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02/11/2015

Laptop Akkus HP EliteBook 2540p

Lenovo spendiert dem Topmodell der E550-Serie nicht nur einen flotten Core-i7-Prozessor, sondern auch eine dedizierte Radeon-Grafikkarte – und treibt so den Kaufpreis auf fast 1.000 Euro in die Höhe. Zu viel Geld für das Einstiegsmodell der ThinkPad-Baureihe?
Ein echtes ThinkPad für unter 600 Euro – kann das funktionieren? Genau dieser Frage sind wir in unserem ersten Test des ThinkPad E550 nachgegangenen und konnten Lenovos Business-Einsteiger dabei durchaus respektable Office-Qualitäten bescheinigen.

Neben der bereits getesteten Low-End-Konfiguration bietet der Hersteller auch noch viele weitere Ausstattungsvarianten des E550 an, von denen wir uns heute dem gut 950 Euro teuren Topmodell widmen wollen. Für diesen vergleichsweise stattlichen Preis erhält der Käufer unter anderem einen flotten Core i7-5500U, 8 GB RAM sowie eine üppige 1.000-GB-Festplatte. Des Weiteren ist mit der Radeon R7 M265 nun eine dedizierte Grafikkarte mit an Bord, die auch aktuelle 3D-Spiele (zumindest in niedrigen Einstellungen) flüssig auf das 15,6 Zoll große FullHD-Display zaubern soll. Klingt nach einem gelungenen Allround-Paket? Finden wir es heraus.

Da sich Gehäuse, Eingabegeräte und Anschlussausstattung nicht von unserem letzten Testgerät unterscheiden, werden wir diese Disziplinen nachfolgend nicht noch einmal untersuchen und möchten diesbezüglich auf den vorhergehenden Artikel verweisen, aus dem auch die nachfolgenden Bilder stammen.
Je nach Konfiguration rüstet Lenovo das E550 entweder mit einem einfachen WXGA- (1.366 x 768 Pixel, 100 ppi, 200 cd/m²) oder dem auch hier vorliegenden FullHD-Display (1.920 x 1.080 Pixel, 141 ppi, 220 cd/m²) aus. Neben der schärferen Darstellung ist es vor allem die effektiv rund doppelt so große Arbeitsfläche, die das höher auflösende Display in unseren Augen sehr viel interessanter macht. Wer regelmäßig mit großen Excel-Tabellen arbeitet oder mehrere Programme nebeneinander darstellen möchte, sollte darum unbedingt zu einem derart ausgestatteten Modell greifen.

Interessanterweise steckt in unserem neuen Testgerät trotz gleicher Display-Spezifikationen ein anderes Panel als beim letzten Mal (Innolux N156HGE-EAB statt AUO B156HTN03.6) – offensichtlich greift Lenovo hier auf mehrere Zulieferer zurück. Qualitativ fällt unser Urteil leider ähnlich negativ aus wie zuvor: Mit einer maximalen Leuchtdichte von nur 188 cd/m² besitzt die Anzeige für helle Büros und Fensterarbeitsplätze viel zu geringe Helligkeitsreserven, zudem sorgt der mäßige Schwarzwert (0,46 cd/m²) für ein ebenso bescheidenes Kontrastverhältnis (424:1). Dementsprechend blass und kraftlos erscheint die Darstellung. Bei Office-Arbeiten mag dies nicht weiter stören, doch Filme und Spiele bereiten auf einem höherwertigeren IPS-Panel bei weitem mehr Freude. Immerhin können wir dem Display eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung sowie absolute Flimmerfreiheit (keine PWM-Regelung der Hintergrundbeleuchtung) attestieren.
Ebenfalls nicht gerade zu den Stärken der Anzeige zählt das Thema Farbwiedergabe. Zum einen wäre hier der im Auslieferungszustand stark ausgeprägte Blaustich zu nennen, zum anderen der eingeschränkte Farbraum mit lediglich 38 Prozent AdobeRGB- sowie 59 Prozent sRGB-Abdeckung. Während sich ersteres Problem mittels Kalibrierung recht einfach beheben lässt, verhindert letzteres einen Einsatz des ThinkPads für die professionelle Foto- und Grafikbearbeitung. Auch mit unserem optimierten ICC-Profil zeigen einige Farbtöne (die offensichtlich außerhalb des darstellbaren Farbraumes liegen) Delta-E-Abweichungen von teils weit über 5, wohingegen die Wiedergabe von Graustufen recht gut gelingt.
Aufgrund der relativ geringen Maximalhelligkeit können wir das E550 trotz matter Displayoberfläche nur bedingt für den Außeneinsatz empfehlen. An trüben Herbsttagen wie in unserem Test mag der Bildinhalt noch recht gut erkennbar sein, bei strahlendem Sonnenschein sind die erreichbaren knapp 200 cd/m² aber definitiv zu wenig. ThinkPad-Anhänger, die häufig unter freiem Himmel arbeiten, sollten darum besser zum (leider signifikant teureren) T550 mit deutlich kräftigerem LED-Backlight greifen.
Ebenso wie bei den meisten anderen TN-Panels aus dem unteren Preissegment bekommt der Anwender nur bei absolut senkrechter Betrachtung eine unverfälschte Darstellung zu Gesicht. Schon kleine Abweichungen nach oben oder unten rufen starke Helligkeitsschwankungen hervor und lassen den ohnehin recht niedrigen Kontrast noch weiter absinken. Auch seitlich sollte man allzu große Blickwinkel möglichst vermeiden, wenngleich der Bewegungsspielraum hier zumindest etwas üppiger ausfällt.
Während der demnächst erscheinende Nachfolger wohl bereits auf dem aktuellen Skylake-Design basieren dürfte, setzt das E550 noch immer auf die Anfang 2015 vorgestellte Broadwell-Plattform. Konkret werkelt in unserem Testgerät der Core i7-5500U, eines der schnellsten Modelle der sparsamen ULV-Klasse mit nur 15 Watt TDP. Dank zwei CPU-Kernen samt Hyper-Threading, die mit 2,4 bis 3,0 GHz takten (2,9 GHz bei Belastung beider Kerne), verspricht der 5500U mehr als ausreichende Leistungsreserven für übliche Office- und Multimedia-Zwecke. Weitere Details können unserer CPU-Datenbank entnommen werden.

Neben der im Prozessor integrierten HD Graphics 5500 verbaut Lenovo in ausgewählten Konfigurationen auch noch eine dedizierte Radeon R7 M265 (384 Shader @ 825 MHz, 2 GB DDR3 @ 1.000 MHz / 128 Bit) von AMD. Interessanterweise widerspricht dies sämtlichen offiziellen Datenblättern, in denen der Hersteller eine Radeon R7 M260 (384 Shader @ 980 MHz, 2 GB DDR3 @ 1.000 MHz / 64 Bit) aufführt. Den Kunden wird es freuen, da das doppelt so breite Speicherinterface der R7 M265 den leichten Taktnachteil mehr als kompensiert. Akku Compaq Presario CQ70 .

