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22/04/2015

Akku Acer Aspire 5741G Kaufen

Satte 2.000 Euro verlangt Toshiba für die Top-Konfiguration seines neuen Business-Convertibles – dafür erhält der Anwender ein umfassend ausgestattetes Arbeitsgerät mit enormer Akkulaufzeit. Dank entspiegeltem Touchscreen empfiehlt sich das Portege Z20t auch für den Außeneinsatz.
Warum zwischen Notebook und Tablet entscheiden, wenn man auch beides haben kann? Die Flexibilität, die ein Convertible oder 2-in-1-Notebook bietet, wird nicht nur von Studenten hoch geschätzt – auch in Unternehmen findet die vielseitige Geräteklasse wachsenden Anklang.

Genau wie andere Hersteller ist auch Toshiba gleich mehrfach im Segment der Business-Convertibles vertreten. Das jüngste Mitglied im Produkt-Portfolio hört auf die Bezeichnung Portege Z20t und tritt in Konkurrenz zum Lenovo ThinkPad Helix 2, Microsoft Surface Pro 3 sowie Dell Venue 11 Pro. Mit seinem 12,5-Zoll-Display fällt das Portege allerdings etwas größer als die genannten Kontrahenten aus.

Für ausreichend Leistung sorgen bei unserem rund 2.000 Euro teuren Testgerät ein passiv gekühlter Intel Core M-5Y71 samt 8 GB RAM sowie 256 GB SSD-Speicher. Weiterhin im Kaufpreis inbegriffen sind ein UMTS/LTE-Modem, ein Tastatur-Dock samt Zusatzakku sowie gleich zwei Eingabestifte (Digitizer). Als Schnäppchen dürfte das Z20t trotz dieser umfangreichen Ausstattung jedoch nicht durchgehen.
Prinzipbedingt versteckt sich die gesamte Hardware des Portege nicht in der Basiseinheit, sondern direkt hinter dem Display. Ein kleiner Riegel löst bei Bedarf die Verbindung zwischen Dock (763 Gramm) und Tablet (730 Gramm, 8,8 Millimeter Dicke), beim Aufstecken rastet die Mechanik automatisch ein. Obwohl die Konstruktion prinzipiell sehr massiv und solide wirkt, wackelt die Anzeige in ihrer Halterung etwas lose hin und her – an der Displayoberseite messen wir rund eineinhalb Zentimeter Spiel. Ein ärgerlicher, wenngleich in dieser Geräteklasse recht häufig anzutreffender Makel, der leider die Arbeit der angenehm präzisen Scharniere konterkariert.

Das Tablet selbst wird unter anderem aus einer Magnesiumlegierung gefertigt und soll dadurch Stürze aus bis zu 76 Zentimetern Höhe schadlos überstehen. Auch wenn wir dieses Versprechen nicht praktisch überprüft haben, können wir dem Chassis eine ordentliche Stabilität attestieren; ganz so verwindungssteif wie ein Surface Pro 3 wirkt das Z20t allerdings nicht. Die Bildfläche wird von gehärtetem IOX-Glas geschützt und verfügt über eine Anti-Glare- sowie Anti-Fingerprint-Beschichtung.

Auch das Tastatur-Dock muss sich keineswegs verstecken und fällt sogar noch etwas stabiler als die Displayeinheit aus. Verarbeitungsmängel haben wir bei beiden Komponenten vergeblich gesucht: Kleine Spaltmaße und sauber angepasste Materialübergänge zeugen von einer sorgfältigen Qualitätskontrolle, was man in diesem Preisbereich aber auch erwarten darf. ,
Direkt am Tablet hat Toshiba einen Micro-USB-2.0- sowie einen Micro-HDMI-Anschluss untergebracht, sodass sich auch ohne Dock ein Beamer oder sonstige Peripherie anbinden lassen. Weiterhin stehen ein MicroSD-Kartenleser sowie die obligatorische Headset-Buchse bereit. Darüber hinaus hätten wir uns lediglich noch einen Full-Size-USB-Port sowie einen (Mini-)DisplayPort-Ausgang gewünscht, um zumindest in einigen Situationen auf nervige Adapter verzichten zu können.

