Blogs Lalibre.be
Lalibre.be | Créer un Blog | Avertir le modérateur

02/11/2015

Laptop Akkus HP EliteBook 2540p

Lenovo spendiert dem Topmodell der E550-Serie nicht nur einen flotten Core-i7-Prozessor, sondern auch eine dedizierte Radeon-Grafikkarte – und treibt so den Kaufpreis auf fast 1.000 Euro in die Höhe. Zu viel Geld für das Einstiegsmodell der ThinkPad-Baureihe?
Ein echtes ThinkPad für unter 600 Euro – kann das funktionieren? Genau dieser Frage sind wir in unserem ersten Test des ThinkPad E550 nachgegangenen und konnten Lenovos Business-Einsteiger dabei durchaus respektable Office-Qualitäten bescheinigen.

Neben der bereits getesteten Low-End-Konfiguration bietet der Hersteller auch noch viele weitere Ausstattungsvarianten des E550 an, von denen wir uns heute dem gut 950 Euro teuren Topmodell widmen wollen. Für diesen vergleichsweise stattlichen Preis erhält der Käufer unter anderem einen flotten Core i7-5500U, 8 GB RAM sowie eine üppige 1.000-GB-Festplatte. Des Weiteren ist mit der Radeon R7 M265 nun eine dedizierte Grafikkarte mit an Bord, die auch aktuelle 3D-Spiele (zumindest in niedrigen Einstellungen) flüssig auf das 15,6 Zoll große FullHD-Display zaubern soll. Klingt nach einem gelungenen Allround-Paket? Finden wir es heraus.

Da sich Gehäuse, Eingabegeräte und Anschlussausstattung nicht von unserem letzten Testgerät unterscheiden, werden wir diese Disziplinen nachfolgend nicht noch einmal untersuchen und möchten diesbezüglich auf den vorhergehenden Artikel verweisen, aus dem auch die nachfolgenden Bilder stammen.
Je nach Konfiguration rüstet Lenovo das E550 entweder mit einem einfachen WXGA- (1.366 x 768 Pixel, 100 ppi, 200 cd/m²) oder dem auch hier vorliegenden FullHD-Display (1.920 x 1.080 Pixel, 141 ppi, 220 cd/m²) aus. Neben der schärferen Darstellung ist es vor allem die effektiv rund doppelt so große Arbeitsfläche, die das höher auflösende Display in unseren Augen sehr viel interessanter macht. Wer regelmäßig mit großen Excel-Tabellen arbeitet oder mehrere Programme nebeneinander darstellen möchte, sollte darum unbedingt zu einem derart ausgestatteten Modell greifen.

Interessanterweise steckt in unserem neuen Testgerät trotz gleicher Display-Spezifikationen ein anderes Panel als beim letzten Mal (Innolux N156HGE-EAB statt AUO B156HTN03.6) – offensichtlich greift Lenovo hier auf mehrere Zulieferer zurück. Qualitativ fällt unser Urteil leider ähnlich negativ aus wie zuvor: Mit einer maximalen Leuchtdichte von nur 188 cd/m² besitzt die Anzeige für helle Büros und Fensterarbeitsplätze viel zu geringe Helligkeitsreserven, zudem sorgt der mäßige Schwarzwert (0,46 cd/m²) für ein ebenso bescheidenes Kontrastverhältnis (424:1). Dementsprechend blass und kraftlos erscheint die Darstellung. Bei Office-Arbeiten mag dies nicht weiter stören, doch Filme und Spiele bereiten auf einem höherwertigeren IPS-Panel bei weitem mehr Freude. Immerhin können wir dem Display eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung sowie absolute Flimmerfreiheit (keine PWM-Regelung der Hintergrundbeleuchtung) attestieren.
Ebenfalls nicht gerade zu den Stärken der Anzeige zählt das Thema Farbwiedergabe. Zum einen wäre hier der im Auslieferungszustand stark ausgeprägte Blaustich zu nennen, zum anderen der eingeschränkte Farbraum mit lediglich 38 Prozent AdobeRGB- sowie 59 Prozent sRGB-Abdeckung. Während sich ersteres Problem mittels Kalibrierung recht einfach beheben lässt, verhindert letzteres einen Einsatz des ThinkPads für die professionelle Foto- und Grafikbearbeitung. Auch mit unserem optimierten ICC-Profil zeigen einige Farbtöne (die offensichtlich außerhalb des darstellbaren Farbraumes liegen) Delta-E-Abweichungen von teils weit über 5, wohingegen die Wiedergabe von Graustufen recht gut gelingt.
Aufgrund der relativ geringen Maximalhelligkeit können wir das E550 trotz matter Displayoberfläche nur bedingt für den Außeneinsatz empfehlen. An trüben Herbsttagen wie in unserem Test mag der Bildinhalt noch recht gut erkennbar sein, bei strahlendem Sonnenschein sind die erreichbaren knapp 200 cd/m² aber definitiv zu wenig. ThinkPad-Anhänger, die häufig unter freiem Himmel arbeiten, sollten darum besser zum (leider signifikant teureren) T550 mit deutlich kräftigerem LED-Backlight greifen.
Ebenso wie bei den meisten anderen TN-Panels aus dem unteren Preissegment bekommt der Anwender nur bei absolut senkrechter Betrachtung eine unverfälschte Darstellung zu Gesicht. Schon kleine Abweichungen nach oben oder unten rufen starke Helligkeitsschwankungen hervor und lassen den ohnehin recht niedrigen Kontrast noch weiter absinken. Auch seitlich sollte man allzu große Blickwinkel möglichst vermeiden, wenngleich der Bewegungsspielraum hier zumindest etwas üppiger ausfällt.
Während der demnächst erscheinende Nachfolger wohl bereits auf dem aktuellen Skylake-Design basieren dürfte, setzt das E550 noch immer auf die Anfang 2015 vorgestellte Broadwell-Plattform. Konkret werkelt in unserem Testgerät der Core i7-5500U, eines der schnellsten Modelle der sparsamen ULV-Klasse mit nur 15 Watt TDP. Dank zwei CPU-Kernen samt Hyper-Threading, die mit 2,4 bis 3,0 GHz takten (2,9 GHz bei Belastung beider Kerne), verspricht der 5500U mehr als ausreichende Leistungsreserven für übliche Office- und Multimedia-Zwecke. Weitere Details können unserer CPU-Datenbank entnommen werden.

