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12/08/2016

Kompatible Ersatz Akku Compaq Presario CQ70

Hochwertige Eingabegeräte, ein helles Full-HD-Display, lange Akkulaufzeiten – es scheint, als hätte HP mit dem ProBook 640 G2 ein überzeugendes Office-Paket geschnürt. Leider trüben einige Detailschwächen den ansonsten gelungenen Gesamteindruck.
HPs ProBook-600-Baureihe ordnet sich unterhalb der EliteBook-800-Serie ein und erlaubt damit einen vergleichsweise preiswerten Einstieg in die Welt hochwertiger Business-Notebooks. Angeboten werden dabei eine 14- (ProBook 640) sowie eine 15-Zoll-Variante (ProBook 650), von denen erstgenannte im Mittelpunkt dieses Tests stehen soll.

Als zweite Inkarnation der ProBook-640-Reihe ("G2"-Generation) basiert das aktuelle Modell auf Intels Skylake-Plattform, wobei HP vorrangig mittelpreisige i5-CPUs wie den Core i5-6200U verbaut. Zusammen mit 4 GB RAM und einer 500-GB-HDD ergibt sich so ein Einstiegspreis von rund 750 Euro. Unser Testgerät mit doppelter Speicherkapazität, 256-GB-SSD und LTE-Modul schlägt dagegen bereits mit 1.150 Euro zu Buche. Die Bildausgabe auf dem 14-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung obliegt der in den Prozessor integrierten HD Graphics 520 – dedizierte Grafikchips sind für das ProBook nicht verfügbar.
Obwohl die schwarz-silberne Farbgebung der ProBook-Serie eine durchaus schicke Optik verleiht, wirkt das Design insgesamt doch ein wenig altbacken. Das liegt vor allem an der recht wuchtigen Bauweise, die mit einer Dicke von 27 Millimetern sogar das nicht sonderlich schlanke ThinkPad L460 (24 Millimeter) übertrifft. Auch das Gewicht von knapp 2 Kilogramm fällt nach heutigen Maßstäben relativ hoch aus – ein Toshiba Tecra Z40 bringt im Vergleich dazu nicht einmal 1,5 Kilogramm auf die Waage. Gleichzeitig muss man HP allerdings zugutehalten, dass kein anderer Kontrahent über ein optisches Laufwerk verfügt.

Bei der Materialwahl hat sich der Hersteller überwiegend für einfachen Kunststoff entschieden, der jedoch einen soliden Eindruck hinterlässt. Punktueller Belastung widersteht das Chassis ohne Murren, erst bei höherem Kraftaufwand ist gelegentlich ein leises Knarzen zu vernehmen. Die Verarbeitungsqualität können wir insgesamt als ordentlich bezeichnen: Zwar sind zwischen den einzelnen Teilen des Gehäuses gewisse Spaltmaße erkennbar, die aber gleichmäßig und nicht übermäßig groß ausfallen.

