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26/12/2015

Dell Studio 1747 Notebook Ersatzakku kaufen

Dells XPS 15 legt keinen glanzvollen Start hin. Wie packt die große i7/UHD-Version die beim i5/FHD-Modell erlebten Schwachpunkte an? Ein Leser spricht von einem „vollkommen anderen Notebook“. Wir auch? Sind wir am Ende des Tests doch begeistert? Update 23.12: Rückruf BIOS 1.1.14!
Nach dem Test der Einsteiger-Version haben wir uns um ein Spitzenmodell mit UHD-Display (Touch), Skylake Core i7, Samsung NVMe-SSD (512 GB) und 84-Wh-Akku gekümmert. So richtig flott wollte uns der Test nicht von der Hand gehen, Bug Fixes durch neue BIOS-Versionen und Treiber (Dell Premier Color, Intel HD Graphics) erwiesen sich immer wieder als Hemmschuh. Das ist ärgerlich, weniger für uns als Tester, sondern vielmehr für Käufer bzw. potentielle Käufer. Diese müssen sich nämlich fragen, wieso ein mit Spannung erwartetes Premium-Notebook nach dem Verkaufsstart noch so viele Bugs trägt, die dann hektisch und unter großer Verunsicherung der Käufer erst nach und nach abgestellt werden.

Gibt es bei Dell keine Qualitätskontrolle oder hat selbige angenommen, Käufer eines als „High Performance Notebook“ angepriesenen XPS 15 nehmen Akku-Throttling auf 1,6 GHz und eine fehlerhafte Turbo-Steuerung billigend in Kauf. Wer 1.600 bis deutlich über 2.000 Euro für ein Notebook ausgibt, der will auch die volle Leistung des verbauten Prozessors erleben. Wenn es denn technisch nicht gelingt, einen 45-Watt-Prozessor nebst einer GTX 960M ordentlich kühl zu halten, dann muss ein Hersteller das Projekt eines derart dünnen Laptops eben sein lassen.
usgeliefert wurde uns das XPS 15 (beide Varianten) mit der BIOS Rev. 1.1.05. Dell stellt Ende Dezember für seine Kunden das 1.1.14 zur Verfügung, es soll folgende Besserungen bringen: Verbesserung der Akkulaufzeit bei NVMe Konfigurationen (devSleep-Bug)
Wir hatten es im Test festgestellt, BIOS 1.1.14 hat keinen Einfluss auf höhere Laufzeiten. Jetzt ruft Dell sein – bis dato noch nicht veröffentlichtes - 1.1.14 zurück und bittet die Testredaktionen zum Aufspielen der vorherigen Version (1.1.13). Hinweis: Auch 1.1.13 ist derzeit noch unter Verschluss. Dell arbeitet mit Hochdruck an einer Veröffentlichung für seine Kunden:

Der Displayrahmen der UHD-Touch-Variante unterscheidet sich ein klein wenig von der matten FHD-Version. Während das FHD-TFT von einem 5 mm schmalen Kunststoff-Rahmen mit Abschluss durch einen umlaufenden Kunststoff-Ring begrenzt wird, geht die Oberfläche des Touchpanels direkt bis an diese umlaufende Lippe heran. Es handelt sich abermals nicht um eine Gummilippe, sondern um Kunststoff, der im geschlossenen Zustand auf der Base aufliegt.

Das Thema Hautfett hält sich ebenfalls hartnäckig, die Soft-Gripp Carbon-Oberfläche ist nämlich recht empfindlich für solche Absonderungen. Ein Poliertuch genügt dann leider nicht, um solche glänzenden Stellen zu entfernen. Wir haben es mit etwas Butter ausprobiert: Trocken oder feucht lassen sich solche Flecken zwar wegpolieren, jedoch ist das Ergebnis mit Schlieren und Polierspuren gekennzeichnet. So wird das teure Premium-Notebook relativ schnell unansehnlich verschmiert auf dem Schreibtisch stehen, die Alternative sind relativ aufwendige Putzeinheiten.
Das Touchpanel ist bis in die Randbereiche sensibel, das heißt solange sich der Finger noch eine Winzigkeit auf dem bildgebenden Bereich befindet. Der schmale Rahmen hat keine Touch-Sensitivität, doch ein Finger kann den Rand abfahren und dabei ein Fenster verschieben.

Die Oberfläche heißt im Datenblatt das Panelherstellers Hard Coating 3H. Die Fläche ist glatt aber nicht schmierig. An den Reaktionsgeschwindigkeiten gibt es nichts zu bemängeln. Bis zu 10 Finger können gleichzeitig für die Toucheingabe verwendet werden, doch das ist Standard und ein für die Praxis sicher untergeordnetes Thema.
Mit dem 4K-Panel, das es nur als Touch-Variante gibt, spricht Dell die Professionals an. Photoshop-Werkzeuge oder In-Design können sich auf 3.840 x 2.160 Pixeln austoben. Ältere Tools oder auch mal Windows können durchaus immer noch unter Skalierungsproblemen leiden (Energieoptionen werden immer als winziges Fenster geöffnet). Doch wer einmal mit Sharps 4K-Bilschirm gearbeitet hat, der wird nicht mehr zu Full-HD zurückschreiten wollen.

Es handelt sich wie beim aktuellen XPS 13 4K Touch (SHP1421 LQ133Y1) um ein IGZO-TFT. Das ist ein IPS-Typ, bei der amorphes Silizium (aSi-TFTs) gegen Indium-Gallium-Zink-Oxid ersetzt wird. Das erhöht die Elektronenbeweglichkeit um ein Vielfaches und führt zu schnelleren Reaktionsgeschwindigkeiten. Scheinbar bloße Theorie, denn die unter Reaktionszeiten (Response Times) genannten 35 bzw. 58 Millisekunden (XPS 13 QHD 30 bzw. 40) sind nicht das, was etwa Spieler erwarten würden.

Die Panel-Vorgaben des Datenblatts (WLED 330 cd/m² 1000:1) können wir bestätigen, Luminanz und Kontrast liegen auf diesem Niveau. Nennenswerte Lichthöfe gibt es keine. Käufer der UHD-Version berichten von einem Rot-/Lila-Stich, der besonders bei schwarzen oder blauen Bildern sichtbar wird. Dieses Phänomen hatten wir auch bei der FHD-Version festgestellt, allerdings wie auch bei UHD erst bei relativ großen Blickwinkelveränderungen nach oben oder zu den Seiten. Wir haben den Stich bei beiden Testgeräte nur als marginale Beeinträchtigung empfunden, doch scheinbar ist die Intensität in den Produktionschargen unterschiedlich. Es gibt Leser-Comments/Fotos, die von einer massiven Beeinträchtigung sprechen. Bei unserem SHARP LQ156D1JX01 war dies nicht der Fall.
Die Panels FHD-Non-Glare und UHD-Touch unterscheiden sich in den wichtigsten Kenn- und Messdaten kaum voneinander, weshalb die Vergleichstabelle die Anzeigen auf einem Qualitätsniveau sieht (+2 % fürs FHD). Dieser erste Eindruck täuscht aber: UHD hat eine etwas niedrigere Luminanz und den kleineren Kontrast, die Farbraumabdeckung AdobeRGB1998 ist aber deutlich besser. Dies könnte ein entscheidender Punkt für Professionals sein, zumal sich die im Werkszustand noch relativ schlechte Farbgenauigkeit (DeltaE) sehr gut kalibrieren lässt. DeltaE kleiner 1 und 3,7 (Graustufen/Color) sind dann erreichbar. Die gute Kalibrierbarkeit gilt jedoch auch für das FHD-Panel. XPS-15-UHD-Besitzer können sich das verlinkte Farbprofil aus dem Kasten einspielen (ICC Datei), um von den Verbesserungen zu profitieren. Beste Ergebnisse bringt jedoch nur eine individuelle Kalibrierung. Dell Studio 1745 Akku .
Und es gibt sie doch, Dells Werksprofile für den XPS 15. Allerdings nur via PremierColor (wurde uns während des Testphase zur Verfügung gestellt), das auf einfache Weise zwischen Farbprofilen wählen lässt. Unter den erweiterten Optionen sind individuelle Anpassungen möglich. Wir haben sRGB und AdobeRGB jeweils eingestellt und einmal den Fotospektrometer die Graustufen und den ColorChecker ausmessen lassen. Bei sRGB – was unser Standard Zielfarbraum bei den CalMAN-Messungen ist - entdecken wir nur marginale Unterschiede zum Werkszustand ohne Profil, die DeltaE von Graustufen und Farben bleiben bei um die 5 bzw. 4. Ist via PremierColor AdobeRGB eingestellt (und in CalMAN Zielfarbraum AdobeRGB), so wird das Ergebnis aber auch nicht besser: 6 und 4 (Graustufen und Farben). Siehe Screenshots. Eine individuelle Kalibrierung per Fotospektrometer ist durch Premier-Color folglich nicht ersetzbar und die erzielt wie weiter oben beschrieben erstklassige Ergebnisse.
Beim FHD-Modell war ein PWM-Flackern bei niedriger Helligkeit (niedrigste zwei Stufen) aufgefallen. Das UHD-Panel hat dieses Merkmal nicht, es gibt also kein Flimmern bei reduzierter Helligkeit. Das Phänomen ist unter der Bezeichnung Screen-Flickering bekannt geworden, unser UHD-Panel leidet nicht darunter.

Kein Thema sind knappe Blickwinkel, also Kontrastverschiebungen bei seitlichen Einblicken. Diese sind IPS-typisch erstklassig. Der oben genannte Farbstich kommt bei dieser Fotomontage auch wieder deutlich zur Ansicht.
Der Intel Core i7 6700HQ ist als 45-Watt-Mobilprozessor einer der stärksten Chips, die aktuell für Notebooks zu haben sind. Dell bewirbt sein XPS als „world’s lightest 15-inch performance-class laptop“. Diese Aussage muss auf der anderen Seite der i5-6300HQ stemmen, das ist die hier getestete Einsteiger-Version. Während letztere mit einer Hybrid-HDD ohne echte SSD auskommen muss (wobei das Paket sehr gute Read-Werte erreicht), sitzt im hier vorliegenden Testgerät eine 512 GB fassende NVMe-SSD von Samsung. Auf die zusätzliche Festplatte wird verzichtet, deren Platz nimmt das größere Volumen des 84-Wh-Akkus ein.
Das genannt Paket aus 6700HQ und NVMe-SSD sollte sich auch bei anspruchsvollsten Rechenaufgaben und massiven Datenbewegungen heimisch fühlen. Diesen Anspruch darf der Käufer für 2.000 Euro auch haben, zumal 6700HQ + GTX 960M in guten Notebooks schon für etwa 1.300 Euro zu haben sind z. B. Acer Aspire V Nitro Black Edition VN7-792G-74Q4.