Mit 8 GB RAM (1x 8 GB DDR3L-1600, Single-Channel) sowie einer 1.000 GB großen Festplatte lässt sich das E550 als ordentlich, in Relation zum Kaufpreis aber nicht als übermäßig gut ausgestattet bezeichnen. Die möglichen Aufrüstoptionen beschränken sich auf einen freien DDR3-Steckplatz, zusätzliche M.2- oder mSATA-Slots sucht man dagegen vergeblich.
Zumindest in Single-Thread-Anwendungen wie dem entsprechenden Test des Cinebench R15 reizt der Core i7-5500U seinen Taktspielraum optimal aus und arbeitet mit nahezu konstanten 3,0 GHz. Die bei Vollauslastung beider Kerne möglichen 2,9 GHz werden dagegen nur für etwa 30 Sekunden gehalten, danach pendelt sich der Prozessor bei 2,6 bis 2,7 GHz ein (Netz- und Akkubetrieb). Anscheinend haben wir ein relativ schlechtes Exemplar mit hohen Leckströmen erwischt, welches bereits bei dieser Frequenz an sein 15-Watt-Limit stößt – in früheren Tests, beispielsweise dem des Dell Latitude 3550, erzielte der Broadwell-Chip jedenfalls leicht höhere Benchmark-Scores. Alles in allem gibt es an der Performance dennoch nicht viel zu meckern: Im Vergleich mit dem Core i3-5005U kann sich der Core i7 zwischen 30 und 50 Prozent absetzen, gegenüber dem Core i5-5200U beträgt das Plus knapp 10 bis 15 Prozent.
Für eine SSD oder wenigstens SSHD hat das Budget beim E550 leider nicht gereicht, sodass der Anwender mit einer herkömmlichen Festplatte vorliebnehmen muss. Selbige stammt in diesem Fall aus der "Blue Mobile"-Serie von Western Digital, fasst 1.000 GB und wird mit 5.400 U/min spezifiziert. Mit 19,2 Millisekunden Zugriffszeit sowie einer sequentiellen Transferrate von 91 MB/s fällt die Performance des Laufwerks erwartungsgemäß nur durchschnittlich aus, worunter das Ansprechverhalten des gesamten Systems leidet. Glücklicherweise lässt sich der Datenträger bei Bedarf mit wenigen Handgriffen gegen ein schnelleres Exemplar tauschen.
Sind das Betriebssystem und die benötigten Programme erst einmal gestartet, erweist sich das ThinkPad dank Core-i7-Power und 8 GB RAM als äußerst leistungsfähiger Alltagsbegleiter. Auch mehrere Anwendungen parallel bringen das Notebook nicht aus der Fassung, vorausgesetzt, die Festplatte wird nicht allzu stark beansprucht.

Wie stark ein klassischer Magnetspeicher die Performance limitieren kann, zeigt sich unter anderem im PCMark 7. Während E550, Latitude 3550 und Pavilion 15 jeweils rund 2.800 Punkte erzielen, zieht das mit einer SSD ausgerüstete Aspire V3-574G trotz schwächerer CPU mit über 4.800 Punkten davon. Auch wenn die Benchmarks der PCMark-Serie aufgrund ihres synthetischen Charakters mit gewisser Vorsicht betrachtet werden sollten: In der Praxis fühlt sich ein Notebook mit Core-i5-CPU und SSD ebenfalls oftmals flotter an als ein Gerät mit i7-Chip und Festplatte.
Die AMD Radeon R7 M265 entstammt der unteren Mittelklasse aktueller Notebook-Grafiklösungen und liegt etwa auf dem Leistungsniveau einer Nvidia GeForce 830M oder GeForce 930M. Von der integrierten HD Graphics 5500 kann sich die Radeon um 100 bis 150 Prozent absetzen – die sparsame Intel-GPU sollte folglich nur für einfache 2D-Aufgaben verwendet werden. In 3D-Programmen und Spielen schaltet das ThinkPad mittels AMDs Enduro-Technik automatisch auf den dedizierten Chip um, was sich über Anwendungsprofile aber auch individuell für jedes Programm einzeln steuern lässt.

Leider keine Einflussmöglichkeiten gibt es auf das Taktverhalten der Radeon R7 M265 im Akkubetrieb: Hier fallen die Frequenzen von 825/1.000 MHz (Kern/Speicher) im Netzbetrieb auf nur noch 400/600 MHz, wodurch sich die Performance in etwa halbiert (3DMark 11 GPU-Score: 1.068 Punkte).
Unsere zahlreichen Spiele-Benchmarks bestätigen die zuvor getroffene Einschätzung, dass sich die Radeon R7 M265 ungefähr auf dem Level einer GeForce 830M ansiedelt. Je nach Alter und grafischem Anspruch reicht das, um 3D-Spiele in 1.366 x 768 Pixeln und mittleren Einstellungen flüssig darzustellen. Einfachere Titel wie Fifa 16 werden sogar in der nativen FullHD-Auflösung ruckelfrei bewältigt, wohingegen das ThinkPad in The Witcher 3 oder Assassin's Creed Unity bereits im Minimal-Preset an seine Grenzen stößt.
Genau wie bei unserem ersten Testsample schaltet sich der Lüfter im Leerlauf sowie bei geringer CPU-Last vollständig ab, was zu einem ausgesprochen niedrigen Lärmpegel von unter 30 dB(A) führt. Gänzlich lautlos arbeitet das E550 indes nie, da das leise Summen der mechanischen Festplatte zumindest in sehr ruhigen Umgebungen stets vernehmbar bleibt. Akku HP EliteBook 2540p .

Ungeachtet des schnelleren Prozessors sowie der zusätzlichen Radeon-GPU steigt die Geräuschkulisse unter Volllast nur unwesentlich an und gipfelt bei 33,1 (3DMark 06) bis 35,6 dB(A) (Stresstest). Den ebenfalls mit dedizierten Grafikchips ausgestatteten Kontrahenten von Dell und HP bleibt da mit jeweils weit über 40 dB(A) Maximalpegel nur das Nachsehen. Die Charakteristik des Lüfters würden wir als nicht übermäßig hochfrequent und angenehm gleichmäßig beschreiben.
Trotz überwiegend passiver Kühlung heizt sich das ThinkPad im Leerlauf nur marginal auf und erreicht je nach Messpunkt maximal 30 bis 32 °C. Wer nur mit Office, Browser und ähnlichen Programmen arbeitet, kann das Notebook darum ohne weiteres auf den Oberschenkeln betreiben.

Unter Last wirkt sich die eher defensive Abstimmung des Kühlsystems weit stärker aus. Speziell im hinteren linken Bereich des Gerätes klettern die Temperaturen schon nach kurzer Zeit über die 40-Grad-Marke. Glücklicherweise bleiben die Handballenauflagen deutlich kühler, sodass der Anwender keine Beeinträchtigungen fürchten muss.

Prozessor und Grafikchip vermelden im Stresstest mit 82 respektive 76 °C ebenfalls unkritische Werte und zeigen keinerlei Anzeichen von Throttling. Dass der CPU-Turbo mit 2,5 GHz dennoch nicht vollumfänglich ausgeschöpft wird, ist erneut auf das Erreichen des TDP-Limits von 15 Watt zurückzuführen.
Lässt man das extrem sparsame HP ProBook 450 G2 (2,4 - 5 Watt) einmal außer Acht, liegt das ThinkPad E550 mit einem Leerlaufverbrauch von 4,1 bis 7,7 Watt etwa im Mittelfeld der ähnlich ausgestatteten Konkurrenz. Im Vergleich mit der zuvor getesteten Einstiegskonfiguration treibt die bessere Ausstattung unseres Testgerätes die Leistungsaufnahme um weniger als ein Watt in die Höhe.

In 3D-Anwendungen wächst das Delta auf etwa 10 bis 20 Watt an, hauptsächlich bedingt durch den Mehrverbrauch der dedizierten Radeon-GPU. In Relation zur gebotenen Performance erscheinen die ermittelten 37,6 bis 54,7 Watt durchaus angemessen und werden von dem mitgelieferten 65-Watt-Netzteil problemlos bewältigt.
In Verbindung mit dem beigelegten 48-Wh-Akku verspricht Lenovo eine maximale Laufzeit von bis zu 9 Stunden. Unter optimalen Bedingungen lässt sich diese Angabe sogar noch um zwei Stunden überbieten, allerdings müssen dafür die Displayhelligkeit minimiert, die Funkmodule deaktiviert sowie das Notebook in den absoluten Leerlaufbetrieb versetzt werden.

