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04/10/2015

Laptop Dell Inspiron 15R Akku

Lenovos Neuling will sich durch seine Mittelklasse-Grafikkarte für das Multimedia-Segment qualifizieren, patzt aber bei Bildschirm und Sound. Wer Wert auf gute Office-Eigenschaften legt, könnte von der Tastatur enttäuscht sein. Die meisten anderen Eigenschaften und besonders die Leistung wissen hingegen durchaus zu überzeugen.
Beim Lenovo Z51-70 in der getesteten Variante 80K600GSGE handelt es sich um ein 15,6 Zoll großes Multimedia-Notebook der mittleren Preisklasse für 799 Euro (UVP), das sich dank seiner schnellen, aber trotzdem sparsamen Allround-CPU Intel Core i5-5200U sowie 8 GB RAM auch für anspruchsvollere Software und Multimedia-Aufgaben eignet. Mit an Bord ist auch eine 256-GB-SSD, die zwar nicht viel Speicherplatz bietet, dafür aber ein flüssiges Bedienerlebnis sowie schnelle Startzeiten von Programmen und Spielen sicherstellt. Die verbaute topaktuelle Mittelklasse-Grafikkarte AMD Radeon R9 M375 mit 2 GB dediziertem Speicher kann auch viele aktuelle Games in mittleren Einstellungen flüssig darstellen.

Lenovos Seite zur Serie Z51 wies zum Testzeitpunkt acht verschiedene Z51-70-Varianten aus, leider war unsere nicht darunter, konnte dafür aber bei einigen Händlern gesichtet werden. Obwohl die Modelle auf der Seite sich preislich zwischen 599 und 999 Euro bewegen, sollen sie unserem Testgerät alle (!) ein IPS-Display voraus haben, was wir mal bezweifeln und eher auf einen Fehler seitens Lenovo tippen. Ansonsten gibt es die innerhalb einer Serie üblichen Unterschiede bei Prozessor, Speicherausstattung, Grafiklösung und Massenspeicher. So werden auch Geräte mit herkömmlicher HDD sowie welche ohne dedizierte Grafikkarte angeboten. Im August 2014 hatten wir ein Notebook aus der Vorgängerserie Z50-70 im Test, das den aktuellen Modellen optisch ähnelt und noch mit Haswell CPU und Nvidia GeForce 840M bestückt ist. Auch eine weitgehend baugleiche Z51-70-Variante mit der schwächeren Radeon R9 M360 hatten wir schon im Test.

Zum Vergleich ziehen wir das Acer Aspire V3-574G-59MA sowie das Dell Inspiron 15-5558 heran. Dabei handelt es sich um ebenfalls 15,6 Zoll große Multimedia-Notebooks, die für ähnliche Preise zu haben sind und auch über dedizierte Grafikkarten sowie wie das Testgerät über den i5-5200U verfügen.
Das in den Augen des Testers durchaus ansehnliche Gehäuse des Lenovo Z51-70 ist, was den im Betrieb sichtbaren Teil angeht, in Silber gehalten, wobei die Oberseite der Base im Gegensatz zum Displayrahmen anscheinend aus Alu besteht und ein nettes Brushed-Metal-Finish aufweist, auf dem keine Fingerabdrücke zu sehen sind. Aufgeklappt präsentiert sich das Design kantig-futuristisch, in zugeklapptem Zustand schlicht und unauffällig. Als recht dünn und nicht besonders steif erweist sich der Deckel, dessen Rückseite aus glattem Kunststoff in matt schimmerndem Schwarz besteht und schnell begrabbelt aussieht.

Trotz Metalleinsatz lässt sich die Base mit etwas Kraft ein Stück weit verwinden und gibt dabei Knistergeräusche von sich. Einhändiges Öffnen des Deckels ist kein Problem, bei ruckartigen Bewegungen schwingt er für einige Sekunden nach. Wenn man vom nicht ganz sauber eingepassten, an einer Seite etwas überstehenden DVD-Tray absieht, gibt es gerade im Hinblick auf den Preis keine nennenswerten Verarbeitungsmängel oder Instabilitäten zu beklagen. Ohne Demontage kann der Akku nicht ausgetauscht werden.
Zum Glück ist wenigstens der an einen USB-Stecker erinnernde spezielle Lenovo Stromanschluss nicht auch noch an den vorderen Seiten gelandet, wo sich alle restlichen Steckplätze ergonomisch ungünstig tummeln. Anschlüsse bei Geräten mit optischem Laufwerk und seitlicher Entlüftung weiter hinten zu platzieren, stellt offenbar für die meisten Hersteller eine nicht zu bewältigende oder zu teure Herausforderung dar. Wenn man mal vom untoten VGA-Ausgang absieht, ist alles an Bord, was jeder braucht und erwartet, aber auch nicht mehr. So arbeitet einer der USB-Ports immer noch nach dem veralteten Standard 2.0 und eignet sich so kaum für Massenspeicher, aber hier dürfte ohnehin fast immer die externe Maus landen. Dell Vostro 1510 Akku .

