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23/05/2016

neuer Laptop Akku Asus X72J

Glänzende Klavierlack-Oberflächen umschließen bei Asus' neuem Desktop-Replacement im 17-Zoll-Format aktuelle Mainstream-Technik. Da das Multimedia-Notebook schon ab etwa 770 Euro zu haben ist, sind die Erwartungen an Bildschirm und Eingabegeräte nicht hoch, aber wir lassen uns natürlich gern überraschen.
Beim neuen Asus F756UX, das wir in der Version T7013T testen, handelt es sich um ein multimediataugliches Desktop-Replacement-Notebook im 17-Zoll-Format, das sich dank seiner Nvidia GeForce GTX 950M mit 2 GB eigenem Speicher auch an Spieler mit reduzierten Ansprüchen richtet. Im Testzeitraum waren bei einem großen Berliner Preisvergleich drei Modelle gelistet, die sich nur in Sachen CPU und Massenspeicherausbau unterscheiden. Das Testgerät verfügt als günstigste Variante zu Preisen ab etwa 770 Euro über einen Intel Core i5-6200U sowie eine herkömmliche 1-TB-Festplatte. Das Modell T7014T (ab etwa 840 Euro) kombiniert den etwas schnelleren i7-6500U mit der gleichen HDD wie im Testgerät. Über den i7 gebietet auch die Variante T7016T (ab 1.000 Euro), der neben der schon erwähnten Platte noch eine SSD mit 128 GB spendiert wurde. Für die kleine Kapazität fällt der Mehrpreis von 160 Euro vielleicht etwas zu hoch aus. Alle anderen Eckdaten sind gleich: Full-HD-Bildschirm, GTX 950M, 8 GB RAM, DVD-Brenner, 38-Wh-Akku.

Als Vergleichsnotebooks haben wir uns für 17-Zöller entschieden, die ebenfalls in der Multimedia-Ecke zu Hause sind und in derselben Preisliga spielen wie das Testgerät. Da dieses Format nicht mehr allzu oft anzutreffen ist, mussten wir auf Geräte mit dem Intel Core i7-6500U ausweichen. Fangen wir mit dem Medion Erazer P7644 an, das als einziges Notebook im Test mit SSD + HDD kommt, aber trotzdem nur rund 900 Euro kostet. Weiter geht es mit dem etwa 950 Euro teuren HP ProBook 470 G3, hier ist als Besonderheit die dedizierte AMD-Grafikkarte Radeon R7 M340 (2 GB) an Bord. Beim dritten Mitbewerber handelt es sich um das HP Pavilion 17-g120ng mit GeForce 940M für 900 Euro plus. Das Medion sowie das HP Pavilion bringen IPS-basierte Panels mit, das ProBook und das Testgerät setzen auf TN.
Wie im Teaser angedeutet, setzt Asus bei Deckelrückseite und Oberseite der Base auf hochglänzende Kunststoffoberflächen, die erstaunlich viel Grip bieten und mit einer Art dezentem Brushed-Metal-Finish hinterlegt sind. Zwar basieren die Farben auf Schwarz, changieren aber je nach Umgebungslicht in Richtung Lila oder auch Bronze. Fingerabdrücke fallen aufgrund der Strukturen unter dem Lack nicht weiter auf. Das Design kann man bis auf die auffälligen Oberflächen und die stark abgerundeten Ecken als eher schlicht und nüchtern beschreiben.

Unsere Verwindungsversuche führten auf der etwas instabil wirkenden rechten Seite im Bereich des DVD-Trays teilweise zu heftigen Knackgeräuschen, ansonsten war die Gehäusesteifigkeit in Ordnung. Das, aber nicht mehr, gilt auch für die Verarbeitung. Weitgehend gleichmäßige Spaltmaße und nur wenige leicht überstehende Kanten entsprechen dem Niveau, das man in dieser Preisklasse erwarten darf. Der Deckel ist halbwegs druckresistent und relativ dick, aber trotzdem nicht wirklich steif, lässt sich nur mit Mühe mit einer Hand öffnen und schwingt dafür bei ruckartigen Bewegungen nur leicht nach.
Besonderheiten wie DisplayPort oder Thunderbolt sind in der Regel nur in höheren Preisregionen anzutreffen und fehlen beim F756UX. Dafür stehen neben dem üblichen Mindesstandard noch ein altertümlicher VGA-Anschluss sowie einmal USB 3.1 Type C zur Verfügung. Auch einen bei stationärem Betrieb wichtigen Ethernet-Port zum Ausklappen hat Asus nicht vergessen. Zwei der herkömmlichen USB-Anschlüsse arbeiten noch nach Version 2.0. Ausgerechnet auf der rechten Seite (Rechtshänder) sind ausgerechnet die beiden für den Anschluss etwa einer externen Maus prädestinierten USB-2.0-Ports ganz vorne gelandet, wo das Kabel stört.