In der Praxis pendelt man sich eher bei etwa 5 Stunden ein, wenn per WLAN im Internet gesurft oder ein lokales HD-Video abgespielt wird (150 cd/m² Displayhelligkeit). Wer es darauf anlegt, kann den Akku aber auch in weniger als 90 Minuten leeren. Der anschließende Ladevorgang verschlingt etwa zweieinhalb Stunden.

Insgesamt ein nur durchschnittliches Ergebnis, mit dem man sich jedoch arrangieren muss – alternative Hochkapazitätsakkus werden für das E550 leider nicht angeboten.
Mit fast 1.000 Euro Kaufpreis lässt sich das Topmodell der E550-Baureihe kaum mehr als Einstiegsgerät bezeichnen – dementsprechend hoch dürften auch die Erwartungen der Käufer ausfallen. Leider gelingt es dem ThinkPad in unserem Test nicht, diese restlos zu erfüllen.

Zu den größten Schwächen des Notebooks zählen das allenfalls durchschnittliche TN-Panel, die langsame Festplatte sowie die mit 12 Monaten sehr kurze Herstellergarantie. Die gleichen Kritikpunkte betreffen zwar auch andere Modelle der Serie, die je nach Ausstattung aber meist mehrere hundert Euro weniger kosten. In der hier vorliegenden Konfiguration erscheint das Gesamtpaket dagegen nicht wirklich rund: Ein Großteil des Budgets floss offensichtlich in den prestigeträchtigen i7-Prozessor, ohne dass dieser nennenswert schneller als ein erheblich günstigerer Core i5 rechnet. Akku HP COMPAQ HSTNN-IB28 .

Unsere Empfehlung lautet darum, zu einem der günstigeren Modelle mit leicht abgespeckter Ausstattung zu greifen.

Prinzipiell stellt das E550 ein grundsolides Arbeitsgerät mit ausgezeichneten Eingabegeräten und geringer Geräuschentwicklung dar. Qualitätsunterschiede zur höher positionierten L- und T-Serie sind zwar hier und dort erkennbar, in Anbetracht des sehr viel günstigeren Einstiegspreises aber zu verschmerzen. Wer sich noch ein wenig geduldet und auf den in Kürze erwarteten Skylake-Nachfolger E560 wartet, könnte in den nächsten Monaten vielleicht sogar ein echtes Schnäppchen machen – in der Vergangenheit wurden auslaufende ThinkPad-Baureihen oftmals zu sehr attraktiven Konditionen abverkauft.

28/10/2015

Notebook Akku Toshiba Tecra M10

Lenovo beweist, dass man keine ausgefallenen Convertibles bzw. 2-in-1-Geräte benötigt, um ein gutes Netbook zu bauen. Viele Funktionen sind zwar dem Rotstift zum Opfer gefallen, für gerade einmal 250 Euro ist das extrem leichte IdeaPad 100S aber dennoch ein Schnäppchen.
Zusammen mit dem neuen Logo und der Namensgebung hat Lenovo Anfang August auch die aktualisierte IdeaPad Serie präsentiert. Das kleinste Gerät im neuen Modellschema ist das IdeaPad 100S (nicht zu verwechseln mit dem normalen IdeaPad 100). Es ist ebenfalls als Chromebook verfügbar, wenn man lieber Chrome OS als Windows 10 benutzt. Die beiden Netbooks wurden auf der IFA 2015 in Berlin angekündigt, wo wir uns die Geräte in einem ersten Hands-On bereits ansehen konnten.

Bei unserem heutigen Modell handelt es sich um das 11,6 Zoll große IdeaPad 100S mit Windows 10, einem HD-Display (1.366 x 768), einer Atom-Z3735F-CPU (Bay Trail), 2 GB RAM sowie 32 GB internem Speicher, zur Verfügung gestellt von Lenovo USA. Andere Konfigurationen werden aktuell nicht angeboten.

Für gerade einmal 200 US-Dollar (erste Shops in Deutschland listen das Gerät ab rund 250 Euro) ist das IdeaPad 100S als Zweitgerät konzipiert, mit dem man unterwegs auf das Internet zugreifen kann und Cloud-Dienste nutzt. Als Vergleichsgeräte nutzen wir andere 11,6-Zoll-Netbooks wie das HP Stream 11, das Asus X200MA sowie das Acer Aspire ES1. Handelt es sich bei Lenovos neuestem Netbook um eine sinnvolle Investition?
Das komplette Gehäuse besteht aus glattem Kunststoff, auffällige Texturen oder Muster sucht man vergebens. Stattdessen kann man sich zwischen vier verschiedenen Farben für den Bildschirmdeckel sowie schwarzen und weißen Tastaturen samt Handballenauflage entscheiden. Die abgerundeten Ecken und Kanten unterscheiden das IdeaPad ganz klar von den teureren ThinkPads. Uns gefällt, dass Lenovo den geringen Preis nicht mit unnötigen Spielereien wie gummierten oder gebürsteten Oberflächen verheimlichen will.

Trotz der sehr einfachen Gehäusekonstruktion liegt die Verarbeitung auf einem guten Niveau. Beim Verwinden des Deckels kommt es weder zu Bildfehlern noch Knarzgeräuschen. Die Baseunit lässt sich nur minimal verwinden, aber auch hier gibt es keine störenden Geräusche. Mit Druck auf den mittleren Tastaturbereich oder den Deckel lässt sich das Gehäuse nur leicht eindrücken, aber in der Praxis sollte das kein Problem darstellen. Die Gelenke sind bis zu ihrem maximalen Öffnungswinkel von 180 Grad straff. Damit kann es zwar nicht ganz mit den Modellen Flex oder Yoga mithalten, aber das Notebook wird dadurch trotzdem ein bisschen praktischer, wenn man mal nicht am Schreibtisch sitzt.

Mit weniger als einem Kilogramm ist das IdeaPad 100S extrem leicht, vor allem im Vergleich mit den Konkurrenten HP Stream x360 (1,55 kg), Asus X200MA (1,24 kg), ThinkPad Yoga 11e (1,59 kg) und dem Acer Aspire ES1 (1,09 kg). Das Netbook von Lenovo ist zudem kleiner und dünner als seine Rivalen.
Die physischen Anschlüsse beschränken sich auf USB 2.0, MicroSD und einen vollwertigen HDMI-Ausgang. Einige wichtige Schnittstellen wie VGA, RJ-45, ein vollwertiger SD-Leser oder USB 3.0 fehlen jedoch. Das Asus X200MA beispielsweise bietet alle diese Anschlüsse, trotz des identischen 11,6-Zoll-Formfaktors.
WLAN und Bluetooth 4.0 werden von dem integrierten Realtek RTL8723BS-Modul zur Verfügung gestellt. Das Netbook unterstützt 802.11n-Netzwerke, und während unseres Tests konnten wir keine Problem feststellen. WWAN oder GPS sind aber leider auch optional nicht erhältlich.

Spezielles Zubehör gibt es für das 100S nicht. In der Verpackung befindet sich nur eine Schnellstartanleitung, zudem bietet der Hersteller optional USB-Mäuse und DVD-Brenner an.

Für das Entfernen der Bodenplatte benötigt man lediglich einen Kreuzschraubenzieher und einen scharfen Gegenstand, um die Ecken und Kanten zu lösen. Der Vorgang ist nicht kompliziert, allerdings gibt es nicht viel, was man aufrüsten könnte. Das Mainboard beschränkt sich auf einen kleinen Bereich links am Notebook, was sich auch auf die Oberflächentemperaturen auswirkt. Dazu aber später mehr. Akku Toshiba Tecra M10 .