Trotz angenehm straffer Scharniere, die bei Erschütterungen nur kurz nachschwingen, lässt sich das Display mit nur einer Hand auf bis zu 180 Grad öffnen. Der Deckel selbst kommt leider nicht ganz an die Stabilität der Basis heran: Bei geschlossenem Gerät biegt sich die Anzeige schon bei geringer Belastung im Bereich des Herstellerlogos sichtbar durch, zudem könnte die Verwindungssteifigkeit noch etwas höher sein. Unterm Strich wird HP den Erwartungen an ein Gerät dieser Preisklasse aber durchaus gerecht – mehr Qualität gibt es bei der merklich teureren EliteBook-Serie.
Im Zuge der Modernisierung des ProBook 640 hat HP die Anschlussausstattung um einen modernen USB-Typ-C-Port (USB 3.1 Gen 1) erweitert, leider aber gleichzeitig zwei der bislang vier USB-3.0-Buchsen gestrichen. Besonders ärgerlich ist dabei, dass nunmehr alle Ports auf der rechten Seite zu finden sind. Dies gilt ebenso für die Gbit-LAN-, Headset- und Netzteilbuchse, den DisplayPort-Ausgang (4K-fähig) sowie den Docking-Station-Port – wer viele Peripheriegeräte anschließt und eine Maus rechts neben dem Notebook nutzen möchte, für den ist diese Lösung aus ergonomischer Sicht nicht unbedingt optimal. An der Rückseite des Gerätes findet sich lediglich eine VGA-Schnittstelle.
Wie bei den meisten Konkurrenzmodellen (mit Ausnahme des Dell Latitude E5470) beherrscht der Kartenleser keine Übertragungen im schnellen UHS-II-Standard. Die maximale Performance unserer SD-Karte vom Typ Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II pendelt sich folglich bei etwas unter 90 MB/s ein. Akku Compaq Presario CQ56 .
Die WLAN- und Bluetooth-Funktionalität des ProBook wird von einem Funkmodul aus dem Hause Intel bereitgestellt, dem Wireless-AC 8260. Selbiges beherrscht die Standards Bluetooth 4.2 sowie WLAN 802.11a/b/g/n/ac (2,4/5 GHz) und erreicht dabei Bruttoübertragungsraten von bis zu 866 Mbit/s (2x2 TX/RX). Unter optimalen Empfangsbedingungen konnten wir mit unserem Router (Linksys EA8500) beachtliche Downloadgeschwindigkeiten von deutlich über 600 Mbit/s erzielen – viel mehr ist mit aktuellen Wi-Fi-Adaptern kaum möglich. Auch Reichweite und Verbindungsstabilität gaben im Test keinen Anlass zur Kritik.

Zusätzlich verfügt unser Kandidat über ein integriertes Qualcomm Snapdragon X5 LTE-Modul (max. 50/150 Mbit/s Up-/Download). 200 MB monatliches Datenvolumen sind für eine Laufzeit von 3 Jahren bereits im Kaufpreis des Notebooks inkludiert.
Sicherheitsmerkmale wie Smartcard-Leser, Fingerabdruckscanner (Swype-Design) und TPM sollen das ProBook für den professionellen Einsatz in Unternehmen wappnen. Hinzu kommen verschiedene Software-Features wie die Möglichkeit, Systemstart und BIOS mittels Passwort abzusichern.

Neben dem bereits erwähnten, kostenfreien Datenvertrag legt HP noch ein passendes 45-Watt-Netzteil sowie zwei DVDs (Windows 10 + Treiber) bei. Ab Werk kommt das ProBook übrigens mit einem vorinstallierten Windows 7 Professional daher, kann jedoch – wie auch in unserem Test geschehen – auf Windows 10 aktualisiert werden. Erfreulicherweise kommt das 640 G2 weitgehend ohne unnütze Softwarebeigaben, die lediglich den knappen SSD-Speicher belegen würden, daher.
Nach dem Entfernen von insgesamt acht Schrauben lässt sich die Bodenplatte des Notebooks ohne weiteres Werkzeug abnehmen. Die Wartungsmöglichkeiten umfassen im Wesentlichen die Erweiterung des Arbeitsspeichers (zwei Slots, einer frei), den Austausch der SSD (2,5"- oder M.2-Laufwerk) sowie den Zugang zu WLAN- und LTE-Modul. Eine Reinigung von Lüfter und Kühlkörper wäre ebenfalls möglich, allerdings sind diese ohne weitere Demontage des Gerätes nur eingeschränkt zugänglich.

Anders als die EliteBook-Reihe, die hierzulande mit 3 Jahren Garantie ausgeliefert wird, muss sich die ProBook-Serie mit nur einem Jahr begnügen. Aufpreispflichtige Garantiepakete, bei HP "Care Pack" genannt, erlauben eine Erweiterung von Laufzeit und Serviceumfang. Ein Upgrade auf 3 Jahre Vor-Ort-Service zum nächsten Arbeitstag inklusive Telefon-Support schlägt beispielsweise mit rund 220 Euro zu Buche (U4391E).
Abgesehen von marginalen Layout-Anpassungen hat HP die Tastatur praktisch unverändert vom Vorgängermodell übernommen. Ohnehin gab es keinen Anlass, das gelungene Keyboard grundlegend zu überarbeiten: Der Anschlag erweist sich als wohldefiniert und knackig-fest, die Stabilität überzeugt auch im mittleren Bereich und die Geräuschentwicklung fällt selbst bei hoher Schreibgeschwindigkeit zurückhaltend aus. Wir würden uns aus ergonomischen Gründen allerdings eine leicht konkave Tastenoberfläche sowie eine optionale Hintergrundbeleuchtung wünschen. Im Vergleich mit aktuellen ThinkPads bietet das ProBook des Weiteren einen etwas kürzeren Hubweg – ob man dies als Plus- oder Minuspunkt sehen mag, bleibt Geschmackssache.