Die USB-3.0-Ports schafften die an der externen Platte des Testers üblichen knapp 100 MB/s. Für die Messung der Performance des Kartenlesers verwendeten wir unsere Referenz-SD-Karte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II. Die maximale Übertragungsrate beträgt bis zu 28 MB/s beim Kopieren von großen Datenblöcken, während bei üblichen JPG-Bilddateien mit jeweils rund 5 MB etwa 26 MB/s erwartet werden können.
Für den WLAN- und Bluetooth-Funkverkehr ist das Intel Modul Dual-Band Wireless-AC 3160 zuständig, das sich im individuellen Test-Setup des Autors wieder einmal durch solide Empfangseigenschaften bewährt hat. Reichweite und Datendurchsatz bei zunehmender Entfernung zum Router und dem Hinzutreten von immer mehr baulichen Hindernissen waren überdurchschnittlich hoch, viel besser haben es bisher nur wenige vom Autor getestete Notebooks gemacht. 
Zubehör
Wie in dieser Preisklasse üblich enthält der schlichte Karton neben dem unverzichtbaren Netzteil und den üblichen Garantie- und Bedienungsanweisungen kein weiteres Zubehör. 
Immer noch ärgerlich: Wer selbst Hand an sein Z51-70 legen will, muss dafür den Verlust von Garantie und Gewährleistung riskieren, denn eine Wartungsklappe fehlt, sodass die mit Schrauben gesicherte Bodenplatte demontiert werden muss.
Lenovo bietet eine einjährige Herstellergarantie. Wann die abläuft, kann man sehen, wenn man die Seriennummer auf dieser Seite eingibt. Die Garantie lässt sich für 54 Euro auf drei Jahre verlängern. Daneben gilt natürlich die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren mit Beweislastumkehr nach sechs Monaten.

Von der äußeren Anmutung her macht das mittelgroße, sauber eingepasste Touchpad schon mal einen guten Eindruck. An den äußeren Rändern der leicht angerauten Fläche werden keine Berührungen mehr registriert. Probleme mit Präzision, Ansprechverhalten und Gleitfähigkeit traten auch bei leicht feuchten Fingern nicht auf, Drag & Drop gelang stets perfekt. Gesten mit bis zu drei Fingern gleichzeitig lassen sich im Elan Treiber (Bild) konfigurieren. Die beiden kurzhubigen, stramm abgestimmten Maustasten werden von einem abgesetzten, durchgezogenen Streifen verdeckt und verfügen über einen sauber definierten Druckpunkt, der durch ein hörbares akustisches Feedback ergänzt wird. Damit lässt sich arbeiten.
Nicht ganz so sauber wie das Touchpad ist die Tastatur in die Base eingelassen, denn die Spaltmaße sind bei unserem Exemplar oben und links geringer als unten und rechts. In der Mitte lässt sich das leicht wellige Keyboard ohne nennenswerten Kraftaufwand eindrücken, was sich auch schon beim normalen Tippen bemerkbar machen kann und unsolide wirkt. Außerdem löste sich im Test mehrfach die K-Taste aus ihrer Verankerung. Viel Hub haben die flachen und rutschhemmenden Tasten nicht aufzuweisen. Der Druckpunkt ist gut spürbar, allerdings führt der eher weiche Anschlag besonders in der Mitte, wo das Keyboard zusätzlich nachgibt, zu einem schwammigen Schreibgefühl.

Layoutmäßig braucht man nicht mit Überraschungen zu rechnen; der Nummernblock ist zwar minimal schmaler als bei herkömmlichen Desktop-Keyboards, lässt sich aber gut bedienen. Auch an der Beschriftung, der einstufigen Tastaturbeleuchtung und der zurückhaltenden Geräuschkulisse hatten wir wenig auszusetzen. Für den Alltagsgebrauch reicht die Tastatur, ambitionierte Vielschreiber sollten sich aber anderweitig umsehen.

