränkungen kommt es dadurch aber nicht. Auch mehreren Personen können das Display des ZBook 17 G3 problemlos betrachten.
Das ZBook 17 G3 von HP wird dem Anspruch an eine High-End-Workstation gerecht und ist daher mit den schnellsten Komponenten erhältlich, die aktuell für mobile Geräte verfügbar sind. Allerdings wird die Produktpalette auch nach unten hin gut abgedeckt, sodass viele Anwendungsbereiche abgedeckt werden können. In jedem Fall kommt ein moderner Quad-Core-Prozessor von Intel (Core i5, Core i7, Xeon) sowie eine professionelle GPU von AMD (FirePro W6150M) oder Nvidia (Quadro M1000M, M2000M, M3000M, M4000M, M5000M) zum Einsatz. Auch bei der Speicherausstattung ist die Auswahl groß, inklusive ECC-RAM in Verbindung mit den mobilen Xeon Prozessoren. Bei unserem Testmodell kommt aber normaler DDR4-RAM zum Einsatz.
Der mobile Intel Xeon E3-1535M v5 gehört aktuell zu den schnellsten mobilen Prozessoren und basiert auf der Skylake Architektur. Der Takt liegt bei bis zu 3,8 GHz via Turbo Boost (4 Kerne: 3,4 GHz), allerdings wird der Chip bei der Belastung von allen Kernen durch die TDP von 45 Watt etwas ausgebremst. In den Cinebench Tests fällt der Takt nach 8 Sekunden auf 3,3 GHz und bei der extremen Belastung durch Prime95 sogar auf 3,1 GHz. Daher fällt unser Testgerät in den Benchmarks auch leicht hinter das Dell Precision 7710 zurück, wo der Prozessor seine maximale Leistung konstant abrufen kann. Auch bei den Single-Tests kann unser Testgerät die 3,8 GHz nicht dauerhaft halten und fällt immer mal wieder auf 3,6 GHz ab.
Nichtsdestotrotz sind die Ergebnisse aber sehr gut und werden normalerweise nur von dem zuvor genannten Dell und dem Bullman E-Klasse mit dem Desktop-Prozessor (+7 bis +14 Prozent) geschlagen. Im Akkubetrieb wird der maximale Verbrauch des Prozessors auf ~27 Watt begrenzt, und auch der Turbo Boost steht nicht mehr zur Verfügung, was in den Benchmarks zu einem Leistungsverlust von bis zu 20 Prozent führt (8,16 vs. 6,57 Punkte @CB11.5 Multi). Weitere Benchmarks des E3-1535M v5 sind in unserer Datenbank verfügbar.
Dank den schnellen Komponenten macht die Bedienung des ZBook 17 G3 sehr viel Spaß, denn Wartezeiten gibt es praktisch nicht. Auch das vorinstallierte Windows 7 Professional (Lizenz für Windows 10 Pro ebenfalls im Lieferumfang) fährt zügig hoch, und unsere Eingaben werden stets ohne Verzögerungen umgesetzt. In den Benchmarks der PCMark Reihe reicht es für unser Testgerät aber trotzdem nur für einen Platz im Mittelfeld. Hier ist die Reihenfolge aber auch je nach Test teilweise unterschiedlich. Das Lenovo ThinkPad P70 wird beispielsweise in allen Tests geschlagen, während das Dell Precision 7710 mal vor und mal hinter unserem Testgerät liegt.
Wie wir zuvor bereits beschrieben haben, bietet das Testgerät vier verschiedene Steckplätze für Massenspeicher. Die beiden M.2-Slots sind via PCIe-NVMe angebunden, die anderen beiden Steckplätze sind auf SATA-III beschränkt. In unserem Testgerät kommt das HP Z Turbo Drive zum Einsatz. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich die PCIe-NVMe-SSD, die in diesem Fall von Samsung (SM951) stammt und eine Kapazität von 256 GB hat. Das ist in Anbetracht des enormen Kaufpreises recht mager, hier hätten wir mindestens die 512-GB-Version oder einen zusätzlichen Datenträger erwartet. Akku HP COMPAQ nx7400 .

Laut CrystalDiskMark liegen die sequentiellen Transferraten bei sehr guten ~1.500 und 1.250 MB/s (Lesen/Schreiben), was einen deutlichen Vorteil gegenüber SATA-III-SSDs bedeutet (limitiert bei etwa 500-550 MB/s). Besonders eklatant ist der Vorsprung gegenüber der mechanischen Festplatte im Vorgänger ZBook 17 G2, welche durchschnittlich nur etwa 85 MB/s erreichte. Weitere Benchmarks zu HDDs/SSDs sind in unserer Techniksektion verfügbar.

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31/03/2016

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Die mobilen Workstations von HP gehören traditionell zu den teuersten Geräten auf dem Markt. Das hat sich auch bei dem neuen ZBook 15 G3 nicht geändert. Aber kann das Notebook für 4.000 Euro unsere hohen Erwartungen erfüllen?
Im November letzten Jahres stellte HP die dritte Generation seiner mobilen Workstations vor (wir berichteten). Abgesehen von dem ZBook 15u G3, welches seinen Fokus eher auf die Mobilität richtet, haben die drei anderen Produkte ein komplett neues Gehäuse spendiert bekommen. Heute sehen wir uns das 15 Zoll große ZBook 15 G3 an, die Testberichte zum ZBook Studio und ZBook 17 G3 folgen in Kürze.

Bei dem ZBook 15 G3 handelt es sich um eine waschechte mobile Workstation, bei der es vorrangig um die Leistung geht. Das bestätigt auch ein Blick auf die Spezifikationen unserer Testkonfiguration mit der Bezeichnung T7U57EA: Intel-Xeon-Prozessor, 32 GB DDR4-RAM, Nvidia-Quadro-GPU und NVMe-SSD. Auch ein DreamColor-UHD-Panel ist verfügbar, in unserem Testgerät kommt jedoch ein UWVA-IPS-Display mit der Full-HD-Auflösung zum Einsatz. Für dieses Modell muss man rund 4.000 Euro bezahlen, aber hier besteht sogar noch Luft nach oben. In der maximalen Konfiguration (allerdings ohne DreamColor-Display, ist noch nicht erhältlich), steigt der Preis auf über 6.300 Euro an.

Zu den größten Konkurrenten zählen traditionell Lenovo und Dell. Das neue Lenovo ThinkPad P50 konnten wir bereits testen und wurden – abgesehen von dem Turbo-Problem sowie dem FHD-Panel – größtenteils überzeugt. Interessant wird der Vergleich auch aufgrund der Tatsache, dass die beiden Konfigurationen ähnliche Komponenten verwenden. Ein gleichwertig ausgestattetes ThinkPad P50 ist rund 600 Euro günstiger. Der Konkurrent von Dell trägt die Bezeichnung Precision 7510, dessen Listenpreis (mit MwSt.) in einer vergleichbaren Konfiguration sogar bei 4.400 Euro liegt. Bisher konnten wir das Modell jedoch nicht testen, weshalb wir für diesen Artikel auf das Precision 5510 und das XPS 15 ausweichen, die uns zumindest Anhaltspunkte über die Displays des 7510 geben können. Das MSI WS60 ist ebenfalls eine leistungsstarke Alternative, die jedoch auf einem Gaming-Notebook basiert und daher einige Business-Features vermissen lässt. Der Vorgänger HP ZBook 15 G2 hat in unserem Dauertest ebenfalls einen guten Eindruck gemacht. Hier ist interessant zu sehen, welche Verbesserungen die neue Generation bringt oder ob sich ein Upgrade vielleicht gar nicht lohnt?
Für die dritte Generation des ZBook 15 verwendet HP eine komplett neue Gehäusekonstruktion. Das G3 hat um rund 500 Gramm abgespeckt, und zudem ist das Gerät rund einen halben Zentimeter dünner. Die Stellfläche hingegen hat sich kaum verändert. Bei solch einer Diät besteht immer das Risiko einer geringeren Stabilität, aber hier können wir Entwarnung geben. Die Baseunit aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung ist extrem stabil und lässt sich an keiner Stelle eindrücken oder verwinden. Der Bildschirmdeckel ist zwar recht dünn und lässt sich minimal verwinden, aber Druck ist für den Deckel überhaupt kein Problem. Selbst mit viel Kraft auf den mittleren Bereich konnte wir keine Bildstörungen provozieren. Auch das zentrale Scharnier ist angenehm straff und kann ein Nachwippen des Bildschirms effektiv verhindern. Der maximale Öffnungswinkel liegt bei etwa 150 Grad. Zudem ist das ZBook 15 G3 nach dem Militärstandard MIL-STD 810 zertifiziert (Feuchtigkeit, Temperaturen, Staub usw.) und die Tastatur ist spritzwassergeschützt. Insgesamt liegt die Stabilität des ZBook 15 G3 auf einem vergleichbar exzellenten Niveau wie das ThinkPad P50.