Angedockt wird das Schnittstellenangebot um 2x USB-3.0, Gbit-LAN, HDMI und einen analogen VGA-Ausgang erweitert. Sämtliche Anschlüsse befinden sich dabei im hinteren Bereich der beiden Seitenflanken, wo Kabel und USB-Geräte den Anwender nur wenig stören.
Sowohl Gbit-LAN- (I218-LM) als auch Funkadapter (Wireless-AC 7265) stammen von Intel und zählen zur Oberklasse aktueller Netzwerkhardware. So beherrscht das Wireless-AC 7265 neben Bluetooth 4.0 auch sämtliche aktuelle WLAN-Standards im 2,4- und 5-GHz-Band (802.11a/b/g/n/ac). Mittels 2x2-Dual-Stream-Technik erreicht die Bruttoübertragungsrate theoretisch bis zu 866 Mbit/s; wir kamen bei optimalen Empfangsbedingungen und einem Router vom Typ TP-Link Archer C7 auf immerhin knapp 300 Mbit/s netto. Reichweite und Verbindungsstabilität hinterließen im Test einen ebenfalls soliden Eindruck. Akku Acer AL10B31

Damit auch unterwegs stets ein schneller Internetzugang bereitsteht, integriert das Portege zusätzlich ein WWAN-Modul mit 3G- und 4G-Support (Sierra Wireless EM7305). Nach dem Einsetzen einer passenden SIM-Karte sind so in entsprechend ausgebauten LTE-Netzen Up-/Download-Geschwindigkeiten von maximal 50/100 Mbit/s möglich.

Obwohl die vorderseitige Webcam mit 2,0 Megapixeln etwas höher als bei den meisten anderen Notebooks auflöst, enttäuscht die Bildqualität auf ganzer Linie: Verwaschene Farben, starkes Rauschen und bescheidene Detailwiedergabe qualifizieren den Sensor allenfalls für Skype & Co. Etwas besser schneidet die rückwärtige 5,0-Megapixel-Kamera mit Autofokus ab, ohne jedoch mit einem preiswerten Smartphone konkurrieren zu können. Während man darüber noch hinwegsehen könnte – ein Business-Tablet soll schließlich keine Urlaubsfotos schießen –, sind die undeutlichen Sprachaufnahmen des zugehörigen Mikrofons ein echtes Ärgernis; Webkonferenzen ohne Headset sollte man darum besser vermeiden.
Mit verschiedene Sicherheits- und Management-Features wie Kensington Lock, TPM sowie Intel-vPro- und -AMT-Support erfüllt das Z20t die wichtigsten Anforderungen für den Einsatz im Unternehmensbereich. Schade nur, dass auf einen Fingerabdruckscanner verzichtet wurde – Lenovo hat diesen beim Helix 2 ganz einfach auf die Rückseite des Tablets verlagert.
Im Lieferumfang des Gerätes entdecken wir neben einigen Broschüren noch ein kompaktes 45-Watt-Netzteil, einen im Tablet integrierten Digitizer sowie einen deutlich größeren Wacom-Stift. Beide werden wir später noch genauer vorstellen.

Das vorinstallierte Softwarepaket beschränkt sich nicht nur auf einige nützliche System-Tools und Programme wie Evernote, sondern schließt leider auch einige Werbe-Links/-Apps auf dem Desktop mit ein. Diese lassen sich zwar mit wenigen Klicks entfernen, erscheinen uns bei einem Profi-Gerät aber dennoch fehl am Platz. Als Virenscanner dient eine 30-Tage-Testversion von McAfee LiveSafe.

Mangels sichtbarer Schrauben ist ein Öffnen des Gehäuses nicht ohne Weiteres möglich. Ohnehin besteht dafür kaum ein Anlass – zu reinigende Lüfter gibt es im Inneren ebensowenig wie freie Erweiterungssteckplätze.

Ungeachtet des stattlichen Grundpreises gilt die Herstellergarantie nur in den ersten 12 Monaten ab Kauf (Reliabiltity Guarantee) – wer auch darüber hinaus abgesichert sein will, sollte zu einem der optional angebotenen Erweiterungspakete greifen. Ein Upgrade auf 3 Jahre Vor-Ort-Service ist bereits ab knapp 100 Euro erhältlich.
Erfreulicherweise hat Toshiba dem Z20t eine absolut vollwertige Tastatur mit Spritzwasserschutz und Hintergrundbeleuchtung spendiert, die sich weder bezüglich Layout noch Buchstabengröße (15 x 15 Millimeter) nennenswert von einem herkömmlichen Subnotebook unterscheidet. Einzig die diversen Funktionstasten sind dem Hersteller ein wenig zu klein geraten, was beim Schreiben jedoch nur selten stört.

