Blogs Lalibre.be
Lalibre.be | Créer un Blog | Avertir le modérateur

31/10/2015

PC Akkus HP COMPAQ nc6120

Dells neuer Business-Einsteiger erfreut mit einem matten IPS-Bildschirm, langen Akkulaufzeiten und einer großen Wartungsklappe. Mit einem Preis von knapp 900 Euro gehört er nicht zu den günstigsten Rechnern.
Das Latitude 3550 gehört zu Dells Business-Serie. Genau gesagt stellen die Notebooks der Latitude 3550 Reihe die Einstiegsmodelle in die Business-Welt dar. Die Geräte richten sich aber nicht nur an berufliche Nutzer, sondern auch an private Anwender. Vor knapp zwei Jahren haben wir mit dem Latitude 3540 den Vorgänger unseres aktuellen Testgeräts getestet. Gemeinsam haben diese beiden Geräte kaum etwas. So setzt Dell beim 3550 auf ein komplett neues Gehäuse. Der Radeon Grafikkern ist einem Modell von Nvidia gewichen. Zudem ist das 3550 nicht mehr mit einem optischen Laufwerk ausgestattet. Ob das neue Modell ein Vor- und Rückschritt ist, verrät unser Testbericht.

Zu den Hauptkonkurrenten des Latitude zählen die Entry-Level-Business-Notebooks anderer Hersteller. Dazu zählen beispielsweise das HP Probook 450 G2 bzw. 455 G2, das Lenovo Thinkpad E550 bzw. E555, das Acer Travelmate P256-M. Die insgesamt gute Ausstattung des Dell Rechners lässt diesen aber auch mit Allroundern aus dem Consumer-Bereich in Konkurrenz treten. Hier seien das Acer Aspire V3-574G und das HP Pavilion 15 genannt.
Während einige Gehäuseteile des Latitude 3540 aus Metall gefertigt sind, kommt beim Dell Latitude 3550 ein schwarzes Kunststoffgehäuse zum Einsatz. Dell setzt dabei auf ein einfaches, schnörkelloses Gehäusedesign, das zu gefallen weiß. Die Oberflächen sind in der Regel glatt. Lediglich der Displayrahmen kommt mit einer angerauten Oberfläche. Der Akku ist fest verbaut. Das stellt aber kein Problem dar, denn er ist dank der großen Wartungsklappe zugänglich.

Die Verarbeitungsqualität des Rechners bietet keinen großen Anlass für Kritik. So ist am vorderen Rand der Baseunit ein leichter Kunststoffüberstand zu spüren. Die Baseunit zeigt sich weitgehend resistent gegenüber Druck. Lediglich rechts neben der Tastatur kann das Gehäuse etwas stärker durchbogen werden. Allerdings dürfte die Baseunit steifer ausfallen. Sie kann zu leicht zu deutlich verdreht werden. Letzteres ist beim Deckel noch stärker ausgeprägt. Beim Versuch diesen zu verdrehen, ist ein Knarzen zu hören. Druck auf die Deckelrückseite führt nur an wenigen Stellen zu Bildveränderungen. Die Scharniere halten den Deckel fest in Position, wippen aber etwas nach. Eine Ein-Hand-Öffnung des Deckels ist mit ein wenig Rütteln und Ruckeln möglich.
Auf Seiten der Schnittstellen bietet das Latitude Standardkost. Drei USB-Steckplätze (davon 2x USB 3.0) und zwei Videoausgänge (HDMI, VGA) bringt der Rechner mit. Da das 3550 nicht mehr mit einem optischen Laufwerk ausgestattet ist, fällt die Anordnung der Anschlüsse deutlich besser aus als noch beim Vorgänger. Alle Steckplätze sitzen in den hinteren Bereichen beider Seiten. Somit bleibt der Platz neben beiden Seiten der Handballenablage frei von Kabeln.
Dell hat das Latitude mit einem WLAN-Modul der Firma Intel (Wireless-AC 7265) ausgestattet. Es unterstützt die WLAN-Standards 802.11 a/b/g/h/n/ac und stellt auch die Bluetooth-4.0-Funktionalität bereit. In einem 15-Meter-Radius um unseren WLAN-Router herum hat sich die Verbindung stets als stabil erwiesen. Probleme sind nicht aufgetreten. Auch im Latitude verrichtet ein Gigabit-Ethernet-Chip aus der Realtek-RTL8168/8111-Familie seinen Dienst. Dieser erledigt zuverlässig seine Aufgaben.
Für Unternehmen relevante hardwareseitige Sicherheitsfunktionen fehlen dem Rechner weitgehend. So besteht keine Möglichkeit zur biometrischen Zugangssicherung und ein Trusted Platform Module befindet sich ebenfalls nicht an Bord. Der Rechner unterstützt aber Computrace. Mit Hilfe dieser Funktion kann das Notebook im Falle eines Verlusts/Diebstahls geortet werden und die Daten können gelöscht werden. Dell installiert zudem die hauseigene Software 'Protected Workspace' vor. Diese erlaubt die Ausführung von Dateien und Programmen in einer virtuellen Umgebung. 
Neben einem Schnellstartposter und Sicherheitsinformationen liegt dem Rechner eine Recovery DVD für Windows 8.1 Professional (64 Bit) bei.
Auf unserem Testgerät dient Windows 7 Professional als Betriebssystem. Mit Hilfe der beiliegenden Recovery DVD kann Windows 8.1 Professional (64 Bit) installiert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, kostenlos auf Windows 10 Professional (64 Bit) umzusteigen. Akku HP COMPAQ nc6120 .
Dell hat dem Latitude eine große Wartungsklappe spendiert. Leider erweist sich die Öffnung der Klappe als unnötig schwer. Werden die zwei Halteschrauben der Klappe gelöst, heben sich die beiden hinteren Ecken der Wartungsklappe etwas. Allerdings reicht es nicht aus, um mit einem Finger unter die Klappe zu kommen. Eine Aussparung, in der man mit dem Finger Halt finden könnte, bringt die Klappe auch nicht mit. Es findet sich nur eine kleine Kerbe (etwa 4 x 1 mm), in die die Spitze eines Flachkopfschraubendrehers passt, um so die Klappe aufzuhebeln (sie wird von vielen Kunststoffhaken gehalten). Dabei besteht die Möglichkeit, abzurutschen und die Klappe zu zerkratzen. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Ist die Klappe geöffnet, hat man Zugriff auf den Arbeitsspeicher, die Festplatte, den Lüfter, das WLAN-Modul und den Akku. Das Latitude ist mit zwei Arbeitsspeicherbänken bestückt, die beide belegt sind. Ein Tausch der Festplatte wäre kein Problem. Auch der Akku könnte im Falle eines Defekts gewechselt werden.

Dell gewährt dem Rechner lediglich eine 12-monatige Garantie - inklusive Abholservice. Wie üblich bietet Dell diverse Garantieerweiterungen an. So müssen beispielsweise für eine zweijährige Vor-Ort-Garantie etwa 80 Euro auf den Tisch gelegt werden.
Das Latitude ist mit einer beleuchteten Chiclet-Tastatur ausgestattet. Die Beleuchtung kennt zwei Helligkeitsstufen, die über eine Funktionstaste ausgewählt werden. Die flachen, glatten Tasten verfügen über einen kurzen Hub. Während des Tippens gibt die Tastatur nach, wodurch die Druckpunkte der Tasten etwas an Eindeutigkeit einbüßen. So etwas steht einem Arbeitsgerät nicht gut zu Gesicht.