Lenovo bietet umfangreiche Erweiterungen zur Garantieleistung an. Die standardmäßige einjährige Garantie kann durch Vor-Ort Reparaturen, Unfallschutz und Verlängerungen erweitert werden.
Die Chiclet-Tastatur bietet eine angemessene Größe (25,5 x 9,5 cm), wenn man das kleine 11,6-Zoll-Gehäuse berücksichtigt. Die Tasten selbst haben eine Kantenlänge von 10 Millimetern und befinden sich in einem Abstand von 3 Millimetern zueinander. Der Hubweg ist wie erwartet begrenzt, aber die Rückmeldung ist gut und leise. Der Hub ist sogar geringer als bei den AccuType-Tastaturen bei vielen neueren ThinkPads, die Umstellung könnte also etwas dauern. Wir hätten uns einen etwas komfortableren Anschlag gewünscht, denn zusätzlich zum gedrungenen Layout fühlen sich die Kunststofftasten etwas zu hart an.

Abgesehen von den normalen QWERTZ-Tasten bieten die kleinen Pfeiltasten ein etwas weicheres Feedback, während die größeren Tasten wie Shift, Enter und Backspace ein lauteres Klickgeräusch produzieren. Die spezielle Lenovo OneKey-Recovery-Taste neben dem Power-Button öffnet lediglich das normale Wiederherstellungs-Menü von Windows.

Aufgrund der beiden dedizierten Maustasten ist das Touchpad mit lediglich 8,5 x 4,5 cm sogar für ein 11,6-Zoll-Netbook ziemlich klein. Beim Lenovo 11e Chromebook kommt beispielsweise ein größeres Glas-Touchpad ohne dedizierte Tasten zum Einsatz. Das glatte Touchpad verwendet die gleiche Textur wie die Hadballenauflage und wir hatten keine Probleme mit Zeigersprüngen oder Verzögerungen. Allerdings unterstützt der Mausersatz keine Multitouch-Gesten und schaltet sich beim Tippen auch nicht automatisch ab.

Die beiden Maustasten haben einen sehr begrenzten Hub mit einem lauten und deutlichen Feedback beim Klicken. Viel Druck ist nicht nötig, um den Klick auszulösen, und wir ziehen diese Lösung ganz klar den integrierten Tasten des ThinkPad 11e vor.
Die HD-Auflösung mit 1.366 x 768 Pixeln ist für solch ein kleines Notebook üblich. Wir können keinen sichtbaren Screen-Door-Effekt oder ein körniges Bild bei dem matten Panel unseres Testgerätes erkennen. Die maximale Helligkeit ist mit rund 200 cd/m² ausreichend für Innenräume. Viele andere Netbooks bewegen sich auf einem ähnlichen Level, Ausnahmen sind nur das Lenovo ThinkPad Yoga 11e und das Acer Aspire E3, die beide bis zu 300 cd/m² erreichen und daher einen Vorteil im Freien haben. Eine kurze Suche nach dem BOE0623-Panel zeigt, dass wir bisher kein Gerät mit dem Bildschirm unseres Gerätes getestet haben.

Schon vor unseren Messungen können wir die deutlich zu kühle Farbtemperatur erkennen. Die Farben zeigen deutliche Abweichungen und wegen des sehr hohen Schwarzwerts eignet sich das 100S kaum für die Wiedergabe von Filmen, da schwarze Inhalte sehr matschig wirken und deutlich von dem eigentlichen Video ablenken. Die meisten anderen Notebooks erreichen höhere Kontraste sowie bessere Blickwinkel.
Die Farbraumabdeckung ist mit 38 Prozent AdobeRGB und 60 Prozent sRGB normal für ein günstiges Display. Die Ergebnisse sind mit dem Acer Aspire ES1 und dem Asus X200MA vergleichbar. Für die Zielgruppe sollte die geringe Farbraumabdeckung aber keine Rolle spielen, denn beim Surfen im Internet, der Textverarbeitung oder dem Spielen hat sie keinen großen Einfluss.
Unsere Farbanalyse mit einem X-Rite Spektralfotometer bestätigt die ungenauen Farben und Graustufen im Werkszustand. Die Farbtemperatur ist deutlich zu kühl und führt in vielen Fällen zu einem sichtbaren Blaustich. Viele Displays von anderen 11,6-Zoll-Notebooks sind bereits ohne eine Kalibrierung genauer.

Die Ergebnisse des 100S können mit einer Kalibrierung massiv verbessert werden. Die Abweichungen der Farben wird mit zunehmender Sättigung aufgrund der eingeschränkten sRGB-Abdeckung dennoch höher, aber zumindest die Farbtemperatur verbessert sich deutlich. Jedem Käufer empfehlen wir daher eine Kalibrierung, falls das aber nicht möglich ist, sollte unser verlinktes Profil weiter oben helfen.
Das eingesetzte Display nutzt Pulsweitenmodulation (PWM) zur Helligkeitsregelung. Sowohl Windows 7, 8 und 10 verwenden jeweils 11 Helligkeitsschritte (0-10). Der Kurvenverlauf des IdeaPad 100S deutet eine LED- und keine CCFL-Hintergrundbeleuchtung an. Bereits bei der ersten Stufe unter maximaler Helligkeit ist PWM im Messdiagramm zu erkennen. Die stabile Frequenz von ~300 Hz liegt knapp über der Grenze von 250 Hz, ab der sensible Naturen möglicherweise ein Flimmern wahrnehmen können.
Im Schatten ist die Outdoortauglichkeit akzeptabel, under direktem Sonnenlicht allerdings nur unterdurchschnittlich. Die Hintergrundbeleuchtung ist einfach nicht hell genug, um dem Sonnenlicht oder selbst einem hellen Himmel entgegenzuwirken. Die 180-Grad-Scharniere und das matte Panel helfen dabei, einen optimalen Blickwinkel mit wenig Reflexionen zu finden.

Wo wir gerade von Blickwinkel sprechen: Das TN-Panel schränkt den Vorteil der Displaygelenke deutlich ein. Sobald man das Display zu weit öffnet, werden die Farben schnell verfälscht. Solange man den Inhalt aber nicht mit anderen Nutzern teilen möchte, gibt es beim Surfen im Internet oder der Textverarbeitung keine Einschränkungen. Ein IPS-Display wäre natürlich deutlich besser gewesen, aber das hätte auch den Preis in die Höhe getrieben.
Aktuell bietet Lenovo das 100S nur mit einem Atom Z3735F und der integrierten HD Graphics an. Dieser Quad-Core-Prozessor (Bay Trail) hat einen Basistakt von 1,33 GHz, läuft im Leerlauf mit 500 MHz und kann je nach Auslastung auf bis zu 1,83 GHz beschleunigt werden. Der gleiche Prozessor wird auch in anderen Tablets wie dem Acer Iconia Tab 10 A3 und dem Dell Venue 10 Pro verwendet.

Die integrierte Bay-Trail-GPU unterscheidet sich je nach Prozessor. Bei unserem Lenovo arbeitet die GPU in den meisten Fällen mit stabilen 620 MHz, allerdings gibt es keinen GPU-Boost. Akku Toshiba Satellite L750 .

Insgesamt gibt es 2 GB Arbeitsspeicher in einer Single-Channel-Konfiguration. Der RAM ist aufgelötet und es gibt keine freien SODIMM-Schächte. LatencyMon zeigt keine Verzögerung mit aktivem WLAN.
Laut Cinebench liegt der Prozessor rund 20-30 Prozent hinter dem Celeron N2930 (Bay Trail) und dem aktuellen Atom x5-Z8500. Gleichzeitig beträgt der Vorsprung gegenüber dem Celeron N3050 (Braswell) in Multi-Core-Anwendungen 20-30 Prozent und auch der Celeron N2830 wird knapp geschlagen. In Cinebench 10 liegt unser Lenovo hinter dem Atom x5-Z8500, in Super-Pi (Single-Thread) ist es genau andersherum. Insgesamt liegt die Leistung auf dem Niveau von günstigen Prozessoren wie dem AMD A6-4455M.