Lenovo stattet das Z51-70 mit einem matten Full-HD-Display (141 ppi) auf Basis der günstigen, aber mit einigen Nachteilen behafteten TN-Technologie aus. Die Schärfe ist einwandfrei, die Farbwiedergabe wirkt etwas blass. Nur mittelmäßig fallen Helligkeit, Schwarzwert und der Kontrast von 509:1 aus. Unser Acer Aspire kann sich in diesen Disziplinen nur geringfügig absetzen. Das Dell Inspiron ist zwar mit 177 cd/m2 nochmals deutlich dunkler, kommt aber aufgrund seines überaus niedrigen Schwarzwertes von 0,15 cd/m2 trotzdem auf einen super Kontrast von 1.180:1.

Aufgrund der eingeschränkten Blickwinkelstabilität lässt sich die mit nicht gerade rekordverdächtigen 85 % gemessene Ausleuchtung subjektiv schwer beurteilen, Lichthöfe o. ä. sind uns aber bei einem völlig schwarzen Bild nicht aufgefallen. Zu den vermeintlichen Bildschirmalternativen hatten wir uns schon eingangs geäußert.
TN-typisch zu hohe DeltaE-Werte von über 10 bescheren dem Testgerät in Sachen Farbdarstellung den letzten Platz im Testfeld, mit Ruhm bekleckern sich die beiden Mitbewerber mit ihren matten und potenziell überlegenen IPS-Panels aber auch nicht. Im Ergebnis weist das Z51-70 wie so viele TN-Notebooks im Auslieferungszustand einen deutlichen Blaustich und damit eine zu kühle, aber von vielen Käufern bevorzugte Farbwiedergabe auf. Wer der Norm näher kommen möchte, kann das im Kasten verlinkte Farbprofil installieren.

An so etwas wie ambitionierte Bildbearbeitung ist aber schon allein wegen der selbst für TN-Verhältnisse kümmerlichen Abdeckung des großen AdobeRGB-Farbraums von nur 38 % (sRGB: 59 %) nicht zu denken. Nahezu erschreckend finden wir, dass die IPS-Kollegen von Acer und Dell sich nicht einmal hier absetzen können — schwach!
Wie das obere Bild zeigt, hilft die matte Oberfläche auch nicht mehr, wenn man es darauf anlegt und das Display direkt auf die Sonne richtet. Wenn man sich wie auf dem unteren Bild viel Mühe mit der Positionierung gibt, kann man unter identischen Lichtbedingungen aber trotz der eingeschränkten Helligkeit noch besser mit dem Lenovo arbeiten als mit helleren, dafür aber spiegelnden Bildschirmen.

Zumindest bei der Blickwinkelstabilität sind die IPS Screens der beiden Konkurrenten im Test dann doch massiv überlegen. Das Lenovo Z51-70 bietet dem an einer vertretbaren Darstellungsqualität interessierten Nutzer vor dem Bildschirm wenig Bewegungsspielraum. Schon bei mittleren Verschiebungen der Einblickwinkel treten die bei TN üblichen Beeinträchtigungen zutage. Höherwertigere TN-Panels neueren Datums zeigen zumindest bei nur horizontal verschobenen Winkeln kaum noch verfälschte Farben und können Kontrast und Helligkeit besser halten. Dell Inspiron 15R Akku .

Dank verbesserter Mikroarchitektur und hochmodernem 14-nm-Fertigungsprozess konnte die Energieeffizienz der Broadwell Prozessoren gegenüber der Vorgängergeneration Haswell (22 nm) deutlich verbessert werden, während die Leistung wie üblich nur moderat gesteigert wurde. Im Testgerät arbeitet der sehr verbreitete Intel Core i5-5200U (2x 2,2-2,7 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W), der auch wegen seiner etwas höheren Takte mindestens 5 bis 15 % schneller unterwegs ist als der ebenso beliebte Vorgänger i5-4200U (2x 1,6-2,6 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W). Aufgrund der niedrigen TDP eignet sich der 5200U auch für flache und kompakte Notebooks.