Neben der im Prozessor integrierten HD Graphics 5500 verbaut Lenovo in ausgewählten Konfigurationen auch noch eine dedizierte Radeon R7 M265 (384 Shader @ 825 MHz, 2 GB DDR3 @ 1.000 MHz / 128 Bit) von AMD. Interessanterweise widerspricht dies sämtlichen offiziellen Datenblättern, in denen der Hersteller eine Radeon R7 M260 (384 Shader @ 980 MHz, 2 GB DDR3 @ 1.000 MHz / 64 Bit) aufführt. Den Kunden wird es freuen, da das doppelt so breite Speicherinterface der R7 M265 den leichten Taktnachteil mehr als kompensiert. Akku Compaq Presario CQ70 .

Mit 8 GB RAM (1x 8 GB DDR3L-1600, Single-Channel) sowie einer 1.000 GB großen Festplatte lässt sich das E550 als ordentlich, in Relation zum Kaufpreis aber nicht als übermäßig gut ausgestattet bezeichnen. Die möglichen Aufrüstoptionen beschränken sich auf einen freien DDR3-Steckplatz, zusätzliche M.2- oder mSATA-Slots sucht man dagegen vergeblich.
Zumindest in Single-Thread-Anwendungen wie dem entsprechenden Test des Cinebench R15 reizt der Core i7-5500U seinen Taktspielraum optimal aus und arbeitet mit nahezu konstanten 3,0 GHz. Die bei Vollauslastung beider Kerne möglichen 2,9 GHz werden dagegen nur für etwa 30 Sekunden gehalten, danach pendelt sich der Prozessor bei 2,6 bis 2,7 GHz ein (Netz- und Akkubetrieb). Anscheinend haben wir ein relativ schlechtes Exemplar mit hohen Leckströmen erwischt, welches bereits bei dieser Frequenz an sein 15-Watt-Limit stößt – in früheren Tests, beispielsweise dem des Dell Latitude 3550, erzielte der Broadwell-Chip jedenfalls leicht höhere Benchmark-Scores. Alles in allem gibt es an der Performance dennoch nicht viel zu meckern: Im Vergleich mit dem Core i3-5005U kann sich der Core i7 zwischen 30 und 50 Prozent absetzen, gegenüber dem Core i5-5200U beträgt das Plus knapp 10 bis 15 Prozent.
Für eine SSD oder wenigstens SSHD hat das Budget beim E550 leider nicht gereicht, sodass der Anwender mit einer herkömmlichen Festplatte vorliebnehmen muss. Selbige stammt in diesem Fall aus der "Blue Mobile"-Serie von Western Digital, fasst 1.000 GB und wird mit 5.400 U/min spezifiziert. Mit 19,2 Millisekunden Zugriffszeit sowie einer sequentiellen Transferrate von 91 MB/s fällt die Performance des Laufwerks erwartungsgemäß nur durchschnittlich aus, worunter das Ansprechverhalten des gesamten Systems leidet. Glücklicherweise lässt sich der Datenträger bei Bedarf mit wenigen Handgriffen gegen ein schnelleres Exemplar tauschen.
Sind das Betriebssystem und die benötigten Programme erst einmal gestartet, erweist sich das ThinkPad dank Core-i7-Power und 8 GB RAM als äußerst leistungsfähiger Alltagsbegleiter. Auch mehrere Anwendungen parallel bringen das Notebook nicht aus der Fassung, vorausgesetzt, die Festplatte wird nicht allzu stark beansprucht.