In der Praxis können wir dem Keyboard ein insgesamt gutes Zeugnis ausstellen, wenngleich sich das Anschlagverhalten beispielsweise deutlich von einem ThinkPad Helix 2 unterscheidet. Während sich der Druckpunkt bei Lenovo mechanisch-massiv anfühlt und auf einen überaus langen Federweg folgt, tippt es sich auf dem Portege deutlich sanfter, kurzhubiger und auch leiser. Welcher Ansatz einem besser gefällt, bleibt Geschmackssache – hohe Schreibgeschwindigkeiten lassen sich mit beiden Keyboards erzielen.

Mit rund 10 x 5,2 Zentimetern bietet das von Alps stammende Touchpad ausreichende Abmessungen, um den Finger beim Navigieren nicht allzu oft neu ansetzen zu müssen. Die glatte, aber dennoch angenehm griffige Oberflächenstruktur vermittelt dem Anwender dabei ein detailliertes Feedback und ermöglicht so eine schnelle und präzise Maussteuerung. Praktisch: Ein zweifaches Tippen in der oberen rechten Ecke lässt das Convertible in den Energiesparmodus wechseln, ein Doppelklick links oben (de-)aktiviert das Touchpad. Apropos Touchpad: Eigentlich müsste man das Eingabegerät als sogenanntes Clickpad bezeichnen, da die knackig auslösenden Maustasten direkt in die Eingabefläche integriert wurden. Wer lieber auf den ebenfalls tadellos arbeitenden Trackpoint zurückgreift, darf sich dagegen über zwei dedizierte Tasten freuen.

Auch wenn das Portege wie jedes Tablet problemlos mit dem Finger bedient werden kann, empfiehlt sich diese Eingabemethode nur zum Surfen oder für die Touch-optimierte Kachel-Oberfläche von Windows 8.1. Kleine Symbole und die Schaltfläche in klassischen Windows-Anwendungen trifft man so allerdings schwer, handschriftliche Eingaben sind ebenfalls nur umständlich möglich.

Die Lösung für dieses Problem stellt ein Eingabestift dar, wie ihn Toshiba in diesem Fall gleich zweifach beilegt. Zum einen steckt im Tablet ein kleiner, drucksensitiver Digitizer, der bis in die Randbereiche mit einer Genauigkeit von etwa 1 - 2 Millimetern arbeitet. Zusätzlich liegt dem Z20t noch ein zweiter, deutlich größerer und subjektiv etwas genauerer Eingabestift von Wacom bei. Beide Digitizer gleiten ruckfrei und leichtgängig, aber nicht ganz geräuschlos über die entspiegelte Bildoberfläche. Akku Acer Aspire 5542G ,
Aus der Displayauflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln bei einer Bilddiagonale von 12,5 Zoll errechnet sich eine Pixeldichte von 176 ppi, etwas weniger als beim Surface Pro 3 (2.160 x 1.440 Pixel @ 12", 216 ppi) oder ThinkPad Helix 2 (1.920 x 1.080 Pixel @ 11,6", 190 ppi). Einen wirklichen Nachteil für das Portege sehen wir darin aber nicht – gestochen scharf erscheint die Darstellung jedenfalls allemal, zudem führen noch höhere Auflösungen oftmals zu Skalierungsproblemen in älterer Software und treiben die Leistungsaufnahme nach oben.

Auch in puncto Helligkeit muss sich das Z20t der Konkurrenz knapp geschlagen geben. Bei deaktiviertem Umgebungslichtsensor messen wir eine durchschnittliche Leuchtdichte von 301 cd/m², die sich leider nicht ganz gleichmäßig über das gesamte Display verteilt. Am unteren Rand ist die Darstellung bis zu 80 cd/m² dunkler als in der Bildmitte, was jedoch nur bei großen einfarbigen Flächen auffällt. Bei reduzierter Helligkeit arbeitet das Backlight im PWM-Betrieb und kann deshalb minimal flimmern; ebenso wie die verbesserungswürdige Ausleuchtung dürfte dies in der Praxis aber nur von den allerwenigsten Anwendern als störend wahrgenommen werden.