Als Mausersatz dient ein etwa 10,5 x 8 cm großes multitouchfähiges Clickpad. Somit steht viel Platz zur Nutzung der Gestensteuerung zur Verfügung. Die glatte Oberfläche des Pads behindert die Finger nicht beim Gleiten. Das Pad verfügt über einen kurzen Hub und einen deutlichen Druckpunkt.
Dell hat unser Testgerät mit einem matten 15,6-Zoll-Display ausgestattet, das über eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten verfügt. Helligkeit (335,1 cd/m²), Kontrast (1.139:1) und Schwarzwert (0,31 cd/m²) wissen zu gefallen und können als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Günstigere Varianten des Latitude sind mit HD-Bildschirmen (1.366 x 768 Bildpunkte) bestückt.
Auch die Farbdarstellung des Bildschirms im Auslieferungszustand gefällt. So verfügt der Bildschirm über eine durchschnittliche DeltaE-2000-Abweichung von 4,59. Anzustreben wäre ein Wert kleiner 3. Einen Blaustich zeigt das Display nicht. Die Farbräume AdobeRGB und sRGB kann der Bildschirm nicht abbilden. Hier liegen die Abdeckungsraten bei 83 Prozent (sRGB) bzw. 55 Prozent (AdobeRGB).
Dell hat unser Testgerät mit einem blickwinkelstabilen IPS-Panel ausgestattet. Somit ist der Bildschirm aus jeder Position heraus ablesbar. Das Notebook kann im Freien genutzt werden. Helligkeit, Kontrast und die matte Displayoberfläche machen es möglich.
Die Latitude 3550 Reihe ist dem Business-Segment zuzuordnen. Sie richtet sich aber sowohl an private als auch an berufliche Nutzer. Das uns zur Verfügung gestellte Modell besitzt mehr als genug Rechenleistung für den Alltag und kann Spiele darstellen. Für unser Testgerät müssen gut 900 Euro auf den Tisch gelegt werden. Dell bietet noch andere Ausstattungsvarianten an. Das zum Testzeitpunkt günstigste Modell ist im Dell Shop für knapp 580 Euro (Mwst. enthalten) in einer Rabattaktion zu bekommen. Der Rechner ist mit einem Celeron 3205U ausgestattet. Ein dedizierter Grafikkern ist nicht dabei.
Innerhalb der Latitude 3550 Reihe steht eine große Bandbreite von Prozessoren zur Auswahl bereit. Vom Celeron bis zum Core i7 sind Modelle aus jeder Leistungsklasse verfügbar. In unserem Testgerät steckt mit dem Core i7-5500U Prozessor die stärkste unter den verfügbaren CPUs. Es handelt sich hierbei um einen Broadwell Prozessor, der mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,4 GHz arbeitet. Mittels Turbo kann die Geschwindigkeit auf 2,9 GHz (zwei Kerne) bzw. 3 GHz (ein Kern) beschleunigt werden. Auf Seiten der Leistungsentfaltung gibt es keine Probleme. Die CPU arbeitet in der Regel immer mit voller Geschwindigkeit. Lediglich bei der Abarbeitung von Multi-Thread-Anwendungen im Akkubetrieb wird die CPU minimal abgebremst. Sie arbeitet dann mit 2,8 bis 2,9 GHz statt mit konstanten 2,9 GHz. Das Ganze schlägt sich in minimal geringeren Resultaten nieder.

Für ein deutliches Mehr an Leistung bieten sich Notebooks mit Standard-Mobilprozessoren an. Allerdings wird es immer schwerer entsprechend ausgestattete Geräte zu finden, denn viele Hersteller bringen verständlicherweise primär Modelle mit sparsamen ULV-Prozessoren auf den Markt. So sind beispielsweise die Vorgänger einiger in diesem Testbericht genannten Notebooks mit Standard-Mobilprozessoren bestückt. Hier seien beispielsweise das HP Probook 450 G1 und das Lenovo Thinkpad Edge E540 genannt. Beide Modelle sind noch im Handel zu bekommen.
Das System arbeitet rund und flüssig. Problemen sind wir nicht begegnet. Die Resultate in den PC Mark Benchmarks fallen gut bis sehr gut aus. Eine Verbesserung der Systemleistung kann durch den Tausch der Festplatte gegen eine Solid State Disk erreicht werden. Der Rechner reagiert dann deutlich agiler und Windows wird schneller gestartet. Akku HP HSTNN-LB60 .
Als Datenspeicher dient im Latitude eine Festplatte aus dem Hause Toshiba. Diese besitzt eine Kapazität von 1 TB und arbeitet mit 5.400 Umdrehungen pro Minute. An Speicherplatz wird es Besitzern des Rechners so schnell also nicht mangeln. CrystalDiskMark meldet eine Lesegeschwindigkeit von 95,9 MB/s. HD Tune liefert eine durchschnittliche Transferrate von 86,2 MB/s. Hierbei handelt es sich um normale Werte für eine 5.400er-Festplatte.
Kommt im Latitude 3540 noch ein AMD Grafikkern zum Einsatz, findet sich beim Nachfolger eine GeForce 830M GPU. Hierbei handelt es sich um einen Vertreter der unteren GPU-Mittelklasse. Die GPU arbeitet mit einem Basistakt von 1.082 MHz. Per Turbo kann die Geschwindigkeit auf 1.150 MHz erhöht werden. Dem Kern stehen 2.048 MB DDR3-Speicher (64-Bit-Anbindung) zur Seite. Die Resultate in den 3D Mark Benchmarks bewegen sich auf einem normalen Niveau für die hier verbaute GPU. Gegenüber dem Latitude 3540 hat sich die Grafikleistung etwas verringert. Der im 3540 verbaute Radeon 8850M Kern ist insgesamt leistungsstärker.

Neben dem GeForce 830M Grafikkern findet sich auch Intels HD Graphics 5500 GPU in dem Notebook. Die beiden Chips bilden eine Umschaltgrafiklösung (Optimus). Die GeForce GPU kommt bei leistungshungrigen Anwendungen (z.B. Computerspiele) zum Einsatz. Für den Alltags- und Akkubetrieb ist Intels Grafikkern zuständig. Die Umschaltung geschieht automatisch. Der Nutzer muss sich um nichts kümmern, hat aber immer die Möglichkeit einzugreifen.
Auch wenn es sich beim Latitude primär um ein Arbeitsgerät handelt, kann es durchaus Computerspiele wiedergeben. Viele Spiele laufen in HD-Auflösung mit mittleren Qualitätseinstellungen flüssig. Das trifft in erster Linie auf Spiele zu, die keine allzu hohen Hardwareanforderungen stellen. Die volle Bildschirmauflösung (Full HD) kann allenfalls bei einer Handvoll Spiele genutzt werden. Leistungshungrige Kracher wie Batman: Arkham Knight und The Witcher 3 erreichen keine spielbaren Frameraten. Wer mehr Spieleleistung wünscht, muss zu einem anderen Gerät greifen. Im Business-Bereich sind kaum Geräte zu finden, die mit stärkeren GPUs ausgestattet sind. Hier müsste ins Consumer-Segment ausgewichen werden. So wäre beispielsweise das Acer Aspire VN7-571G zu empfehlen. Der Rechner ist mit GeForce 940M und GTX 950M Grafikkernen zu bekommen und bewegt sich preislich auf einer Höhe mit dem Latitude.
Relativ schnell kommt der Wunsch auf, das Latitude mit einer Solid State Disk zu bestücken, denn im Leerlauf ist das Rauschen der Festplatte zu hören. Der Lüfter hingegen steht in der Regel still. Damit ist unter Last allerdings Schluss. Während des Stresstests messen wir einen Schalldruckpegel von 45,3 dB. Der Wert fällt ein wenig zu hoch aus für ein Notebook dieser Leistungsklasse.
Unseren Stresstest (Prime95 und Furmark laufen für mindestens eine Stunde) bearbeitet das Latitude im Netz- und im Akkubetrieb auf die gleichen Weisen. Der Prozessor arbeitet mit 2,5 bis 2,6 GHz. Der Grafikkern werkelt mit voller Geschwindigkeit (1.150 MHz). Während des Stresstests registrieren wir an den Messpunkten ober- und unterhalb von CPU und GPU Temperaturen jenseits von 50 Grad Celsius. Das überrascht ein wenig, denn der Lüfter dreht relativ stark auf. Es hätten durchaus ein paar Grad weniger sein dürfen. Im Alltag treten solche Temperaturen nicht auf. Hier erwärmt sich der Rechner allenfalls moderat.
Die Stereo-Lautsprecher des Latitude finden sich am vorderen Rand der Geräteunterseite. Sie erzeugen insgesamt einen sehr ordentlichen, voluminösen Klang. Allerdings fehlt auch hier weitgehend der Bass. Sehr hohe Töne klingen recht 'kreischig'. Alles in allem geht die Soundkulisse für ein Notebook, das in erster Linie ein Arbeitsgerät darstellt, in Ordnung.
Im Leerlauf steigt der Leistungsbedarf des Dell Rechners auf bis zu 11,6 Watt - der Wert ist dem Core i7 Prozessor und dem hellen Full-HD-Display geschuldet. Während des Stresstests messen wir eine Energieaufnahme von 58 Watt. Gemessen an der Hardwareausstattung geht der Wert in Ordnung. Das Netzteil (90 Watt) kommt hier noch lange nicht an seine Grenzen. Im Spielebetrieb verlangt das Latitude etwa 49 Watt (+/-5 Watt).
Das Latitude erreicht im Leerlauf eine Laufzeit von 12:55 h. Der Konkurrent Lenovo Thinkpad E550 (12:28 h) liegt fast gleichauf. Der Idle-Modus wird durch den Battery Eater Reader's Test überprüft. Der Bildschirm läuft auf der geringsten Helligkeitsstufe, das Energiesparprofil ist aktiviert, und die Funkmodule sind abgeschaltet. Unter Last stellt das Latitude den Betrieb nach 2:09 h ein. Erneut bewegt sich das Thinkpad E550 (2:08 h) auf dem gleichen Niveau. Die Laufzeit unter Last wird mit dem Battery Eater Classic Test ermittelt. Dabei arbeitet der Bildschirm mit voller Helligkeit, das Hochleistungsprofil und die Funkmodule sind eingeschaltet.