Für die Messung der Kartenleser-Performance setzen wir unsere Referenz-SD-Karte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II ein. Beim Kopieren großer Datenblöcke beträgt die maximale Übertragungsrate bis zu 39 MB/s, bei normalen JPG-Bilddateien mit jeweils rund 5 MB ist etwa mit schlappen 27 MB/s zu rechnen.
Asus spart beim WLAN und verbaut ein Qualcomm/Atheros-Modul, das lediglich die althergebrachten Standards 802.11 b/g/n (1x1) beherrscht, Bluetooth in der Version 4.0 integriert und nicht im weniger überlaufenen 5-GHz-Band funken kann. Die Empfangsleistung erwies sich im individuellen Testsetup des Autors als unauffällig, nur bei sehr kritischer WLAN-Abdeckung sollte innerhalb der Rückgabefrist vor Ort ein Test durchgeführt werden.
Besonderes Zubehör haben wir im Hinblick auf den relativ günstigen Preis weder erwartet, noch vorgefunden. Außer dem obligatorischen Netzteil fand sich in der Packung nur noch eine Kurzanleitung sowie Garantiehinweise. Gegen Aufpreis erhältliches Herstellerzubehör, das speziell auf die F756UX-Serie zugeschnitten ist, konnten wie zum Testzeitpunkt nicht ausfindig machen. Da keine Recoverymedien mitgeliefert werden, sollte die 499 MB große Recovery-Partition nicht angetastet werden. Akku Asus X52J .

Von außen erhält man über eine mit einer abgedeckten Schraube gesicherte Wartungsklappe Zugang zu den beiden belegten Speicherbänken. Die restlichen Komponenten inklusive Akku erreicht man nur durch eine Demontage der Bodenplatte, wozu weitere zehn Schrauben zu lösen sind.
Asus bietet dem Erstkäufer 24 Monate Herstellergarantie ab Kaufdatum, die Garantie für den Akku ist auf 12 Monate begrenzt. Näheres verraten die Garantiebedingungen.
Auch mit leicht feuchtem Finger kann man dem nur minimal angerauten Clickpad ohne abgesetzte Tasten einwandfreie Gleiteigenschaften bescheinigen. Mit der für das Format nicht besonders großen Fläche hatte der Tester keine Probleme. Schnelle Bewegungen werden nachvollzogen, an der Präzision ist nichts auszusetzen. Schlechter sieht es leider mit Drg & Drop per Doppteltipp aus, das gar nicht zuverlässig gelang. Die beiden kurzhubigen Ersatz-Maustasten haben einen eher stramm abgestimmten und für den Geschmack des Autors angenehmen Widerstand, einen wirklich knackigen Druckpunkt und erzeugen zudem ein deutliches akustisches Feedback.

Die nicht beleuchtbare und ohne Status-LEDs ausgeführte Tastatur ist zwar so übel nicht, Vielschreibern können wir das Asus aber gleichwohl nicht ans Herz legen. Nicht zuletzt wegen der gerade in der Mitte nicht einwandfreien Stabilität ergibt sich ein etwas schwammiges Tippgefühl. Viel Hub weisen die flachen, angerauten und einwandfrei beschrifteten Tasten nicht auf, obwohl das Format wohl mehr erlaubt hätte. Als knackig würden wir den Druckpunkt nicht bezeichnen, gut spürbar ist er aber.