Als Mausersatz dient ein 9,8 x 5 Zentimeter großes Touchpad von Synaptics, wohingegen der bei vielen Anwendern beliebte Trackpoint wieder einmal der höher angesiedelten EliteBook-800-Serie vorbehalten bleibt. Dank guter Gleiteigenschaften, tadelloser Präzision und feinfühlig ansprechenden Multitouch-Gesten kann man über diesen Makel jedoch leicht hinwegsehen und problemlos auf eine externe Maus verzichten. Besonders hervorheben wollen wir auch die beiden dedizierten Maustasten, die mit ihrem klar definierten Druckpunkt sehr viel zuverlässiger als die vollintegrierten Clickpad-Lösungen einiger Konkurrenten arbeiten.
Während das ProBook 640 G2 auf anderen Märkten auch mit einem einfachen WXGA-Panel (1.366 x 768 Pixel) angeboten wird, verbaut HP hierzulande derzeit ausschließlich ein hochauflösendes Full-HD-Display (1.920 x 1.080 Pixel). In Kombination mit der Bilddiagonale von exakt 14,0 Zoll ergibt sich daraus eine Pixeldichte von angenehm hohen 157 ppi, was wiederum für eine scharfe, aber noch nicht zu kleine Darstellung des Bildinhaltes sorgt. Anwender mit normaler Sehstärke sollten unter Windows 10 auch ohne Anhebung des Skalierungsfaktors feine Schriften und Symbole gut erkennen können. Akku Compaq Presario CQ70 .

Neben der höheren Auflösung verspricht das Full-HD-Display auch ein kräftigere Hintergrundbeleuchtung. Mit satten 304 cd/m², die sich sehr gleichmäßig über die gesamte Bildfläche verteilen, schlägt sich unser Kandidat diesbzüglich tatsächlich hervorragend und lässt sämtliche Konkurrenten weit hinter sich. Einen kleinen Minuspunkt stellt lediglich die PWM-Ansteuerung (200 Hz, jede Helligkeitsstufe unter Maximum) der Anzeige dar, die bei sehr empfindlichen Anwendern Kopfschmerzen oder Schwindel auslösen kann – die Geräte von Lenovo, Dell und Toshiba zeigen dieses Problem zumindest in den getesteten Konfigurationen nicht.
Auch in einem weiteren Punkt unterscheidet sich das ProBook von den meisten Konkurrenten: Als einziger Hersteller setzt HP bei der Full-HD-Anzeige nicht auf ein hochwertiges IPS-Panel, sondern die im Regelfall preiswertere TN-Technik. Schwarzwert (0,61 cd/m²) und Kontrastverhältnis (516:1) fallen zumindest bei senkrechter Betrachtung dennoch recht ordentlich aus, doch dazu später mehr.