Unseren praxisnahen WLAN-Test beendet der Dell Rechner nach 6:19 h. Dieses Mal hat das Thinkpad (5:10 h) einen deutlichen Rückstand. Mit diesem Test simulieren wir die Auslastung beim Aufruf von Webseiten. Das Profil "Ausbalanciert" ist aktiv, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt. Die Videowiedergabedauer testen wir, indem wir den Kurzfilm Big Buck Bunny (H.264-Kodierung, 1.920 x 1.080 Bildpunkte) in einer Dauerschleife laufen lassen. Die Funkmodule sind deaktiviert, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² reguliert. Das Latitude bringt es auf einen Wert von 7:54 h. Das E550 (5:28 h) stellt den Betrieb gut 2,5 Stunden früher ein.
Dell legt mit dem Latitude 3550 eine neue Version der Einstiegsmodelle in das Business-Segment vor. Der verbaute Prozessor bietet mehr als genug Rechenleistung für alle gängigen Anwendungsbereiche. Dank des GeForce Grafikkerns kann der Rechner auch Spiele darstellen. Das Notebook erwärmt sich im Alltag kaum und erzeugt wenig Lärm. An Speicherplatz besteht dank der 1-TB-fassenden Festplatte so schnell auch kein Mangel. Ein Lob gebührt dem matten IPS-Full-HD-Bildschirm. Er bietet eine gute Helligkeit, einen großen Kontrast und ist zudem blickwinkelstabil. Nicht vergessen werden sollen die guten Akkulaufzeiten des Rechners.

Die große Wartungsklappe des Latitude ermöglicht den Zugriff auf die Innereien. Leider erschwert Dell den Öffnungsvorgang der Klappe unnötig. Auch die Tastatur ist zu bemängeln: Sie gibt während des Tippens sichtbar nach. So etwas darf bei einem 900-Euro-Notebook nicht passieren - inbesondere nicht im Business-Segment. Und zu guter Letzt: Dell gewährt dem Latitude nur eine einjährige Garantie. Im Businesssegment ist dies leider der Normalzustand. Nichtsdestotrotz erwarten wir von einem Notebookhersteller eine zweijährige Garantie. Das gilt besonders für das Latitude, denn es trägt - wie bereits gesagt - ein Preisschild von 900 Euro und richtet sich auch an Privatnutzer. Akku HP Envy 13 .

Dell macht beim Latitude 3550 einiges richtig, bringt sich aber durch völlig unnötige Mängel um eine bessere Wertung. Nichtsdestotrotz: Wer mit den von uns genannten Kritikpunkten leben kann, bekommt hier einen Allrounder, der auf dem Schreibtisch eine gute Figur abgibt.

Schaut man sich die Preise innerhalb der Latitude 3550 Reihe einmal an, sind diese nicht als sonderlich günstig zu bezeichnen. Dell verlangt für das Einstiegsmodell (Celeron 3205U) zum Testzeitpunkt knapp 580 Euro (Mwst. inklusive). Für etwa 60 Euro weniger ist bereits ein HP Probook 450 G2 mit einem leistungsstärkeren Core i3-5010U Prozessor zu bekommen.

05:00 Publié dans Mode | Lien permanent | Commentaires (0)

28/10/2015

Notebook Akku Toshiba Tecra M10

Lenovo beweist, dass man keine ausgefallenen Convertibles bzw. 2-in-1-Geräte benötigt, um ein gutes Netbook zu bauen. Viele Funktionen sind zwar dem Rotstift zum Opfer gefallen, für gerade einmal 250 Euro ist das extrem leichte IdeaPad 100S aber dennoch ein Schnäppchen.
Zusammen mit dem neuen Logo und der Namensgebung hat Lenovo Anfang August auch die aktualisierte IdeaPad Serie präsentiert. Das kleinste Gerät im neuen Modellschema ist das IdeaPad 100S (nicht zu verwechseln mit dem normalen IdeaPad 100). Es ist ebenfalls als Chromebook verfügbar, wenn man lieber Chrome OS als Windows 10 benutzt. Die beiden Netbooks wurden auf der IFA 2015 in Berlin angekündigt, wo wir uns die Geräte in einem ersten Hands-On bereits ansehen konnten.

Bei unserem heutigen Modell handelt es sich um das 11,6 Zoll große IdeaPad 100S mit Windows 10, einem HD-Display (1.366 x 768), einer Atom-Z3735F-CPU (Bay Trail), 2 GB RAM sowie 32 GB internem Speicher, zur Verfügung gestellt von Lenovo USA. Andere Konfigurationen werden aktuell nicht angeboten.

Für gerade einmal 200 US-Dollar (erste Shops in Deutschland listen das Gerät ab rund 250 Euro) ist das IdeaPad 100S als Zweitgerät konzipiert, mit dem man unterwegs auf das Internet zugreifen kann und Cloud-Dienste nutzt. Als Vergleichsgeräte nutzen wir andere 11,6-Zoll-Netbooks wie das HP Stream 11, das Asus X200MA sowie das Acer Aspire ES1. Handelt es sich bei Lenovos neuestem Netbook um eine sinnvolle Investition?
Das komplette Gehäuse besteht aus glattem Kunststoff, auffällige Texturen oder Muster sucht man vergebens. Stattdessen kann man sich zwischen vier verschiedenen Farben für den Bildschirmdeckel sowie schwarzen und weißen Tastaturen samt Handballenauflage entscheiden. Die abgerundeten Ecken und Kanten unterscheiden das IdeaPad ganz klar von den teureren ThinkPads. Uns gefällt, dass Lenovo den geringen Preis nicht mit unnötigen Spielereien wie gummierten oder gebürsteten Oberflächen verheimlichen will.

Trotz der sehr einfachen Gehäusekonstruktion liegt die Verarbeitung auf einem guten Niveau. Beim Verwinden des Deckels kommt es weder zu Bildfehlern noch Knarzgeräuschen. Die Baseunit lässt sich nur minimal verwinden, aber auch hier gibt es keine störenden Geräusche. Mit Druck auf den mittleren Tastaturbereich oder den Deckel lässt sich das Gehäuse nur leicht eindrücken, aber in der Praxis sollte das kein Problem darstellen. Die Gelenke sind bis zu ihrem maximalen Öffnungswinkel von 180 Grad straff. Damit kann es zwar nicht ganz mit den Modellen Flex oder Yoga mithalten, aber das Notebook wird dadurch trotzdem ein bisschen praktischer, wenn man mal nicht am Schreibtisch sitzt.

Mit weniger als einem Kilogramm ist das IdeaPad 100S extrem leicht, vor allem im Vergleich mit den Konkurrenten HP Stream x360 (1,55 kg), Asus X200MA (1,24 kg), ThinkPad Yoga 11e (1,59 kg) und dem Acer Aspire ES1 (1,09 kg). Das Netbook von Lenovo ist zudem kleiner und dünner als seine Rivalen.
Die physischen Anschlüsse beschränken sich auf USB 2.0, MicroSD und einen vollwertigen HDMI-Ausgang. Einige wichtige Schnittstellen wie VGA, RJ-45, ein vollwertiger SD-Leser oder USB 3.0 fehlen jedoch. Das Asus X200MA beispielsweise bietet alle diese Anschlüsse, trotz des identischen 11,6-Zoll-Formfaktors.
WLAN und Bluetooth 4.0 werden von dem integrierten Realtek RTL8723BS-Modul zur Verfügung gestellt. Das Netbook unterstützt 802.11n-Netzwerke, und während unseres Tests konnten wir keine Problem feststellen. WWAN oder GPS sind aber leider auch optional nicht erhältlich.