In Sachen Layout gibt es neben dem leider mal wieder verkleinerten Nummernblock, der größeren Händen eine verkrampfte Haltung abnötigt und so teilweise seinen Sinn einbüßt, keine großen Besonderheiten. Der zur Verfügung stehende Platz wurde gut ausgenutzt, weder sind die Tasten zu klein noch die Abstände dazwischen. Beim Schreiben entsteht eine deutliche Geräuschkulisse, sodass die Verwendung in lärmsensiblen Umgebungen eingeschränkt ist.
Asus hat sich für ein mattes, TN-basiertes Full-HD-Display entschieden. Die rund zwei Mio. Pixel ergeben verteilt auf 17,3 Zoll eine nicht sehr üppige Pixeldichte von 127 ppi, was scharfsichtige Nutzer aus einem halben Meter Entfernung durchaus schon etwas stören könnte. Davon abgesehen ist die Bildschärfe einwandfrei. Alternative Screens standen dem Markt zum Testzeitpunkt nicht zur Verfügung. Die maximale Helligkeit von rund 270 cd/m² ist zwar noch nicht top, geht in dieser Preisklasse aber absolut in Ordnung. Unsere Mitbewerber im Test sind alle noch etwas heller. Etwas unterdurchschnittlich muss man die mit 83 % gemessene Ausleuchtung nennen, was sich subjektiv teilweise bestätigt. So sind bei einem völlig schwarzen Bild zwar keine auffälligen Lichthöfe oder Screen Bleeding zu sehen, einige Regionen wirken aber minimal heller als andere.
Dank des erfreulich niedrigen Schwarzwertes von nur 0,17 cd/m², der sich mit dem subjektiven Eindruck von sattem Schwarz deckt, kommt der Bildschirm auf ein enormes und mustergültiges Kontrastverhältnis von 1.576:1. Trotz geringfügig höherer Helligkeit können die Konkurrenten im Test da wegen ihrer helleren Schwarzwerte nicht mithalten. Im Auslieferungszustand wies unser Testgerät die mit Abstand stärksten Farbabweichungen im Feld auf. DeltaE-Werte von 7 bis 8 (ideal: unter 3) gehen für TN-Verhältnisse noch in Ordnung, wären bei IPS aber unterdurchschnittlich. Der festgestellte milde Farbstich in Richtung Cyan könnte durch Verwendung des im Kasten verlinkten Profils verschwinden.

Eine hohe Farbraumabdeckung ist im Gegensatz zu früher bei immer mehr TN-Panels anzutreffen. Wer (semi-)professionell mit Bildern arbeitet, interessiert sich für die Abdeckung des großen AdobeRGB-Farbraums, die bei allen Notebooks im Test bei guten 59 % oder mehr liegt. Der viel kleinere und extrem verbreitete Standard-Farbraum sRGB wird gar zu mindestens 90 % abgedeckt, was nach erfolgter Kalibrierung und Profilierung den Weg für ambitionierte Bildbearbeitungen im Hobbybereich ebnet.
Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir diesmal unsere Outdoor-Tests durchführen, was für das F756UX natürlich eine besondere Herausforderung darstellte. Dank mattem und hellem Bildschirm ist das Arbeiten im Schatten (rechtes Bild) kein Problem, und an bewölkten Tagen sollte man bei sorgfältiger Positionierung erfahrungsgemäß auch ohne auskommen. Wie das linke Foto zeigt, sorgt aber schon seitlicher Sonneneinfall für massive Einschränkungen der Ablesbarkeit. Unabhängig davon dürfte ein Notebook dieses Formats selten das Freie erblicken.
Blickwinkelstabilität gehört nach wie vor nicht zu den Stärken von TN-Panels, aber auch hier geht die Entwicklung vorwärts. Schaut man horizontal versetzt auf das Display, bleibt die Farbdarstellung weitgehend korrekt und man bekommt es nur mit deutlich vermindertem Kontrast und geringerer Helligkeit zu tun. Vertikal ist der Bewegungsspielraum erheblich kleiner, aber für einen TN-Bildschirm immer noch relativ groß, sodass man es nicht schon bei kleinen Positionsänderungen mit einer stark verfälschten Darstellung zu tun bekommt. Ende im Gelände ist freilich bei den etwas praxisfernen, auf beiden Ebenen verschobenen Einblickwinkeln, wie man den Eckfotos unserer Collage ansieht.
Als CPU kommt trotz Gaming-Ambitionen ein dafür nur eingeschränkt geeigneter Hyperthreading-Dualcore aus Intels aktueller Skylake-Generation zum Einsatz. Beim Core i5-6200U (2 x 2,3 - 2,8 GHz, TDP 15 W) handelt es sich wie schon bei den direkten Haswell- und Broadwell-Vorgängern um einen extrem verbreiteten, sehr sparsamen Prozessor, der sich u. a. in unzähligen Office-Notebooks wiederfindet und auch mit anspruchsvollerer Software fertig wird. Die spezifizierte Turbo-Frequenz bei Belastung beider Kerne liegt bei 2,7 GHz und wurde in unserer Cinebench-R15-Schleife, die eine hohe, aber noch realistische CPU-Last erzeugt, durchgehend gehalten. Akku Asus X53S .