Jetzt haben wir aber noch den XPS 15 mit i5 6300HQ im Kopf, der in der Cinebench R15 Schleife nur mit 2,8 GHz rechnet (Multi und Single), was einer schlechten Ausnutzung der Single-Core-Leistung entspricht (-15 %). Hinzu kam beim i5 ein Drosseln des Taktes im Akkubetrieb auf 1,6 GHz, welches bei Wiedereinsetzen des Netzstroms leider auch nicht wieder aufgehoben wird (erst nach StandBy oder Neustart). Dell arbeitet eigener Auskunft nach an einem Bug Fix.

Wie macht sich nun der i7-6700HQ, der im Turbo bis zu 3,5 GHz schaffen kann (@Single Core)? Wir erleben einen äußerst agilen Prozessor, der nicht nur Apples MacBook Pro Retina 15 mit dem Haswell 4870HQ in den Skat drückt, sondern auch den baugleichen 6700HQ im Aspire V Nitro Black Edition VN7-792G-74Q4 (-5 %). Dies ist in allen Cinebench-Single-Tests der Fall. Bei Multi-Core liegt unser XPS mit dem Nitro Black Edition gleichauf. 3,1 GHz im Multi-Core-Test zeigen die Tools an.

Unter Akkustrom rechnet der i7 mit Standard-Takt (2,6 GHz). Schade, aber immer noch besser als die i5-Version mit ihren gedrosselten 1,6 GHz. Der Übergang zum Netzbetrieb (Stecker rein) geht allerdings etwas holperig vonstatten, nur so können wir die 1,6/1,7 GHz beschreiben, die sich dann einstellen. Mit Temperatur-Limits hat das nichts zu tun, denn nach dem Stresstest geht der gedrosselte Takt sehr schnell wieder auf 3,1 GHz hoch. Mehr zum Stresstest finden Sie im folgenden Kapitel Emissionen.

Erst nach dem BIOS-Update auf 1.1.14 verhält sich auch die Taktung im Batteriebetrieb anders. Der R15 Multi läuft jetzt mit 3,1 GHz und zwar bis der Akku leer ist! Das ist dann ungefähr nach einer Stunde der Fall. Offiziell betrifft das BIOS-Update zwar nur den NVMe Sleep-Modus (Akkulaufzeiten sollen länger werden), praktisch stellen wir nun aber einen uneingeschränkten Boost fest. Auch der Return zum Netzkabel ist jetzt wie er sein soll: für eine Sekunde geht es auf 800 MHZ, dann laufen wieder 3,1 GHz wie festgenagelt. Beim Abziehen des Steckers fällt der Takt auf 800 MHz, um dann binnen 20 Sekunden schrittweise wieder zu 3,1 GHz zurück zu kehren.
Mit den PCMarks werfen wir einen Blick auf die Anwendungsperformance. Diese fällt uneinheitlich aus, wenn wir mit dem i5/Hybridmodell vergleichen. Der PCMark 7 reagiert wie gewöhnlich begeistert auf jede SSD. Das Testgerät geht zwar nicht in jedem Sub-Test in Führung, jedoch hält es sich auf Augenhöhe mit der Führungsriege Zenbook Pro UX501JW, Dell XPS 15 (9530-0538) und Apple MacBook Pro Retina 15 inch. In den Sub-Scores des PCMark 7 kann das anders aussehen, im Creativity fällt das Dell XPS 15-9550 i7 auch mal 17 % zurück. Spitzenreiter mit Abstand ist im PCMark 7 das HP Omen Pro 15 mit seiner Samsung SSD XP941. Augenfällig schlecht fällt der Productivity-Score aus, hier liegt die Samsung PM951 NVMe 56 % gegenüber dem Spitzenplatz zurück, was auch bei wiederholter Ausführung des Tests so bleibt.

Der PCMark 8 war in der Vergangenheit ausgewogener, er zeigt ein harmonischeres Bild zwischen den SSD bestückten Testgeräten. Die Führerschaft kann sich das XPS 15 NVMe aber auch hier nicht an sich reißen, es ist abermals das HP Omen bzw. das Apple MacBook Pro Retina 15 (Productivity). Spannend ist im Vergleich die hohe Platzierung des XPS 15 HDD-Hybridmodells, es liegt im Creative- bzw. Home-Score nur 11 bzw. 18 % hinter dem NVMe-Modell. Die außergewöhnlich guten PCMark-Scores der Einsteiger-Version waren uns schon im Test desselben aufgefallen. Hier hat Dell eine separate Cache-SSD in den M.2-Slot eingebaut und nennt das Ganze einen RAID Array.
Die Samsung PM951 NVMe (512 GB, AHCI PCIe M.2, MZHPV512HDGL) sitzt im M.2-Slot und ist technisch am PCI Express Gen3 x4 angebunden. Für die PM951-NVMe gibt Samsung eine Lese- und eine Schreib-Geschwindigkeit von bis zu 2.150 und bis zu 1.500 MByte pro Sekunde an. CrystalDiskMark 3.0 und AS SSD sehen das skeptischer, jedoch sind 1.274 oder 1.568 MB/s mit die besten Score, die derzeit in einem Notebook erreicht werden. Diese Überlegenheit zeigt sich auch in den 4K-Tests, hier kann die Samsung-SSD alle anderen Vergleichsgeräte überflügeln. Selbst das HP Omen Pro, das zusammen mit dem MacBook Pro Retina 15 inch 2015-05 in den PCMarks führt, muss sich in AS SSD geschlagen geben. Mangels CrystalDiskMark-Scores haben wir das Omen hier nicht eingeblendet.

Im Akkubetrieb KANN die Performance der NVMe-SSD einbrechen, jedoch nur im Energiesparmodus. Unter Höchstleistung waren die Ergebnisse von ASSSD und CrystalDiskMark im Rahmen der Messtoleranz mit denen des Netzbetriebs identisch.
Während die HD Graphics 530 im Prozessor anspruchslose Tätigkeiten übernimmt, springt bei Spielen oder in hardwarebeschleunigten Programmen wie Adobe Premiere Pro die Geforce GTX 960M mit 2 GByte GDDR5-Videospeicher an. Der Kern basiert auf dem GM107-Chip (Maxwell) mit 640 Shader-Einheiten und einem 128-Bit-Speicherinterface. Im Netzbetrieb taktet die Geforce mit bis zu 1.188 MHz und das auch bei konstanter Last (Furmark GPU-Stresstest).

Bei Netzstrom wird der GPU-Boost immer voll auf 1.188 MHz gefahren, selbst im Stresstest bei zeitgleicher CPU-Vollauslastung. Die Temperatur liegt dann bei 87 Grad. Die GPU wird im Stresstest unter Batterie immer wieder auf bis zu 850 MHz abgebremst, im 5-Sekunden-Takt geht es aber immer wieder rauf auf 1.188 MHz. Die Temperatur am Nvidia-Chip schwankt währenddessen zwischen 68 und 75 Grad. Die GPU hat in der Temp-Table Vorrang, das heißt es wird immer zuerst der GPU-Boost voll ausgefahren, danach können wir quasi zuschauen, wie der CPU-Takt von 900 MHz langsam steigt, um dann an einem Punkt zu verbleiben, der nicht zu viel Abwärme abgibt. Dies sind im Stresstest – siehe Kapitel Emissionen – z. B. 988 MHz (Durchschnitt).

Unter diesen guten Voraussetzungen lesen sich die Scores der 3DMarks wie zu erwarten auf Augenhöhe mit anderen GTX-960M-Notebooks. Der XPS 15 i5 erfährt so gut wir keinen Nachteil, außer in den Physics-Scores. Andere 960M-Laptops werden knapp übertroffen (Zenbook Pro, MSI PE60) oder diese sind marginal besser (AS V Nitro VN7-792G, IdeaPad Y50-70). Im Großen und Ganzen können wir von einer sehr guten GTX-Leistungsentfaltung sprechen, die auf Augenhöhe mit der besten Konkurrenz liegt. Sehen das echte Games genauso? Dell Studio 1747 Akku .
Die Spiele-Tests zeigen die GTX 960M auf einem einheitlichen Level mit baugleichen Systemen. Das XPS 15 9550 i5 liegt gleichauf, das Acer AS V Nitro VN7-792G ebenfalls. Wer starke Spiele-Performance sucht, der wird hier fündig. Fast alle aktuellen Titel sollten mit maximalen Details spielbar sein, jedoch nicht in der nativen 4K-Auflösung. Hier brechen die FPS gnadenlos ein, so etwas kann nur eine GeForce GTX 980M bringen.
Die Geräuschemissionen des XPS 15 gibt es in drei Stufen: Lautlos, hoch und lärmend. Den lautlosen Leerlauf zeigt die grüne Linie in der nebenstehenden Grafik. Die Lautheit im Stresstest und bei Games (3DMark 2006) unterscheidet sich kaum, hier wird die höchste Drehzahl gefahren und das ist mit 45 dB(A) schon ordentlich laut, in Anbetracht der Leistung des Systems aber angemessen. Wir haben einmal den Cinebench-15-Loop eingeblendet, dieser ist mit 41 dB(A) erträglicher.

Das i5-Modell verhielt sich etwas anders, hier war die Last Avg. nicht ident mit der Last Max. Games sollten daher tendenziell im i5-XPS leiser laufen.

Drei Stufen meint nun nicht, dass es keine Abstufungen gibt. Gemächlich touren die beiden Lüfter herauf und herunter. Nach Last-Phasen läuft die Kühlung lange nach (33,4 dB(A)), je nach Einsatz hat der Nutzer möglicherweise einen ständig hörbaren Lüfter vor der Nase. Spulenfiepen / coil whine war keines zu vernehmen, auch nicht bei Lüfter Off.
Unser Stresstest unterscheidet sich deutlich von den obigen Cinebench-Tests bzw. GPU-Benchmarks und Games. Hier werden mittels Prime95 und Furmark CPU und GPU gleichzeitig maximal belastet, was die Thermik herausfordert. Ziel ist es zu zeigen, was unter schwersten Bedingungen passiert, mit praxisnahen Einsätzen hat das nur bedingt etwas zu tun.