Spezielles Zubehör gibt es für das 100S nicht. In der Verpackung befindet sich nur eine Schnellstartanleitung, zudem bietet der Hersteller optional USB-Mäuse und DVD-Brenner an.

Für das Entfernen der Bodenplatte benötigt man lediglich einen Kreuzschraubenzieher und einen scharfen Gegenstand, um die Ecken und Kanten zu lösen. Der Vorgang ist nicht kompliziert, allerdings gibt es nicht viel, was man aufrüsten könnte. Das Mainboard beschränkt sich auf einen kleinen Bereich links am Notebook, was sich auch auf die Oberflächentemperaturen auswirkt. Dazu aber später mehr. Akku Toshiba Tecra M10 .

Lenovo bietet umfangreiche Erweiterungen zur Garantieleistung an. Die standardmäßige einjährige Garantie kann durch Vor-Ort Reparaturen, Unfallschutz und Verlängerungen erweitert werden.
Die Chiclet-Tastatur bietet eine angemessene Größe (25,5 x 9,5 cm), wenn man das kleine 11,6-Zoll-Gehäuse berücksichtigt. Die Tasten selbst haben eine Kantenlänge von 10 Millimetern und befinden sich in einem Abstand von 3 Millimetern zueinander. Der Hubweg ist wie erwartet begrenzt, aber die Rückmeldung ist gut und leise. Der Hub ist sogar geringer als bei den AccuType-Tastaturen bei vielen neueren ThinkPads, die Umstellung könnte also etwas dauern. Wir hätten uns einen etwas komfortableren Anschlag gewünscht, denn zusätzlich zum gedrungenen Layout fühlen sich die Kunststofftasten etwas zu hart an.

Abgesehen von den normalen QWERTZ-Tasten bieten die kleinen Pfeiltasten ein etwas weicheres Feedback, während die größeren Tasten wie Shift, Enter und Backspace ein lauteres Klickgeräusch produzieren. Die spezielle Lenovo OneKey-Recovery-Taste neben dem Power-Button öffnet lediglich das normale Wiederherstellungs-Menü von Windows.

Aufgrund der beiden dedizierten Maustasten ist das Touchpad mit lediglich 8,5 x 4,5 cm sogar für ein 11,6-Zoll-Netbook ziemlich klein. Beim Lenovo 11e Chromebook kommt beispielsweise ein größeres Glas-Touchpad ohne dedizierte Tasten zum Einsatz. Das glatte Touchpad verwendet die gleiche Textur wie die Hadballenauflage und wir hatten keine Probleme mit Zeigersprüngen oder Verzögerungen. Allerdings unterstützt der Mausersatz keine Multitouch-Gesten und schaltet sich beim Tippen auch nicht automatisch ab.

Die beiden Maustasten haben einen sehr begrenzten Hub mit einem lauten und deutlichen Feedback beim Klicken. Viel Druck ist nicht nötig, um den Klick auszulösen, und wir ziehen diese Lösung ganz klar den integrierten Tasten des ThinkPad 11e vor.
Die HD-Auflösung mit 1.366 x 768 Pixeln ist für solch ein kleines Notebook üblich. Wir können keinen sichtbaren Screen-Door-Effekt oder ein körniges Bild bei dem matten Panel unseres Testgerätes erkennen. Die maximale Helligkeit ist mit rund 200 cd/m² ausreichend für Innenräume. Viele andere Netbooks bewegen sich auf einem ähnlichen Level, Ausnahmen sind nur das Lenovo ThinkPad Yoga 11e und das Acer Aspire E3, die beide bis zu 300 cd/m² erreichen und daher einen Vorteil im Freien haben. Eine kurze Suche nach dem BOE0623-Panel zeigt, dass wir bisher kein Gerät mit dem Bildschirm unseres Gerätes getestet haben.

Schon vor unseren Messungen können wir die deutlich zu kühle Farbtemperatur erkennen. Die Farben zeigen deutliche Abweichungen und wegen des sehr hohen Schwarzwerts eignet sich das 100S kaum für die Wiedergabe von Filmen, da schwarze Inhalte sehr matschig wirken und deutlich von dem eigentlichen Video ablenken. Die meisten anderen Notebooks erreichen höhere Kontraste sowie bessere Blickwinkel.
Die Farbraumabdeckung ist mit 38 Prozent AdobeRGB und 60 Prozent sRGB normal für ein günstiges Display. Die Ergebnisse sind mit dem Acer Aspire ES1 und dem Asus X200MA vergleichbar. Für die Zielgruppe sollte die geringe Farbraumabdeckung aber keine Rolle spielen, denn beim Surfen im Internet, der Textverarbeitung oder dem Spielen hat sie keinen großen Einfluss.
Unsere Farbanalyse mit einem X-Rite Spektralfotometer bestätigt die ungenauen Farben und Graustufen im Werkszustand. Die Farbtemperatur ist deutlich zu kühl und führt in vielen Fällen zu einem sichtbaren Blaustich. Viele Displays von anderen 11,6-Zoll-Notebooks sind bereits ohne eine Kalibrierung genauer.

Die Ergebnisse des 100S können mit einer Kalibrierung massiv verbessert werden. Die Abweichungen der Farben wird mit zunehmender Sättigung aufgrund der eingeschränkten sRGB-Abdeckung dennoch höher, aber zumindest die Farbtemperatur verbessert sich deutlich. Jedem Käufer empfehlen wir daher eine Kalibrierung, falls das aber nicht möglich ist, sollte unser verlinktes Profil weiter oben helfen.
Das eingesetzte Display nutzt Pulsweitenmodulation (PWM) zur Helligkeitsregelung. Sowohl Windows 7, 8 und 10 verwenden jeweils 11 Helligkeitsschritte (0-10). Der Kurvenverlauf des IdeaPad 100S deutet eine LED- und keine CCFL-Hintergrundbeleuchtung an. Bereits bei der ersten Stufe unter maximaler Helligkeit ist PWM im Messdiagramm zu erkennen. Die stabile Frequenz von ~300 Hz liegt knapp über der Grenze von 250 Hz, ab der sensible Naturen möglicherweise ein Flimmern wahrnehmen können.
Im Schatten ist die Outdoortauglichkeit akzeptabel, under direktem Sonnenlicht allerdings nur unterdurchschnittlich. Die Hintergrundbeleuchtung ist einfach nicht hell genug, um dem Sonnenlicht oder selbst einem hellen Himmel entgegenzuwirken. Die 180-Grad-Scharniere und das matte Panel helfen dabei, einen optimalen Blickwinkel mit wenig Reflexionen zu finden.

Wo wir gerade von Blickwinkel sprechen: Das TN-Panel schränkt den Vorteil der Displaygelenke deutlich ein. Sobald man das Display zu weit öffnet, werden die Farben schnell verfälscht. Solange man den Inhalt aber nicht mit anderen Nutzern teilen möchte, gibt es beim Surfen im Internet oder der Textverarbeitung keine Einschränkungen. Ein IPS-Display wäre natürlich deutlich besser gewesen, aber das hätte auch den Preis in die Höhe getrieben.
Aktuell bietet Lenovo das 100S nur mit einem Atom Z3735F und der integrierten HD Graphics an. Dieser Quad-Core-Prozessor (Bay Trail) hat einen Basistakt von 1,33 GHz, läuft im Leerlauf mit 500 MHz und kann je nach Auslastung auf bis zu 1,83 GHz beschleunigt werden. Der gleiche Prozessor wird auch in anderen Tablets wie dem Acer Iconia Tab 10 A3 und dem Dell Venue 10 Pro verwendet.

Die integrierte Bay-Trail-GPU unterscheidet sich je nach Prozessor. Bei unserem Lenovo arbeitet die GPU in den meisten Fällen mit stabilen 620 MHz, allerdings gibt es keinen GPU-Boost. Akku Toshiba Satellite L750 .