Technisch basiert die vorliegende Anzeige auf einem hochwertigen IPS-Panel, welches für satte Schwarzwerte (0,39 cd/m²) und ein dementsprechend hohes Kontrastverhältnis (870:1) sorgt. Dass das Bild subjektiv dennoch nicht ganz so brillant wie beispielsweise bei einem Surface Pro 3 wirkt, liegt an der matten Displayoberfläche, die dafür andere Vorteile mit sich bringt – doch dazu in Kürze mehr.

Blicken wir zuvor noch auf die Farb- und Graustufenwiedergabe, die dem Portege ab Werk nur mäßig gut gelingt. Delta-E-Werte zwischen 9 und 10 sind für ein Profigerät eher enttäuschend, sodass sich eine nachträgliche Kalibrierung empfiehlt. Insbesondere Graustufen werden anschließend nahezu perfekt abgebildet, lediglich einige Blautöne schießen weiterhin weit an der Referenz vorbei. Vermutlich verhindert hier der stark eingeschränkte Farbraum weitere Verbesserungen.
Wie bereits mehrfach erwähnt, setzt Toshiba beim Portege auf ein mattes Display, wohingegen sämtliche Konkurrenten mit einer Tablet-typischen Glare-Type-Oberfläche daherkommen. Die aufgeklebte Entspiegelungsfolie leistet speziell im Außeneinsatz gute Dienste und eliminiert störende Reflexion fast vollständig. Selbst an sonnigen Tagen bleibt der Bildinhalt problemlos ablesbar – das schafft derzeit kein anderes Modell dieser Preis- und Geräteklasse.
Abgesehen von einem leichten Kontrastverlust bei extrem schräger Betrachtung erweist sich das IPS-Panel unseres Probanden als ausgesprochen blickwinkelstabil. Technisch minderwertige TN-Displays, die vor allem auf vertikale Bewegungen häufig mit sichtbaren Farbverschiebungen reagieren, sind bei Tablets allerdings ohnehin nur noch im absoluten Low-Cost-Segment anzutreffen.
Der Intel Core M-5Y71 repräsentiert das derzeitige Topmodell der besonders sparsamen Core-M-Familie. Mit seiner TDP von nur 4,5 Watt liegt der Dual-Core-Chip weit unter herkömmlichen ULV-CPUs, die mit zumeist 15 Watt spezifiziert werden. Dennoch erreicht der Prozessor beachtliche 1,2 bis 2,9 GHz (Turbo Boost) und unterstützt Hyper-Threading zur parallelen Bearbeitung von bis zu vier Threads. Auch eine Grafikeinheit namens HD Graphics 5300 sowie ein Dual-Channel-Speichercontroller – in diesem Fall bestückt mit 8 GB LPDDR3-1600 – sind mit an Bord.

Wer sich mit 4 GB RAM und einem marginal langsameren Core M-5Y51 (1,1 - 2,6 GHz) zufrieden gibt, kann beim Kaufpreis etwa 200 Euro sparen und zum ansonsten identischen Schwestermodell Portege Z20t-B-103 greifen.
Nur 4,5 Watt Leistungsaufnahme bei einer (Turbo-)Taktrate von fast 3 Ghz – wie kann das funktionieren? Die simple Antwort lautet: gar nicht. Zwar erreicht der Core M-5Y71 durchaus die beworbene Maximalfrequenz, allerdings nur bei kurzen Lastspitzen und deutlicher TDP-Überschreitung. So startet der Prozessor mit vollen 2,9 GHz (8,3 Watt) in den Single-Thread-Test des Cinebench R15, fällt jedoch nach wenigen Sekunden auf 2,3 GHz (6 Watt) zurück. Ein ähnliches Verhalten lässt sich bei Multi-Threading beobachten, wo der Takt von anfänglichen 2,6 GHz (12,5 Watt) auf 1,8 GHz (6 Watt) absinkt. Wie man an diesen Werten unschwer erkennen kann, scheint Toshiba die TDP von 4,5 auf 6 Watt angehoben zu haben – eine einfache, aber effektive Maßnahme zur Leistungssteigerung, die auch von anderen Herstellern genutzt wird.