Wie stark ein klassischer Magnetspeicher die Performance limitieren kann, zeigt sich unter anderem im PCMark 7. Während E550, Latitude 3550 und Pavilion 15 jeweils rund 2.800 Punkte erzielen, zieht das mit einer SSD ausgerüstete Aspire V3-574G trotz schwächerer CPU mit über 4.800 Punkten davon. Auch wenn die Benchmarks der PCMark-Serie aufgrund ihres synthetischen Charakters mit gewisser Vorsicht betrachtet werden sollten: In der Praxis fühlt sich ein Notebook mit Core-i5-CPU und SSD ebenfalls oftmals flotter an als ein Gerät mit i7-Chip und Festplatte.
Die AMD Radeon R7 M265 entstammt der unteren Mittelklasse aktueller Notebook-Grafiklösungen und liegt etwa auf dem Leistungsniveau einer Nvidia GeForce 830M oder GeForce 930M. Von der integrierten HD Graphics 5500 kann sich die Radeon um 100 bis 150 Prozent absetzen – die sparsame Intel-GPU sollte folglich nur für einfache 2D-Aufgaben verwendet werden. In 3D-Programmen und Spielen schaltet das ThinkPad mittels AMDs Enduro-Technik automatisch auf den dedizierten Chip um, was sich über Anwendungsprofile aber auch individuell für jedes Programm einzeln steuern lässt.

Leider keine Einflussmöglichkeiten gibt es auf das Taktverhalten der Radeon R7 M265 im Akkubetrieb: Hier fallen die Frequenzen von 825/1.000 MHz (Kern/Speicher) im Netzbetrieb auf nur noch 400/600 MHz, wodurch sich die Performance in etwa halbiert (3DMark 11 GPU-Score: 1.068 Punkte).
Unsere zahlreichen Spiele-Benchmarks bestätigen die zuvor getroffene Einschätzung, dass sich die Radeon R7 M265 ungefähr auf dem Level einer GeForce 830M ansiedelt. Je nach Alter und grafischem Anspruch reicht das, um 3D-Spiele in 1.366 x 768 Pixeln und mittleren Einstellungen flüssig darzustellen. Einfachere Titel wie Fifa 16 werden sogar in der nativen FullHD-Auflösung ruckelfrei bewältigt, wohingegen das ThinkPad in The Witcher 3 oder Assassin's Creed Unity bereits im Minimal-Preset an seine Grenzen stößt.
Genau wie bei unserem ersten Testsample schaltet sich der Lüfter im Leerlauf sowie bei geringer CPU-Last vollständig ab, was zu einem ausgesprochen niedrigen Lärmpegel von unter 30 dB(A) führt. Gänzlich lautlos arbeitet das E550 indes nie, da das leise Summen der mechanischen Festplatte zumindest in sehr ruhigen Umgebungen stets vernehmbar bleibt. Akku HP EliteBook 2540p .

Ungeachtet des schnelleren Prozessors sowie der zusätzlichen Radeon-GPU steigt die Geräuschkulisse unter Volllast nur unwesentlich an und gipfelt bei 33,1 (3DMark 06) bis 35,6 dB(A) (Stresstest). Den ebenfalls mit dedizierten Grafikchips ausgestatteten Kontrahenten von Dell und HP bleibt da mit jeweils weit über 40 dB(A) Maximalpegel nur das Nachsehen. Die Charakteristik des Lüfters würden wir als nicht übermäßig hochfrequent und angenehm gleichmäßig beschreiben.
Trotz überwiegend passiver Kühlung heizt sich das ThinkPad im Leerlauf nur marginal auf und erreicht je nach Messpunkt maximal 30 bis 32 °C. Wer nur mit Office, Browser und ähnlichen Programmen arbeitet, kann das Notebook darum ohne weiteres auf den Oberschenkeln betreiben.