Insgesamt gibt es 2 GB Arbeitsspeicher in einer Single-Channel-Konfiguration. Der RAM ist aufgelötet und es gibt keine freien SODIMM-Schächte. LatencyMon zeigt keine Verzögerung mit aktivem WLAN.
Laut Cinebench liegt der Prozessor rund 20-30 Prozent hinter dem Celeron N2930 (Bay Trail) und dem aktuellen Atom x5-Z8500. Gleichzeitig beträgt der Vorsprung gegenüber dem Celeron N3050 (Braswell) in Multi-Core-Anwendungen 20-30 Prozent und auch der Celeron N2830 wird knapp geschlagen. In Cinebench 10 liegt unser Lenovo hinter dem Atom x5-Z8500, in Super-Pi (Single-Thread) ist es genau andersherum. Insgesamt liegt die Leistung auf dem Niveau von günstigen Prozessoren wie dem AMD A6-4455M.

Weitere Vergleiche und technische Informationen zum Atom Z3735F sind in unserer Technik-Sektion verfügbar.
Notebooks mit Atom-Prozessoren schneiden in den PCMark-Benchmarks in der Regel schlecht ab. Mit 2.377 Punkten im PCMark 7 liegt das IdeaPad 100S auf einem Niveau mit dem HP Pro Tablet 608 G1 und dem älteren Acer TravelMate P255. Die integrierte eMMC-SSD hilft, aber am Flaschenhals Prozessor ändert das nichts. Nichtsdestotrotz liegen die Ergebnisse in PCMark 7 und 8 innerhalb der Erwartungen für ein Netbook. Konkurrierende Modelle wie das HP Stream 11 x360 und das Acer Aspire ES1 erreichen ähnlich viele Punkte, haben dank der Celeron-CPUs aber einen kleinen Vorteil.

Die subjektive Leistung ist eher schlecht, denn Installationen und auch Programmstarts dauern recht lange. Windows-Updates sind besonders zeitintensiv und auch ein Kaltstart kann schon mal mehr als 40 Sekunden dauern. Windows 10 selbst läuft aber recht flüssig, im Vergleich zu normalen Notebooks muss man jedoch öfter mal mit einem Ruckler rechnen.
Die integrierte 32 GB große eMMC-Festplatte wurde nicht dafür ausgelegt, alle Mediendateien oder sensitive Dateien zu speichern. Das 100S wurde, ähnlich wie die Chromebooks, viel mehr für Cloud-Dienste konstruiert. Intern gibt es auch keine Möglichkeit zur Speicherweiterung, wenn man also mehr lokalen Speicher benötigt, muss man entweder auf USB-Sticks oder MicroSD-Karten ausweichen.

Die Transferraten des eMMC-Speichers sind für eine SSD sehr langsam, was besonders für das sequentielle Schreiben mit unter 40 MB/s gilt. Das ist sogar langsamer als bei den meisten konventionellen Festplatten und liegt eher auf dem Niveau von vielen Smartphones. Allerdings sind andere Netbooks wie das HP Stream 11 x360 (ebenfalls 32 GB eMMC) in dieser Hinsicht auch nicht besser.
Die passiv gekühlte Atom-CPU samt integrierter GPU wurde nicht zum Spielen konzipiert. Der Benchmark in Tomb Raider erreicht mit den geringsten Einstellungen und der XGA-Auflösung mit Mühe und Not 12 fps. Bei längeren Spiele-Sessions fällt die Leistung aufgrund der zuvor beschriebenen Throttling-Probleme noch weiter. Simple Titel wie Angry Birds sollten aber kein Problem darstellen.

Objektiv betrachtet liegt das Testgerät mit 192 Punkten im 3DMark 11 nur 22 Punkte über dem derzeit schwächsten Gerät in unserer Datenbank: dem One Xcellent 10 Tablet, welches ebenfalls mit der Z3735F-CPU aus unserem IdeaPad 100S ausgestattet ist.
Das 100S schlägt sich unter Last nicht sonderlich gut. Prime95 wird in den ersten paar Minuten mit stabilen 1,6 GHz bearbeitet, danach fällt der Takt jedoch auf 1,25-1,33 GHz, sobald der Kern eine Temperatur von 65-67 °C erreicht. Die GPU arbeitet zunächst ebenfalls mit dem Basistakt von 620 MHz, um dann im Laufe des Tests auf 300 MHz abzufallen, sobald die Temperaturen 65-67 °C erreichen. Bei diesen gedrosselten Geschwindigkeiten pendelt sich die Temperatur zwischen 55-60 °C ein.

Um die Belastung durchs Spielen besser zu simulieren, verwenden wir Unigine Heaven. Das Ergebnis ändert sich aber leider nicht. Sowohl die CPU als auch die GPU fallen nach wenigen Minuten auf 500 bzw. 300 MHz. Bei intensiven Programmen kann es also ebenfalls zu Throttling kommen. 3DMark 11 beispielsweise ermittelte ein Physics-Ergebnis von 1.128 Punkten, bei wiederholten Durchläufen waren es nur noch 745 Punkte.

Im Akkubetrieb scheint es keine Leistungseinschränkungen bei der CPU oder der GPU zu geben, die volle Leistung des Notebooks steht also auch abseits der Steckdose zur Verfügung. Das ändert jedoch nichts am Throttling.
Das lüfterlose Design ermöglicht einen lautlosen Betrieb, aber wie wirkt sich das auf die Oberflächentemperaturen aus? Unabhängig von der Belastung wird die linke Seite des Notebooks immer wärmer sein, als die rechte Seite, sogar im Leerlauf auf dem Desktop. Allerdings ist der Unterschied mit nur einigen Grad nicht sehr hoch.

Andauernde hohe Last verstärkt die Temperaturunterschiede noch. Auf der linken Seite des Notebooks konnten wir Oberflächentemperaturen von bis zu 44,8 °C messen. Das Asus X200MA schafft es besser, die Temperaturen an der Tastatur und der Handballenauflage gering zu halten, was beim Tippen angenehmer ist. Unsere Maximalwerte wurden allerdings beim Stresstest ermittelt, in der Praxis sollten die Werte geringer ausfallen.

Konkurrenten wie das ThinkPad Yoga 11e bleiben deutlich kühler, während das HP Stream 11 x360 einige Grad wärmer werden kann.
Die Stereolautsprecher mit einer Ausgangsleistung von 1 Watt erfüllen die Erwartungen an ein kleines Netbook. Der Klang hat keinen Bass und die Lautsprecher könnten auch als Blechdosen durchgehen. Das 100S ist kein Multimedia-Gerät, aber es sollte zumindest laut und klar genug sein, um einen mittelgroßen Raum zu beschallen. Das gelingt auch, denn das 100S ist selbst bei zwei Drittel des Pegels recht laut und es kommt nicht zu Verzerrungen.
Der integrierte Akku ermöglicht tolle Laufzeiten von beinahe 7 Stunden im WLAN-Betrieb bei einer Helligkeit von 150 cd/m². Lenovo bewirbt 8 Stunden in diesem Szenario. Selbst bei voller Auslastung läuft das Notebook mit der maximalen Helligkeit etwas mehr als 4 Stunden.

Ein kompletter Ladevorgang von 0 Prozent bis zur vollen Kapazität kann bis zu 5 Stunden dauern. Das Gerät lässt sich nicht anschalten, wenn der Akku vollkommen leer ist, selbst wenn das Netzteil angesteckt ist. Man muss zunächst einige Minuten warten, bis der Akku wieder ein wenig aufgeladen ist.
Das IdeaPad 100S richtet sich an eine spezielle Zielgruppe, die ein sehr kleines und leichtes Notebook für einfache Aufgaben benötigen, wenn sie unterwegs sind. Falls man 2-in-1-Geräte und Convertibles eher als Spielerei ansieht, ist dieses "normale" Netbook eine Alternative ohne solche neuartigen Funktionen. Tatsächlich ist das 100S dünner, leichter und billiger als die Konkurrenten, und das nicht unerheblich.