Die maximale Turbofrequenz bei Auslastung beider Kerne beläuft sich auf 2,5 GHz. Integriert ist wieder eine sparsame Intel HD Grafik 5500, die dank Enduro Technologie automatisch für weniger anspruchsvolle (2D-)Grafikberechnungen herangezogen wird. Beim 5200U handelt es sich um einen Allrounder, der auch mit fordernder Software und intensivem Multitasking nicht überfordert ist, aber dort schwächeln könnte, wo Programme deutlich von vier oder mehr physischen Kernen profitieren, was etwa bei einigen Spielen der Fall ist.

Da alle drei Notebooks im Test mit der gleichen CPU ausgestattet sind, brauchen wir für die Leistungsanalyse gar nicht in unsere Datenbank einzutauchen. Komplett erwartungsgemäß fällt die Multicore Performance aus, während die Leistung bei Belastung nur eines Kerns leicht hinter der der Konkurrenten zurückbleibt. Lässt man Cinebench R15 im Multicore-Modus in der Schleife laufen, werden die spezifizierten 2,5 GHz durchgehend gehalten. Zieht man dabei den Netzstecker, sacken die Takte kurz ab und pendeln sich nach einigen Sekunden wieder bei 2,5 GHz ein.
In Sachen System Performance kommt es nicht nur auf die CPU, sondern auch auf die Grafiklösung und vor allem auf den Massenspeicher an. Wie sehr, sieht man dem Diagramm unten deutlich an: Unser Lenovo Z51-70 überflügelt das ebenfalls mit einer schnellen SSD ausgestattete Acer Aspire V3 nur leicht, kann sich aber mit gewaltigem Vorsprung vom HDD-Modell Dell Inspiron 15-5558 absetzen, was nur zu einem kleinen Teil auf das Konto der schnelleren Grafikkarte des Testgerätes zurückzuführen ist. Im Gesamtvergleich liegt die Leistung auf hohem Niveau, ohne an die von Notebooks mit i7-Quadcore und SSD heranzukommen.

Subjektiv können wir die Messwerte bestätigen: Programm- und Betriebssystemstarts erfolgen rasant, das durchaus anspruchsvolle Adobe Lightroom ließ sich flüssig bedienen und diverse gleichzeitig geöffnete Chrome-Tabs brachten den Kandidaten auch nicht ins Schleudern. Wenn das Arbeiten trotzdem keinen Spaß macht, liegt das zumindest nicht am Tempo des Z51-70.
Die neue Samsung MZYLN256HCHP mit 256 GB, bei der es sich eigentlich um eine PM871 handelt, gehört laut AS SSD und Datenbank bei einzelnen SSDs zwar vom Gesamt-Score her nicht zur absoluten Spitzengruppe, kann sich aber durchaus sehen lassen. Insbesondere die Datenrate von 507 MB/s beim sequenziellen Lesen wird nur von wenigen anderen Modellen und natürlich RAID-0-Systemen deutlich übertroffen. Auch die 4K-Leserate geht mehr als Ordnung. Werden kleine Blöcke mit mehreren Threads einzeln eingelesen (4K-64 Read), wie es etwa typisch für Betriebssystem-Starts ist, werden sehr gute, wenn auch nicht herausragende 379 MB/s erreicht. Zumindest in dieser Disziplin und beim Schreibtempo kann die SSD im Acer Aspire nicht mithalten.

Sogar ein noch höheres Tempo attestiert der nicht explizit auf SSDs spezialisierte CrystalDiskMark 3.0 dem Laufwerk. Knapp wird hier allenfalls der Speicherplatz. Viele Benchmarks zu mobilen Festplatten sind in unserer FAQ-Sektion zu finden.
Leider geizt AMD etwas mit Informationen zur Mitte 2015 vorgestellten Radeon R9 M375, die vorliegend mit 2 GB mit DDR3-RAM (1.800 MHz) ausgestattet ist und mit 1.015 MHz taktet. Grundsätzlich verträgt der Chip auch GDDR5-RAM, was im Hinblick auf den 128 Bit schmalen Speicherbus für einen massiv erhöhten Durchsatz sorgen sollte. Bisher ist so ein Modell aber noch nicht untergekommen. Featureseitig gibt es an der Karte der (oberen) Mittelklasse nichts zu bemängeln, denn Eyfinity für die Nutzung von bis zu sechs Bildschirmen (schnittstellenabhängig!) ist ebenso an Bord wie die speziellen GCN-Features wie Mantle und das kommende DirectX 12. Dell Vostro 1720 Akku .