Die zumindest temporär sehr hohen Taktraten sorgen für ein ausgesprochen flottes Ansprechverhalten und gute Ergebnisse in kurzen Benchmarks. Je länger die Belastung jedoch anhält, desto größer wird der Rückstand auf "normale" 15-Watt-Modelle. Erschwerend kommt hinzu, dass sich das Portege nach etwa 10 Minuten Volllast so stark erwärmt, dass die Leistungsaufnahme schrittweise weiter bis auf etwa 5 Watt reduziert werden muss.

Im Akkubetrieb wird der Verbrauch generell auf 4,5 Watt gedrosselt und überschreitet diesen Wert auch kurzzeitig nicht. Dadurch gehen die Taktraten auf etwa 2,0 GHz (Single-Threading) respektive 1,5 GHz (Multi-Threading) zurück, was entsprechende Auswirkungen auf die Performance nach sich zieht.
Als Massenspeicher dient eine 256 GB große M.2-SSD vom Typ Toshiba HG6, die auf einem herstellereigenen Controller sowie MLC-NAND-Flash in 19-Nanometer-Fertigung basiert. Unsere Benchmarks mit AS SSD und CrystalDiskMark bescheinigen dem Laufwerk eine hervorragende Performance sowohl bei sequentiellen Transfers als auch in 4K-Messungen – signifikant bessere Ergebnisse erzielen lediglich einige wenige (derzeit noch sehr selten anzutreffende) PCIe-SSDs. Im Alltag sind die Leistungsunterschiede zwischen modernen SSDs allerdings ohnehin kaum spürbar, sodass bei einem Business-Gerät eher Verbrauch (0,065 - 2,5 Watt) und Ausfallsicherheit (MTTF: 1.500.000 Stunden) im Vordergrund stehen. Akku Acer Aspire 5741G ,
Mit seinem zwar nicht dauerhaft stabilen, kurzzeitig aber sehr mächtigen Turbo Boost fängt der Core M einzelne Lastspitzen erstaunlich souverän ab. Da alltägliche Aufgaben wie das Laden einer Webseite, Programmstarts oder Installationen den Prozessor meist nur für wenige Sekunden auslasten, erweist sich die TDP- beziehungsweise Temperatur-Abregelung als kaum hinderlich; schon kurze Leerlaufphasen genügen, um den Turbo anschließend wieder voll ausnutzen zu können. In Kombination mit der reaktionsschnellen SSD ergibt sich so ein überaus performantes Arbeitsgerät – vorausgesetzt, man plant nicht den Einsatz anspruchsvoller Rendering- oder Simulationssoftware. Hier wäre ein Modell mit 15-Watt-CPU wie das Surface Pro 3 klar im Vorteil.
Hinter der HD Graphics 5300 verbirgt sich prinzipiell die gleiche Grafikeinheit, die auch als HD Graphics 5500 in verschiedenen ULV-Modellen zu finden ist. Beide stellen die mittlere, auch "GT2" genannte Ausbaustufe der Broadwell-GPU dar und integrieren je 24 Execution Units (EUs). Mit 300 - 900 MHz taktet die HD 5300 auf dem Papier nur unwesentlich niedriger als die meisten HD-5500-Ableger, real fällt die Differenz aufgrund des TDP-Unterschiedes jedoch spürbar größer aus.

Als Resultat dessen unterliegt die HD 5300 nicht nur der HD 5500 (hier vertreten durch das ThinkPad T450s), sondern muss sich auch der älteren HD 4400 geschlagen geben. Aufwändige 3D-Programme wird das Portege demzufolge nicht bewältigen, für Multimedia-Zwecke – einschließlich der Wiedergabe von 4K-Videos im H.265-Codec – ist die GPU aber vollkommen ausreichend.
Ungeachtet der bescheidenen Leistungsreserven kann man mit einem Core-M-System durchaus das ein oder andere Spiel wagen, zumindest wenn man sich mit älteren Titeln und niedrigen Grafikeinstellungen zufrieden gibt. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass typische Benchmarks nur wenige Minuten dauern; bei längerer Spielzeit heizt sich das Gerät wie zuvor beschrieben aber so stark auf, dass CPU und GPU immer weiter gedrosselt werden. Erzielt das Portege im ersten Durchlauf des Tomb-Raider-Benches noch 40,3 fps (1.024 x 768, minimale Details), sind es im darauffolgenden Run nur noch 37,3 fps. Nach 10 Wiederholungen hat sich die Framerate schließlich bei stabilen 33 fps eingependelt – ein Leistungsverlust von fast 20 Prozent.
Mangels Lüfter, mechanischer Festplatte oder sonstigen Störgeräuschen arbeitet das Z20t zu jeder Zeit absolut geräuschlos.