Zuerst ein Blick auf die Temperaturen, hier fühlen wir uns mit 56 Grad auf der Ober- und 50 Grad auf der Unterseite unter hoher Last sehr gut aufgehoben. Die kaum vorhandene Abwärme im Leerlauf ist da gar nicht der Rede wert. Hintergrund der freundlichen Abwärme ist allerdings ein massives Throttling auf schwankende 800 MHz bis 1,6 GHz. Irritierend: Dies geschieht bei BIOS 1.1.14, vordem lag der Stress-Takt nach einer Stunde bei 2,6 GHz.
Positives gibt es vom Mikrofon zu berichten. Die Störgeräusche der i5/FHD-Version (vermutlich HDD-Rotation) sind nun verschwunden. Ganz sauber klingen die Aufnahmen zwar nicht sofort, doch mit Dells MaxxAudioPro kann sich der Nutzer einer ordentlichen Qualität nähern. Die zuerst dumpfe Aufnahme verbesserte sich übrigens mit Abschaltung der Mikro-Verbesserungen.
Bei der Energieaufnahme ab Steckdose fällt die höhere Aufnahme in den Idle-Modi auf. Unser Testmodell zieht markant mehr aus der Dose als die FHD/i5-Version und 50 % mehr als das Nitro Black Edition VN7-792G-74Q4 mit gleichen Kernkomponenten. Wie Acer das mit gleicher Skylake-Basis schafft, das können wir uns nicht erklären, die 1.920 x 1.080 Pixel können die große Differenz nicht ausmachen.
Das Testgerät ist mit dem 84-Wh-Akku gerüstet, selbiger ersetzt die 54 Wh des i5-Modells, nimmt aber den Platz der 2,5-Zoll-SATA-HDD ein. Die Laufzeiten fallen insgesamt enttäuschend aus, sie liegen in jedem Test knapp unter denen des i5-Hybrid-Modells mit 54 Wh. Die oben aufgeführte deutlich höhere Energieaufnahme lässt offensichtlich auch gar keinen anderen Schluss zu. Das günstigere Nitro Black Edition VN7-792G ist im Leerlauf deutlich sparsamer und kommt mit nur 52 Wh immerhin im WLAN-Test auf 254 Minuten (-18 %). Der Idle-Test als auch das H.264-Video-Playback zeigen konsistente Ergebnisse, weshalb wir eine fehlerhafte Messung ausschließen.

BIOS 1.1.14 hat entgegen allen Versprechungen gar nichts für die Laufzeiten bewirken können. 8:32 Stunden im Idle, 5:10 im WLAN-Test und 5:00 bei H.264-Video. Diese Laufzeiten sind sogar um weniger Minuten kürzer, was aber Messtoleranz sein kann. Interessant ist die signifikant kürzere Laufzeit unter Last von 1:14 Stunden statt der 2:05 Stunden mit BIOS 1.1.05. Die bestätigt: BIOS 1.1.14 hat Einfluss auf höhere Taktungen im Akkubetrieb.
Ein Bug jagt den nächsten? Nachdem der XPS-15-Einsteiger (FHD/i5/Hybrid) bereits die hohen Erwartungen zerschellen ließ, gingen wir vorsichtig an den teuren und großen Bruder XPS 15 mit UHD-Panel, NVMe-SSD und Core i7 heran. Wer will schon über 2K ausgeben, um sich dann mit CPU-Throttling, lahmen Laufzeiten oder gar mit PWM-Flimmern herumschlagen zu müssen. Doch nach dem vorliegenden Test-Update können wir entwarnen – zumindest teilweise. CPU und GTX 960M fahren mit voller Kraft und PWM-Flimmern gibt es keines, auch nicht in den kleinsten Helligkeitsstufen. Die Laufzeiten sind und bleiben jedoch enttäuschend, auch nach dem BIOS Update 1.1.14 (NVMe SleepBug) sind diese kürzer als beim 54-Wh-FHD-Modell.

Das sind die Scores, die wir sehen wollten. Der 6700HQ wird seinem Namen gerecht und holt in den Cinebench-Tests im Netzbetrieb sogar noch etwas mehr heraus, als es etwa bei der Aspire Nitro Black Edition der Fall ist. Unter Akkustrom rechnet der i7 ebenfalls mit Boost (3,1 GHz). Entscheidend ist das neuste BIOS, im Auslieferungszustand (BIOS Rev. 1.1.05) kränkelte das XPS 15 im Akkubetrieb mit 2,6 ‚GHz und hatte beim Übergang zum Netzbetrieb Throttling-Probleme.

Daneben verschwindet mit dem Ableben der mechanischen Festplatte auch das Störgeräusch, welches Mikrofonaufnahmen des Einsteiger-XPS-15 verunstaltete. Verunstaltet zeigt sich leider aber auch die Soft-Touch-Oberfläche der Handballenauflage. Jetzt, nach über zwei Wochen mit den beiden XPS-15, zeigte sich die ganze Pracht von nur schwer entfernbaren Schmierstellen (auch auf dem Touchpad).

Das Sharp-UHD-Panel gehört zu den besten seiner Art, was wir vor allen Dingen an der 89-%-AdobeRGB-Abdeckung und der sehr guten Kalibrierbarkeit festmachen. Den Farb-Stich bei seitlicher Betrachtung dunkler oder heller Flächen sehen wir als marginales Problem an, das zumindest den Tester nicht vom Kauf abhalten würde.

Bei den Vorteilen können wir uns dem ersten XPS-15-Test anschließen, Top-Verarbeitung gepaart mit guten Wartungsmöglichkeiten und sehr kompakten Abmessungen. Die Kühlung agiert angemessen und nach dem BIOS-Update werden auch Performance-Fans nicht mehr enttäuscht sein. Der gute Lautsprecherklang und die zukunftstauglichen Möglichkeiten des Thunderbolt-3-Anschlusses küren das Ganze.

Unterm Strich – wenn wir einmal von den anfänglichen Bugs und Verwirrungen absehen – ist das XPS 15 UHD ein tolles Arbeitsgerät, dessen Schwachstellen sich in Grenzen halten. Wer Perfektion bis ins Detail sucht, der wird bereits an der Webcam-Qualität scheitern, spätestens die Laufzeiten fegen jede Sympathie hinfort. Wem die Contra-Punkte unwichtig sind, der bekommt ein in den übrigen Aspekten sehr gutes Notebook, das mit einem Apple MB Pro Retina 15 2015 mithalten kann.

Kommende Updates: Kleine Updates, wie Bilder des Innenlebens und Infos zum Farbraumverhalten mit Dells PremierColor-Tool, werden wir in den kommenden Tagen nachreichen. Wichtige Leser-Fragen werden wir ebenfalls beantworten.
Wir hatten es im Test festgestellt, BIOS 1.1.14 hat keinen Einfluss auf höhere Laufzeiten. Jetzt ruft Dell sein – bis dato noch nicht veröffentlichtes - 1.1.14 zurück und bittet die Testredaktionen zum Aufspielen der vorherigen Version (1.1.13). Hinweis: Auch 1.1.13 ist derzeit noch unter Verschluss. Dell arbeitet mit Hochdruck an einer Veröffentlichung für seine Kunden. Wir werden die neue WiFi-Laufzeit hier nachreichen, auf eine Wiederholung der Performance-Tests (Taktung etc.) verzichten wir aber auf Grund der unausgereiften BIOS Revisionen. Dell Studio 1749 Akku .

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24/12/2015

Laptop Akku HP COMPAQ nw8240

Dells mobile Workstation Precision 5510 soll als Ableger des XPS 15 insbesondere professionelle Bedürfnisse befriedigen. Als Hauptunterscheidungsmerkmal kommt daher Nvidias Quadro M1000M zum Zug, die vor allem bei Konstruktionssoftware und zertifizierten Anwendungen ihre Stärken ausspielt. Wie gut das Precision 5510 tatsächlich zu den Profis passt, haben wir ausführlich getestet.
Dells Precision 5510 verkörpert auf den ersten Blick so ganz und gar nicht das, was man sich normalerweise unter einer mobilen Workstation vorstellt. Schlank, leicht, kompakt und dennoch leistungsstark ausgestattet, zeigt sich Dells Interpretation eines Arbeitsplatzrechners quasi als Gegenentwurf zum wuchtigen Bild der üblichen Standardmodelle. Das gelungene Konzept des Dell Precision M3800 wird hier also konsequent fortgeführt und weiter verbessert. Begünstigt wird diese Entwicklung durch die immer effizienter arbeitenden Komponenten, etwas Verzicht und generell kompakteren Bauformen.