In punkto Design hat das ZBook die Nase aber klar vor dem Notebook von Lenovo. HP verwendet hier abgerundete Kanten an der Unterseite der Baseunit, wodurch das Notebook deutlich schmaler wirkt, als es eigentlich ist. Anstatt einem einfarbigen Gehäuse begegnen wir zudem mehreren Grautönen, und auf der Oberseite der Base gibt es eine umlaufende polierte Kante. Für den Bereich der Handballenauflage und der Tastatur kommt eine mattschwarze Oberfläche zum Einsatz, die recht unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist. Lediglich der Unterboden aus simplem, schwarzem Kunststoff fällt haptisch zurück und passt nicht so recht zu dem hohen Preis.

Der Deckel ist im äußeren Bereich leicht gummiert und umgibt ein etwas helleres Inlay. Dieses beherbergt zentral das glänzende HP-Logo und verwendet ein ansprechendes Lochmuster. Im Gegensatz zur Baseunit ist dieses Inlay jedoch anfälliger für Fingerabdrücke sowie Schmutz und sollte daher regelmäßig gereinigt werden. Der Displayrahmen besteht ebenfalls aus mattem Kunststoff. Dieser Materialmix ist zwar Geschmacksache, aber das Gesamtpaket hinterlässt auf jeden Fall einen äußerst edlen Eindruck. Vorne links gibt es noch vier kleine Status-LEDs, die man jedoch aufgrund ihrer Position kaum sieht.

Im Gegensatz zum alten ZBook 15 G2 befindet sich der Akku nun im Inneren des Gehäuses und ist daher nicht von außen zugänglich. Wartungsöffnungen gibt es ebenfalls nicht, jedoch lässt sich der gesamte Unterboden mit wenigen Handgriffen entfernen. Auf die Vorgehensweise werden wir im Kapitel Wartung noch genauer eingehen.
Mit dem neuen Gehäuse haben sich auch die Anschlüsse verändert, die sich nun auf den hinteren Bereich der beiden Gehäuseseiten verteilen. Wie schon beim Vorgänger liegen allerdings vor allem die USB-Anschlüsse auf der rechten Seite sehr eng beieinander, was durchaus zu Platzproblemen führen kann. Bei den Anschlüssen selbst hat sich einiges verändert. Gestrichen wurden der modulare Wechselschacht, ExpressCard-34/54, DisplayPort sowie der proprietäre Docking-Anschluss auf der Unterseite. Im Gegenzug erhält man nun aber direkt zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse (DisplayPort 1.2, USB 3.1 Gen. 2, PCIe Gen. 3), mit denen sich weiterhin Dockingstationen verwenden lassen. Auf diese Lösungen werden wir im Kapitel Zubehör noch genauer eingehen.

Im Gegensatz zum ThinkPad P50 verzichtet HP nicht auf den alten VGA-Ausgang und integriert zusätzlich einen HDMI-Anschluss. Dieser unterstützt jedoch nur den Standard 1.4, womit 4K-Signale maximal mit 30 Hz ausgegeben werden können. Alternativ steht natürlich DisplayPort via Thunderbolt 3 zur Verfügung. Das Notebook kann vier Bildschirme (1x intern + 3x extern) unabhängig voneinander ansteuern. In Verbindung mit der optionalen Dockingstation erhöht sich diese Anzahl sogar auf insgesamt sechs (mit internem Panel). Ersatzakku HP Pavilion dv9000 .

Die Leistung der USB-Anschlüsse fällt ordentlich aus, denn in Verbindung mit unserer externen SSD von Samsung (SSDT1) messen wir 323 MB/s. Der SD-Kartenleser unterstützt den UHS-II-Standard und mit unserer Referenzkarte von Toshiba (Exceria Pro UHS-II 64 GB, bis zu 260 MB/s) ermittelt AS SSD gute 206 MB/s bzw. 123 MB/s. Typische JPG-Bilddateien mit jeweils ~5 MB werden mit 142 MB/s übertragen.
Die beiden Netzwerkmodule I219-LM (Gigabit-Ethernet) und Wireless-AC 8260 stammen von Intel und kommen aktuell in fast allen Office-Notebooks und mobilen Workstations zum Einsatz. Das Dual-Band WLAN-Modul (2x2) unterstützt den schnellen 802.11ac-Standard in 2,4- und 5 GHz-Netzen sowie Bluetooth 4.2. Die theoretische Transferrate liegt bei 867 Mbit/s, wovon unter optimalen Bedingungen (etwa 1 Meter vom Router Asus RT-AC56U) rund 80 MB/s übrigbleiben (802.11n: ~ 10 MB/s) – ein exzellentes Ergebnis. Rechts oberhalb der Tastatur gibt es eine dedizierte Taste für die Kontrolle der Funkmodule, wobei der aktuelle Status mit unterschiedlichen Farben dargestellt wird (Weiß: aktiviert, Orange: deaktiviert).

Optional lässt sich auch ein LTE-Modem einbauen und die notwendigen Antennen sind bereits verlegt. Der Steckplatz befindet sich bei unserer Konfiguration jedoch unter der M.2-SSD, die man in diesem Fall zunächst ausbauen müsste. Noch ungeschickter platziert ist der Steckplatz für die Micro-SIM-Karte. Erst nach einigem Suchen haben wir ihn unterhalb des WLAN-Moduls gefunden. Um eine SIM einzusetzen, muss man in unserem Fall also das Gehäuse aufschrauben, die M.2-SSD sowie das WLAN-Modul entfernen. Ein schneller Wechsel, beispielsweise im Ausland, ist damit nicht möglich.

Über dem Display befinden sich noch die HD-Webcam und die beiden Mikrofone. Anscheinend sind die Ansprüche bei den Webcams nicht sehr hoch, denn mit 1.280 x 720 Pixeln erfüllt der Sensor zwar seinen Zweck, aber das war es auch schon. Besser gefallen haben uns die Sprachaufnahmen, bei denen ein externes Headset in der Regel überflüssig wird.
Die Sicherheitsausstattung des HP ZBook 15 G3 lässt kaum Wünsche offen. Ein Steckplatz für ein Sicherheitsschloss hält das Notebook am Platz und der Zugang kann durch eine SmartCard und einen Fingerabdruck gesichert werden. Es handelt sich hierbei um einen Scanner, bei dem man den Finger über den schmalen Sensor ziehen muss. Das klappt in der Praxis sehr gut und auch zuverlässig. Ein TPM-Modul ist integriert, Intels Anti-Theft wird unterstützt und es können mehrere Passwörter (Festplatte, BIOS) gesetzt werden. Einige der Konfigurationen sind mit selbstverschlüsselnden Festplatten erhältlich, was bei unserem Modell aber nicht der Fall ist.

HP fasst einige Funktionen in der Software Security Manager zusammen. Dort lassen sich beispielsweise Fingerabdrücke registrieren und die Festplatte verschlüsseln.
Im Lieferumfang des HP ZBook 15 G3 befindet sich neben den üblichen Beigaben (Netzteil, Garantieinformationen, Schnellstartanleitung) auch ein Adapterkabel für eine interne 2,5-Zoll-Festplatte. Sehr spannend ist die optionale Dockingstation mit der Bezeichnung HP ZBook TB3 Dock. Für die Verbindung zur Dockingstation wird nur ein Kabel benötigt, welches das Notebook gleichzeitig auflädt. HP bietet drei verschiedene Modelle an, die sich jedoch nur durch das Netzteil (65, 150 und 200 Watt) unterscheiden und universell für alle aktuellen ZBook-Modelle verwendet werden können. Damit lässt sich die Anschlussausstattung wie folgt erweitern: 4x USB 3.0, Ethernet, 1x Thunderbolt 3, 2x DisplayPort 1.2, 3,5-mm-Headset und ein Kensington Lock. Die Preise liegen je nach Modell zwischen rund 220 und 250 Euro.
Für den Zugang zu den Komponenten muss die Unterseite des Gehäuses abgenommen werden. Das ist prinzipiell auch kein Problem, wenn man den passenden Schraubendreher parat hat (Torx T9). Nach dem Lösen von neun Schrauben (lästige Plastikclips gibt es nicht) erhält man dann Zugang zu allen Komponenten. Auffällig sind hier zwei Dinge: Die Grafikkarte ist nicht verlötet (MXM-Modul) und teilweise muss man ganz schön herumfummeln, um an die Teile zu gelangen. Beispiele hierfür sind die zuvor genannten Kommunikationsmodule unterhalb der M.2-SSD oder auch der 2,5-Zoll-Schacht, auf dem sich auch noch der SmartCard-Leser befindet. Das benötigte Anschlusskabel für die 2,5-Zoll-Festplatte ist übrigens bereits im Lieferumfang enthalten – hier sollte sich Lenovo ein Beispiel nehmen.