Der Prozessor integriert eine sparsame GPU namens Intel HD 520, die sich dank Nvidia Optimus automatisch um den 2D-Bereich kümmert, während die GTX 950M etwa bei Spielen zum Einsatz kommt. Als Neuheit ist neben verbessertem Hyperthreading und geringfügig gesteigerter Leistung vor allem zu nennen, dass der ebenfalls integrierte Speichercontroller jetzt auch mit DDR4-RAM umgehen kann. Im Single-Core-Benchmark des CB R15 produzierte die CPU erwartungsgemäße Scores, die sich auch im Akkubetrieb nicht ändern. Unsere Konkurrenten im Test sind mit ihrem höher taktenden i7-6500U (2 x 2,5 - 3,1 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) etwas im Vorteil, können sich aber nicht entscheidend absetzen. Zahlreiche Benchmarks zu vielen Notebook-CPUs sind in unserer FAQ-Sektion zu finden.
Einer völlig flüssigen Bedienung stehen wie so oft weder Prozessor noch Speicherausbau im Wege, sondern der Verzicht auf eine SSD, über die von den Mitbewerbern im Test nur das Medion Erazer verfügt. So dauert der Kaltstart eben etwas länger, und auch das (erstmalige) Laden von Programmen nach dem Start verursacht je nach Größe die eine oder andere kleine Pause. Ausuferndes Multitasking mit Chrome brachte den Rechner hingegen nur leicht ins Schwitzen, der Wechsel zwischen parallel geöffneten Programmen erfolgte zügig. Als Benchmark-Referenz haben wir hier noch das beliebte, aber auch um die 1.200 Euro teure Acer Aspire V Nitro Black Edition VN7-792G-74Q4 mit echtem Quadcore (i7-6700HQ), SSD und GTX 960M mit in den Vergleich aufgenommen.

Im Gegensatz zum ausgemusterten PCMark 7 gewichtet der neuere PCMark 8 die Massenspeicher-Performance bei weitem nicht so stark, sodass ansonsten vergleichbar ausgestattete Notebooks mit und ohne SSD hier viel näher zusammenliegen. Dass unser Testgerät hier den letzten Platz belegt, ist wohl der im Vergleich zu den Mitbewerbern etwas schwächeren CPU und der nicht besonders performanten Festplatte geschuldet. Wie erwartet, kann das deutlich teurere Acer mit Vorsprüngen von 17 bis 19 % auf das Testgerät den ersten Platz erringen.
Star im Testfeld ist dank seiner SSD natürlich das Medion Erazer P7644, die Mitbewerber mit ihren herkömmlichen Festplatten sind in Sachen Massenspeicher-Performance schlicht nicht konkurrenzfähig. 106 MB/s beim sequenziellen Einlesen großer, zusammenhängender Dateien (CrystalDiskMark 3.0) übertreffen den Durchschnitt vergleichbarer Platten nur geringfügig. Ebenfalls durchschnittlich ist die besonders für OS- und Programmstarts wichtige Performance beim Einlesen kleiner, verteilter Blöcke (4K Read). Die gleiche HDD verrichtet etwa auch im HP 250 G4 T6P08ES ihren Dienst, ist dort in Sachen 4K-Leseleistung aber 26 % schneller unterwegs. Die Massenspeicher der HDD-Mitbwerber liegen insgesamt ungefähr auf dem selben Niveau wie der des Testgerätes.
Die mit 2 GB dediziertem Speicher ausgerüstete Mittelklasse-Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 950M ist jetzt etwa ein Jahr auf dem Markt und liegt hier in der DDR3-Variante vor, die trotz des leicht auf 993 MHz erhöhten GPU-Taktes 10 bis 20 % langsamer unterwegs ist als das GDDR5-Modell (914 MHz). Der Speicherbus ist bei beiden Ablegern 128 Bit breit, DirectX 11 wird ebenso unterstützt wie etwa die Dekodierung von 4K-H.264-Videos in Hardware. Nähere Infos und zahlreiche Benchmarks zur Karte sind in unserer FAQ-Sektion zu finden.