Weitere Vergleiche und technische Informationen zum Atom Z3735F sind in unserer Technik-Sektion verfügbar.
Notebooks mit Atom-Prozessoren schneiden in den PCMark-Benchmarks in der Regel schlecht ab. Mit 2.377 Punkten im PCMark 7 liegt das IdeaPad 100S auf einem Niveau mit dem HP Pro Tablet 608 G1 und dem älteren Acer TravelMate P255. Die integrierte eMMC-SSD hilft, aber am Flaschenhals Prozessor ändert das nichts. Nichtsdestotrotz liegen die Ergebnisse in PCMark 7 und 8 innerhalb der Erwartungen für ein Netbook. Konkurrierende Modelle wie das HP Stream 11 x360 und das Acer Aspire ES1 erreichen ähnlich viele Punkte, haben dank der Celeron-CPUs aber einen kleinen Vorteil.

Die subjektive Leistung ist eher schlecht, denn Installationen und auch Programmstarts dauern recht lange. Windows-Updates sind besonders zeitintensiv und auch ein Kaltstart kann schon mal mehr als 40 Sekunden dauern. Windows 10 selbst läuft aber recht flüssig, im Vergleich zu normalen Notebooks muss man jedoch öfter mal mit einem Ruckler rechnen.
Die integrierte 32 GB große eMMC-Festplatte wurde nicht dafür ausgelegt, alle Mediendateien oder sensitive Dateien zu speichern. Das 100S wurde, ähnlich wie die Chromebooks, viel mehr für Cloud-Dienste konstruiert. Intern gibt es auch keine Möglichkeit zur Speicherweiterung, wenn man also mehr lokalen Speicher benötigt, muss man entweder auf USB-Sticks oder MicroSD-Karten ausweichen.

Die Transferraten des eMMC-Speichers sind für eine SSD sehr langsam, was besonders für das sequentielle Schreiben mit unter 40 MB/s gilt. Das ist sogar langsamer als bei den meisten konventionellen Festplatten und liegt eher auf dem Niveau von vielen Smartphones. Allerdings sind andere Netbooks wie das HP Stream 11 x360 (ebenfalls 32 GB eMMC) in dieser Hinsicht auch nicht besser.
Die passiv gekühlte Atom-CPU samt integrierter GPU wurde nicht zum Spielen konzipiert. Der Benchmark in Tomb Raider erreicht mit den geringsten Einstellungen und der XGA-Auflösung mit Mühe und Not 12 fps. Bei längeren Spiele-Sessions fällt die Leistung aufgrund der zuvor beschriebenen Throttling-Probleme noch weiter. Simple Titel wie Angry Birds sollten aber kein Problem darstellen.

Objektiv betrachtet liegt das Testgerät mit 192 Punkten im 3DMark 11 nur 22 Punkte über dem derzeit schwächsten Gerät in unserer Datenbank: dem One Xcellent 10 Tablet, welches ebenfalls mit der Z3735F-CPU aus unserem IdeaPad 100S ausgestattet ist.
Das 100S schlägt sich unter Last nicht sonderlich gut. Prime95 wird in den ersten paar Minuten mit stabilen 1,6 GHz bearbeitet, danach fällt der Takt jedoch auf 1,25-1,33 GHz, sobald der Kern eine Temperatur von 65-67 °C erreicht. Die GPU arbeitet zunächst ebenfalls mit dem Basistakt von 620 MHz, um dann im Laufe des Tests auf 300 MHz abzufallen, sobald die Temperaturen 65-67 °C erreichen. Bei diesen gedrosselten Geschwindigkeiten pendelt sich die Temperatur zwischen 55-60 °C ein.

Um die Belastung durchs Spielen besser zu simulieren, verwenden wir Unigine Heaven. Das Ergebnis ändert sich aber leider nicht. Sowohl die CPU als auch die GPU fallen nach wenigen Minuten auf 500 bzw. 300 MHz. Bei intensiven Programmen kann es also ebenfalls zu Throttling kommen. 3DMark 11 beispielsweise ermittelte ein Physics-Ergebnis von 1.128 Punkten, bei wiederholten Durchläufen waren es nur noch 745 Punkte.

Im Akkubetrieb scheint es keine Leistungseinschränkungen bei der CPU oder der GPU zu geben, die volle Leistung des Notebooks steht also auch abseits der Steckdose zur Verfügung. Das ändert jedoch nichts am Throttling.
Das lüfterlose Design ermöglicht einen lautlosen Betrieb, aber wie wirkt sich das auf die Oberflächentemperaturen aus? Unabhängig von der Belastung wird die linke Seite des Notebooks immer wärmer sein, als die rechte Seite, sogar im Leerlauf auf dem Desktop. Allerdings ist der Unterschied mit nur einigen Grad nicht sehr hoch.

Andauernde hohe Last verstärkt die Temperaturunterschiede noch. Auf der linken Seite des Notebooks konnten wir Oberflächentemperaturen von bis zu 44,8 °C messen. Das Asus X200MA schafft es besser, die Temperaturen an der Tastatur und der Handballenauflage gering zu halten, was beim Tippen angenehmer ist. Unsere Maximalwerte wurden allerdings beim Stresstest ermittelt, in der Praxis sollten die Werte geringer ausfallen.

Konkurrenten wie das ThinkPad Yoga 11e bleiben deutlich kühler, während das HP Stream 11 x360 einige Grad wärmer werden kann.
Die Stereolautsprecher mit einer Ausgangsleistung von 1 Watt erfüllen die Erwartungen an ein kleines Netbook. Der Klang hat keinen Bass und die Lautsprecher könnten auch als Blechdosen durchgehen. Das 100S ist kein Multimedia-Gerät, aber es sollte zumindest laut und klar genug sein, um einen mittelgroßen Raum zu beschallen. Das gelingt auch, denn das 100S ist selbst bei zwei Drittel des Pegels recht laut und es kommt nicht zu Verzerrungen.
Der integrierte Akku ermöglicht tolle Laufzeiten von beinahe 7 Stunden im WLAN-Betrieb bei einer Helligkeit von 150 cd/m². Lenovo bewirbt 8 Stunden in diesem Szenario. Selbst bei voller Auslastung läuft das Notebook mit der maximalen Helligkeit etwas mehr als 4 Stunden.

Ein kompletter Ladevorgang von 0 Prozent bis zur vollen Kapazität kann bis zu 5 Stunden dauern. Das Gerät lässt sich nicht anschalten, wenn der Akku vollkommen leer ist, selbst wenn das Netzteil angesteckt ist. Man muss zunächst einige Minuten warten, bis der Akku wieder ein wenig aufgeladen ist.
Das IdeaPad 100S richtet sich an eine spezielle Zielgruppe, die ein sehr kleines und leichtes Notebook für einfache Aufgaben benötigen, wenn sie unterwegs sind. Falls man 2-in-1-Geräte und Convertibles eher als Spielerei ansieht, ist dieses "normale" Netbook eine Alternative ohne solche neuartigen Funktionen. Tatsächlich ist das 100S dünner, leichter und billiger als die Konkurrenten, und das nicht unerheblich.

Um solch ein kleines und günstiges Notebook zu realisieren, mussten aber einige Ausstattungsmerkmale gestrichen werden. Es gibt weder VGA, USB 3.0, 802.11ac, noch einen austauschbaren Akku, womit das Notebook perfekt für E-Mails, Word, Surfen im Internet und andere einfache Aufgaben geeignet ist. Aufgrund des Throttlings lassen sich beliebte Titel wie Lage of Legends oder DOTA kaum flüssig spielen und durch den geringen Kontrast eignet sich das Gerät im Vergleich zu den Konkurrenten kaum für die Medienwiedergabe. Trotz eines höheren Preises würden wir zukünftig gerne ein optionales WWAN-Modul sehen, da das 100S definitiv für den mobilen Einsatz konzipiert wurde.