Unser Testmodell ist mit einer Intel Xeon E3-1505M-CPU, 16 GB RAM, einer Nvidia Quadro M1000M-Grafik, einer 512-GB-SSD und einem IGZO-4k-Display ausgestattet. Der Preis für unsere Testkonfiguration beträgt derzeit etwa 3.200 Euro brutto. Im Dell Online-Shop für Unternehmenskunden sollte man immer darauf achten, dass die angezeigten Preise ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen sind. Diese wird erst später, wenn das Produkt im Warenkorb landet, hinzugerechnet.
Das Gehäuse des Dell Precision 5510 ist hervorragend verarbeitet und mit sehr wertigen Materialien bedacht worden. Aluminium und Carbon versprühen eine sehr angenehme Optik ohne auf die im Businessbereich angesagte Zurückhaltung verzichten zu müssen. Die Stabilität kann man zwar als sehr gut einstufen, erreicht aber im direkten Vergleich nicht ganz das Niveau eines MacBook Pro 15 Retina. Der Displaydeckel lässt sich etwas mehr verwinden und auch die Baseunit gibt etwas mehr nach. Wirklich entscheidend ist das aber nicht. Das Gewicht fällt mit 2,02 kg (Testgewicht) relativ niedrig aus und sorgt zusammen mit den geringen Ausmaßen für gute Transportvoraussetzungen. Auch hier kommt es auf ein paar Millimeter und ein paar Gramm mehr oder weniger nicht wirklich an. Entscheidend ist der große Unterschied zu Standard-Workstations wie HP ZBook 15, Lenovo ThinkPad W541 oder Toshiba Tecra W50. Diese sind nicht selten ein oder 2 Zentimeter dicker und um mehr als ein Kilo schwerer.
Die Schnittstellenliste des kompakten Gehäuse ist quantitativ nicht gerade üppig ausgefallen. Doch alleine der Thunderbolt-3-Anschluss verbirgt zahlreiche Talente in sich. Im Grunde handelt es sich hier um einen aufgebohrten USB 3.1 Typ-C Gen. 2-Anschluss. Mit 40 Gb/s verfügt Thunderbolt 3 über eine 4 mal so hohe Transfergeschwindigkeit wie USB 3.1 der in der höchsten Ausbaustufe Gen. 2 maximal 10 Gb/s schafft. Zusammen mit DisplayPort 1.2, 10 Gb-Ethernet, bis zu 100 Watt Stromversorgung und der Unterstützung des PCIe-Protokolls hat man hier eine mächtige Datenleitung zur Verfügung. Aufgrund dieser sehr guten Voraussetzungen scheint sich generell abzuzeichnen, dass nach und nach die bisher verwendeten proprietären Dockingports herstellerübergreifend durch Thunderbolt-3.0-Lösungen ersetzt werden. Neben dieser multitalentierten Super-Schnittstelle, verfügt das Precision 5510 noch über 2 reguläre USB 3.0-Ports, HDMI und einen flotten PCIe-Kartenleser.
Die Kommunikationsausstattung bewegt sich im üblichen Rahmen und bietet mit Dual-Band-AC-WLAN, Bluetooth 4.0 und einer 720p-Webcam die nötige Businessbasis. Eine kabelgebundene Netzwerkverbindung kann man per beiliegendem USB-Typ-C-Ethernet-Adapter herstellen, der immerhin Gbit-Netzwerke unterstützt. Dieser befindet sich beim Precision 5510 laut Datenblatt immer im Lieferumfang. Die WLAN-Verbindung hat sich gegen eine FritzBox 7490 gut geschlagen und liefert innerhalb eines Gebäudes in etwa 15 Meter Entfernung (getrennt durch zwei Innenwände) immer noch zwei Empfangsbalken. Auch die subjektive Verbindungsqualität und -stabilität haben in diesem Szenario überzeugt.
Zur Sicherung der Daten verfügt das Testgerät, neben den üblichen Passwortoptionen auf Bios- und Systemebene, über ein TPM 1.2 Modul und die Möglichkeit bei Bedarf den Computrace-Service (Datensicherheit, Geräteortung/ Wiederbeschaffung) für verschiedenene Zeiträume zu buchen. Einen Fingerabdruckscanner oder einen Smartcardreader bietet Dell für das Precision 5510 nicht an.
Dell bietet als zentrales Zubehör eine Thunderbolt-Docking-Lösung die ab 2016 verfügbar sein soll. Diese scheint die sonst üblichen proprietären Dockingstationen klassenübergreifend zu ersetzen. Hierüber kann man stationäre Peripheriegeräte inklusive 4k-Displays schnell und einfach anbinden. Zusätzlich hat man die Wahl zwischen verschiedenen Adaptern für den HDMI und die USB-Ports. Komplettiert wird das Zubehörprogramm schießlich durch Taschen, Mäuse, Tastaturen, Displays, Laufwerke und vieles mehr.

Natürlich kann man auch Universal-Zubehör der Dritthersteller verwenden, was preislich manchmal Vorteile bietet. Jedoch bekommt man nicht immer den vollen Funktionsumfang geboten. Apples Multi-AV-Adapter wird zum Beispiel als USB-Adapter erkannt und stellt dadurch einen zusätzlichen USB-Port bereit. Der HDMI-Anschluss bleibt dagegen ohne Funktion und kann nicht angesprochen werden.
Im Dell Precision 5510 Owners Manual wird wie bei Dell üblich haarklein beschrieben, wie man an welche Komponente gelangt, sie austauscht oder aufrüstet. Leider ist das Manual derzeit noch nicht gänzlich auf das Precision 5510 angepasst, sondern entspricht dem des Dell XPS 15. Da XPS wie Precision über keine separate Wartungsklappen verfügen, muss man die gesamte Bodenplatte abnehmen, um an die Komponenten zu gelangen. Ist dies erledigt hat man guten Zugriff auf die jeweilige Hardwareausstattung.Akku HP 593576-001 .

Beachten sollte man bei der Ausstattung/ Aufrüstung/ Bestellung noch die eine oder andere gerätespezifische Besonderheit. Nur mit dem kleinen 56-Wh-Akku kann man eine M.2 PCIe-SSD mit einem weiteren 2,5-Zoll-Laufwerk kombinieren. Und umgekehrt kann man den großen 81-Wh-Akku nur mit einer M.2 PCIe-SSD auswählen. Für alle drei Optionen fehlt unter dem Strich einfach der Platz.
Das Dell Precision 5510 verfügt über 12 Monate Pro-Support (inklusive Remote-Überwachung des PCs) und Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag, der ohne Aufpreis im Produktkonfigurator in 3 Jahre Basis-Support am nächsten Arbeitstag umgewandelt werden kann. Eine Erweiterung des Basis-Supports auf 5 Jahre kostet zum Beispiel 153 Euro netto und inklusive Pro-Support sind 458 Euro netto fällig.
Die Tastatur verfügt über normal große Tasten im 19-mm-Raster, hat einen leisen Anschlag, kann aber aufgrund der flachen Bauweise lediglich einen kurzen Hub aufweisen. Dennoch stufen wir die Eingabe als vielschreibertauglich ein, da hier nichts klappert, wippt oder sonst wie nachgibt. Die deutsche Tastatur-Ausführung ist mit einem Standardlayout wie beim Dell XPS 15 versehen. Unser Testgerät ist dagegen mit einer Querty-Tastatur ausgestattet und weicht daher entsprechend deutlich vom gewohnten Erscheinungbild der Tastenbelegung ab. Zahlenjongleure werden wahrscheinlich einen separaten Nummernblock vermissen. Diesen gibt es beim Precision 5510 jedoch auch nicht gegen Aufpreis.

Das Touchpad lässt sich sehr gut bedienen und bietet die üblichen Einstelloptionen. Zweifingertipp, Multitouch-Zoom, -Drehen usw. können hier den eigenen Wünschen nach ausgewählt oder deaktiviert werden. Die Reaktions- und Gleifähigkeit der Glasoberfläche ist sehr gut und bietet keinerlei Anlass für negative Kritik.
Der Multitouchscreen ist eine gewöhnungsbedürftige aber nach einiger Zeit sehr willkommene zusätzliche Eingabemethode. Da unser Testsystem noch mit Windows 7 ausgestattet ist, kann das eigentliche Potential nicht wirklich ausgeschöpft werden. Auch mit der maximalen Vergrößerung der Darstellung werden Icons, Symbole und Eingabefelder immer noch sehr klein dargestellt. Erst eine Reduzierung der Auflösung kann hier helfen. Zudem skalieren unter Windows 7 noch recht viele Programme nur unzureichend, was die Bedienung ebenfalls erschwert. Ansonsten reagiert der Touchscreen sehr gut und arbeitet auch in den Randbereichen sehr zuverlässig. Zusammen mit Windows 10 dürfte sich der Funktionsumfang und der Eingabekomfort noch mal deutlich verbessern.
Das Dell Precision 5510 wird mit einem FullHD-IPS-Display oder alternativ mit einem IGZO-4k-Panel angeboten. Letzteres kostet etwa 245 Euro (netto) Aufpreis, ist mit einer glänzenden Multitouchoberfläche versehen und bietet einen besonders großen Farbumfang. Die FullHD-Variante hatten wir schon beim Dell XPS 15 im Test, wo es ordentliche Ergebnisse erzielen konnte.

Unser Dell Precision 5510 ist mit dem hochauflösenden UHD-Bildschirm ausgestattet. Hier gefallen vor allem die Fingerbedienung, die sehr hohe Pixeldichte von 282 ppi, die zu einer sehr scharfen und feinen Darstellung führt, und der extrem hohe Farbraum. Aufgrund der Multitouchoberfläche mit Corning Gorilla Glas NBT kommt im Gegensatz zum FullHD-Display eine spiegelnde Oberfläche zum Einsatz. Dell verzichtet hier auf eine Entspiegelungsschicht, wie man sie zum Beispiel bei den aktuellen Retina MacBooks vorfindet. Dadurch tritt der Spiegeleffekt etwas stärker auf, als bei Modellen die über eine entsprechende Beschichtung verfügen.

Bei unseren Helligkeitsmessungen erzielt das IGZO-Display maximal 391 cd/m² in der Bildmitte. Zu den Rändern fällt diese etwas ab und erreicht in der linken unteren Ecke nur noch 339 cd/m². Insgesamt liegt die Ausleuchtung bei guten 87 Prozent. Großflächige Wolkenbildungen oder auffällige Lichthöfe sind auch bei einfarbigen Bildinhalten nicht auszumachen. Die minimale Helligkeit beträgt 45 cd/m² (Stufe 1), was manchen Anwendern in dunklen Arbeitsumgebungen schon zu hell sein könnte. In Stufe 4 haben wir 153 cd/m² gemessen, die wir auch für unsere Praxistests im Bereich der Akkulaufzeiten verwenden.
Über alle Helligkeitsstufen hinweg können wir kein Flimmern feststellen. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Displays beträgt beim kombinierten Schwarz-Weiß-Wechsel 34 ms und beim kombinierten Grau-Wechsel 56 ms. Für Gamer schneller Spiele ist das nicht ideal, alle anderen sollten keine Einschränkungen befürchten müssen. Der Kontrast beträgt gute 987:1 und sorgt für ein sattes Schwarz. Die Farbraumabdeckung ist beim 4k-Display besonders hoch und deckt den sRGB-Farbraum vollständig ab. Selbst der AdobeRGB-Farbraum wird noch zu über 88 Prozent wiedergegeben. Beide Werte sind hervorragend.
Hinsichtlich der Farbgenauigkeit enttäuscht Dells Premier Color Tool. Eigentlich soll man hierüber z.B. den sRGB-Farbraum per Click komfortabel auswählen können. Wie unsere Messungen zeigen sollte man sich darauf aber nicht verlassen. Das maximale DeltaE 2000 von 7,7 ist zwar im Vergleich zu den sonst von uns getesteten Bildschirmen gut, reicht aber nicht für ein farbtreues Arbeiten im professionellen Bereich. Nach der obligatorischen Profilierung (sRGB) überzeugt das Display mit Spitzenwerten und farbtreuer Darstellung. Das maximale DeltaE 2000 (also die Abweichung zum Ideal) beträgt nun nur noch 1,01 und liegt damit weit unter der Grenze von 3. Ebenfalls nahe an der Perfektion bewegen sich die RGB-Balance und die Gammakurve.
Die Blickwinkelstabilität des IGZO-Panels fällt sehr gut aus. Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe verändern sich kaum und sorgen für eine gleichmäßige Darstellung. Lediglich aus weiten diagonalen Winkeln ist ein leichter Rotstich zu erkennen.
Dell bietet erfreulicher Weise gute Möglichkeiten sein Precision 5510 nach den persönlichen Bedürfnissen zusammenzustellen. Mit 3 verschiedenen Prozessoren, 2 Displays und etlichen Massenspeicheroptionen ist die Auswahl für ein Slimline-Notebook recht groß. Keine Wahl hat man hingegen bei der Grafikeinheit, die immer aus einem Optimus-Verbund mit Intel P530 und Nvidia Quadro M1000M besteht. Auch die RAM-Ausstattung bietet mit derzeit maximal 16 GB kaum Entscheidungsspielraum. Unser Testgerät ist mit einer Intel Xeon E3-1505-CPU, 16 GB DDR4-RAM, einer 512 GB SSD und dem Ultra-HD IGZO-Touch-Display ausgestattet. Der Preis für diese Ausstattungsvariante beträgt derzeit rund 3.200 Euro in Dells Online-Shop.
Mit dem letzten Prozessor-Generationswechsel (hin zu Skylake) bei Intel haben erstmals auch mobile Xeon-Prozessoren Einzug ins umfangreiche Portfolio gehalten. Neben einer hohen Leistungsfähigkeit ist das Hauptargument sich für einen solchen Prozessor zu entscheiden die Möglichkeit ECC-Arbeitsspeicher einsetzen zu können.