Im Vergleich mit allen bisher gemessenen Notebooks mit der GTX 950M (beide Varianten) weist die im Asus F756UX den zweitniedrigsten Score im 3DMark 11 auf, allerdings beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters auch nur 13 %, während der Durchschnitt um etwa 7 % verfehlt wird. Unser Medion kann sich nur 3 % Vorsprung herausarbeiten, die GTX 960M im Acer Nitro schafft einen um rund ein Drittel höheren Score. Ohne Steckdose in der Nähe sinkt die Grafikleistung deutlich auf etwa die Hälfte ab, sodass mobiles Spielen eher ausscheidet.
Viele Spiele aus den Jahren 2013 bis 2015 laufen je nach Anforderungen auf dem Asus F756UX oft noch in hohen Auflösungen bei 1.366 x 768 Pixeln oder selten auch in Full-HD flüssig. Wie man der Benchmarktabelle unten ansieht, ist aber bei neueren und/oder sehr fordernden Games zumeist schon bei mittleren Einstellungen (1.366 x 768) das Ende der Fahnenstange erreicht. Wer gerne isometrische Spiele wie Diablo III oder StarCraft II (Legacy Of The Void) oder FIFA zockt, darf sich oft sogar an der maximalen Grafikpracht ergötzen.
Nicht laut, aber gleichwohl lästig: Selbst aus einem Abstand von etwa einem Meter sind in ruhigen Umgebungen ständig Festplattengeräusche zu hören. Da der Markt tonnenweise HDDs bereithält, bei denen das nicht so ist, liegt hier schon unter diesem Gesichtspunkt aus Kundensicht ein Fehlgriff des Herstellers vor.

Im Idle-Betrieb (Energieprofil Höchstleistung mit aktiver Systemkühlungsrichtlinie) läuft der Lüfter immer, fällt aber nur auf, wenn man sich dem Notebook mit dem Ohr nähert. Beim Surfen oder Arbeiten ändert sich daran nichts. Setzt man das Asus durch die Kombination aus Prime95 (CPU) und FurMark (GPU) hohem Stress aus, dauert es einen Moment, bis die Luftquirle langsam und gefühlt stufenlos hochdrehen. Die höchste Lautstärke wird durch ein sanftes Rauschen ohne nervige Nebentöne repräsentiert, das man aber auch aus mehr als fünf Metern Entfernung noch deutlich hört. Wer es unter Last spürbar leiser haben muss, ist mit dem Medion oder besonders dem HP besser bedient.
Es dürfte selten vorkommen, dass jemand mit einen 17-Zoll-Boliden auf dem Schoß grafisch aufwändige Spiele zocken möchte, und selbst wenn, werden die Stresstest-bedingten, maximalen Oberflächentemperaturen von 51 °C an der Unterseite kaum auftreten. Falls doch, wird es aber schon etwas unangenehm. Steht das Gerät wie meistens auf einem Tisch, kommt es zumeist nur noch auf die Temperaturen der Handballenablage an, die unkritische 30 °C (Idle: 27 °C) nie überschritt.

Im Rahmen des oben erwähnten CPU-GPU-Stresstests sanken die CPU-Takte etwas ab und schwankten nach einiger Zeit nur noch zwischen 2,3 und 2,4 GHz. Throttling liegt damit nicht vor, die Turbo-Ausnutzung erweist sich in diesem praxisfernen Extremszenario aber als etwas suboptimal. Mehr als 87 °C erklommen die CPU-Kerntemperaturen zu keinem Zeitpunkt.
Auch von einem günstigeren Multimedia-Notebook erwartet man einen zumindest brauchbaren Sound, und den unseres Asus würden wir für Notebookverhältnisse sogar als gut bezeichnen. Die Maximallautstärke, in der wir unseren Music-Parcours durchlaufen ließen, reicht locker für mittelgroße Räume aus. Wirklich tiefe Bässe bekommt man nicht zu hören, diese werden aber in höheren Tonlagen ganz ordentlich nachgebildet, sodass ein voller, dynamischer und recht natürlicher, wenn auch teilweise etwas scharfer Sound produziert wird. Wählt man passende Stücke (Enya: May It Be), lassen sich durchaus Ansätze von Räumlichkeit feststellen.