Um solch ein kleines und günstiges Notebook zu realisieren, mussten aber einige Ausstattungsmerkmale gestrichen werden. Es gibt weder VGA, USB 3.0, 802.11ac, noch einen austauschbaren Akku, womit das Notebook perfekt für E-Mails, Word, Surfen im Internet und andere einfache Aufgaben geeignet ist. Aufgrund des Throttlings lassen sich beliebte Titel wie Lage of Legends oder DOTA kaum flüssig spielen und durch den geringen Kontrast eignet sich das Gerät im Vergleich zu den Konkurrenten kaum für die Medienwiedergabe. Trotz eines höheren Preises würden wir zukünftig gerne ein optionales WWAN-Modul sehen, da das 100S definitiv für den mobilen Einsatz konzipiert wurde.

Bei dem IdeaPad 100S handelt es sich um eines der leichtesten 11,6-Zoll-Netbooks, die man aktuell kaufen kann. Einschränkungen gibt es bei der Leistung und den Anschlüssen. Glücklicherweise ist die Verarbeitung besser als erwartet. Akku Toshiba PA3730U-1BRS .

Das 100S ist ein überraschend solides Notebook, wenn man den Preis und die Größe berücksichtigt. Wir empfehlen jedoch, das Display zu kalibrieren oder unser Profil zu nutzen, um die ungenauen Farben und die übermäßig kühle Farbtemperatur zu korrigieren.

24/10/2015

Laptop Akkus Acer Aspire 5742ZG

Das ThinkPad 10 2nd Gen ist Lenovos zweiter Versuch, sich in der Mittelklasse der Business Tablets zu etablieren. Neben den schon in der vorherigen Version gelungenen Eigenschaften zeigen sich weiterhin große Probleme hinsichtlich der Leistung.
Lenovos Tablets im 10-Zoll-Format gehen in die zweite Runde. Hierbei betitelt der Hersteller die neue Reihe als ein Tablet mit vollwertiger PC-Funktionalität. Um dieses hoch angesetzte Ziel zu bewältigen, arbeiten alle Varianten mit Windows 10 und verfügen über ein ordentlich bestücktes Datenblatt. Der genaue Blick auf die technischen Daten verrät aber den Unterschied zur herkömmlichen Notebook-Bestückung: Im Inneren arbeitet ein Intel Prozessor der Atom Reihe und wird von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Weiterhin stehen 128 GB eines eMMC-Speichers zur Verfügung. In unserer Ausstattung verlangt der Hersteller einen Preis von 700 Euro. Vor etwas mehr als einem Jahr hielten wir das Vorgängermodell in unseren Händen. Damals befanden sich ein halb so großer 64-GB-eMMC-Speicher und ein Intel-Atom-Prozessor der älteren Bay-Trail-Reihe im 10-Zoll-Tablet. Lenovo monopolisiert nicht in der Kategorie der Windows Tablets mit Stifteingabe. Im Gegenteil: Produkte wie das Surface 3 und Surface 3 Pro konnten in unseren Tests gnadenlos überzeugen. Auch HP stellt mit seinem ElitePad 1000 G2 ein gelungenes Gerät her. Unsere Tests werden klären, ob vorangegangene Probleme behoben wurden, und sich das ThinkPad 10 2nd Gen innerhalb seiner Klasse beweisen und integrieren konnte. 
Lenovos Farb- und Materialwahl beruht noch auf alten IBM Zeiten. Das Testgerät wird mit einem graphite-black-farbenden Gehäuse ummantelt. Das Tablet liegt durch sein angenehmes Gewicht von knapp 600 g gut in der Hand. Alle Bauteile sind sauber miteinander verbunden und weisen keinerlei Mängel in der Verarbeitung auf. Die beiden Ecken an der unteren Seite werden zwecks Docking-Station nicht so stark abgerundet wie die oberen beiden, die rundlich designt wurden. Der umliegende Rahmen des Displays ist rund 2 cm breit. Weitaus schmaler ist beispielsweise ein Microsoft Surface Pro 3, das je nach Kante zwischen 15-17 mm liegt. In Sachen Bauhöhe hat die neue Version des Lenovo Tablets abgespeckt. Wir messen eine Höhe von knapp 9 mm, aber ein um 20 g gestiegenes Gewicht von 595 g. Insgesamt macht das Gehäuse des ThinkPads einen gelungenen und soliden Eindruck. Für Wartungsarbeiten werden allerdings keine bautechnischen Hilfen bereitgestellt.
Neben dem eher als Grundausstattung zu bezeichnenden Schnittstellenumfang kann eine Docking-Station zur Porterweiterung angeschlossen werden. Alle Schnittstellen befinden sich auf der rechten Seite und stören sich bei angeschlossener Peripherie so lange nicht, bis die Verbindungsstücke zu breit sind. Für den ThinkPad Pen ist eine spezielle Halterung vorgesehen, die anbei liegt und am USB-Port angeschlossen werden kann. Leider ist dadurch die gleichzeitige Nutzung von Halterung und Port für etwaige Peripherie nicht möglich.
Abgesehen vom HDMI-Ausgang und dem USB-3.0-Port gelingen alle Kommunikationsaktionen mit dem Lenovo ThinkPad 10 drahtlos. Hierzu dient einerseits ein Broadcom BCM43567 WLAN-Modul. Dieses kommuniziert via PCIe 2.0 x1 und erlaubt eine Brutto-Durchsatzrate von 867 Mbps. Weiterhin steht ein NFC-Chip auf der Rückseite bereit. Auf Lenovos US-Webseite besteht die Option zu einem LTE-Modul (50 U$). Ob es diese Erweiterung in Deutschland geben und wie teuer diese sein wird, ist zur Zeit nicht bekannt. In einem vom Autor spezifizierten Szenario soll eine Durchsatzrate des WLAN-Moduls ermittelt werden. Über einen Speedport W 724 V Router ist eine Netzwerkfestplatte angeschlossen. Mehrfach wird eine 5 GB große Datei kopiert. Hierbei müssen ca. 5 m Luftlinie und ein Stockwerk überwunden werden. Das ThinkPad 10 erreicht hierbei rund 29,3 MB/s. Ein Apple iMac 21,5 (Mid 2014) erzielt in diesem Test rund 33 MB/s.

Neben der vorderen 1,2-MP-Webcam verwendet Lenovo eine 5-MP-Rückkamera auf der Rückseite. Die hintere Kamera verfügt zusätzlich über einen LED-Blitz und Auto-Fokus. Hier speckt der Hersteller in der Auflösung ab. In der ersten Generation wurden die Fotos mit der Rückkamera noch mit 8 MP geschossen. Die Verschlusszeit beider Geräte ist recht kurz. Sobald sich die Lichtverhältnisse minimal verschlechtern, können Fotos nur mit starkem Bildrauschen geschossen werden.

Zwar protzt das Tablet aus dem Hause Lenovo nicht mit seinen Sicherheitsstandards, dennoch verwendet der Hersteller einen Fingerprintsensor auf der Rückseite.

Außer einigen Broschüren und der Klickvorrichtung für den beigelegten Stift wird kein Zubehör bereit gestellt. Dennoch sei angemerkt, dass einige Hersteller wie Microsoft bei dem Surface 3 keinen Stift inkludieren. Auf der Internetpräsenz von Lenovo findet sich ein hochwertigerer Lenovo Pen Pro (40 U$), ein Quickshot Cover (45 U$) und eine Docking-Station (130 U$). Die Docking-Lösung liefert zusätzlich drei USB-Schnittstellen, eine Ethernetverbindung, einen Audio-Combo-Anschluss und einen HDMI-Ausgang. Akku Acer Aspire 5742Z .

Das Testgerät ist wie die meisten anderen Tablets nicht für die Öffnung durch den Endbenutzer bestimmt. Reparaturarbeiten sollten nur durch autorisierte Geschäftsstellen im Rahmen der Garantiebedingungen durchgeführt werden.