Insgesamt sind die Erweiterungsmöglichkeiten sehr gut. Es gibt vier RAM-Steckplätze und zwei M.2-Steckplätze (2280), womit sich bis zu drei Laufwerke verbauen lassen. Auch die Kühlung samt den beiden Lüftern ist zugänglich.
Wie es in dieser Klasse üblich ist, gewährt HP eine dreijährige Garantie samt Vor-Ort-Service für das ZBook 15 G3. HP bietet verschiedene sogenannte Carepacks an, um die Laufzeit und den Umfang der Garantie zu erweitern.
HP verbaut im ZBook 15 G3 eine schwarze Chiclet-Tastatur mit einem separaten Nummernblock. HP verschenkt hier unserer Meinung nach etwas Potenzial. Die Tastatur mit dem recht begrenzten Hub könnte auch aus einem Ultrabook stammen. Tatsächlich merken wir beim Tippen auf dem ZBook 15 G3 und dem HP EliteBook Folio 1040 G3 subjektiv kaum einen Unterschied. Der Vorteil des ZBook ist jedoch die enorme Stabilität, denn selbst bei energischen Eingaben gibt nichts nach. Die Funktionstasten und vor allem die vertikalen Pfeiltasten fallen sehr klein aus, insbesondere bei den Pfeiltasten wird die Nutzbarkeit dadurch unnötig beeinträchtigt. Die zweistufige weiße LED-Beleuchtung schaltet sich standardmäßig bei Nichtgebrauch ab, was im BIOS aber geändert werden kann. Insgesamt handelt es sich sicherlich um eine gute Tastatur, doch das Lenovo ThinkPad P50 hat in dieser Sektion einen Vorteil.
HP verzichtet nach wie vor auf ein Clickpad und verbaut ein konventionelles Touchpad mit drei dedizierten Tasten. Die Oberfläche ist mit 10,3 x 5,9 cm angenehm groß und bietet gute Gleiteigenschaften. Die Tasten bieten einen recht satten Druckpunkt und erzeugen ein angenehm leises Klickgeräusch. Das gilt auch für die drei Tasten oberhalb des Touchpads, die in Verbindung mit dem Pointstick genutzt werden können. Damit lässt sich der Mauszeiger ebenfalls gut bedienen, auch wenn die Präzision erneut etwas hinter das Gegenstück von Lenovo zurückfällt. Zudem gab es ab und zu einige ungewollte Bewegungen, bei denen der Zeiger beispielsweise für einige Sekunden stur einer Richtung folgte.
HP bietet vier verschiedene Displays für das ZBook 15 G3 an, das günstigste sollte man jedoch meiden. Es handelt sich um ein FHD-SVA-Panel, wobei SVA für Standard Viewing Angle und damit ein TN-Panel steht. Des Weiteren gibt es zwei Full-HD-IPS-Panels, einmal mit und einmal ohne Touchscreen. Das Highlight ist sicherlich das DreamColor-Panel mit der UHD-Auflösung, welches eine besonders große Farbraumabdeckung verspricht.

Unser Testgerät verwendet das FHD-UVWA-Panel (Ultra Wide Viewing Angle), also ein IPS-Display mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Zusammen mit dem 15,6-Zoll-Bildschirm ergibt das eine Pixeldichte von 141 ppi, was noch in Ordnung ist. Zwar sind die Inhalte nicht so scharf wie bei hochauflösenden Displays, dafür kann man aber auf eine Skalierung verzichten, was vor allem in Verbindung mit Windows 7 ein Vorteil ist. Unser mattes Panel erreicht in den Messungen gute Ergebnisse. Die durchschnittliche Helligkeit liegt bei knapp 290 cd/m², allerdings könnte die Ausleuchtung mit 85 % besser ausfallen, subjektiv sieht man jedoch keine Unterschiede. Auch Lichthöfe sind kein großes Problem, erst in den höheren Helligkeitsstufen sieht man unten links und rechts minimales Screen Bleeding, welches uns in der Praxis jedoch nicht störte. Der Schwarzwert ist mit 0,34 cd/m² durchschnittlich für ein IPS-Display und ergibt ein gutes Kontrastverhältnis von 900:1. Innerhalb der Vergleichsgruppe schneidet das ZBook 15 G3 daher etwas besser ab als sein Vorgänger (FHD), nur die beiden Notebooks von Dell sind hier noch einmal deutlich besser. Das ThinkPad P50 fällt mit seinem dunkleren Panel jedoch zurück.

Subjektiv hinterlässt das Bild einen guten Eindruck, allerdings konnten wir PWM-Flackern bei einer recht niedrigen Frequenz von 198 Hz feststellen, sobald man nicht die maximale Helligkeitsstufe nutzt. Bei empfindlichen Nutzern könnte es also zu Einschränkungen kommen, wir hatten im Test jedoch keine Probleme.
Zusätzlich überprüfen wir die Farbgenauigkeit mit einem Spektralfotometer und der professionellen Software CalMAN. Die Ergebnisse im Werkszustand sind dabei nicht gut, denn hier messen wir durchschnittliche DeltaE-2000-Abweichungen gegenüber dem sRGB-Farbraum von 7,4 für die Graustufen bzw. 5,1 für die Farben, wobei einige Ausreißer an der 10er-Marke kratzen. Wir empfehlen deshalb unbedingt eine Kalibrierung, denn dann erreicht der Bildschirm referenzwürdige Ergebnisse: 0,7 für die Graustufen und 0,5 für die Farben. Auch die Farbtemperatur (6.479 K) und der Gamma-Wert (2,18) sind nah an den jeweiligen Idealwerten. Die guten Ergebnisse gehen weiter, denn das Panel deckt den sRGB-Farbraum zu 95 % und den anspruchsvolleren AdobeRGB-Standard immerhin zu 63 %. Für noch bessere Werte steht das DreamColor-Display zur Verfügung, allerdings macht HP hier keine genauen Angaben zur Farbraumabdeckung.
Selbst an sonnigen Tagen kann man das ZBook 15 G3 problemlos im Freien benutzen, solange man direkte Reflexionen von Lichtquellen meidet. Dank der guten Helligkeit, die auch im Akkubetrieb nicht reduziert wird, sowie der matten Displayoberfläche bleibt der Inhalt stets sichtbar. Im Schatten gibt es natürlich sowieso keine Probleme.
Unser Panel wird von HP als UWVA-Display (Ultra Wide Viewing Angle) beschrieben, anders gesagt handelt es sich um ein IPS-Panel. Die Blickwinkelstabilität ist dementsprechend sehr gut und lediglich aus extrem schrägen Winkeln kommt es zu einer Aufhellung und einem Kontrastverlust.
HP bietet für das ZBook 15 G3 eine breite Palette an Komponenten an. Unsere Testkonfiguration mit einem mobilen Intel-Xeon-Prozessor, 32 GB DDR4-RAM, einer dedizierten Quadro-Grafikkarte von Nvidia sowie einer rasanten NVMe-SSD stellt eine sehr leistungsstarke Konfiguration dar, aber es ist sogar noch mehr möglich. Interessant ist auch der ECC-Arbeitsspeicher mit der verbesserten Fehlerkorrektur, der in Verbindung mit den Xeon-CPUs erhältlich ist. Auch bei der Grafikkarte gibt es verschiedene Modelle, wobei die hier verbaute Quadro M2000M von Nvidia die stärkste Lösung ist. Alternativen sind die Quadro M1000M, die Quadro M600M sowie die AMD FirePro W5170M.

Interessanterweise sind für alle drei Vergleichsgeräte von HP, Dell und Lenovo beinahe die gleichen Komponenten verfügbar. Alle drei mobilen Workstations lassen sich daher sehr gut auf die individuellen Anwendungsbereiche anpassen.
Der mobile Xeon Prozessor von Intel mit der Bezeichnung E3-1505M v5 gehört zu den stärksten mobilen Prozessoren überhaupt. Der Basistakt dieser 45-Watt-Skylake-CPU liegt bei 2,8 GHz, erreicht via Turbo Boost aber bis zu 3,7 GHz (4 Kerne: 3,3 GHz). In der ersten Jahreshälfte 2016 soll es zudem noch den E3-1545M v5 geben, der noch minimal höher taktet (+100 MHz) und mit der stärkeren integrierten Iris Pro Graphics P580 ausgestattet ist. Falls man aktuell noch mehr Leistung möchte, muss man auf ein Notebook mit einem Desktop-Prozessor ausweichen.