Blicken wir zunächst erst einmal auf die Farbwiedergabe des Displays: Im Auslieferungszustand zeigt das Panel einen drastischen Blaustich und dementsprechend hohe Delta-E-Abweichungen. Eine nachträgliche Kalibrierung verbessert die Darstellung enorm und drückt die mittleren Delta-E-Werte auf hervorragende 1,1 (Graustufen) beziehungsweise 1,7 (Farben). Leider deckt der verfügbare Farbraum nur knapp 75 Prozent des sRGB-Standards ab, was für die professionelle Foto- und Bildbearbeitung definitiv zu wenig ist.
Dank entspiegelter Displayoberfläche und einer Maximalhelligkeit von deutlich über 300 cd/m², die auch im Akkubetrieb gehalten wird, lässt sich das ProBook ohne Einschränkungen für den Außeneinsatz empfehlen. Hier schwächelt vor allem das Latitude E5470, welches allerdings gegen Aufpreis mit einem deutlich helleren IPS-Display angeboten wird.
Kommen wir abschließend zu einem der wohl größten Kritikpunkt des 640 G2: Der mangelhaften Blickwinkelstabilität. Die zuvor genannten Messwerte für Kontrast und Farbpräzision gelten nämlich leider nur bei absolut senkrechter Betrachtung, wohingegen schon kleinste Abweichungen den Bildeindruck drastisch verfälschen. Würde HP wie andere Hersteller auf ein IPS-Panel setzen, wäre dieses Problem weit weniger ausgeprägt – und der Anwender müsste nicht ständig den Neigungswinkel an die aktuelle Sitzposition anpassen.
Langsam aber sicher wirft Intels neue Kaby-Lake-Generation ihren Schatten voraus – schon im September könnten die ersten Ableger vorgestellt werden. Bis dahin müssen Kunden und Hersteller mit der aktuellen Skylake-Produktpalette vorliebnehmen. Aus dieser hat HP das beliebte Mittelklasse-Modell Core i5-6200U ausgewählt, dessen zwei Kerne samt Hyper-Threading Taktraten zwischen 2,3 und 2,8 GHz (2 Kerne: 2,7 GHz) erreichen können. Als ULV-Modell wird der 6200U mit einer TDP von lediglich 15 Watt spezifiziert.

Neben CPU-Kernen, Speichercontroller und I/O-Schnittstellen integriert der Chip (bei dem es sich eigentlich um ein MCM handelt) auch eine Grafikeinheit namens HD Graphics 520. Diese taktet mit 300 bis 1.000 MHz und verfügt als mittlere GPU-Ausbaustufe (GT2) über 24 Ausführungseinheiten (EUs). Je nach Speicherkonfiguration kann sich die Performance damit sogar mit manchem dedizierten Low-End-Beschleuniger messen.