Für die automatische Umschaltung zwischen HD 5500 und R9 M375 zeichnet sich AMDs Enduro Technologie verantwortlich, die sich aber nach wie vor eine Scheibe vom Nvidia Pendant Optimus abschneiden kann, denn bei wirklich vielen der zahlreichen getesteten Games musste man die Zuordnung manuell vornehmen. Hauptkonkurrent der R9 M375 (DDR3) dürfte die in vielen Benchmarks wie dem 3DMark (2013) vergleichbar schnelle Nvidia GeForce 940M sein, auch wenn das in unserem Acer Aspire V3-574G-59MA verbaute Exemplar im 3DMark 11 nicht mit der Radeon mithalten konnte. Deklassiert wird die 920M im Dell Inspiron 15-5558: Im Akkubetrieb sank der Score des 3DMark 11 um 38 % auf 1.245 Punkte ab. Das Z51-70 mit der Radeon R9 M360 haben wir in die beiden folgenden Diagramme mit aufgenommen.
In mittleren Einstellungen bei 1.366 x 768 Pixeln bewältigt die R9 375M auch die meisten aktuellen und grafisch anspruchsvollen Games wie Battlefield Hardline von 2014 flüssig, wobei kompetitive Gamer sich dort mit durchschnittlich 44 fps kaum zufrieden geben werden. Überhaupt ist die Spielbarkeit in mittleren Presets oft auf Kante genäht (Evolve), sodass zu niedrige Minimal-Frame-Raten den Spielgenuss stören könnten. Genügsamere, aber trotzdem schicke Titel wie Bioshock Infinite und Tomb Raider von 2013 vertragen sogar hohe Einstellungen, solange man bei der 1.366er-Auflösung bleibt.
Im Idle-Betrieb und beim Surfen steht der Lüfter auch in der Voreinstellung "Höchstleistung". Legt man mittels Prime95 Last an, dreht er innerhalb weniger Sekunden auf eine Stufe hoch, die man aus einer Entfernung von mehr als einem Meter Abstand gut aus den Umgebungsgeräusche heraushören kann. Mit mehr als einem deutlichen, aber sanften und von lästigen Nebengeräuschen freien Rauschen bekommt man es aber selbst dann nicht zu tun, wenn man zusätzlich noch den GPU-Stresstest FurMark anwirft.

Ohne Last sind die Konkurrenten im Test kaum lauter, beim Spielen machen sich die bis zu 16 % höheren dB-Werte hingegen in einer subjektiv erheblich höheren Lautstärke bemerkbar. 
Am wärmsten wurde das Testgerät unten im Bereich des Luftauslasses und erreichte dort 46 °C. Auf dem Schoß fühlt sich das aber noch nicht unangenehm an, was für unser Acer mit seinen maximal 63 °C ganz sicher nicht gilt. Häufigen Kontakt hat man mit der Handballenablage, die in keinem Lastzustand über unkritische, aber schon mollige 35 °C hinauskam.

Nach rund 20 Minuten realitätsferner Tortur mit Prime95 und FurMark gleichzeitig können wir sagen, dass unter maximaler Last konstant 2,1 GHz Prozessortakt gehalten werden können und somit wegen Unterschreitung des Basistaktes von 2,2 GHz leichtes Throttling vorliegt. Unproblematisch sind die dabei gemessenen Kerntemperaturen von maximal 83 °C. Erinnert man sich noch an die gute Turbo-Ausnutzung in der Cinebench Schleife, kann man Lenovo bescheinigen, die Thermik gut im Griff zu haben.
Nachdem der Tester das Lenovo Z51-70 an eine PA angeschlossen hatte, um über seinen Deezer Account eine Party zu beschallen, hat es keine 20 Sekunden gedauert, bis die ersten Beschwerden über den Sound eingingen. Neben Lautstärkeschwankungen und Verzerrungen war zu hören, dass bestimmte Frequenzbereiche nicht mit der richtigen Lautstärke wiedergegeben wurden und somit ein stark verzerrter und eventuell sogar schwankender Frequenzgang vorliegt. Ok, dachte sich der Tester, da stimmt wohl was mit dem Audioausgang (0,5 von 3 möglichen Punkten) nicht.