Seine volle Multikern-Leistung (3,3 GHz) kann der Chip nur in den ersten Sekunden nutzen, danach setzt die TDP-Begrenzung von 45 Watt ein und der Takt fällt minimal auf 3,2 GHz. Erwartungsgemäß liegt das ZBook 15 G3 in der Regel an der Spitze unserer Benchmarks. In den Single-Tests kann es sich von dem Dell Precision 5510 absetzen, welches max. 3,5 GHz anstatt 3,7 GHz erreicht. Der Unterschied zum alten ZBook 15 G2 mit dem Core i7-4910M ist mit 5-11 % recht gering, hier lohnt sich ein Upgrade also nur bedingt. Auch ein Upgrade auf den Xeon E3-1545M v5 erscheint kaum sinnvoll, da er vermutlich auch durch die TDP begrenzt wird und damit im Multikern-Betrieb keine höhere Leistung erzielt.

Im Akkubetrieb wird der Verbrauch des Prozessors auf 25 Watt begrenzt. Das hat keinen Einfluss auf die Single-Core-Leistung, bei der Verwendung von allen Kernen reduziert sich die Leistung aber um rund 16 % (7,91 vs. 6,58 Punkte CB11 Multi). Weitere Benchmarks zu dem Xeon E3-1505M v5 sind hier verfügbar.
Die Arbeitsgeschwindigkeit des ZBook 15 G3 ist subjektiv exzellent. Windows 7 benötigt zwar etwas länger als Windows 10, fährt aber dennoch schnell hoch und bei der Bedienung gibt es keine Verzögerungen. Dank der schnellen SSD und 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher ist auch Multitasking überhaupt kein Problem. Im wichtigen PCMark 8 Work-Test kann sich das ZBook 15 G3 ganz knapp vor seinen Vorgänger an die Spitze setzen, während es im PCMark 7 knapp geschlagen wird.
Das HP ZBook 15 G3 ist mit 2,5-Zoll-Festplatten oder M.2-SSDS (SATA oder NVMe) erhältlich, man kann die beiden Laufwerkstypen natürlich auch kombinieren. In unserem Testgerät kommt eine NVMe-SSD von Samsung (SM951) mit einer Speicherkapazität von 512 GB zum Einsatz, die bei HP Z Turbo Drive genannt wird. Dass die Benchmarks immer noch Probleme mit den NVMe-Laufwerken haben, zeigte sich an den extrem geringen Schreibwerten im AS SSD. Hier mussten wir zunächst den NVMe-Treiber von Samsung installieren, danach funktionierte alles ordnungsgemäß. Dennoch sind die Ergebnisse in den beiden Benchmarks recht unterschiedlich. Laut CrystalDiskMark liegen die sequentiellen Transferraten bei ~1.500 MB/s (Lesen/Schreiben), während AS SSD ~1.800 MB/s (Lesen) bzw. ~1.200 MB/s misst. Sehr gut fällt auch das in der Praxis wichtige 4K-Read-Ergebnis mit knapp 60 MB/s aus. Für weitere Vergleiche mit anderen Laufwerken steht unsere umfangreiche SSD-/HDD-Liste zur Verfügung.
Die dedizierte Quadro M2000M von Nvidia basiert auf dem GM107-Chip der Maxwell Serie und wird in einem 28-nm-Prozess hergestellt. Der Kern läuft mit maximal 1.137 MHz (GPU-Boost), und die 4 GB GDDR5-VRAM takten mit 1.250 MHz, sind jedoch nur über ein 128-Bit-Interface verbunden. Abgesehen von dem etwas geringeren Kerntakt entspricht die Grafikkarte der Consumer GeForce GTX 960M. Dank der Optimus Technologie kann das Notebook im Energiesparmodus oder bei simplen Aufgaben auch auf die Intel HD Graphics P530 des Prozessors zurückgreifen. Dieser Vorgang ist automatisiert und funktionierte in der Regel sehr gut, lediglich bei einigen wenigen Benchmarks mussten wir die Zuordnung im Grafiktreiber manuell festlegen. Ersatzakku Compaq Presario CQ61 .

Von den Consumer-Karten der GeForce Reihe unterscheiden sich die professionellen Chips durch ein modifiziertes BIOS sowie spezielle Treiber, die für eine möglichst hohe Stabilität ausgelegt sind. Zudem garantieren umfangreiche Zertifizierungen den reibungslosen Betrieb zwischen Hardware und Software. Speziell bei OpenGL optimierter Software können die Treiber zu einem spürbaren Leistungszuwachs führen. Wir nutzen im professionellen Bereich die Benchmarks SPECviewperf 11 und 12, welche die Arbeitsgebiete CAD, CAM, Geologie und medizinisches MRT beinhalten. Insgesamt schneidet die Quadro M2000M sehr gut ab und kann ihren direkten Vorgänger, die Quadro K2100M, meist deutlich überholen. Auch das alte ZBook 15 G2 mit der AMD FirePro M5100 fällt in der Regel sehr deutlich zurück. Zwischen den beiden getesteten M2000M-Grafikkarten gibt es geringe Unterschiede, was auch an den unterschiedlichen Treiberversionen liegen kann. In den beiden Benchmarks sieht man auch noch einmal deutlich, dass die vergleichbare Nvidia GTX 960M hier keine Chance gegen die professionellen GPUs hat.
Über die OpenCL Schnittstelle können Berechnungen von dem Prozessor auf die Grafikkarte übertragen werden. Je nach Hersteller kommen unterschiedliche Standards zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise Quick Sync (Intel), APP (AMD) oder wie bei unserer Grafikkarte CUDA. In der Praxis werden diese Verfahren vor allem bei Konvertierungen von Bildern und Videos, der Finanzanalyse sowie der Verschlüsselung angewendet. Wir nutzen die beiden Tools LuxMark 2.0 (Raytracing) und SiSoft Sandra 16 (GPGPU). Bei LuxMark 2.0 zeigen sich die Vorteile der neuen Maxwell GPU, denn unsere Quadro M2000M kann sich deutlich von den Konkurrenten absetzen. Bei SiSoft Sandra 16 zeigen sich teilweise recht große Unterschiede zu der M2000M aus dem ThinkPad P50 und dem MSI WS60. Die Grafikkarte ist noch recht frisch auf dem Markt und die Unterschiede können durchaus an Treiberoptimierungen liegen.
Im DirectX-Bereich kommt es weniger auf spezielle Optimierungen, sondern die rohe Leistung der Grafikkarte an, weshalb die Leistung hier auch etwa der Consumer GeForce GTX 960M entspricht. In den Unigine-Benchmarks lässt sich zudem die DirectX- mit der OpenGL-Leistung (ohne Optimierungen) vergleichen. Erwartungsgemäß liegen die DirectX-Ergebnisse etwas höher, auffällig ist aber die deutliche Verbesserung der OpenGL-Leistung gegenüber den anderen beiden M2000M-GPUs im Vergleichsfeld, was erneut an dem aktuelleren Treiber liegt. Im Akkubetrieb wird die Leistung der Grafikkarte nicht reduziert. Weitere Benchmarks der Grafikkarte gibt es in unserer Techniksektion.
Auch beim Spielen macht das ZBook 15 G3 eine gute Figur und erneut bewegt sich die Quadro M2000M auf dem Niveau der GeForce GTX 960M. Damit lassen sich auch aktuelle Titel wie Rise of the Tomb Raider oder The Witcher 3 auf mittleren Details flüssig spielen. Wir hatten bei unseren Tests übrigens überhaupt keine Probleme mit Grafikfehlern oder falschen GPU-Zuordnungen. Weitere Spielebenchmarks der Quadro M2000M sind hier aufgelistet.
Im Leerlauf sind die beiden Lüfter deaktiviert und das Notebook ist daher lautlos. Im BIOS gibt es übrigens keine Option, die Lüfter dauerhaft zu aktivieren (Fan always on when AC). Die Situation ändert sich jedoch unter Last, wo die Lüfter recht schnell auf Belastung reagieren und daher einen etwas unruhigen Eindruck hinterlassen. Die beiden Lüfter unseres Testgerätes rattern zudem ein wenig. Ob das ein generelles Problem ist oder nur bei unseren Testgerät auftritt, können wir an dieser Stelle nicht sagen. Schon bei mittlerer Last macht sich das ZBook 15 G3 mit 45 dB(A) deutlich bemerkbar und unter maximaler Auslastung messen wir knapp 50 dB(A), was für empfindliche Nutzer durchaus störend sein kann. Innerhalb der Vergleichsgruppe schneiden hier das ThinkPad P50 und der Vorgänger ZBook 15 G2 deutlich besser ab.
Im Leerlauf oder bei leichten Aufgaben erwärmt sich das ZBook 15 G3 praktisch überhaupt nicht. Unter Last wird vor allem der hintere zentrale Bereich heiß. Hier befinden sich die CPU und die GPU sowie natürlich die Heatpipes. Den maximalen Wert von über 60 °C messen wir dabei an der Unterseite, in diesem Fall sollte man das Gerät also auf keinen Fall auf dem Schoß abstellen. Aber auch auf der Oberseite wird es mit 54,6 °C im Bereich des Gitters über der Tastatur unangenehm warm. Im zentralen Tastaturbereich bleiben noch mehr als 40 °C übrig, was man beim Tippen auch klar merkt. Der Handballenbereich bleibt jedoch in jeder Situation angenehm kühl. In dieser Hinsicht hat das Lenovo ThinkPad P50 mit maximal 42 °C einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen. Auch das kompakte Netzteil des ZBook 15 G3 wird mit knapp 60 °C spürbar warm.
Wir belasten zunächst nur den Prozessor mit Prime95. Wie schon bei den CPU-Benchmarks steht der maximale Takt von 3,3 GHz (49 Watt) nur in den ersten Sekunden zur Verfügung, bevor er sich bei 3,2 GHz einpendelt (45 Watt). Die Temperatur liegt in diesem Fall bei ~75 °C. Die Grafikkarte zeigt sich bei der Belastung durch FurMark jedoch unbeeindruckt und kann den maximalen Turbo-Takt von 1.137 MHz jederzeit aufrechterhalten, während der Kern max. 52 °C erreicht.