Bei dem IdeaPad 100S handelt es sich um eines der leichtesten 11,6-Zoll-Netbooks, die man aktuell kaufen kann. Einschränkungen gibt es bei der Leistung und den Anschlüssen. Glücklicherweise ist die Verarbeitung besser als erwartet. Akku Toshiba PA3730U-1BRS .

Das 100S ist ein überraschend solides Notebook, wenn man den Preis und die Größe berücksichtigt. Wir empfehlen jedoch, das Display zu kalibrieren oder unser Profil zu nutzen, um die ungenauen Farben und die übermäßig kühle Farbtemperatur zu korrigieren.

25/07/2015

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Dünn und leicht wie ein Ultrabook, aber dennoch keins. Touchscreen und etwas Akku-Power fehlen, dafür findet eine GeForce-Grafikkarte Platz. Wie macht sich das neue Subnotebook von Lenovo im Vergleich mit anderen dünnen Grafik-Boliden?
Es ist schwer, im Lenovo-Dschungel der Serien den Überblick zu behalten: Während die IdeaPads klassische Notebooks für Privatanwender darstellen, sind ThinkPads für den professionellen Einsatz gedacht. Die Yoga-Modelle zeichnen sich durch das um 360 Grad schwenkbare Display aus, das nun auch die günstigere Flex-Serie hat. Darüber hinaus mischt auch Lenovo die Bezeichnungen und bietet etwa mit einem ThinkPad Yoga ein Business-Notebook mit schwenkbarem Display.

Die U-Serie wird nun neu aufgelegt. Vor einigen Jahren etwa testeten wir das U410 und viele weitere Modelle davon - alternativ mit Touchdisplay und noch zusätzlich unter dem IdeaPad-Label. Dieser ist nun mit den aktuellen Modellen verschwunden. Das Lenovo U31 sowie das hier nun getestete U41 haben stets einen matten Bildschirm. Es handelt sich weiterhin um Notebooks für den Privatanwender.

Circa 19,5 Millimeter dünn und 1,6 Kilogramm schwer ist das Lenovo U41-70. Das Schwestermodell S41 soll nochmal um ein halbes Kilo leichter sein und etwas gehobenere Ansprüche von Privatanwendern erfüllen. Das U41-70 vergleichen wir im Test mit dem günstigeren und auch schwächeren Lenovo Flex 2 14, dem direkten Konkurrenten Asus Zenbook UX303LN sowie dem Schenker S405.

Zunächst fällt das matte, silberne Aluminium des Displaydeckels auf, das zusammen mit dem Metall der Basiseinheit dem Notebook einen wertigen Eindruck verleiht. Den kann man bei einem knapp 1.000 Euro teuren Notebook auch erwarten. Die Oberfläche um Tastatur und Touchpad ist zudem vertikal gebürstet. Dieses Finish stünde auch dem Displaydeckel gut. So aber wirkt die Optik etwas unauffälliger. Das U41-70 ist zudem auch in Schwarz oder Rot erhältlich.

Auch wenn das Notebook nicht unbedingt für widrige Außeneinsätze geeignet ist, können wir keine schlechte Verarbeitung erkennen: Die recht geringen Spaltmaße sind stets gleichmäßig und alle Gehäusekomponenten einwandfrei verbaut. Obwohl das Gerät insgesamt nur 19,5 Millimeter dünn ist, wirkt es stabil und verwindungssteif. Mit knapp 1,6 Kilogramm ist das Gerät auch als mobiler Begleiter geeignet, der sich nicht wie ein Backstein in der Aktentasche auswirkt. Lenovo gibt ein Gewicht von 1,68 kg an, wir haben hier knapp 80 bis 100 Gramm weniger gemessen.

Das Display öffnet sich etwas schwergängig. So lässt es sich nicht ganz edel mit einer Hand öffnen, ohne dass die Basiseinheit vom Tisch hebt. Mit zwei Händen ist es dennoch kein Problem - die Scharniere sind daher nicht etwa zu fest eingestellt. Dafür erlauben sie einen maximalen Öffnungswinkel bis knapp 180 Grad.

Ein Anschlusswunder war ein Subnotebook noch nie. Die schlanken Maße und das geringe Gewicht erfordern hier einen Kompromiss. Dennoch hat das Lenovo U41-70 alles Nötige. Drei USB-Buchsen, davon eine links in der Version 2.0 und zwei rechts in 3.0, reichen für einen Privatanwender völlig aus. Ein Audio-Kombi-Anschluss, eine Kensington-Buchse, ein SD-Kartenleser (SD/MMC) und eine HDMI-Buchse sind ebenso vorhanden und gehören zur Pflichtausstattung eines jeden Notebooks. Die 720p-HD-Webcam ist nichts Besonderes und reicht fürs gelegentliche Skypen. Akku Dell Vostro 3500 .

Heutzutage aufgrund von WLAN schon fast nicht mehr benötigt: eine RJ45-LAN-Buchse. Wer also kabelgebundenes Ethernet bis 1 GBit braucht, wird hier fündig. Andere Hersteller oder Modelle bieten hier einen USB-Adapter oder lassen die Ethernet-Lösung ganz weg.

Drahtlose Kommunikation, also WLAN und Bluetooth 4.0, bietet das Modul Intel Dual Band Wireless-AC 3160. Mit den WLAN-Standards 802.11 ac/a/b/g/n bietet es eine Brutto-Geschwindigkeit bis zu 433 MBit/s. Was die Reichweite angeht, so wies das Modul keine Defizite aus. Über ein Stockwerk hinweg war die Verbindung stets stabil und schnell. Sogar über zwei Stockwerke war stellenweise die Verbindung noch aktiv - wenn auch mit Geschwindigkeitseinbußen.

Lenovo bietet kein besonderes Zubehör beim regulären Kauf des U41-70 - vom obligatorischen Netzteil mal abgesehen. Auch im Hersteller-Shop sind keine besonderen Artikel zu kaufen, die speziell für dieses Modell gebaut sind. Über die Anschlussmöglichkeit einer Docking-Station verfügt das U41 als Consumer-Gerät nicht.

Mit einem entsprechend kleinen Kreuzschraubendreher lässt sich die Abdeckung der Unterseite lösen und legt diese komplett frei. Damit erhält man Zugriff auf die internen Komponenten des Geräts, wie etwa SSD, Arbeitsspeicher oder Akku. Die Schraubarbeiten gehen einfach und ohne Probleme vonstatten, sodass auch interessierte Laien einige Komponenten wechseln könnten.
Lenovo bietet für das U41-70 24 Monate ab Kaufdatum einen Bring-In-Service. Im Garantiefall hat der Kunde das Gerät an eine Partnerwerkstatt zu schicken, die den Schaden behebt und es wieder zurücksendet. Beim Akku ist die Herstellergarantie auf 12 Monate begrenzt.

Wie bei den meisten aktuellen Notebooks von Lenovo, kommt auch hier eine AccuType-Tastatur zum Einsatz. Dafür charakteristisch sind die leicht abgerundeten Tasten. Ob es sich auf diesen besser tippen lässt, ist wohl Gefühls- oder Geschmacksache und könnte bis ins Esoterische diskutiert werden. Anwender, die flache und rechteckige bzw. quadratische Tasten des Chiclet-Layouts gewohnt sind, dürften jedenfalls kaum Unterschiede feststellen. Das Tippen geht gut von der Hand, der Druckpunkt ist spürbar und knackig - die Tastatur lässt daher keine Qualitätsdefizite erkennen. Darüber hinaus kommt sie mit einer weißen Beleuchtung, die sich über die Fn-Taste ein- und ausschalten lässt.