Dieser ist vor allem dann von Nutzen, wenn das System besonders intensiv mit viel Arbeitsspeicher agiert, Berechnungen im Akkord anliegen und es auf eine möglichst hohe Fehlervermeidung ankommt. Fehlerhafte Daten und Berechnungen wiederum können zu Abstürzen führen und somit den Workflow erheblich beeinträchtigen. Neben Servern sind daher vor allem Workstations die z.B. in den Bereichen Konstruktion, Design, Wissenschaft oder zur Finanz-Analyse eingesetzt werden typische Systeme in denen ECC-Speicher Sinn macht.

Leider scheint Dell für die Precisions 5510 kein ECC-RAM vorzusehen, womit ein Argument für den Intel Xeon E3-1505 in unserem Testgerät wegbricht. Mit einem Aufpreis von etwa 100 Euro zum Intel Core i7-6820HQ bleibt als Unterscheidungsmerkmal daher nur noch ein nominell 100 MHz höherer Takt übrig. Ansonsten bietet die 45-Watt-CPU Hyperthreading mit bis zu 8 Threads und einen Turbo-Boost, der den Prozessor vom Basistakt von 2,8 GHz auf bis zu 3,7 GHz bei Single-Thread-Anwendungen beschleunigen soll.Akku HP 580029-001 .

Bei unseren Prozessorbenchmarks erreicht der mobile Xeon insgesamt sehr gute Ergebnisse. Beim Cinebench R11.5 werden 1,6 Punkte (Single-Thread) und 7,93 Punkte (Multi-Thread) erzielt. Den versprochenen Maximaltakt von 3,7 GHz haben unsere Tools jedoch weder bei verschiedenen Benchmarktests (SuperPi, Cinebench) noch bei Praxisaufgaben (iTunes Audio-Konvertierung) angezeigt. Bei 3,5 GHz war in jedem Fall Schluss. Umfangreiche CPU-Vergleiche kann man mit Hilfe unserer CPU Benchmarkliste durchführen.

Mit einer deutlichen Taktreduzierung unter den Basistakt muss man beim Testgerät dann rechnen, wenn Prozessor und Grafikeinheit gleichzeitig ihre maximale Leistung abverlangt wird. Wir simulieren das mit den Tools Prime95 und Furmark. In diesem Worst-Case-Szenario erreicht der CPU-Takt in Stufen bereits nach 7 Minuten 2,4 GHz. Diese Taktung wird dann aber dauerhaft gehalten und nicht weiter reduziert. Im praxisnäheren Lastbetrieb, den wir mit dem SPECviewperf 12 Benchmark in mehreren Durchläufen simuliert haben, bewegt sich der CPU-Takt dauerhaft zwischen 3,2 GHz und 3,4 GHz. Die kurzen Zwischenzeiten zum Laden der Viewsets und die nicht 100-prozentige Auslastung des Systems reichen also bereits aus, um höhere Taktraten im Dauerbetrieb zu erzielen.

Im Akkubetrieb rechnet das System generell nicht schneller, als mit 1,6 GHz. Selbst nach dem Anschließen des Netzteils verharrt dieser Zustand, sodass meist nur ein Neustart sicher Abhilfe schafft. Ein Bios-Update, wie bereits für das XPS 15 erhältlich, könnte hier für Besserung sorgen. Beim Cinebench R11.5 (Multi-Thread) werden im Akkubetrieb deshalb nur noch 2,92 anstatt der sonst möglichen 7,93 Punkte erreicht.
Die recht ausgewogene Komponentenauswahl des Testgeräts sorgt für sehr gute Ergebnisse bei den Systemleistungs-Benchmarks. Beim PCMark 8 Creative erreicht unser Precision zum Beispiel 4429 Punkte und beim Work-Test 5100 Punkte. Weitere Verbesserungen könnte man in unserem Fall lediglich durch einen schnelleren Massenspeicher erzielen. Hinsichtlich CPU, GPU und RAM haben wir bereits die Möglichkeiten des Precision 5510 ausgeschöpft.

Mit dem Dell Precision Optimizer bietet Dell ein Tool, das je nach Anwendung gezielt optimierte Hardware-Konfigurationen lädt und somit die für jede Software optimale Einstellung automatisiert bereitstellt. Das geht soweit, dass selbst BIOS-Funktionen über das jeweilige Profil geändert werden können. Darüber hinaus bietet das Werkzeug Möglichkeiten zur Clientbetreuung, zur Systemwartung, für Analysezwecke und zur Problemberichterstellung. Im unternehmerischen Umfeld mit verschiedenartig genutzten Programmen und vielfältiger Gerätelandschaft könnten die gebotenen Eigenschaften eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeuten.

Hinsichtlich der möglichen Latenzen im Zusammenspiel mit externen Audiogeräten, ist unser Testgerät nicht optimal aufgestellt. Erst nach Deaktivierung des WLANs können die Latenzen auf ein ausreichendes Maß reduziert werden. Wer hier besonders hohe Ansprüche hat, wird sich auf eine tiefergehende Fehlersuche begeben müssen.

Der Integrierte Realtek PCIe Gen.2 Kartenleser erzielt mit unserer Toshiba Exceria Pro UHS-II Speicherkarte (64 GB) eine maximale sequentielle Leseleistung von 192 MB/s. Der Transfer von 10 MB großen Bilddateien gelingt mit einer mittleren Geschwindigkeit von 147 MB/s. Per USB 3.0 arbeitet eine Samsung T1 SSD (256 GB) bis zu 396 MB/s schnell. Den USB 3.1 Typ-C Gen.2 konnten wir mangels leistungsstarkem Laufwerk nicht testen.
Das Solid State Drive im 2,5-Zoll-Formfaktor bietet recht gute Leistungsdaten fällt aber deutlich hinter den Alternativen im M.2 Format mit PCIe-Anbindung zurück. Auf die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit hat das jedoch kaum Auswirkungen. Programme öffnen fix, Daten werden schnell übertragen und selbst große Bilddateien sind ruck zuck verfügbar. Mit einer Kapazität von 512 GB (brutto) verfügt das Testgerät über relativ viel Speicherplatz, der für viele Anwendungsbereiche eine gute Basis darstellt. Intern könnte man den Speicherplatz durch ein Laufwerk im M.2 Format oder durch ein noch kapazitätsstärkeres 2,5-Zoll-Laufwerk erweitern. Auch RAID-Systeme sind laut Bios und Owners Manual möglich. Umfangreiche Massenspeichervergleiche kann man mit Hilfe unserer HDD/ SSD-Benchmarkliste durchführen.
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum Dell XPS 15 stellt die im Precision 5510 verbaute Grafikeinheit dar. Nvidias Quadro M1000M ist eine der neuen professionellen Grafikchips auf Maxwell-Basis, die im Vergleich zur lange eingesetzten Vorgängergeneration auf Kepler-Basis, nun einen gehörigen Leistungszuwachs bei verbesserter Effizienz verspricht. Für weniger leistungsfordernde Aufgaben kann man auch beim Precision 5510 dank Nvidia Optimus-Verbund auf die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics P530 GPU zurückgreifen.

Von den bekannten Consumer-Grafikchips der Geforce-Serie unterscheidet sich die professionell ausgerichtete Quadro-Serie vor allem durch ein modifiziertes Bios, spezielle Treiber und eine insgesamt auf Stabilität getrimmte Konfiguration. Wichtig sind im unternehmerischen Bereich auch die umfangreichen Softwarezertifizierungen, die ein problemloses Zusammenspiel zwischen Hard- und Software garantieren. Leistungsmäßig kommen die Spezialtreiber vor allem bei OpenGL optimierter Software zur Geltung. Hier können bereits Berechnungsarten zum Einsatz kommen, die noch nicht zum offiziellen OpenGL-Standard gehören und damit einen gehörigen Leistungszuwachs generieren. Technisch basiert die Quadro M1000M auf dem GM107-Grafikchip, bietet 512 Shadereinheiten, 2 GB GDDR5-grafikspeicher und einen 128 bit breiten Speicherbus. Im Test hat sich der reguläre Maximaltakt von 993 MHz regelmäßig und teils dauerhaft auf 1.124 MHz erhöht. Im Vergleich zu den bekannteren Geforce-Chips ordnet sich die Quadro M1000M zwischen der Nvidia Geforce GTX 950M und der GTX 960M ein.