Die Herstellergarantie beläuft sich auf 12 Monate nach dem Kauf. Eine Garantieerweiterung steht zumindest nicht bei den Konfigurationen bereit. Auch bei den von Lenovo empfohlenen Produkten finden wir keine für das Testgerät zugeschnittenen Garantien. Dennoch können Standardgarantien auf Anfrage beim Hersteller erworben werden.
Wie für ein Tablet üblich erfolgt die Zeige- und Tasteneingabe mittels eines kapazitiven Displays. Die Eingaben funktionieren meist tadellos und werden stets erkannt. Leider macht sich an dieser Stelle bereits der schwache Atom Prozessor bemerkbar. Schon kleinere Anwendungen sorgen dafür, dass Eingaben verzögern oder ins Stocken geraten. Im normalen Betrieb überwiegen glücklicherweise die flüssigen Abläufe. Als weiteres Eingabemedium dient der beigelegte ThinkPad Pen. Der druckempfindliche Stift liegt gut in der Hand und eignet sich problemlos für Schreibarbeiten. Im Vergleich zu einem Surface Pro 3 wirkt die Spitze des ThinkPad Pens schwammiger und weniger präzise. Als Option bietet Lenovo den oben genannten ThinkPad Pen Pro an.

Neben der Windows üblichen Touch-Tastatur können weitere Eingabegeräte mittels Bluetooth oder USB angeschlossen werden. Es bleibt abzuwarten, ob der Hersteller auch eine Tastatur für den Docking Port präsentiert. Produktbilder sind schon auf der US-Seite verfügbar. 
Der Hersteller spendiert unserem 10 Zoll großen Testgerät ein mit 1.920 x 1.200 Pixel auflösendes IPS-Panel. Das spiegelnde Display verfügt über eine ordentliche mittlere Helligkeit von 337 cd/m² und eine erfreuliche Ausleuchtung von 94 %. Noch heller sind Vergleichsgeräte wie das Surface 3 (380 cd/m²) und das Dell Venue 11 (398 cd/m²). Das Konstrastverhältnis des ThinkPad Tablets liegt bei 802:1. Das 11-Zoll-Tablet aus dem Hause Dell punktet hier ebenfalls mit erstaunlichen 1.121:1. Leichtes Screenbleeding ist an der unteren und rechten Seite wahrzunehmen. 
Der Schwarzwert von 0,43 cd/m² reicht aus, um einen relativ satten Schwarzton zu erzeugen. Im Vergleich zu der Gesamtheit der Convertibles dieser Größe liegt das ThinkPad im besseren Mittelfeld. Das HP ElitePad erzeugt beispielsweise eine deutlich bessere Schwarzwiedergabe (0,32 cd/m²). Insgesamt wirkt die Farbwiedergabe ordentlich. Bei den Graustufen ist ein leichter Grünstich erkennbar. Nach einer Kalibrierung verschwindet dieser jedoch gänzlich. In der CalMAN Analyse wollen wir die Abweichung der Farben und Graustufen feststellen. Vor der Kalibrierung liegt die DeltaE-Abweichung der Farben bei 5,86 und der Graustufen bei 5,63. Diese Werte sind bei einem IPS-Panel eher als mittelmäßig anzusehen. In Folge der Kalibrierung sinkt die Abweichung im ColorChecker leicht auf 3,75 unter der Grayscale auf 1,01. Die meisten der genannten Kontrahenten bewegen sich unterhalb dieser Werte. Besonders das Surface 3 sticht hier mit erstaunlich guten Abweichungen hervor. Die Farbraumabdeckung liegt im AdobeRGB-Raum bei 45,7 % und im sRGB-Raum bei 70,1 %.
Für den permanenten Außeneinsatz ist das spiegelnde Display nicht prädestiniert. Bei Outdoor-Ausflügen sollte der User sich auf schattige Plätze beschränken, um das ThinkPad problemlos nutzen zu können. Selbst das helle Display kann die störenden Lichtquellen nicht kompensieren.
Lenovo verwendet in unserem Test-Convertible ein blickwinkelstabiles IPS-Panel. Dies ermöglicht einen beinahe uneingeschränkten Betrachtungswinkel. Selbst liegend können Texte noch problemlos erkannt werden.
Das Herz des Tablets bildet ein Intel Atom x7 Z8700. Dieser entstammt der Cherry-Trail-Architektur und soll mit seinen vier Kernen genügend Leistung hervorrufen. Als SoC (System-on-a-Chip) wird der Grafikchip mit eingebaut. Zur Unterstützung dient ein 4GB großer, im Dual-Channel arbeitender Arbeitsspeicher. Das Einsatzszenario beschränkt sich auf Alltagsanwendungen wie das Surfen im Internet und einfache Office-Arbeiten. Kraftreserven sind allein schon auf Grund der anspruchsvollen Auflösung nicht vorhanden. Der LatencyMon zeigt schon nach einiger Zeit einige Defizite bei der Handhabung von Real-Time-Audio auf.
Das Einsatzgebiet des verwendeten Atom Prozessors ist überwiegend der Tablet- bzw. Convertible-Bereich. Die vier Kerne rechnen hierbei mit einer Taktrate von 1,6-2,4 GHz. Für den mobilen Einsatz ist besonders die extrem geringe Leistungsaufnahme von Vorteil (2 Watt SDP - höchstwahrscheinlich unter 4 W TDP). Der Intel Atom x7 Z8700 gilt als direkter Nachfolger des Atom Z3795, wobei der Leistungszuwachs eher als gering anzusehen ist. Im Cinebench R15 und R11.5 erkennen wir eine äußerst defizitäre Leistung der verwendeten CPU-Einheit. Besonders deutlich wird der Vergleich zu Mircosofts Surface 3. Obwohl beide Kandidaten den gleichen Prozessor verwenden, schneidet unser Testkandidat im Multi-Core-Test des Cinebenchs R11.5 bis zu 60 % schlechter ab. Während des Tests arbeitet die Recheneinheit anfangs mit 2,4 GHz und fällt bis zur Mitte der Testlaufzeit kontinuierlich ab, bis nur noch mit 430 MHz getestet wird. In der letzten Hälfte des Tests rafft sich die CPU-Frequenz auf und verharrt beinahe auf einer Frequenz von 1 GHz. Das Surface 3 konnte in unserem Test einen höheren Takt von bis zu 2,3 GHz aufweisen. Die Konsequenz: Im Cinebench R11.5 schneidet das ThinkPad 50 % schlechter ab als Vorgängermodelle mit einem Intel Atom Z3735D. Der Ursprung könnten unterdimensionierte Heatpipes oder Firmware-/BIOS-Probleme sein. Microsoft hat im Surface 3 gezeigt, dass eine bessere und nicht leistungseinschränkende Lösung existiert. Akku Acer Aspire 5738ZG .