Wie bei vielen Consumer-Notebooks mittlerweile üblich, sind die Funktionstasten F1 bis F12 lediglich über die Fn-Umschaltung zu bedienen. Mit einfachem Druck lassen sich dort Notebook-Funktionen regulieren, wie etwa Lautstärke, Bildschirmhelligkeit oder Flugzeugmodus.

Das Touchpad ist ganz leicht in die Ebene der Handballenauflage eingelassen und unterscheidet sich auch haptisch von dieser. Der Cursor lässt sich bequem und gewohnt mit dem Finger bedienen, während die beiden unteren Ecken des Touchpads als Ersatz für die Maustasten dienen. Die üblichen Multitouch-Gesten, wie etwa das Scrollen mit zwei Fingern oder „pinch to zoom“ funktionieren ebenso einwandfrei. Auch an der Qualität der Haptik gibt es nichts zu bemängeln: Die Tasten lassen sich nicht zu leicht und nicht zu schwer auslösen, sodass keine Fehlbedienung begünstigt wäre.
Mit einer Auflösung über 1.920 x 1.080 Pixel verfügt das Lenovo U41-70 über ein Full-HD-Display, das in dieser Preisklasse auch zu erwarten wäre. Verbaut ist hier ein günstiges TN-Panel, das in unseren Labortests bestenfalls mittelmäßige Ergebnisse liefert. Es handelt sich um ein Innolux N140HGE-EAA. Die durchschnittliche Bildschirmhelligkeit über circa 221 cd/m² reicht lediglich für geschlossene Räume. Damit liegt die Beleuchtung in etwa auf dem Niveau des viel günstigeren Lenovo Flex 2 14. Dass es in der Preisklasse um 1.000 Euro auch besser geht, beweist der direkte Konkurrent, das Asus Zenbook-UX303LN mit guten Werten stets über 350 cd/m².

Der niedrige - also recht gute - Schwarzwert liefert immerhin ein sattes Schwarz. Daraus resultiert das recht passable Kontrastverhältnis von 583:1. Was die Farbräume sRGB sowie AdobeRGB angeht, so werden diese lediglich zu 60 % bzw. 38 % abgedeckt. Dem Privatanwender, der mit diesem Gerät auch angesprochen werden soll, dürfte das aber egal sein.

Was die Qualität der Farbdarstellung angeht, könnte man bei einem leistungsfähigen Notebook etwas Besseres erwarten. Die Messungen mittels CalMAN zeigen deutliche Abweichungen in den Magenta- und Blautönen, die dem Bildschirm einen Blaustich bescheren. Für das Auge ist dieser aber nur im direkten Vergleich mit einem anderen Bildschirm erkennbar. Akku Dell XPS L701x .

Trotz der relativ niedrigen Maximalhelligkeit ist ein Außengebrauch nicht unbedingt unmöglich. Sofern es draußen etwas bewölkt ist oder die Sonne nicht direkt ins Display scheint, ist noch immer genug auf dem Bildschirm zu erkennen, wie anbei das Beispielbild auch zeigt. Wohl auch wegen der matten Oberfläche.

Bei der Blickwinkelstabilität ist der Unterschied zwischen IPS- und TN-Panels deutlich. Da sich hier bei schräger Betrachtung die Darstellung recht schnell ändert, ist hier das Manko der TN-Version sichtbar. Auf der Horizontalen bleibt das Bild dennoch recht lange stabil. Auf der Vertikalen ist es schnell invertiert bzw. überbelichtet, wie auf der Darstellung deutlich zu erkennen ist. Das Lenovo Flex 2 14 etwa verfügt über ein spiegelndes IPS-Panel - wenn auch über ein günstiges mit Pentile-RGBW-Matrix - mit besserer Blickwinkelstabilität.

Das Lenovo U41-70 ist im Hersteller-Shop in vielerlei Hardware-Variationen zu haben. Im Preis geht es los bei 699 Euro mit einem Intel Core i5-5200U, 4 GByte RAM sowie einer Festplatte mit 500 GByte. Wir testeten die leistungsfähigste Version für 999 Euro, die neben dem Intel Core i7-5500U mit dem NVIDIA GeForce GT 940M über eine dedizierte Grafikkarte verfügt. Weitere Unterschiede sind die 8 GByte Arbeitsspeicher und die SSD mit 256 GB. Neben dem silbernen Gehäuse gibt es noch rote und schwarze Versionen.

Hier kommt ein ULV-Prozessor von Intel mit lediglich 15 Watt Leistungsaufnahme (TDP) zum Einsatz. Es handelt sich hier um den Intel Core i7-5500U. Eine Dual-Core-CPU der aktuellen Broadwell-Architektur, die regulär mit 2,4 GHz taktet. Der Turbo Boost erhöht den Takt beider Kerne auf bis zu 2,9 GHz bzw. einen alleine auf bis zu 3,0 GHz. Dieses Verhalten konnte auch im Akku-Betrieb festgestellt werden, somit ist auch ohne Netzteil die volle Leistung abrufbar. Das wurde anschließend mit einem Durchlauf von Cinebench bestätigt, der keine nennenswerte Unterschiede in den Ergebnissen aufzeigte.

Der Vergleich der regulären Cinebench-Ergebnisse mit Geräten gleicher CPU überrascht etwas: Das Asus Zenbook sowie das Schenker S405 - beide ebenso mit dem i7-5500U bestückt - erreichen hier Werte mit einem deutlichen Plus von 20 bis 50 Prozent. Dennoch sind die Ergebnisse des Lenovo U41-70 nicht auffällig niedrig, vergleicht man sie mit dem jeweiligen Zentralwert (Median) aller gemessenen Werte bei dieser CPU.

Die Rundum-Leistung stellen wir mit PCMark fest. Hier spielen auch alle anderen Hardware-Komponenten eine Rolle. Dank der dedizierten Grafikkarte sowie einer SSD schneidet das U41-70 hier recht gut ab. Der Home Score in PCMark 8 des schwächeren Lenovo Flex 2 14 ist nur um 3 % geringer. Das Flex hat zwar nur einen i3-Prozessor, jedoch auch eine ähnlich starke GeForce-Grafik sowie eine SSD. Hier unterscheiden sich auch die PCMark Versionen: In PCMark 7 ist der Unterschied mit 21 % deutlicher.

Wir testeten das U41-70 mit einer SSD von Samsung mit einer Kapazität über 256 GByte. Günstigere Versionen kommen auch mit einer 128-GByte-SSD oder einer Festplatte mit 500 GByte. Die Lese- und Schreibwerte können sich durchaus sehen lassen. Das Schenker S405 sowie das Asus Zenbook UX303LN haben auch beide eine schnelle SSD, wie der unten stehendende Vergleich der Messergebnisse zeigt.

Das Lenovo U41-70 ist mit der dedizierten DirectX-11-Grafikkarte NVIDIA GeForce 940M zu haben, die erst seit März auf dem Markt ist. Dabei handelt es sich um den Nachfolger der GeForce 840M, die nur leicht niedrigere Taktraten aufweist und auch in den beiden Konkurrenten, dem Lenovo Flex 2 14 sowie dem Asus Zenbook UX303LN, zum Einsatz kommt. Alternativ ist das Lenovo auch ohne GeForce-Grafik zu haben, was einen Preisunterschied von 100 Euro ausmacht.