Ein wenig interessanter wird es dann bei kombinierter Auslastung der beiden Komponenten. Zunächst verhalten sich die CPU und GPU wie erwartet, denn der Prozessor arbeitet nach wenigen Sekunden mit 3,2 GHz und die Grafikkarte läuft mit dem vollen Takt und erreicht maximal 62 °C. De Prozessor wird jedoch deutlich wärmer und pendelt immer zwischen 84-87 °C. Nach etwa einer Stunde erreichen einzelne Kerne auch schon mal 88 °C, worauf sie kurz auf 3,1 GHz fallen. Hier arbeitet das System also an der Obergrenze und viel Luft nach oben ist nicht mehr vorhanden. Ein 3DMark-11-Durchlauf im Anschluss ermittelte jedoch kein geringeres Ergebnis.
Aufgrund des Gitters würde man die Lautsprecher oberhalb der Tastatur vermuten, doch das ist nicht der Fall. Sie befinden sich an der vorderen Kante und strahlen nach schräg unten ab. Auf einem harten Untergrund wird der Sound dadurch zum Anwender hin reflektiert, doch auf weicheren Oberflächen wirkt der Klang etwas gedämpfter. Die beiden Module hinterlassen dabei gar keinen schlechten Eindruck und es entsteht sogar ein gewisser Stereoeffekt. Der Sound ist mit maximal 85 dB(A) ausreichend laut und auch recht ausgewogen, wobei man auf Bass erwartungsgemäß verzichten muss. Für Konferenzen, YouTube-Videos und etwas Hintergrundmusik reicht die Leistung jedoch vollkommen aus. Für die Lautsprecher gibt es rechts oberhalb der Tastatur einen Knopf, der den aktuellen Status mit Farben kennzeichnet (Weiß: aktiviert, Orange: stumm).

Über dem Bildschirm befindet sich ein Bang-&-Olufsen-Schriftzug, doch damit ist nur die Software gemeint. Sie bietet verschiedene Presets und einen Equalizer. Die Verbesserung sollte man bei der Verwendung der Boxen auf jeden Fall eingeschaltet lassen, da der Klang sonst sehr dünn und höhenlastig wird. Für eine möglichst natürliche Wiedergabe am Klinkenstecker empfehlen wir jedoch, die Software zu deaktivieren. Alternativ lassen sich natürlich externe Lautsprecher via 3,5-mm-Klinke, HDMI oder Bluetooth nutzen.
Bei unseren Verbrauchsmessungen muss sich das ZBook 15 G3 lediglich dem ThinkPad P50 geschlagen geben, vor allem in den Idle-Situationen und unter maximaler Last. Allerdings tritt das ZBook 15 G3 auch mit dem deutlich helleren Display an, was zumindest die Unterschiede im Leerlauf erklärt. Dennoch sind die Ergebnisse sehr gut und schlagen die anderen Vergleichsgeräte teilweise deutlich. Unter Last verbraucht unser Testgerät knapp 140 Watt. Das kompakte 150-Watt-Netzteil ist damit gerade noch ausreichend. Eine Neuerung ab dieser Generation ist übrigens der abgewinkelte Netzteilstecker (siehe Foto).
Das ZBook 15 G3 ist ausschließlich mit einem 9-Zellen Akku (Lithium-Ionen Polymer) erhältlich, der eine Gesamtkapazität von 90 Wh aufweist. Zusammen mit dem ThinkPad P50 besitzt es also die höchste Kapazität in unserer Vergleichsgruppe. Unsere Laufzeitmessungen spiegeln die Verbrauchsmessungen sehr gut wider, denn nur das ThinkPad P50 zeigt sich ausdauernder.

Unter Last nutzen wir zwei Tests bei maximaler Helligkeit. Neben dem üblichen Battery Eater Classic Test (110 Minuten) lassen wir bei mobilen Workstations zusätzlich den SPECviewperf-12-Benchmark in einer Schleife laufen. Hier zeigt sich ein recht großer Unterschied, denn in diesem Fall schaltet sich das Notebook schon nach 75 Minuten ab. Unter optimalen Bedingungen (minimale Helligkeit, Battery Eater Readers Test) läuft das Gerät fast 14 Stunden lang.

In den praxisnäheren Tests mit einer angepassten Helligkeit von rund 150 cd/m² (Stufe 16, 162 cd/m²) ermitteln wir ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Rund 6,5 Stunden (WLAN) und 7,5 Stunden (Video) sind gute Ergebnisse. Der Akku benötigt im Anschluss rund 2,5 Stunden, bevor er bei eingeschaltetem Gerät wieder vollständig aufgeladen ist.
Mit dem neuen ZBook 15 G3 kann HP den bereits gelungenen Vorgänger erfolgreich verbessern. Das komplett überarbeitete Gehäuse hinterlässt einen sehr edlen Eindruck und muss sich auch bei der Verarbeitung sowie der Stabilität nicht hinter den Konkurrenten verstecken. Neben dem Update auf einen Skylake Prozessor stellt uns HP zudem alle aktuellen Anschlüsse zur Verfügung, sowohl extern als auch intern. Die Leistung kann sich ebenfalls sehen lassen und stellt fast das Maximum dar, denn deutlich stärkere Komponenten sind in mobilen Workstations mit einem 15-Zoll-Bildschirm nicht verfügbar. Nachdem wir in letzter Zeit von vielen Full-HD-Displays enttäuscht wurden, ist das IPS-Panel des ZBook 15 G3 endlich mal wieder ein guter Vertreter, der jedoch kalibriert werden sollte. Optional steht zudem ein DreamColor-Display zur Verfügung, falls man eine größere Farbraumabdeckung benötigt.

So sind es eigentlich nur kleine Dinge, die uns stören. Da wäre beispielsweise der Akku, der nun nicht mehr von außen zugänglich ist, die ratternden Lüfter, die unter Last zudem deutlich lauter werden als beim Vorgänger. Die Komponenten im Inneren sind teilweise schwer erreichbar. Warum der SIM-Slot beispielsweise unter der M.2-SSD und dem WLAN-Modul platziert wurde, ist uns ein Rätsel. Das Display weißt PWM bei fast allen Helligkeitsstufen auf und der Prozessor wird im Multikernbetrieb minimal von der TDP ausgebremst. Abschließend könnte HP die Tastatur noch ein wenig verbessern. Zwar bekommen wir eine sehr gute Eingabe, aber in dieser Disziplin schlägt sich die Tastatur vom Lenovo ThinkPad P50 noch etwas besser, was auch für die Emissionen gilt. Ein weiterer Faktor ist natürlich der hohe Preis, allerdings unterscheiden sich die Vergleichsgeräte gar nicht so dramatisch, wenn sie identisch konfiguriert werden. Ersatzakku HP Pavilion dv6500 .

Mit dem ZBook 15 G3 entwickelt HP seine mobile Workstation sinnvoll weiter und bietet dem Kunden ein exzellentes Arbeitsgerät, auch wenn der Spaß nicht günstig ist.

Im Moment sind die Zeiten für Nutzer von mobilen Workstations sehr gut, denn nach dem ThinkPad P50 von Lenovo ist das ZBook 15 G3 bereits die zweite waschechte mobile Workstation in diesem Jahr, die uns in vielen Bereichen überzeugen kann. Es gibt sicherlich Unterschiede zwischen den beiden Geräten, weshalb es hier auch auf persönliche Vorlieben ankommt. Das ZBook punktet mit dem besseren Design und dem helleren Full-HD-Display, während das ThinkPad vor allem mit der Tastatur sowie den geringen Emissionswerten überzeugt. Mit dem Dell Precision 7510 könnte die Sache demnächst noch interessanter werden, denn auch hier erwartet uns aller Voraussicht nach ein Top-Gerät.