Wir testen den professionellen Bereich mit den SPECviewperf-Benchmarks, die im Wesentlichen die Bereiche CAD, CAM, Geologie und ein medizinisches MRT abhandeln. Die Ergebnisse dieser Tests zeigen wie groß der Leistungszuwachs gegenüber den Vorgänger-Quadros, aber auch gegenüber der FirePro M5100 von AMD ausfällt. In allen Bereichen können die Vorgängermodelle teils deutlich geschlagen werden. Selbst Teiltests in denen traditionell Lösungen von AMD deutlich besser abschneiden, gehen nun an die Nvidia Quadro M1000M. Im Vergleich zum direkten Vorgänger Nvidia Quadro K1100M, der noch im Dell Precision M3800 verbaut wird, können die Frameraten fast überall verdoppelt werden.
Über die freie Programmierschnittstelle OpenCL können aufwendige Berechnungen von der CPU auf die GPU ausgelagert werden. Das sorgt für eine Entlastung des Gesamtsystems und fürhrt in der Regel gleichzeitig zu schnelleren Ergebnissen. In der Praxis kommt OpenCL vor allem bei Aufgaben wie Verschlüsselung, Konvertierungen, Bild- und Videobearbeitung oder der Finanzanalyse zum Einsatz. Wir testen mit Luxmark 2.0 (Raytracing) und SiSoft Sandra 16 (GPGPU). In diesem Bereich kann die neue Maxwell-Generation vor allem beim Raytracing einen enormen Leistungszuwachs verbuchen. Selbst die ehemals dominanten FirePros können hier deutlich abgehangen werden. In den Bereichen Kryptographie, Finanzanalyse und Bildbearbeitung haben wir noch kaum Testergebnisse vorliegen, aber auch hier kann die aktuelle Maxwell-Generation sehr gute Ergebnisse einfahren.
Im DirectX-Bereich kommt es im Gegensatz zur OpenGL optimierten Software vor allem auf die reine Hardwareleistung an. Bei den bekannten 3DMarks werden zum Beispiel 3517 Punkte bei der GPU-Wertung des Fire Strike-Tests und 23777 Punkte beim Cloud Gate erzielt. Das reicht um sich etwas vor der Nvidia Geforce GTX 950M einzuordnen. Beim Unigine Heaven 3.0 DX11-Benchmark erzielt der Grafikchip 44,9 fps und beim Valley-1.0-Test 18,7 fps. Im Vergleich zu den unter sonst gleichen Bedingungen durchgeführten OpenGL-Durchläufen (keine Optimierungen) können jeweils einige Frames mehr erreicht werden. Umfangreiche Grafikchip-Vergleiche kann man mit Hilfe unserer GPU-Benchmarkliste durchführen.Akku HP Mini 210 .
Auch wenn das Spielen von der Ausrichtung her eher weniger mit einer Arbeitsmaschine in Verbindung gebracht wird, so liefert es doch gute Rückschlüsse auf die zu erwartende Grafikleistung im Direct3D-Bereich. Zudem werden viele Geräte heutzutage nicht nur rein beruflich, sondern hin und wieder auch mal privat genutzt. Einen Blick in die Spielewelt wollen wir daher interessierten Anwendern nicht verwehren.

Die Spieleleistung bewegt sich ähnlich wie bei den DX11-Benchmarks zwischen einer Nvidia Geforce GTX 950 und einer Nvidia Geforce GTX 960. Somit liefert die Nvidia Quadro M1000M auch für das viel zitierte Spielchen zwischendurch ausreichend Grafikpower. Lediglich bei leistungsfordernden aktuellen Titeln geht dem Chip ab unseren hohen Einstellungen die Luft aus. In nativer 4k-Auflösung kann man hingegen meist nur mit minimalen und manchmal mit mittleren Qualitätseinstellungen spielen. Umfangreiche Vergleiche kann man auch mit unserer GPU-Spielebenchmarkliste durchführen.

Dells Precision 5510 ist trotz geringer Ausmaße und leistungstarker Bestückung ein grundsätzlich leiser Vertreter der Zunft. Bei wenig Beanspruchung und auch bei kurzen Lastphasen bleibt unser Testgerät nahezu lautlos. Erst wenn mehr als ein bis zwei Minuten lang mittlere Last anliegt, drehen die Lüfter auf und sorgen für einen Schalldruckpegel von 42 dB(A). Aufgrund der sonoren und gleichbleibenden Lüfterfrequenz ist diese Betriebslautstärke noch gut zu ertragen. Unter Volllast erhöht sich der Kühlbedarf nochmals und der Schalldruckpegel erreicht 46,78 dB(A). Das kann auf Dauer schon störend werden, ist aufgrund der zurückhaltenden Geräuschcharakteristik aber besser zu ertragen, als bei manchem Konkurrenten mit hochfrequenten Lüfter- oder Elektronikgeräuschen.
Die Temperaturentwicklung des Dell Precision 5510 ist als insgesamt gering einzustufen. Selbst nach zwei Stunden Volllast mit Furmark und Prime95 steigen die Oberflächentemperaturen nicht über die 47 °C-Grenze hinaus. Lediglich ein Einsatz auf dem Schoß ist bei dieser Auslastung für die Oberschenkel etwas unangenehm. Ansonsten bleibt vor allem die Handballenablage mit um die 30 °C sehr kühl. Bei wenig Beanspruchung, auch über einen langen Zeitraum von mehr als 2 Stunden stagnieren die Oberflächentemperaturen bei maximal 31,9 °C am Unterboden.
Die Soundausgabe zeigt sich trotz der Multimediaanleihen die unser Testgerät von der XPS-Serie vererbt bekommen hat etwas mager. Zwar wird eine hohe und verzerrungsfreie Maximallautstärke von 84 dB(A) (Pink Noise) erreicht, dennoch fehlt hier ein Subwoofer, der die tiefen Bereiche abdeckt. Unter dem Strich bekommt man viele Höhen, ausreichend Mitten aber wenig Bässe geliefert. Für die üblichen Business-Aufgaben wie Präsentationen oder Videochats hat man eine gute Lautsprecherleistung zur Verfügung. Für Multimedia-Einsätze wie Spiele oder Filmvorführungen greift man hingegen besser zum Kopfhörer oder einem externen Boxensystem.

Dell kombiniert nach wie vor beim Precision den Kopfhörerausgang mit dem Mikrofoneingang. Headsets mit getrennten Anschlüssen erfordern also entweder einen Adapter oder müssen ersetzt werden. Das interne Mikrofon hat bei unserem Testgerät keine Probleme bereitet.
Die minimale Leistungsaufnahme unserer Testkonfiguration beträgt 8,6 Watt (Energiesparmodus, Intel HD Graphics, Funk aus, minimale Displayhelligkeit) mit eingeschaltetem Display. Schaltet man dieses aus, so verringert sich der Stromverbrauch deutlich auf 4,26 Watt. Ein Großteil der Leistungsaufnahme geht also auf das Konto des IGZO-Panels. Mit maximaler Displayhelligkeit erhöht sich der Energiebedarf bei sonst gleichen Einstellungen schon auf 16 Watt. Mit einem Blick auf den Test des Dell XPS 15 mit FullHD-Display wird deutlich, dass diese Komponente einen nicht unerheblichen Anteil am Stromverbrauch des Gesamtsystems trägt.

Im Maximum messen wir direkt zu Beginn unseres Stresstests für wenige Sekunden eine Leistungsaufnahme von 131,8 Watt. Das liegt zwar nur minimal über der Nennleistung des Netzteils (130 Watt) zeigt aber dennoch, dass Dell hier im Zusammenspiel mit der Xeon-CPU etwas knapp kalkuliert hat. Da der Prozessor aus thermischen Gründen unter Volllast seinen Takt verringert, bleibt letztlich jedoch keine Zeit bis ein Netzteilthrottling einsetzt.
Da unser Testgerät mit einem 2,5-Zoll-Laufwerk bestückt ist, bleibt nur Platz für den kleineren 54-Wh-Akku. Den größeren 81-Wh-Akku erhält man deshalb nur im Zusammenspiel mit einem Massenspeicher im M.2-Format. Ansonsten bietet Dell noch einen externen Akku an (Dell Power Companion, 451-BBMV, ca. 190 Euro, 417 g), mit dem sich das Notebook als auch externe USB-Geräte laden lassen.

Für unsere Testkonfiguration reichen die 54 Wh aus, um praxisgerechte Laufzeiten von grob drei bis viereinhalb Stunden erzielen zu können. Dann muss man allerdings im ausgeglichenen Profil mit integrierter Intel HD Graphics P530 und Helligkeitsstufe 4 (153 cd/m²) arbeiten. Beim Battery Eater Classic Test (Höchstleistungsprofil, Nvidia Quadro M1000M, Funk an, maximale Displayhelligkeit) scheint das System nicht richtig ausgelastet zu werden. Hier haben wir eine erstaunlich gute Laufzeit von knapp 2 Stunden erzielt. Lassen wir stattdessen den SPECviewperf 12-Benchmark in Schleife laufen, reicht der Akku gerade mal für 65 Minuten.

Generell muss man im Akkubetrieb mit einer Taktreduzierung rechnen, die bei 1,6 GHz verharrt. Käme hier die volle Leistungsfähigkeit zum Zuge, wäre der Akku bereits nach weniger als einer halben Stunde leer gesaugt. Der Akkuhaltbarkeit kommt das somit zugute, da ein zu schnelles Entladen zu Überhitzungen und damit zu einer frühzeitigen Alterung führt.
Dell hat mit dem Precision 5510 ein extrem begehrenswertes Arbeitsgerät geschaffen. Neben optischen Reizen, die vor allem durch den schlanken Formfaktor und die wertigen Materialien, hervorgerufen werden, überzeugen auch Verarbeitungsqualität und Gehäusestabilität auf hohem Niveau.

Die Leistungsfähigkeit der Testkonfiguration fällt insgesamt sehr gut aus, auch wenn man unter Extrembedingungen im Gegensatz zu vielen Vergleichsgeräten, mit einer Leistungseinbuße rechnen muss. In praxisnäheren Szenarien haben wir hingegen auch nach längerer Belastung keinen Leistungsverlust feststellen können.

Ein wesentliches Highlight des Dell Precision 5510 ist zweifelsfrei das extrem gelungene UHD-IGZO-Display. Es überzeugt mit großem Farbraum, gutem Kontrast, guter Helligkeit und nach der Profilierung mit hervorragender Farbgenauigkeit. Einziger Nachteil ist der relativ hohe Stromverbrauch, der für die eher durchschnittlichen Akkulaufzeiten nicht unwesentlich mitverantwortlich ist.