Auf jeden Fall aber ist stets die Grafikeinheit des Intel-Prozessors vorhanden, die Intel HD Graphics 5500. Je nach Bedarf wird zwischen den beiden Grafikeinheiten umgeschaltet, um dadurch entweder mehr Leistung oder geringeren Stromverbrauch zu erreichen. Dass die beiden erwähnten GeForce-Grafikkarten auf etwa gleichem Leistungsniveau liegen, bestätigen auch die 3DMark-Benchmarks.

Sofern es sich um ein Modell des U41-70 mit GeForce-Grafik handelt, sind mit einigen Kompromissen auch aktuelle Spiele auf dem Notebook möglich. Wir haben die Frameraten einiger Titel gemessen, die zwar nicht brandneu auf dem Markt sind, aber dennoch der Grafikeinheit einiges abverlangen. Alle drei Stichproben sind in HD-Auflösung bei mittleren Grafikdetails flüssig spielbar. Zwar nicht unbedingt in Full HD bei hohen Details, wohl aber mit einem von beiden.

Das Action-Rollenspiel Dishonored etwa läuft sogar in Full HD bei besten Grafikeinstellungen noch flüssig. Zumindest in unserem Benchmark der Anfangsszene. Beim Spielen hakte es dann doch stellenweise. Wer daher noch etwas herunterschraubt, wird mit einem durchgehend flüssigen Spielerlebnis belohnt.

Leider ist der Lüfter unüberhörbar und auch im Praxisbetrieb fast immer an. Die gemessenen Laborwerte mit bis zu 42 Dezibel sind zwar nicht besonders hoch. Jedoch läuft der Lüfter auch im einfachen Desktop-Betrieb - also nicht nur, wenn etwa leistungsintensive Anwendungen laufen. Er ist zwar dann auch nicht besonders laut, jedoch passt das Lüfterverhalten nicht gerade zu einem ansonsten edlen, unauffälligen Notebook. Dasselbe wurde auch beim Asus Zenbook festgestellt. Ein Tribut, den wohl die Broadwell-Prozessoren verlangen. Bei den Haswell-Modellen war der Lüfter im Idle-Modus noch leise. Akku Dell Latitude E6400 .

Die Visualisierung unten zeigt zwar Temperaturen bis zu 44 Grad am Gehäuse, die sind jedoch für ein dünnes und zudem metallenes Notebook noch relativ niedrig. Die beiden Konkurrenten, das Lenovo Flex 2 14 und das Asus Zenbook UX303LN, werden unter Last durchaus wärmer.

Im Stresstest setzen wir die Hardware unter volle Last. Hier meldet der CPU-Sensor eine Maximaltemperatur von bis zu 92 Grad. Der Durchschnitt liegt aber lediglich bei 86 Grad, was ein noch unkritischer Wert ist. Unter Volllast ist immerhin der Basistakt verfügbar, ein permanentes Throttling findet daher nicht statt. Stellenweise springt der Takt jedoch auf einen niedrigeren Wert, wenn es dann doch zu heiß wird.

Die beiden Stereo-Lautsprecher befinden sich seitlich an der Unterseite und bieten eine passable Klangqualität. Steht der Laptop auf dem Tisch, wird der Klang zudem auch von der Oberfläche reflektiert. Der Ton wirkt dadurch etwas lauter und klarer. Für einen satten Bass fehlt aber ein zusätzlicher Subwoofer, der in den schmalen Ultrabooks nicht zu finden ist. Die maximale Lautstärke reicht jedoch gut aus, einen ganzen Raum zu beschallen.

Mit einer Dolby-Klangoptimierung soll laut Hersteller Surround-Sound geboten werden, der einer 5.1-Anlage gleichkommen soll. Damit lehnt sich Lenovo aber doch etwas zu sehr aus dem Fenster: Mit einer Surround-Anlage sind die beiden Lautsprecherchen wirklich nicht zu vergleichen. Wer auf derartige Klangqualitäten Wert legt, kommt an externen Boxen nicht vorbei.

Sofern die dedizierte GeForce-Grafikkarte nicht benötigt wird, kommt das U41-70 mit lediglich 5,7 Watt Leistung aus. Das Zenbook benötigt trotz fast gleicher Hardware einige Watt mehr und das Lenovo Flex 2 14 mit schwächerer Hardware sogar mehr als das Doppelte.

Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 50 Watt. Damit liegen Zenbook und unser U41-70 in etwa gleichauf. Auch das mitgelieferte Netzteil ist mit maximal 65 Watt daher ausreichend dimensioniert. Mit 345 Gramm ist es allerdings relativ schwer. Netzteile anderer Modelle sind gut 100 Gramm leichter.

Über 9 Stunden hält der Akku des Ultrabooks durch, sofern man den Flugzeugmodus aktiviert und die niedrigste Bildschirmhelligkeit aktiviert. Diese ist aber selbst für die absolute Dunkelheit schon fast zu niedrig und daher kaum praktikabel. Das relativiert die eigentlich sehr gute Akkulaufzeit im Idle-Modus etwas.

Viel wichtiger, weil praxisnäher, ist der WLAN-Test. Mit Internetverbindung, mittlerer Helligkeit und aktivem Browser läuft das U41-70 aber nur noch knapp vier Stunden. Das ist für ein Ultrabook schon etwas zu wenig. Das Schenker S405 mit gleicher CPU schafft hier eine Stunde mehr und das Asus Zenbook UX3030LN mit gleicher CPU und ähnlicher GPU sogar weit mehr als 8 Stunden. Von einem Akku mit einer Kapazität von über 48 Wattstunden hätten wir mehr erwartet. Sogar das Lenovo Flex 2 14 weist mit kleinerem Akku bessere Laufzeiten auf.

Weniger ist mehr. Klar hat Lenovo hier nicht das Genre neu erfunden. Bis auf die Ausstattung des U41-70 mit aktueller Hardware, ist an der Neuauflage der U-Serie nun nichts Neues dazugekommen. Das muss es aber auch nicht. Nicht jeder braucht einen Touchscreen bei einem Ultrabook. Manch einer zieht auch ein mattes Display dem stets spiegelnden vor. Dieses war noch im Lenovo IdeaPad U410 zu finden.

Lenovo bietet zudem eine große Bandbreite an Variationen des U41-70. So ist es etwa in Schwarz, Silber und Rot zu haben, mit oder ohne dedizierte Grafikkarte und mit Festplatte oder mit einer SSD. Der Anwender kann das Gerät daher seinen Vorlieben und Ansprüchen entsprechend wählen.

Das U41-70 macht den Eindruck von einem leistungsfähigen, rundum stimmigen Notebook ohne Schnörkel und Schnickschnack. Das verrät schon das Datenblatt mit aktueller CPU-GPU-Kombination. Wären da nicht einige kleine Pferdefüße, die in Kauf genommen werden müssen: Das Display ist bestenfalls mittelmäßig, was Helligkeit und Darstellungsqualität angeht. Außerdem enttäuscht die Akkulaufzeit des Ultrabooks etwas. In der mobilen Praxis heißt das: Man sollte stets drauf achten, ob das Display nicht etwa gedimmt oder das WLAN deaktiviert werden kann.

Mit einer RJ45-Buchse bietet das U41-70 Gigabit-LAN, was bei vielen Ultrabooks lediglich über Adapter möglich ist. Auch die schnelle SSD, die guten Eingabegeräte und solide Gehäusequalität überzeugen. Akku Dell Latitude D820 .

In nahezu allen Punkten ist das Asus Zenbook UX303LN jedoch besser - wenn aber auch um circa 200 Euro teurer. Wer die aufbringen kann oder möchte, ist mit dem Zenbook besser bedient. Das Lenovo Flex 2 14 ist viel günstiger, hat aber lediglich eine i3-CPU. Wem diese Leistung ausreicht, muss lediglich 600 Euro ausgeben. Das U41-70 ist daher ein Preis-Leistungs-Kompromiss aus beiden Geräten.