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19/03/2016

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Mit dem T460s beweist Lenovo, dass sich auch ein grandioses Notebook wie das T450s weiter verbessern lässt. Noch nie war ein ThinkPad der T4x0s Serie so leicht und gleichzeitig so leistungsstark – wofür der Anwender jedoch auf Aufrüst- und Erweiterungsmöglichkeiten verzichten muss.
Frischzellenkur für den Klassiker: Mit dem ThinkPad T460s hat Lenovo nun auch das inoffizielle Flaggschiff seiner Business-Baureihe auf Intels aktuelle Skylake Plattform aktualisiert. Schnellere Prozessoren sind jedoch nicht das einzige Highlight des 14-Zöllers: Auch in anderen Punkten wie Gehäuse, Datenträger und Display unterscheidet sich die 2016er Generation teils deutlich vom Vorgänger, wie wir im nachfolgenden Test noch näher beleuchten werden.

Werfen wir zunächst jedoch einen Blick auf die angebotenen Konfigurationen und deren Preisgestaltung: Hierzulande startet das T460s bei rund 1.400 Euro (20F9003SGE) und bietet dafür unter anderem einen Core i5-6200U, 4 GB DDR4-RAM sowie eine 192-GB-SSD. Stärkere CPUs, mehr Speicher und weitere Extras wie ein integriertes LTE-Modul treiben diesen Preis allerdings schnell weiter nach oben – im Falle unseres vollausgestatteten Testgerätes (20FA003GGE) auf stattliche 2.350 Euro. Wer kann, sollte deshalb zu den stark rabattierten Angeboten im Rahmen des Lenovo-Campus-Programmes greifen (verfügbar für Schüler, Studenten und Lehrkräfte). Alternativ zu den diversen vorkonfigurierten Modellen im freien Handel lässt sich das T460s übrigens auch im Online-Shop des Herstellers nach eigenen Wünschen zusammenstellen.

Im Kampf um die Krone des besten Office-/Business Notebooks muss sich das T460s sowohl mit dem HP EliteBook 840 G3 als auch dem Dell Latitude E7470 messen. Wir werden das ThinkPad darum insbesondere mit diesen beiden Kontrahenten, aber auch dem im Abverkauf befindlichen (und darum preislich sehr attraktiven) Vorgänger T450s vergleichen.
Flüchtig betrachtet könnte man meinen, dass das T460s auf dem gleichen Chassis wie das T450s basiert – doch dieser Schein trügt. Tatsächlich hat Lenovo das Gehäuse an mehreren Stellen überarbeitet und dabei vor allem auf eine gesteigerte Mobilität Wert gelegt. So bringt unser Testgerät bei einer Bauhöhe von rund 19 Millimetern nur noch knapp 1,35 Kilogramm auf die Waage, was einer Reduktion um 2 Millimeter respektive rund 250 Gramm Gewichtsersparnis entspricht. Zum Vergleich: Sogar ein MacBook Air im kleineren 13,3-Zoll-Format wiegt praktisch genauso viel. Subjektiv wirkt das kantige ThinkPad massiver als es in Wirklichkeit ist, lässt sich in der Praxis aber auch über längere Zeit problemlos mit einer Hand halten oder auf dem Schoß abstellen.

Eine derart drastische Diät birgt immer die Gefahr, dass Stabilität und Verwindungssteifigkeit unter selbiger leiden. Nicht jedoch in diesem Fall: Ein aufwendiger Materialmix aus Magnesium und kohlefaserverstärkten Kunststoffen – die übrigens mit erstaunlich wertiger Haptik überzeugen – sorgt dafür, dass sich das Gehäuse selbst bei starker Belastung nicht übermäßig verformt. Dies gilt auch für das von zwei präzisen 180-Grad-Scharnieren gehaltene Display, welches mit nur einer Hand geöffnet werden kann, bei Erschütterungen aber dennoch kaum nachschwingt. Lenovo wirbt obendrein mit einer Zertifizierung nach US-Militärnorm MIL-STD-810, führt leider aber nicht genauer aus, welche der zahlreichen Einzeltests (Norm enthält unter anderem Temperatur-, Vibrations-, Staub- und Feuchtigkeittests) das ThinkPad auch wirklich erfolgreich absolviert hat.

In puncto Verarbeitung zeigt das T460s auch im Detail keine Schwächen und besticht mit minimalen Spaltmaßen und passgenauen Materialübergängen. Rein optisch mag manch anderes Ultrabook mit aus dem vollen gefrästen Unibody-Gehäuse vielleicht noch etwas edler erscheinen, doch stehen bei einem professionellen Arbeitsgerät ohnehin eher die praktischen Qualitäten im Vordergrund. So erweist sich die glatte, matt-graue Oberfläche als unanfällig gegenüber Fingerabdrücken, Staub und kleineren Kratzern und lässt sich mit einem feuchten Tuch schnell und einfach reinigen.
Genau wie beim T560 hat Lenovo auch beim T460s die antiquierte VGA-Buchse aussortiert und durch einen modernen HDMI-Ausgang ersetzt. Da Skylake allerdings nur HDMI 1.4, nicht jedoch den neuesten HDMI-2.0-Standard beherrscht, bleibt die Auflösung eines darüber angeschlossenen Monitors auf 2.560 x 1.440 Pixel (60 Hz) beziehungsweise 3.840 x 2.160 Pixel (30 Hz) beschränkt. Mittels Mini-DisplayPort 1.2 können aber auch 4K-Displays mit vollen 60 Hz angesteuert werden.

Darüber hinaus entspricht das Schnittstellenangebot dem des T450s, wobei Lenovo die Anordnung der einzelnen Anschlüsse leicht modifiziert hat. Zwei der drei USB-3.0-Ports befinden sich nun zusammen mit den Display-Ausgängen sowie Gbit-LAN auf der rechten Gehäuseseite, Kartenleser und Headset-Buchse sind in den vorderen Bereich der linken Seite gerückt. Insgesamt wirkt das Layout durchdacht und ergonomisch, alle wichtigen Ports sind für den Anwender gut erreichbar. Akku für HP 628419-001 .

Wird das T460s vorwiegend stationär eingesetzt, empfiehlt sich der Kauf einer externen Docking-Station, die unten an das ThinkPad angesteckt werden kann. Beispielhaft sei hier das rund 150 Euro teure ThinkPad Pro Dock erwähnt, welches unter anderem 6 zusätzliche USB-Ports, diverse Displayausgänge und viele weitere Anschlussoptionen bereitstellt.
Intels aktueller High-End-Funkadapter hört auf den Namen Wireless-AC 8260 und unterstützt neben WLAN nach 802.11a/b/g/n/ac nun auch Bluetooth in Version 4.2. Obwohl sich an der maximalen Bruttodatenrate von 867 Mbit/s (2x2 802.11ac) im Vergleich zu den Vorgängern Wireless-AC 7260/7265 formal nichts geändert hat, erzielt der Adapter in unseren Messungen mit gut 70 MB/s (TP-Link Archer C7, kurze Distanz) neue Rekordergebnisse. Reichweite und Verbindungsstabilität können wir ebenso als überdurchschnittlich gut loben. Unterwegs bleibt unser T460s Modell über ein WWAN-Modul von Huawei online, welches neben Datenübertragungen per UMTS/HSPA/LTE auch GNSS-Ortungsdienste (z. B. GPS) beherrscht.

Fast schon gewohnt bescheiden fällt die Qualität der Webcam aus, deren 0,9-Megapixel-Sensor detailarme und blasse Bilder mit sichtbarem Rauschen liefert. Weitaus besser schlägt sich das zugehörige Dual-Array-Mikrofon mit exzellenter Sprachverständlichkeit – für Skype & Co. kann somit oftmals auf ein externes Headset verzichtet werden.
Das T460s macht Schluss mit kryptischen Passwörtern – zur sicheren Anmeldung genügt der Finger des Anwenders. Einen Fingerprint Reader gab es zwar bereits bei früheren ThinkPads, doch kommt bei dieser Modellgeneration erstmals ein moderner Touch- statt eines klassischen Swype-Sensors zum Einsatz. Ein kurzes Auftippen der Fingerspitze genügt, um das Gerät im Bruchteil einer Sekunde zu entsperren und den Desktop sichtbar zu machen. Einfach, zuverlässig und schnell.

Auch darüber hinaus lässt unser Proband keine Wünsche offen und glänzt mit integriertem TPM, vPro-Unterstützung, Smartcard-Leser, Kensington Lock sowie optionaler Passwort-Sicherung für Systemstart, Festplatte und BIOS. Hier zeigt sich einmal mehr der Grund für den Aufpreis zur ThinkPad-E- und -L-Serie.
Das beigelegte Zubehör beschränkt sich auf ein passendes Netzteil (65 Watt, 45 Watt bei kleineren Konfigurationen) sowie die übliche Schnellstart-Anleitung. Vermisst haben wir dennoch nichts: Das vorinstallierte Windows 7 Professional ließ sich im Test ohne Probleme auf Windows 10 Pro upgraden, für eine etwaige Neuinstallation sind sämtliche Treiber und Handbücher aber auch auf der Support-Webseite des Herstellers zu finden. Genauere Informationen über zusätzlich erwerbbare Extras, beispielsweise die bereits angesprochene Docking-Station, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt in weiteren Artikeln nachreichen.