Bei basslastiger Metal-Musik mit mehreren E-Gitarren, Schlagzeug und Bass leidet die Unterscheidbarkeit von Instrumenten nur leicht, dafür waren hier (und sonst nur bei vergleichbarer Musik) hörbare Pegelschwankungen zu beklagen. Sprache in Filmen und Soundeffekte von Spielen werden gut vermittelt.
Obwohl eine HDD mehr Strom verbraucht als eine SSD, entpuppt sich das Medion in den drei Idle-Betriebszuständen als der Schluckspecht im Testfeld, während sich das HP Pavilion trotz i7 hier und auch unter Last am genügsamsten zeigt. Die unter Last recht hohen Unterschiede zwischen den Geräten mit GTX 950M auf der einen und der 940M und der AMD Radeon R7 M340 auf der anderen Seite zeigen auf, dass der Mehrverbrauch zum größten Teil den stärkeren Grafikkarten zu verdanken ist. Bei einem Maximalverbrauch von 84 Watt ist das dennoch ausreichend dimensionierte 90-Watt-Netzteil auf Kante genäht.
Ziehen wir als Vergleichsbasis alle in den letzten 10 Monaten getesteten Multimedia-Notebooks im 17-Zoll-Format heran, kann man dem Kandidaten eine fast durchschnittliche Idle-Laufzeit bei geringster Hellgkeit (siehe Kasten) attestieren. Exakt dasselbe gilt für die Kondition bei hoher Last und maximaler Helligkeit. Schlechter sieht es aus, wenn unser praxisnaher WLAN-Test (Wie wir testen) zum Einsatz kommt. Da macht sich der besonders für die Größe des Notebooks mit 38 Wh doch recht kleine Akku bemerkbar. Eine große Rolle dürfte das im Hinblick auf die meist stationäre Nutzung aber nicht spielen.

Mit deutlich mehr Kapazität kann im Testfeld nur das durstige Aldi-Notebook (48 Wh) wuchern, das ProBook 470 G3 kommt auf 44 Wh, das Pavilion auf auch nur 41 Wh. Dazu passt, dass diese beiden Geräte im WLAN-Test etwas länger durchhalten und das Medion sich mit 70 Minuten Vorsprung an die Spitze setzen kann.
Das große, schwere und mit keinem besonders langem Akku-Atem gesegnete Desktop-Replacement spricht äußerlich Freunde von glänzenden Oberflächen an, verfügt über einen für die Preisklasse schönen, extrem kontrastreichen Bildschirm und gibt sich in technischer Hinsicht keine Blöße.

Mit dem Asus F756UX-T7013T erhält man vielleicht sogar etwas mehr, als man für recht schlanke 770 Euro erwarten darf.

Ein Stück weit auf der Strecke bleibt die nur brauchbare Tastatur. Das Gehäuse wirkt teilweise etwas instabil, was sich beim Betrieb auf dem Tisch aber nicht bemerkbar macht. An Anschlüssen und Funktechniken ist neben VGA und USB Type C wirklich nur das Nötigste vorhanden. Etwas sauer stößt das featurearme WLAN-Modul auf, das für viele 5-GHz-Nutzer sicher ein klares Ausschlusskriterium darstellt. Akku Asus X72J .

Somit eignet sich das F756UX gut für nicht zu anspruchsvolle Budget-Gamer und Multimediafreunde. Wen das Grundkonzept des Gerätes überzeugt, kann sich für die teurere Variante mit SSD entscheiden, während wir im optionalen i7-6500U keinen relevanten Mehrwert sehen, denn den Flaschenhals dürfte auch mit dem i7 stets die Grafikkarte darstellen. Unsere Mitbewerber im Test dürfen sich alle über geringfügig höhere Wertungen von 80 bzw. 81 % freuen, sind in den getesteten Konfigurationen aber auch teurer.

12:01 Publié dans Perso | Lien permanent | Commentaires (0)

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