Ab Werk verbaut der Hersteller allerdings nur ein DDR4-2133-Modul mit 8 GB Kapazität, was die Grafikleistung infolge der resultierenden Single-Channel-Anbindung ein wenig schmälert. Als Massenspeicher dient eine 256 GB große M.2-SSD von Samsung.
Nicht zuletzt dank seines doch recht wuchtigen Gehäuses zeigt das ProBook keine Schwierigkeiten, den vollen Turbo-Boost-Spielraum des Core i5-6200U auszureizen. In Single-Thread-Benchmarks liegen damit stabile 2,8 GHz an, bei Auslastung beider Kerne beziehungsweise aller vier Threads sind es noch immer 2,7 GHz – und zwar im Netz- und Akkubetrieb gleichermaßen. Dementsprechend gut fällt auch die Performance aus: Geräte mit den teureren Modellen Core i5-6300U und Core i7-6500U können sich nur etwa 5 bis 10 Prozent vor das 640 G2 setzen, der Core i7-6600U als derzeitiges Topmodell rechnet im Optimalfall (bei angehobenen TDP-Limits) gut 20 Prozent schneller. Derartige Differenzen sind zwar zweifellos mess-, im Alltag jedoch kaum spürbar; aus Preis-Leistungs-Sicht hat HP mit dem 6200U folglich eine sinnvolle Wahl getroffen.
Bei der von Samsung gefertigten M.2-SSD handelt es sich um die PM871 in der 256-GB-Version, ein mittelpreisiges Modell mit SATA-Schnittstelle. Mit sequentiellen Transferraten von rund 500 MB/s beim Lesen sowie knapp 300 MB/s beim Schreiben liegt die Performance in etwa auf dem Level vergleichbarer Laufwerke von Toshiba oder Liteon, die unter anderem in den Notebooks von Lenovo und Dell zu finden sind. Bei kleineren 4K-Dateien sowie mehrfach-parallelen Zugriffen liegt die PM871 dagegen leicht vor der Konkurrenz, zudem stehen Samsung-SSDs im Ruf, besonders zuverlässig zu sein – insofern können wir HP auch hier wieder zu einer einer gelungenen Komponentenauswahl beglückwünschen.
Auch ohne kostspieligen i7-Chip liefert das ProBook eine ausgezeichnete Vorstellung ab und erweist sich als leistungsstarkes und ansprechfreudiges Arbeitsgerät. Den marginalen Rückstand im PCMark auf die (zumeist besser ausgestattete und teurere) Konkurrenz sollte man deshalb nicht überbewerten. Bei exzessivem Multitasking wäre allenfalls eine Erweiterung des Arbeitsspeichers um ein zweites 8-GB-Modul zu überdenken, was zudem den Dual-Channel-Betrieb zur Steigerung der (Grafik-)Performance aktivieren würde. Besonders leistungshungrige Anwender sollten sich das Latitude 14 E5470 genauer anschauen, welches als Einziges in dieser Klasse prinzipiell auch Quad-Core-CPUs der Standard-Voltage-Klasse aufnimmt. Entsprechende Konfigurationen werden von Dell jedoch nicht überall angeboten.
Während sich die HD Graphics 520 im Dual-Channel-Modus knapp auf dem Level einer dedizierten GeForce 910M einordnet, verliert sie im Single-Channel-Betrieb zwischen 15 und 30 Prozent Leistung. Für den normalen Desktop-Betrieb, Multimedia-Zwecke und sogar kleine CAD-Projekte reichen die Reserven dennoch vollkommen aus. Videos bewältigt die Decodereinheit der Skylake-CPU auch im modernen H.265/HEVC-Codec sowie in 4K-Auflösung; einzig die Kombination mit 10 Bit Farbtiefe (HEVC Main 10) wird erst der Nachfolger Kaby Lake beherrschen. Akku Compaq Presario CQ61 .
Angesichts der arg begrenzten 3D-Leistung wird der Käufer des 640 G2 mit aktuellen Spielen nur wenig Freude haben. Zwar werden einige anspruchslose Titel wie Dirt Rally bei sehr niedrigen Einstellungen flüssig dargestellt, ein grafisches Feuerwerk darf man dann jedoch nicht mehr erwarten – doch ist dies auch gar nicht der Anspruch eines vorrangig für Office-Anwendungen konzipierten Notebooks.
Leider schaltet sich der Lüfter unseres Testkandidaten auch bei längeren Leerlaufphasen nur selten vollständig ab, was einen absolut lautlosen Betrieb verhindert. Wirklich bemerken würde man den resultierenden Lärmpegel von knapp 30 dB(A) im Alltag eigentlich nicht, wäre da nicht ein gelegentliches Pulsieren der Drehzahl – damit sollte sich HP unbedingt noch einmal befassen. Prinzipiell scheint das Kühlsystem dagegen durchaus gelungen zu sein, wie die ausgesprochen geringe Geräuschentwicklung unter Last beweist: 30,2 bis 33,9 dB(A) sind selbst für ein sparsames Office-Gerät äußerst leise.
Trotz geringer Lüfterdrehzahlen erwärmt sich das 640 G2 zu keinem Zeitpunkt übermäßig stark. Im Leerlauf und bei geringer Last überschreiten die Gehäusetemperaturen kaum die 30-Grad-Marke, sodass ein Betrieb auf den Oberschenkeln ohne Einschränkungen möglich ist. Wird die Hardware stärker gefordert, messen wir im hinteren Bereich vereinzelt Werte um 40 °C; Handballenablage und Tastatur bleiben mit 30 bis 35 °C dagegen weiterhin recht kühl.

Auch die Temperaturen der Hardware hat der Hersteller gut im Griff. Heißer als knapp 70 °C – zulässig wären laut Intel bis zu 100 °C – wird der Prozessor selbst in unserem einstündigen Stresstest nicht. Dass die Taktraten dennoch auf rund 1,5 GHz (CPU) respektive 900 MHz (GPU) absinken, ist ausschließlich auf die niedrige TDP-Einstufung des ULV-Chips zurückzuführen; ohne Throttling würde der i5-6200U andernfalls den spezifizierten Verbrauchsrahmen von 15 Watt sprengen.
Die Stereolautsprecher des ProBook verstecken sich unter einem Gitter oberhalb der Tastatur. Während wir Maximalpegel und Hochtonwiedergabe als gelungen bezeichnen können, versagen die Boxen im Mittel- und Tieftonbereich völlig. Schon unterhalb von etwa 800 - 1.000 Hz fällt der Amplitudenfrequenzgang rapide ab – das hat Dell beim Latitude E5470 definitiv besser hinbekommen. Für Systemsounds und Sprache reicht das Gebotene sicherlich allemal, Musik oder Filme bereiten aber nur mit externen Lautsprechern wirklich Freude. Anschließen lassen sich diese via 3,5-Millimeter-Klinke oder DisplayPort (ggf. mittels HDMI-Adapter).