Ebenso wie dem kürzlich getesteten ThinkPad T560 fehlt auch dem T460s ein dedizierter Wartungszugang. Da die Bodenplatte jedoch nur von fünf Schrauben gehalten wird und sich nach dem Lösen derselben einfach abnehmen lässt, sollten auch weniger versierte Anwender das Gerät ohne Beschädigungsgefahr öffnen können. Im Inneren erwarten uns gleich mehrere Überraschungen: Zum einen hat Lenovo jeglichen 2,5-Zoll-Schacht gestrichen und setzt ausschließlich auf SSDs im M.2-2280-Format. Leider schweigt sich der Hersteller darüber aus, ob auch jedes Modell schnelle PCIe-3.0-SSDs unterstützt – bei einigen Konfigurationen könnte der M.2-Slot womöglich nur per SATA angebunden sein. Zum anderen erstaunt uns, dass nunmehr beide Akkus im Gehäuse verschraubt sind; beim T450s wurde einer der beiden Speicher extern angesteckt und konnte im Betrieb getauscht werden.

Darüber hinaus verfügt das ThinkPad lediglich über einen DDR4-Steckplatz (belegt) sowie die Slots für WLAN- und WWAN-Karte (belegt). Weitere 4 GB RAM und der Prozessor wurden fest verlötet. Lobenswert: Lüfter und Kühlkörper sind direkt zugänglich und somit leicht zu reinigen.
Bereits ab Werk gewährt Lenovo Käufern des T460s eine 3-jährige Herstellergarantie, die sich für vergleichsweise kleines Geld weiter verlängern lässt. Schon für 60 Euro ist ein Upgrade auf insgesamt 4 Jahre möglich, 5 Jahre Vor-Ort-Service schlagen mit ebenfalls sehr fairen 120 Euro zu Buche. Teurer wird es, falls zusätzliche Dienstleistungen oder Versicherungen (z. B. Unfallschutz) gewünscht sind.
Über die viel gepriesenen Qualitäten der ThinkPad Tastatur (welche sich zwischen den einzelnen Modellreihen E/L/T/X allerdings leicht unterscheidet) müssten wir eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren – dennoch wollen wir an dieser Stellen noch einmal die wichtigsten Fakten zusammentragen. Zentrales Highlight ist zweifellos der extrem knackige und langhubige Druckpunkt, der dem Keyboard sein mechanisch-sattes Feedback verleiht. Auch ansonsten können wir praktisch keine Kritikpunkte anbringen: Die verwendeten Kunststoffe hinterlassen einen hochwertigen und griffigen Eindruck, die Stabilität des Unterbaus ist trotz der leichtgewichtigen Bauweise tadellos, konkav gewölbte Buchstaben (16 x 16 mm) sorgen für Treffsicherheit, und eine zweistufige LED-Beleuchtung garantiert stets perfekte Ablesbarkeit. Wer sich an der traditionell vertauschten Anordnung von Fn- und Strg-Taste stört, kann dies im BIOS umkonfigurieren; ebenso lässt sich hier einstellen, ob die Funktionsleiste standardmäßig mit den Tasten F1 bis F12 oder diversen Sonderfunktionen belegt sein soll.
Das bei seiner Einführung noch kontrovers diskutierte Touchpad hat sich über die vergangenen Generationen stetig weiterentwickelt. In seiner aktuellen Ausprägung überzeugt das Eingabegerät mit einer glatten und gleitfreudigen Oberfläche sowie hoher Präzision, vor allem aber den sehr feinfühlig ansprechenden Multitouch-Gesten (bis zu 4 Finger). Diese lassen sich, ebenso wie praktisch jede andere Eigenschaft des Pads, im Treiber-Panel bis ins kleinste Detail an die persönlichen Vorlieben anpassen. Weiterhin kritisch sehen wir dagegen die sogenannte Clickpad-Bauweise: Noch immer kämpft man im Alltag gelegentlich mit dem Problem, dass der Mauszeiger während eines Klicks leicht verrutscht, da der Tastenbereich selbst Teil der Eingabefläche ist. Ein lästiger Makel, der sich jedoch dadurch umgehen lässt, indem man auf die eigentlich zum Trackpoint gehörenden Tasten oberhalb des Pads zurückgreift. Diese lösen im Übrigen auch deutlich sanfter und leiser als die eher knackig-harten Touchpad-Buttons aus.

Der Trackpoint selbst mag bei ThinkPad-Neulingen zunächst eine gewisse Eingewöhnung erfordern, erweist sich im Anschluss aber als mindestens ebenso schnelle und präzise Eingabealternative.
Bereits im Basismodell des T460s kommt ein hochwertiges IPS-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln (157 ppi) zum Einsatz, in unserem Testgerät steckt sogar ein WQHD-Panel mit satten 2.560 x 1.440 Pixeln (210 ppi). Die stattliche Auflösung sorgt in Verbindung mit der Bilddiagonale von 14,0 Zoll für eine gestochen scharfe Darstellung, die auch aus kürzester Entfernung keine einzelnen Bildpunkte erkennen lässt. Zur Wahrung einer akzeptablen Schriftgröße empfiehlt es sich allerdings, in den Windows Anzeigeeinstellungen einen Skalierungsfaktor von etwa 150 Prozent zu wählen. Akku HP HSTNN-UB69 .

Neben der feineren Auflösung verspricht das WQHD-Panel mit 300 cd/m² zudem eine höhere Maximalhelligkeit als das Full-HD-Modell, welches nur 250 cd/m² erreichen soll. So steht es zumindest im Datenblatt – in der Praxis messen wir selbst in der Bildmitte lediglich 257 cd/m² (WQHD-Modell) respektive 226 cd/m² (Full-HD-Modell). Obwohl auch dies in den meisten Situationen vollkommen ausreichen sollte, ist eine derartige Diskrepanz zwischen Herstellerangabe und Realität stets als kritisch anzusehen; wenn sich gewisse Fertigungsschwankungen nicht ausschließen lassen, sollte von vornherein ein niedrigerer Wert beworben werden. Im Vergleich mit der Konkurrenz von HP und Dell, die jeweils weit über 350 cd/m² stemmt, steht Lenovo in dieser Disziplin jedenfalls auf verlorenem Posten. Immerhin zeigt das Display eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung und keinerlei störendes Backlight Bleeding beziehungsweise Clouding.