Bei der Wiedergabe über die eingebauten Lautsprecher hellte sich das Bild etwas auf, denn insgesamt hätten wir uns mit dem für Notebook-Verhältnisse dynamischen, differenzierten, halbwegs natürlichen und sogar ansatzweise räumlichen Sound trotz hörbarer Kompression, fehlendem (echten) Bass sowie Betonung von Mitten und Höhen durchaus anfreunden können. Aber auch hier wurden wir wieder mit Lautstärkeschwankungen und einigen Titeln konfrontiert, die einfach nicht richtig und sehr merkwürdig klangen. Die Bewertung ist uns nicht leicht gefallen, zumal der Fehler ja auf unser Gerät beschränkt sein könnten, aber letztendlich müssen wir das beurteilen, was vor uns auf dem Tisch steht. Sound-Verdikt: Nahezu unbrauchbar aufgrund eines eventuellen Defekts, 1,5 von 5 möglichen Punkten. Daran ändert auch nichts, dass die Probleme etwa bei der Wiedergabe von Filmen deutlich weniger aufgefallen sind.
Innerhalb des Test-Triumvirats erwies sich das Lenovo in den Idle-Lastzuständen als Sparkönig, unter Last kann diesen Titel das Dell mit der langsamsten Grafikkarte der drei für sich verbuchen. Zieht man alle in den letzten zwölf Monaten getesteten, 15,6 Zoll großen Multimedia Notebooks mit dem i5-5200U zum Vergleich heran, setzt sich das Testgerät bei geringer Beanspruchung wieder auf Platz eins, ist bei mittlerer Last (Load avg) aber das durstigste und zieht im negativen Sinne sogar am Acer Aspire V15 Nitro VN7-571G-574H mit der erheblich schnelleren Nvidia GeForce GTX 850M vorbei.
Lange Laufzeiten kann man im Hinblick auf den Li-Ion-Akku mit nur 32 Wh Kapazität eigentlich nicht erwarten. Unser Acer V3 kommt auf immer noch schmale 37 Wh, das Dell Inspiron auf 40 Wh, was man beim Vergleich im Auge behalten sollte. Schaut man sich die Akkubalken unten an, scheinen sich diese Verhältnisse in den Last-Laufzeiten wiederzufinden. Im wichtigeren weil praxisnahen WLAN-Test, den wir bei auf etwa 150 cd/m reduzierter Helligkeit im Energiesparmodus anhand eines Surf-Scriptes durchführen, schafft das Testgerät sehr ordentliche 289 Minuten, muss sich aber ebenso wie das Acer dem sparsameren und mit dem größeren Akku ausgestatteten Dell geschlagen geben.
Tja, wo sind sie bloß, die von Lenovo versprochenen IPS-Panels? Unserem Testgerät hätte eines jedenfalls gut zu Gesicht gestanden. So bleibt es leider beim immerhin matten TN-Mittelmaß mit stark eingeschränkten Blickwinkeln und sehr ausbaufähiger Farbdarstellung. Wenn wir schon am Meckern sind, dürfen natürlich auch die recht minderwertig wirkende Tastatur und die ungenügenden Wartungsmöglichkeiten nicht unerwähnt bleiben. Über die kleinen Verarbeitungsmängel beim insgesamt gelungenen Gehäuse kann man hinwegsehen, insbesondere bei einem Multimedia Notebook jedoch nicht über das offenbar fehlerhafte Soundsystem, dessen Beurteilung dem Tester zugegebenermaßen sehr schwer gefallen ist.

Auf der Habenseite stehen hingegen alle technischen Aspekte sowie die einwandfrei flüssige Bedienung, die durch die Kombination der potenten CPU mit einer schnellen SSD ermöglicht wird. Dell Vostro 1710 Akku .

Voll überzeugen konnte das Touchpad. Erfreulich für das zurzeit nicht gerade erfolgsverwöhnte AMD: Die neue Radeon R9 M375 als stärkste in der vielfältigen Z51 Familie verfügbare Grafikkarte kann in jeder Hinsicht prima mit vergleichbaren Karten wie der GeForce 940M von Nvidia mithalten. Vom Kauf einer der Varianten mit schwächerer Grafik raten wir allerdings ab, weil man so in die Office-Klasse abrutscht, für die das Keyboard einfach nicht gut genug ist.

06:29 Publié dans Passions | Lien permanent | Commentaires (0)

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