Unter Last wirkt sich die eher defensive Abstimmung des Kühlsystems weit stärker aus. Speziell im hinteren linken Bereich des Gerätes klettern die Temperaturen schon nach kurzer Zeit über die 40-Grad-Marke. Glücklicherweise bleiben die Handballenauflagen deutlich kühler, sodass der Anwender keine Beeinträchtigungen fürchten muss.

Prozessor und Grafikchip vermelden im Stresstest mit 82 respektive 76 °C ebenfalls unkritische Werte und zeigen keinerlei Anzeichen von Throttling. Dass der CPU-Turbo mit 2,5 GHz dennoch nicht vollumfänglich ausgeschöpft wird, ist erneut auf das Erreichen des TDP-Limits von 15 Watt zurückzuführen.
Lässt man das extrem sparsame HP ProBook 450 G2 (2,4 - 5 Watt) einmal außer Acht, liegt das ThinkPad E550 mit einem Leerlaufverbrauch von 4,1 bis 7,7 Watt etwa im Mittelfeld der ähnlich ausgestatteten Konkurrenz. Im Vergleich mit der zuvor getesteten Einstiegskonfiguration treibt die bessere Ausstattung unseres Testgerätes die Leistungsaufnahme um weniger als ein Watt in die Höhe.

In 3D-Anwendungen wächst das Delta auf etwa 10 bis 20 Watt an, hauptsächlich bedingt durch den Mehrverbrauch der dedizierten Radeon-GPU. In Relation zur gebotenen Performance erscheinen die ermittelten 37,6 bis 54,7 Watt durchaus angemessen und werden von dem mitgelieferten 65-Watt-Netzteil problemlos bewältigt.
In Verbindung mit dem beigelegten 48-Wh-Akku verspricht Lenovo eine maximale Laufzeit von bis zu 9 Stunden. Unter optimalen Bedingungen lässt sich diese Angabe sogar noch um zwei Stunden überbieten, allerdings müssen dafür die Displayhelligkeit minimiert, die Funkmodule deaktiviert sowie das Notebook in den absoluten Leerlaufbetrieb versetzt werden.

In der Praxis pendelt man sich eher bei etwa 5 Stunden ein, wenn per WLAN im Internet gesurft oder ein lokales HD-Video abgespielt wird (150 cd/m² Displayhelligkeit). Wer es darauf anlegt, kann den Akku aber auch in weniger als 90 Minuten leeren. Der anschließende Ladevorgang verschlingt etwa zweieinhalb Stunden.

Insgesamt ein nur durchschnittliches Ergebnis, mit dem man sich jedoch arrangieren muss – alternative Hochkapazitätsakkus werden für das E550 leider nicht angeboten.
Mit fast 1.000 Euro Kaufpreis lässt sich das Topmodell der E550-Baureihe kaum mehr als Einstiegsgerät bezeichnen – dementsprechend hoch dürften auch die Erwartungen der Käufer ausfallen. Leider gelingt es dem ThinkPad in unserem Test nicht, diese restlos zu erfüllen.

Zu den größten Schwächen des Notebooks zählen das allenfalls durchschnittliche TN-Panel, die langsame Festplatte sowie die mit 12 Monaten sehr kurze Herstellergarantie. Die gleichen Kritikpunkte betreffen zwar auch andere Modelle der Serie, die je nach Ausstattung aber meist mehrere hundert Euro weniger kosten. In der hier vorliegenden Konfiguration erscheint das Gesamtpaket dagegen nicht wirklich rund: Ein Großteil des Budgets floss offensichtlich in den prestigeträchtigen i7-Prozessor, ohne dass dieser nennenswert schneller als ein erheblich günstigerer Core i5 rechnet. Akku HP COMPAQ HSTNN-IB28 .

Unsere Empfehlung lautet darum, zu einem der günstigeren Modelle mit leicht abgespeckter Ausstattung zu greifen.

Prinzipiell stellt das E550 ein grundsolides Arbeitsgerät mit ausgezeichneten Eingabegeräten und geringer Geräuschentwicklung dar. Qualitätsunterschiede zur höher positionierten L- und T-Serie sind zwar hier und dort erkennbar, in Anbetracht des sehr viel günstigeren Einstiegspreises aber zu verschmerzen. Wer sich noch ein wenig geduldet und auf den in Kürze erwarteten Skylake-Nachfolger E560 wartet, könnte in den nächsten Monaten vielleicht sogar ein echtes Schnäppchen machen – in der Vergangenheit wurden auslaufende ThinkPad-Baureihen oftmals zu sehr attraktiven Konditionen abverkauft.

Les commentaires sont fermés.