Unterhalb der Maximalhelligkeit kommt beim T460s eine sogenannte PWM-Regelung zum Einsatz, die das LED-Backlight zur Steuerung der Leuchtdichte periodisch ein- und ausschaltet (Frequenz: 220 Hz). Empfindliche Nutzer könnten dadurch ein leichtes Flimmern wahrnehmen, wenngleich wir im Test subjektiv keine Beeinträchtigungen bemerkt haben. Der eher mittelmäßigen Helligkeit steht ein sehr satter Schwarzwert (0,26 cd/m²) gegenüber, sodass sich ein IPS-typisch hohes Kontrastverhältnis (988:1) ergibt.
Bereits im Werkszustand gibt das Display Farben (Delta E 4,6) und Graustufen (Delta E 6,4) mit akzeptabler Genauigkeit wieder. Ihr eigentliches Potential zeigt die Anzeige aber erst nach unserer Kalibrierung, welche die Delta-E-Abweichungen auf ein beeindruckend niedriges Niveau absenkt (Farben: 1,1; Graustufen: 0,8). Da kommt selbst manches Workstation Notebook nicht mit, zumal auch der verfügbare Farbraum überdurchschnittlich groß ausfällt. Der wichtige sRGB-Standard wird praktisch perfekt abgedeckt, sodass der professionellen Grafik- und Bildbearbeitung nichts im Wege steht.
Dank sorgfältig entspiegelter Bildoberfläche können wir das T460s als prinzipiell außentauglich bezeichnen, allerdings muss der Anwender je nach Tageszeit und Wetter mit gewissen Einschränkungen rechnen. Rund 250 cd/m² Bildhelligkeit sind das absolute Minimum dessen, was wir bei einem mobil genutzten Ultrabook voraussetzen – dass ein gut 2.000 Euro teurer High-End-Bolide diesen Wert nur knapp erreicht, enttäuscht schon ein wenig. Abermals sei auf die Konkurrenz von Dell und HP verwiesen, die das ThinkPad diesbezüglich klar übertrifft.
Billige und qualitativ minderwertige TN-Panels hat Lenovo beim T460s vollständig aussortiert – sowohl das Full-HD- als auch das hier vorliegende WQHD-Display basieren, wie bereits angesprochen, auf der IPS-Technologie. Selbige sorgt nicht nur für ein hohes Kontrastverhältnis und satte Farben, sondern auch eine weitgehend stabile Darstellung unabhängig vom Betrachtungswinkel. Erst bei extrem außermittigen Positionen beobachten wir einen sichtbaren Kontrastabfall, der jedoch ohne Auswirkungen auf die Erkennbarkeit des Bildinhaltes bleibt.
Lenovo setzt beim T460s weiterhin auf sparsame ULV-Prozessoren von Intel, die nunmehr aber der aktuellen Skylake Generation entstammen. Im Vergleich zum ebenfalls in 14-Nanometer-Technik gefertigten Vorgänger Broadwell rechnet Skylake bei gleichem Takt etwa 5 Prozent flotter und zeigt zudem teils beachtliche Effizienzsteigerungen. Die Bandbreite der angebotenen CPUs reicht vom Core i5-6200U (2,3-2,8 GHz) bis hin zum hier verbauten Core i7-6600U (2,6-3,4 GHz), der gleichzeitig das Topmodell der (regulären) 15-Watt-Serie repräsentiert. Darüber rangieren allerdings noch einige Sondermodelle wie der Core i7-6650U, die bei ähnlicher CPU-Leistung die deutlich stärkere GPU (Iris Graphics 540, 48 EUs + eDRAM) aufweisen. Sämtliche für das ThinkPad verfügbare Prozessoren integrieren lediglich die langsamere HD Graphics 520 (24 EUs, kein eDRAM).
Skylake arbeitet sowohl mit herkömmlichem DDR3(L)-/LPDDR3- als auch modernem DDR4-Speicher zusammen, wobei Letzterer bei tendenziell geringerer Leistungsaufnahme die deutlich höhere Bandbreite bereitstellt. Im Falle unseres T460s hat Lenovo 4 GB DDR4-2133 fest auf dem Board verlötet, weitere 8 GB stecken im einzigen DIMM-Slot des Gerätes (Dual-Channel-Betrieb). Offiziell lässt sich das Notebook unter Verwendung eines 16-GB-Modules folglich auf bis zu 20 GB aufrüsten; mit zukünftigen 32-GB-Modulen könnten unter Umständen auch 36 GB möglich sein.
Wie üblich wollen wir mit Hilfe der Single- und Multi-Thread-Tests des Cinebench R15 herausfinden, ob der Turbo-Boost-Spielraum des Prozessors optimal genutzt wird. Insbesondere bei den hochtaktenden Topmodellen einer TDP-Klasse – wie dem hier vorliegenden Core i7-6600U – ist dies ein recht kritischer Punkt, da diese unter Volllast oftmals den vom Hersteller spezifizierten Maximalverbrauch überschreiten und deshalb nach kurzer Zeit ihre Frequenzen reduzieren müssen.

Diese Sorge ist beim T460s unbegründet: Mit 3,2 GHz (Multi-Threading) respektive 3,4 GHz (Single-Threading) reizt die CPU ihr Potential perfekt aus und zeigt auch bei längerer Belastung keinerlei Taktabfall. Gleichzeitig vermelden die integrierten Sensoren jedoch eine Leistungsaufnahme von fast 20 Watt – wie kann das sein? Des Rätsels Lösung lautet "configurable TDP", kurz cTDP, und bedeutet nichts anderes als eine Anhebung des standardmäßigen TDP-Limits von 15 auf 25 Watt. Derart beflügelt kann sich der Core i7-6600U rund 20 Prozent von einem i5-6200U absetzen und deklassiert ebenso das ältere Broadwell Flaggschiff i7-5600U. Gegenüber den ebenfalls für das T460s verfügbaren i5-6300U und i7-6500U schrumpft der Vorsprung dann allerdings zunehmend zusammen und dürfte in der Praxis kaum noch bedingt spürbar sein.
Mit der Samsung SM951a (mutmaßlich nahezu baugleich zur Samsung SM951) steckt in unserem Probanden eine nicht ganz alltägliche 512-GB-SSD im M.2-2280-Format: Statt wie bei anderen SSDs über die SATA-Schnittstelle erfolgt die Anbindung der SM951a über PCIe 3.0 x4, was weitaus höhere Transferraten ermöglicht. Des Weiteren kommt nicht AHCI, sondern das speziell für Flash basierte Datenträger entwickelte NVMe-Protokoll zum Einsatz, welches Latenzen und Overhead-Verluste bei mehrfach parallelen Zugriffen reduziert.

All dies macht die SM951a zu einer der derzeit schnellsten SSDs auf dem (Notebook-)Markt. Sequentielle Transferraten von mehr als 2 GB/s sowie gut 1,4 GB/s beim Lesen entsprechen etwa dem Vierfachen eines herkömmlichen SATA-Laufwerkes, und auch die Performance bei kleinen 4K-Dateien fällt hervorragend aus. In Verbindung mit dem guten Ruf, den Samsung SSDs für ihre Zuverlässigkeit genießen, hat Lenovo hier also eine ausgezeichnete Wahl getroffen.
Ausgerüstet mit einer High-End-CPU, reichlich DDR4-Speicher und einer mehr als rasanten SSD ist das T460s beinahe zu schade, um es mit Office-Anwendungen und Browsing zu langweilen. Vielmehr schreit das ThinkPad geradezu danach, als vollwertiges Arbeitsgerät einen externen (4K-)Monitor mit anspruchsvoller Software und exzessivem Multitasking zu befeuern. Wir sehen lediglich zwei Situationen, in denen der Anwender an die Grenzen der Hardware stoßen wird: Zum einen betrifft dies gut parallelisierte und stark CPU-lastige Programme (z. B. Videobearbeitung oder -schnitt, Simulations-Software), die mit einem Quad-Core-Prozessor wie im Schwestermodell ThinkPad T460p zwischen 50 und 100 Prozent zulegen könnten. Zum anderen verfügt die HD Graphics 520 nur über begrenzte Leistungsreserven, wenngleich einfache 3D-Anwendungen und sogar kleinere CAD-Projekte ohne Weiteres bewältigt werden.
Auf die soeben angesprochene HD Graphics 520 wollen wir nun noch einen etwas genaueren Blick werfen. Dank diverser architektonischer Verbesserungen (Intel-Gen9-Architektur), gestiegener Taktraten und der höheren Bandbreite des DDR4-Speichers kann sich die GPU im 3DMark etwa 20 Prozent vom Vorgänger HD Graphics 5500 (Broadwell, Intel-Gen8-Architektur) absetzen. Auch wenn man derlei Zugewinne natürlich gerne mitnimmt, so ist dies doch letztlich kaum mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein: Schon eine dedizierte Low-End-GPU wie die GeForce 920M rechnet gut 30 Prozent schneller, die optionale GeForce 940M des ThinkPad T450s sogar rund 70 Prozent. Kurioserweise bietet Lenovo im T460s lediglich die leicht schwächere GeForce 930M an, und dies auch ausschließlich bei ausgewählten Konfigurationen für den nordamerikanischen Markt.

Die vermutlich beste und effizienteste Lösung wäre jedoch gewesen, das ThinkPad – zumindest gegen Aufpreis – mit CPU-Modellen der Iris-Graphics-Serie auszustatten. Wie das Surface Pro 4 von Microsoft beweist, erreicht die Iris Graphics 540 im Core i7-6650U ebenfalls in etwa das Level der GeForce 930M bis 940M. Da die Mehrleistung der Iris 540 in erster Linie aus ihrem schnellen eDRAM-Cache sowie einem breiteren Design mit doppelt so vielen Shadern resultiert, weist der i7-6650U gleichzeitig keine höhere Leistungsaufnahme als der i7-6600U auf.

Abschließend noch ein Wort zur CAD-Performance der HD Graphics 520: Anscheinend hat Intel diesbezüglich diverse (Treiber-)Optimierungen vorgenommen, da das Performance-Plus auf die HD Graphics 5500 in einigen Teildisizplinen des SPECviewperf 12 (Medical, SolidWorks) besonders groß ausfällt. Sogar die GeForce 940M wird hier mit teils beachtlichem Abstand in die Schranken gewiesen.Akku für HP HSTNN-UB68 .
In Anbetracht der mäßigen 3D-Leistung stellt das T460s nicht unbedingt die erste Wahl für Spiele-Fans dar, wenngleich sich zumindest einige ältere Titel wie Counter-Strike: Global Offensive in mittleren Einstellungen flüssig spielen lassen. An aktuellen Krachern à la Rise of the Tomb Raider beißt sich die HD 520 allerdings selbst in XGA-Auflösung und minimaler Detailstufe die Zähne aus. Viele weitere Benchmarks der Intel GPU können in unserer Datenbank nachgeschlagen werden.

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