Dennoch lassen sich mit praxisgerechten Einstellungen je nach Szenario zwischen drei und viereinhalb Stunden Akkulaufzeit erreichen. Zusammen mit dem relativ geringen Testgewicht von 2,02 kg hat man damit vor allem im Klassenvergleich überdurchschnittlich gute Mobilitätsvoraussetzungen zur Verfügung.

Die Schnittstellenausstattung ist für eine mobile Workstation zwar nicht optimal, beinhaltet mit Thunderbolt 3 aber eine multifunktionale Anschlussmöglichkeit. Diese deckt gleich mehrere wichtige Übertragungsstandards ab und kann dadurch ohne weiteres proprietäre Dockingports ersetzen.

Verzichten muss man hingegen auf so manches Business-Feature, das man bei diesem XPS 15-Ableger nicht geboten bekommt. Fingerabdruckscanner und Smartcardreader gehören genauso wenig dazu wie ein dedizierter DisplayPort oder ein mobiles Breitbandmodul. Akku HP COMPAQ nw8240 .

Für den recht happigen Preis von etwa 3.200 Euro (Testkonfiguration) bekommt man unter dem Strich eine vielseitig einsetzbare und optisch sehr gelungene mobile Workstation geboten. Ob es letztlich das passende Arbeitsgerät ist, entscheiden meist die persönlichen Bedürfnisse, Ansprüche und Vorlieben.

05/12/2015

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Das Yoga 3 14 erhält einen neuen Namen und gleichzeitig frische Komponenten. Was gibt es sonst noch Neues bei diesem Skylake-Refresh?
Kurz nach dem Test des Yoga 900 im 13-Zoll-Format schauen wir uns nun das Modell mit der Bezeichnung Yoga 700 an. Diese größere und günstigere Version des Yoga 900 verwendet die bekannten 360-Grad Gelenke und einen Skylake Prozessor für einen geringeren Stromverbrauch und verbesserte Grafikleistung. Da es sich um ein Update des Yoga 3 14 aus dem Jahr 2014 handelt, lohnt sich auch ein Blick in unsere vorherigen Testberichte.

Im Vergleich zu den 13,3-Zoll-Convertibles sind Modelle mit 14-Zoll-Bildschirmen deutlich seltener. Vergleichsgeräte für das Yoga 700 sind beispielsweise Convertibles wie das Acer Aspire R14 und das Sony Vaio Flip 14A.
Ein Blick auf das Gehäuse des Yoga 700 zeigt sofort die Verwandtschaft zum Yoga 3 14, inklusive der Konstruktion, den Materialien aus Kunststoff und gebürsteten Oberflächen sowie der Größe. Daher liegt auch die Qualität auf dem Niveau des alten Yoga 3 14 aus dem Jahr 2014, inklusive der bekannten Vor- und Nachteile. Insgesamt ist die Verarbeitung gut, aber es gibt auch einige Schwachpunkte. Druck auf die Mitte des Deckels führt zu einer leichten Verformung und Wellenbildung auf dem Bildschirm. Des Weiteren können es die Baseunit und der Deckel nicht mit der Stabilität der ThinkPad T-Modelle aufnehmen. Für ein Consumer-Gerät ist die gebotene Leistung aber dennoch sehr ordentlich und es gibt keine ernsthaften Probleme.

Im Vergleich zum höherwertigen 13 Zoll großen Yoga 900 ist das Gehäuse des Yoga 700 etwas runder und dicker, zudem fehlt die gummierte Handballenauflage. Aufgrund des fehlenden Watchband-Gelenks ist das Design zudem weniger auffällig und bodenständiger. Funktional stehen die Gelenke des Yoga 700 dem teureren Yoga 900 in nichts nach, allerdings lassen sie etwas mehr Nachwippen zu. An den Ecken und Kanten gibt es nach wie vor die Gummipuffer, um das Handling im Tent- und Tablet-Modus zu verbessern.
Mit beinahe 1,5 kg ist das Yoga 700 als Tablet nicht wirklich komfortabel. Das HP Spectre x360 ist vergleichbar schwer, während das Yoga 900 mehr als 200 Gramm weniger auf die Waage bringt. Letzteres hat damit einen spürbaren Vorteil im Tablet-Betrieb.
Bei den Anschlüssen und deren Platzierung hat sich gegenüber dem Yoga 3 14 nichts geändert. Neben dem kombinierten Netzteil-/USB-2.0-Anschluss gibt es weiterhin einen Micro-HDMI-Ausgang. Das Yoga 900 hatte den Micro-HDMI-Ausgang noch gegen einen vielseitigeren USB-C-Stecker ausgetauscht. Uns wäre jedoch ein vollwertiger HDMI-Anschluss oder zumindest ein Mini-DisplayPort lieber gewesen. Nichtsdestotrotz gefällt uns die Taste für die Rotationssperre, denn so muss man die Einstellung nicht umständlich in der Software vornehmen.
Laut Lenovo verwenden alle Modelle des Yoga 700 eine "non-Intel" WLAN-Karte. Ein genauerer Blick auf das Mainboard zeigt jedoch, dass unser Testgerät mit einem austauschbaren Intel Wireless-AC 3165 (1x1) M.2-Modul ausgestattet ist. Diese günstige Karte erreicht theoretische Transferraten von bis zu 433 Mbit/s und unterstützt zudem Bluetooth 4.2 sowie Wireless Display (WiDi). Während unseres Tests konnten wir in dieser Hinsicht keine Auffälligkeiten feststellen.

Zusätzliche Kommunikationsmodule wie WWAN oder GPS sind für das Yoga 700 nicht erhältlich.Der Lieferumfang des Yoga 700 ist eher spärlich. Optional stehen jedoch viele Artikel zur Verfügung, angefangen bei Bluetooth-Mäusen bis hin zu Schutzhüllen, die speziell für das Yoga 700 bzw. Yoga 3 14 entworfen wurden.

Der Zugang zu den Komponenten gestaltet sich recht einfach, nachdem die Torx-Schrauben auf der Unterseite entfernt wurden. Die Aufrüstbarkeit beschränkt sich jedoch auf einen einzelnen RAM-Steckplatz (SODIMM) und einen 2,5-Zoll-SATA-Steckplatz. Ersatzakku Asus AP21-T91 .

Standardmäßig liegt der Garantiezeitraum bei einem Jahr. Lenovo bietet in diesem Bereich aber sehr umfangreiche Services, wenn man den Umfang und die Dauer der Garantie erweitern möchte.
Weder bei der Tastatur noch dem Touchpad gibt es Änderungen gegenüber dem Yoga 3 14. Die Größe ist mit 27,75 x 10 cm ausreichend und identisch zum Yoga 900, aber leider können wir denselben begrenzten Hub und das schwammige Feedback wie beim Yoga 3 14 feststellen. Zur Mitte hin lässt sich die Eingabe zudem etwas eindrücken und sie kann mit den hochwertigen Tastaturen der ThinkPads einfach nicht mithalten. Schlecht ist die Eingabe auf keinen Fall, aber wir hoffen, dass Lenovo den zukünftigen Modellen zumindest etwas mehr Hubweg spendiert.

Die Tastatur verfügt zudem über eine einstufige Hintergrundbeleuchtung, während man diese beim Yoga 900 noch in zwei Stufen regeln konnte. Die Tasten und auch das Touchpad werden automatisch deaktiviert, wenn der Öffnungswinkel des Displays 190 Grad überschreitet. Im Gegensatz zu den Lenovo ThinkPad Yoga Modellen werden die Tasten aber nicht automatisch abgesenkt (Lift & Lock).
Mit 10,5 x 7 cm ist das Touchpad des Testgerätes, welches erneut als Clickpad mit integrierten Tasten ausgeführt ist, etwas größer als noch beim Yoga 900. Allerdings kommt diesmal kein Mausersatz von Synaptics, sondern von Elan zum Einsatz und auch die leicht gummierte Oberfläche fehlt dem Kunststoff-Pad. Scrolling und einfache Bewegungen stellen kein Problem dar, Pinch-to-Zoom ist jedoch etwas träge und funktioniert auf dem Touchscreen deutlich besser.

Die integrierten Maustasten haben einen kurzen Hub und produzieren einen weichen und hörbaren Klick mit einem etwas schwammigen Feedback. Es ist beispielsweise möglich, das Touchpad herunterzudrücken, ohne dabei einen Klick auszulösen. Letzterer benötigt im Vergleich zum Yoga 900 auch überdurchschnittlich viel Kraft, was letztlich etwas unangenehmer ist.
Der spiegelnde 14 Zoll große kapazitive Touchscreen ist nur mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln erhältlich. Im Gegensatz zum teureren Yoga 900 zeigt die Subpixel-Anordnung des Yoga 700 die übliche RGB-Matrix ohne einen zusätzlichen weißen Pixel. Das Panel mit der Bezeichnung Chi Mei CMN14B6 ist bisher noch nicht in unserer Datenbank aufgeführt.

Die Helligkeit hat sich gegenüber dem Yoga 3 14 nicht verbessert. Mit durchschnittlich 210 cd/m² fällt das Gerät von Lenovo hinter die meisten Ultrabooks zurück. Das Ergebnis wird durch den hohen Kontrast von beinahe 1.000:1 wieder etwas ausgeglichen; der Vorgänger hat in dieser Disziplin schlechter abgeschnitten.

Subjektiv können wir keine großen Probleme bei der Benutzung des Displays feststellen. Texte und Bilder sind scharf und nur in der unteren Ecke des Bildschirms bemerken wir ganz leichtes Screen-Bleeding. Aufgrund der deutlich höheren Pixeldichte fällt die Schärfe beim Yoga 900 aber noch besser aus (157 vs. 276 PPI).
Mit nur 36 Prozent des AdobeRGB- bzw. 61 Prozent des sRGB-Standards liegt die Farbraumabdeckung auf einem normalen Niveau für ein Mainstream-Gerät. Teurere Geräte oder auch einige Business-Notebooks wie das Dell Latitude E7450 oder das Lenovo ThinkPad T450s können tiefere und genauere Farben darstellen als unser Yoga 700.
Die weiteren Messungen mit einem X-Rite Spektralfotometer zeigen eine durchschnittliche Leistung bei den Graustufen, aber hohe Farbabweichungen bei Blau und Magenta. Durch eine Kalibrierung verbessern sich die Graustufen und die Farbtemperatur wird reduziert, die Farbabweichungen verbessern sich jedoch nur geringfügig. Mit zunehmender Sättigung werden die Abweichungen zudem höher, was an der begrenzten sRGB-Abdeckung liegt.