Die ausgewählten Tests schneiden nahezu äquivalent im mobilen Akkueinsatz ab. Um weitere Vergleiche und Details zu den eingesetzten Prozessoren zu erhalten, sei an unseren Technik-Bereich verwiesen.
Solange sich der Betrieb auf eine einzige Anwendung beschränkt, ist die Arbeitsgeschwindigkeit zufriedenstellend. Schreibarbeiten mit dem beigelegten Stift gelingen flüssig und ohne weitere Probleme. Sobald der Mehrprogrammbetrieb erfolgt oder das System schon einige Zeit im Betrieb ist, müssen wir immer mehr mit Verzögerungen und stockenden Bewegungen kämpfen. Dieses subjektive Empfinden bestätigt uns der System-Benchmark PCMark. Das ähnlich ausgerüstete Surface 3 erzielt im PCMark 7 beinahe 70 % mehr Leistung. Besonders das mit Intel Core M-Prozessor versehende Dell lässt alle anderen Kontrahenten im Schatten stehen. Interessant hingegen ist, dass unser Testkandidat trotz der vorhin festgestellten Taktprobleme einen besseren Score als das HP ElitePad 1000 im Creative-Bereich des PCMark 8 erzielt.
Der Speicherbedarf wird seitens Lenovo durch eine SanDisk SEM128GB gedeckt. Der eMMC-Speicher verfügt über eine Kapazität von 128 GB und besitzt laut CrystalDiskMark eine magere sequentielle Schreibgeschwindigkeit von 26 MB/s. Die Lesegeschwindigkeit liegt bei rund 90 MB/s. Auffällig ist hierbei, dass die kleinere 64-GB-Version (SanDisk SEM64G) deutlich schneller als der hier verbaute Speicher ist. Andere Benchmarks wie HD Tune oder ASSD konnten leider nicht ausgeführt wurden, da sie zum Absturz führten. Um schnellere Transferraten zu erhalten, muss schon auf die SSD-Fraktion zurückgegriffen werden. Beispielsweise verbaut Dell im Venue 11 Pro ein M.2-SSD-Speicher, der immens bessere Werte liefert. Weitere Details zu den verschiedenen Festplattentypen können unserem gesonderten Artikel entnommen werden.
Die integrierte Intel HD Graphics (Cherry Trail) ist für die grafische Darstellung in unserem Testgerät zuständig. Als Nachfolger der Bay-Trail-Version soll sie gegenüber ihrem Vorgänger eine beinahe doppelt so hohe Leistung hervorbringen. Obwohl der Kerntakt mit bis zu 600 MHz etwas geringer als der Turbo-Boost der Bay-Trail-Einheit ist, besitzt die Prozessor-Grafikkarte nun 16 Pipelines anstelle von lediglich vier. Im 3DMark 11 wird dieser Vorteil deutlich. Von einer Verdopplung der Leistung ist zumindest bei dem ThinkPad 10 nicht die Rede. Das Surface 3 verfügt ebenfalls über die gleiche iGPU und schneidet 50 % besser als unser Convertible ab. Hier können wir den Leistungszuwachs um weit über 100 % bestätigen. Während des Akkubetriebes erreicht das Testgerät mit 386 Punkten eine ähnliche Punktzahl wie im Netzbetrieb, weshalb im mobilen Einsatz ohne Leistungseinbußen gearbeitet wird. Um weitere Benchmarks und Vergleiche zu anderen Convertibles und Grafikeinheiten zu ziehen, ist ein Blick in unsere Benchmark-Tabelle empfehlenswert.
Für einen wahren Gaming-Genuss sind das kleine Display und die magere Leistung ein Dorn im Auge. Wer sich allerdings der Spielewelt nicht entziehen möchte, sollte die Auswahl auf ältere Klassiker beschränken. Mit die einzig verbleibende Möglichkeit ist dank dem verfügbaren H.265-Codecs das Streamen von neueren Spielen. 
Das Lenovo ThinkPad 10 verfügt über eine lüfterlose Kühlungsstrategie. Aus diesem Grund gibt das 10-Zoll-Convertible keinen Mucks von sich.
Da das Testgerät schon teilweise im Mehrprogramm-Betrieb überfordert ist, wärmt es sich spürbar auf. Unter Lastbedingungen werden Temperaturen von bis zu 55 °C erreicht. Dieser Hotspot liegt im rechten Bereich auf der Rückseite. Genau in diesem Segment umfasst der Nutzer eigentlich das Gerät mit seinen Händen. Solch hohe Werte werden zwar im Normalbetrieb nicht erreicht, dennoch können leistungsfordernde Anwendungen ähnlich hohe Werte provozieren.

In einem Stresstest wollen wir uns die Kerntemperaturen im Inneren anschauen. Zunächst führen wir diesen Auslastungszustand mittels Prime95 und FurMark durch. Schon nach kurzer Zeit muss die CPU thermal throtteln, da Temperaturen von 89 °C erreicht werden. Nach über einer Stunde Laufzeit rechnet der Prozessor nur noch mit 220 MHz. Obwohl die Taktfrequenzen auf ein Minimum gefallen ist, kann nach Beendigung der Stresstest-Programme zumindest im 3DMark11 die gleiche Punktzahl wie unter einem Kaltstart erzielt werden. Als zweite Lastsituation verwenden wir nur Prime95. Die CPU-only-Belastung erzeugt anfangs ein ähnliches Taktdiagramm. Die CPU-Frequenz fällt zunächst ab auf 480 MHz, schwankt jedoch dann zwischen 460 MHz und 1,1 GHz.
Die beiden Stereolautsprecher befinden sich auf der Rückseite in der linken und rechten Ecke. Die Soundwiedergabe ist recht höhenlastig. Sprachausgaben werden klar und verständlich wiedergegeben. Das Anwendungsgebiet der integrierten Lautsprecher sollte sich auf Systemsounds und kleine Youtube Sessions beschränken. Um einen bassreichen und ausgewogenen Klang zu erzeugen, sollten externe Geräte über USB oder den Klinkenanschluss genutzt werden.
Das schmale Windows Tablet wird ausschließlich mit sparsamen Komponenten versehen. Im Idle liegt die Leistungsaufnahme zwischen 2,4 W und 6 W. Das sind zwar bis zu 2 W mehr als Modelle der Bay-Trail-Architektur, aber noch 2 W weniger als das Microsoft Surface 3. Die Spitze des Stromverbrauchs ermitteln wir mit 14,7 W. Trotz der Mehrleistung des Surfaces ist es mit bis zu 12,3 W sparsamer. Nur das deutlich potentere Dell Venue 11 Pro verlangt noch knapp 4 W mehr. Ausgeschaltet liegt der Verbrauch genau dort, wo man ihn erwarten sollte: bei 0 W. Im Standby messen wir magere 0,2 W.
Lenovo spendiert dem 10-Zoll-Tablet einen Zwei-Zellen-Akku mit einer Kapazität von 32 Wh. Das heißt, dass sich die Kapazität zum Vorgängermodell des ThinkPad um eine Wattstunde verringert hat. Laut Herstellerangabe soll unser Testgerät eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden erreichen. Da die Akkulaufzeit je nach Anwedungsszenario stark schwankt, betrachten wir einige Beispiele.

Zunächst wollen wir die maximal zu erreichende Akkulaufzeit ermitteln. Hierzu schalten wir alle Kommunikationsmodule aus und verdunkeln das Display auf ein Minimum. Der Reader's Test des BatteryEaters sorgt dafür, dass das Testgerät nach 14 h und 26 min den Batteriebetrieb beendet. Die erste Version dieser Tablet-Reihe erreichte rund 40 min weniger. Das HP ElitePad 1000 G2 verpasst mit 14 h und 6 min knapp die Dauer unseres Testgerätes.

Der relevanteste Test soll das Surfen im Internet unter einer mittleren Helligkeit von 150 cd/m² simulieren. In diesem Lauf schaltet sich das Testgerät nach 7 h und 20 min ab.

Zuletzt stellen wir noch die minimal zu erwartende Akkulaufzeit fest. Wir ziehen nochmal das Programm BatteryEater beiseite und starten bei maximaler Helligkeit den Classic Test. Der Test dauert beinahe 5 h, bis das Gerät in die Knie gezwungen wird. Keines der Vergleichsgeräte erreicht so gute Werte. Das Surface schaltet sogar schon nach etwas unter 3 Stunden ab.
Das ThinkPad 2nd Gen ist Lenovos zweiter Versuch, sich in den Windows-Tablet-Markt der mittleren Business-Klasse zu etablieren. Mit unserem Beispielmodell für 700 Euro erhalten wir ein recht ordentlich gefülltes Datenblatt, welches leider in einigen Punkten seine Versprechen nicht halten konnte. Zumindest bei der Verarbeitung und den optischen Feinheiten liefert der Hersteller ein sehr solides Produkt ab. Der eingesetzte Touchscreen erfüllt stets seine Aufgaben, und der inkludierte Stift kann auch für längere Texte genutzt werden. Auch die Displayeigenschaften sind ein gnadenlos gutes Mittelmaß. Ebenfalls im mobilen Betrieb zeigt sich das ThinkPad ausdauerfreundlich und kann sogar einen Arbeitstag überstehen. Als größten Problembereich hat sich das Thema der Leistung herausgestellt. Leistungsreserven sind kaum vorhanden, und schon ein Mehrprogrammbetrieb bereitet dem Lenovo ThinkPad 10 2nd Gen Probleme. Die Ursache scheint an der passiven Kühlungsstrategie zu liegen. Das kleine Tablet wärmt sich hauptsächlich in einem einzelnen lokalen Segment auf.

Der vorhandene Leistungsdefizit bleibt in Lenovos neuer Tablet-Reihe ein Dorn im Auge. Es bleibt abzuwarten, ob Lenovo dieses Hindernis in der nächsten Version überwinden kann. Als Schreibknecht für die Uni oder als zweiter Begleiter neben einem Notebook ist das Testgerät zu empfehlen. Als Notebook-Ersatz reicht es noch nicht aus. Akku Acer Aspire 5742ZG .

Es ist sicherlich empfehlenswert, einen Blick auf die genannten Kontrahenten zu werfen. Besonders das im Preis äquivalente Microsoft Surface 3 konnte in vielerlei Punkten bessere Ergebnisse erzielen.

08:54 Publié dans Passions | Lien permanent | Commentaires (0)