Mit 3,3 bis 6,9 Watt im Leerlauf sowie 27,7 bis 36,6 Watt unter Volllast ordnet sich das 640 G2 exakt auf dem Niveau der vergleichbar ausgestatteten Konkurrenz ein. Durch die 15-Watt-Abregelung der ULV-Chips pendeln sich die meisten Office-Notebooks mit einsetzendem Throttling dauerhaft bei etwa 30 Watt Maximalverbrauch ein – kleinere Unterschiede ergeben sich lediglich in Abhängigkeit von Faktoren wie Displayhelligkeit und Panel sowie der Speicherausstattung. Aus dem Rahmen fällt in diesem Fall lediglich das ThinkPad L460, welches als einziges Gerät in diesem Vergleich über eine dedizierte Grafikeinheit verfügt.
Der beim Vorgänger noch rückseitig eingesteckte Akku ist nun fest im Gehäuse verschraubt und wurde zudem von 55 auf 46 Wh verkleinert. Dank des gesunkenen Energiebedarfs fallen die Laufzeiten dennoch hervorragend aus: Mehr als 16 Stunden hält das ProBook unter optimalen Bedingungen abseits der Steckdose durch, in unserem praxisnahen WLAN-Test sind es noch immer rund 9,5 Stunden. Das Dell Latitude E5470 kann diesen Wert zwar noch knapp überbieten, benötigt dafür jedoch einen deutlich größeren 62-Wh-Akku und wurde von uns mit dem sparsamen WXGA-Display getestet.

Eine Aussage zur Ladezeit des Akkus können wir beim vorliegenden Testgerät leider nicht treffen: Offenbar lag bei unserem Sample ein Defekt vor, der die maximale Ladeleistung auf etwa 2,5 Watt beschränkt. Ein vollständiger Ladevorgang war dadurch erst nach knapp 20 Stunden abgeschlossen.
Es mag elegantere und schlankere Office-Notebooks als das ProBook 640 G2 geben – doch was die sonstigen Qualitäten des 14-Zöllers betrifft, hat HP zweifellos ein interessantes Gesamtpaket geschnürt. Mit optischem Laufwerk und VGA-Ausgang können nur die wenigsten Konkurrenten aufwarten, was allerdings zulasten von Größe und Gewicht geht. Im Gegenzug entschädigt das ProBook unter anderem mit tadellosen Eingabegeräten, einer hohen Anwendungsperformance und langen Akkulaufzeiten. Auch für das integrierte LTE-Modul sowie die geringen Emissionen hat sich der Hersteller Lob verdient. Akku Compaq Presario CQ71 .

Leider trüben einige Schwächen im Detail den bis hierher gelungenen Gesamteindruck. Damit meinen wir vor allem das ungünstige Anschlusslayout, den pulsierenden Lüfter sowie das extrem blickwinkelabhängige TN-Display. Insbesondere Letzteres enttäuscht in Anbetracht des vierstelligen Preises, auch weil bei der Konkurrenz (zumindest optional) durchgängig höherwertige IPS-Panels verbaut werden. Dass dafür die maximale Helligkeit besonders hoch ausfällt, ist nur ein schwacher Trost. Wer über diese Einschränkungen hinwegsehen kann, darf dennoch zugreifen – schließlich sind auch die Geräte von Dell, Lenovo oder Toshiba nicht frei von Kritikpunkten.

Wer über das blickwinkelabhängige Display und die wuchtige Bauweise hinwegsehen kann, erhält mit dem ProBook 640 G2 ein solides Arbeitsgerät für Office-Anwendungen – welches mit seinem optischen Laufwerk zudem ein seltenes Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz mitbringt.

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