Die Outdoor-Fähigkeiten sind selbst im Schatten bestenfalls durchschnittlich; unter direkter Sonneneinstrahlung wird es sehr unkomfortabel. Es sieht beinahe so aus, als ob die Helligkeit absichtlich unter dem Niveau des teureren Yoga 900 gehalten wird, wodurch man das Yoga 700 am besten in geschlossenen Räumen benutzen kann. Zumindest wird die maximale Helligkeit im Akkubetrieb nicht reduziert.

Dank der IPS-Technologie sind die Blickwinkel des Yoga 700 sehr gut. Allerdings hatten wir auch nichts anderes erwartet, denn Convertibles und 2-in-1-Geräte können von mehreren Richtungen betrachtet werden und benötigen daher eine hohe Blickwinkelstabilität.
Bei den Prozessoren kann man sich zwischen einem Core i5-6200U oder einem Core i7-6500U entscheiden, zudem steht optional die dedizierte Grafikkarte Nvidia GT 940M zur Verfügung. Bei unserem Testgerät handelt es sich um die kleinere Konfiguration ohne dedizierte GPU und nur 8 GB Arbeitsspeicher. Im Energiesparmodus reduziert der Prozessor seinen Takt auf lediglich 500 MHz und erreicht je nach Auslastung bis zu 2,7-2,8 GHz. Die Dual-Core-ULV-CPU basiert auf der Skylake-Architektur und wurde für den privaten Bereich konzipiert. Bei anspruchsvollen Anwendungen ist man mit einem Quad-Core in der Regel besser aufgestellt.

LatencyMon zeigt keine großen Verzögerungen bei einem achtminütigen Test, was aufgrund der Vielzahl an vorinstallierten Lenovo Tools durchaus überraschend ist.
Die reine Prozessorleistung des Skylake-Chips liegt in den Multi-Core-Tests zwischen dem Core i5-5200U und dem Core i5-6300U. Bei der Belastung von nur einem Kern ist die Leistung etwas geringer als erwartet, was auf eine schlechtere Turbo-Boost-Ausnutzung im Yoga 700 schließen lässt.

Im Vergleich zu deutlich stromhungrigeren CPUs, wie dem Quad-Core i7-4720HQ, fällt der ULV i5-6200U im Single-Core-Betrieb um etwa 20 Prozent zurück. Dieser Abstand ist in den Multi-Core-Tests erwartungsgemäß noch deutlich größer.

Weitere Benchmarks und Vergleiche zum Core i5-6200U stehen in unserer Technik-Sektion zur Verfügung.Die Ergebnisse im PCMark liegen auf dem Niveau von anderen High-End-Modellen wie dem Surface Book oder dem Dell XPS 13. Subjektiv konnten wir keine software- bzw. hardwareseitigen Probleme während des Tests feststellen. Lediglich die vorinstallierte McAfee-Software könnte einige Nutzer stören.
Der 2,5-Zoll-Schacht (SATA-III) ist der einzige Speicherplatz des Yoga 700. Zum Glück lässt sich die Festplatte bei Bedarf aber leicht austauschen. Aktuell bietet Lenovo das Yoga 700 ausschließlich mit SSDs an, was der Leistung zugutekommt. Akku Asus A42-G750 .

Unser Testgerät verwendet die 256 GB große Samsung MZYLN256HCHP SSD. Die Ergebnisse in CrystalDiskMark deuten mit knapp 500 MB/s beim sequentiellen Lesen und 300 MB/s beim sequentiellen Schreiben auf eine reguläre SATA-III-SSD hin. Einige Konkurrenzprodukte, wie beispielsweise die Samsung SSD 840 EVO oder die Micron M600 M.2, erreichen höhere Schreibgeschwindigkeiten von mehr als 400 MB/s.

Für weitere Benchmarks und Vergleiche steht unser stetig wachsender HDD/SSD-Vergleich zur Verfügung.
Die integrierte Intel HD Graphics 520 bietet laut 3DMark 11 etwa 20 Prozent mehr Leistung als die alte HD 4600 und etwa 50 Prozent mehr Leistung als die HD 4000. Einsteigerlösungen von Nvidia oder auch die ältere Iris Pro Graphics 5200 sind aber immer noch deutlich schneller als die HD 520.
Mit der integrierten HD Graphics 520 ist man bei den meisten Spielen weiterhin auf geringe bis mittlere Details beschränkt, auch wenn die Leistung über der HD 4600 liegt. Die native Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln ist aber nicht möglich, für diesen Fall sollte man das Upgrade auf die deutlich stärkere GT 940M in Betracht ziehen.
Wir belasten das Notebook mit den Tools Prime95 und FurMark, um das System auf mögliche Stabilitätsprobleme bzw. Throttling zu untersuchen. Mit Prime95 hält der Prozessor einen ordentlichen Turbo-Takt, der 400 MHz über dem Basistakt liegt. Die Situation ist bei der GPU ähnlich, denn bei FurMark fällt der Kerntakt nicht unter 850 MHz. Bei der gleichzeitigen Belastung von beiden Komponenten fällt die CPU einige hundert MHz unter den Basistakt von 2,3 GHz. Die Kerntemperatur steigt jedoch niemals über 65 °C, hier handelt es sich also höchstwahrscheinlich um einen Schutzmechanismus seitens des Herstellers auf Kosten des Turbo Boosts.

Im praxisnäheren Unigine Heaven Benchmark können sowohl der Prozessor als auch die Grafikkarte ihren Turbo nutzen. Im Akkubetrieb wird die Leistung des Systems nicht nennenswert reduziert. Ein 3DMark-11-Durchlauf abseits der Steckdose ergab 3.520 (Physics) und 1.194 Punkte (Graphics) gegenüber 3.557 und 1.201 Punkten im Netzbetrieb.
Die kleine Kühlung verwendet nur einen einzigen 40-mm-Lüfter und eine kurze Heatpipe für den Prozessor. Bei Konfigurationen mit der Nvidia GPU wird alles in doppelter Ausführung verbaut. Unsere nachfolgenden Messungen gelten daher nur für die kleinere Konfiguration mit der integrierten Grafikkarte.

Im Leerlauf ist das Yoga 700 mit rund 29 dB(A) nicht zu hören, allerdings springt der Lüfter ziemlich schnell an. Schon simples Multitasking oder die Wiedergabe eines Videos führen zu 30,6 dB(A). Das ist natürlich weiterhin sehr ruhig und in einer normalen Umgebung nicht zu hören. Beim Spielen oder unter hoher Last erreicht der Pegel 33 dB(A), was im Vergleich zu den 40 dB(A) von vielen Ultrabooks immer noch sehr leise ist.
Im Leerlauf bleiben die Oberflächentemperaturen auf der Handballenauflage und der Tastatur kühl, aber selbst in diesem optimalen Fall wird der hintere Teil des Gerätes schon spürbar wärmer.

Bei der maximalen Auslastung für über eine Stunde erreicht die Unterseite des Notebooks beinahe 46 °C. Die Konfiguration mit der GT 940M dürfte sogar noch wärmer werden. Sowohl die Handballenauflage als auch die Tastatur bleiben aber recht kühl, beim Tippen kommt es also zu keinen Einschränkungen. Das Aspire E5-473G mit der dedizierten Nvidia GPU kann bei vergleichbarer Last beispielsweise deutlich wärmer werden.
Die Lautsprecher sind identisch zum Yoga 3 14, dem Klang fehlt es also an Bass und Dynamik. Allerdings kommt es auch bei höheren Pegeln zu keinen Verzerrungen und für die gelegentliche Wiedergabe von Musik oder Videos ist die Lautstärke ausreichend. Kopfhörer stellen jedoch weiterhin die bessere Lösung dar.
Der integrierte Lithium-Ionen-Akku ist kleiner als beim Yoga 900, obwohl das Yoga 700 das größere Gerät ist. Mit etwas über 6 Stunden konstanter WLAN-Nutzung fällt die Laufzeit des Testgerätes aber trotzdem brauchbar aus. Lenovo bewirbt eine Laufzeit von 7 Stunden bei der Videowiedergabe, was durchaus realistisch ist, wenn man die Zahl der Hintergrundprozesse im Auge behält.

Rivalisierende Geräte wie das HP Pavilion 14t und das Acer Aspire E5 haben kleinere Akkus und erreichen insgesamt auch kürzere Laufzeiten. Der große Unterschied zwischen der Idle- und der WLAN-Messung deutet darauf hin, dass man die Laufzeit mit einigen Energiespareinstellungen noch verlängern kann.
Wie schon beim letztjährigen Yoga 3 14 und dem Yoga 3 Pro ist das Yoga 700 eine abgespeckte Version des Yoga 900, um preisbewusstere Käufer anzusprechen. Das ist aber nicht notwendigerweise ein Nachteil, da die Kernfunktionalität des Yoga-Konzeptes dem teureren Modell in nichts nachsteht. Dafür ist das Yoga 700 aber etwas größer, schwerer und weniger luxuriös. Der Tablet-Modus ist daher auch nicht ganz so komfortabel.

Ein wichtiger Vorteil des Yoga 700 gegenüber dem Yoga 900 ist die Möglichkeit, eine dedizierte Nvidia GPU zu verbauen. Falls das Spielen also ein Thema für Sie ist, sollte man eine Konfiguration mit der dedizierten GPU dem Yoga 900 vorziehen. Andernfalls ist aber selbst eine kleine Konfiguration des Yoga 900 die bessere Wahl für den Tablet-Betrieb und normale Arbeiten. Falls auch der Preis eine Rolle spielt, sollte man sich auch noch das Yoga 3 14 oder das Yoga 3 Pro ansehen. Es handelt sich immer noch um sehr gute Geräte, denn abgesehen von dem Namen hat sich nicht allzu viel verändert. Akku Asus A42-G75 .

Das Yoga 700 ist eines der besten Convertibles für unter 1.000 US-Dollar, welches optional auch mit einer dedizierten GPU von Nvidia erhältlich ist. Aufgrund der Bildschirmhelligkeit, der Größe und dem Gewicht kann man das Gerät aber eigentlich nur in geschlossenen Räumen vernünftig verwenden. Für Reisen oder den Betrieb im Freien ist das Yoga 900 die bessere Wahl.

18:02 Publié dans Rédaction | Lien permanent | Commentaires (0)