Die Nachteile der passiven Kühlung zeigen sich beim Blick auf die Temperaturentwicklung. Schon im normalen Alltagsbetrieb wird die Rückseite des Gerätes spürbar warm, unter Last klettern die Werte dann stellenweise über die 40-Grad-Marke. Ungünstigerweise liegt der entscheidende Hotspot genau dort, wo der Anwender das Gerät mit der rechten Hand hält – auch wenn der Prozessor im Tablet-Betrieb etwas niedriger taktet (und damit die Erwärmung begrenzt), hätte Toshiba den Broadwell-Chip besser mittig im Gehäuse platzieren sollen.

Die integrierten Sensoren des Core M-5Y71 vermelden zum Ende unseres einstündigen Stresstests etwa 85 °C und liefern damit die Begründung für die auf nur noch 5 Watt abgesunkene Package Power. Wir erinnern uns: Eigentlich dürfte die CPU dauerhaft bis zu 6 Watt aufnehmen, würden die Temperaturen nicht nach einiger Zeit einen Strich durch die Rechnung machen.
Gemessen am dürftigen Standard anderer Tablets gefallen die nach vorne abstrahlenden Stereolautsprecher des Portege mit ihrem klaren Sound und ordentlicher Pegelfestigkeit. Leider fehlen wie so oft jegliche Bässe – mit externen Boxen oder Kopfhörern bereiten Filme und Musik darum definitiv mehr Freude.

Im Leerlauf begnügt sich unser Kandidat mit gerade einmal 2,4 bis 5,6 Watt Leistungsaufnahme und liegt damit auf dem Niveau des ThinkPad Helix 2 (2,0 - 6,6 Watt) oder Venue 11 Pro (2,0 - 6,2 Watt). Kein Wunder, basieren doch alle drei auf der identischen Core-M-Plattform und verfügen über vergleichbar große und helle Displays.

Bei gleichzeitigem Start von Prime95 und FurMark lässt sich der Systemverbrauch für wenige Sekunden auf über 30 Watt treiben. Langfristig pendelt sich das Portege bei deutlich niedrigeren 15 Watt ein, um Hardware und Anwender vor allzu hohen Temperaturen zu bewahren. Auf den ersten Blick erscheint das mitgelieferte 45-Watt-Netzteil somit ausreichend dimensioniert; dennoch wäre gelegentlich eine noch höhere Maximalleistung wünschenswert, um den Akku im Betrieb schneller laden zu können.
Neben einem 36-Wh-Akku im Tablet integriert das Z20t noch einen zweiten Energiespeicher, der ebenfalls 36 Wh fasst und sich im Inneren des Tastatur-Docks versteckt. Insgesamt stehen dem 12-Zöller somit satte 72 Wh zur Verfügung, was für hervorragende Laufzeiten zwischen knapp 6 Stunden (Volllast, maximale Helligkeit) und 27 Stunden (Leerlauf, minimale Helligkeit) sorgt. In der Praxis können Anwender mit rund 12 bis 13 Stunden Internet-Browsing oder Videowiedergabe bei mittlerer Bildhelligkeit (150 cd/m²) rechnen. Betreibt man das Gerät ohne Dock, halbieren sich die genannten Werte in etwa.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie mobil und leistungsstark moderne Convertibles mittlerweile geworden sind – in vielen Alltagssituationen fühlt sich ein passiv gekühltes Core-M-Gerät kaum langsamer als ein ausgewachsener Desktop-PC an. Allerdings: Dieses Kunststück beherrschen neben Toshiba auch Konkurrenten wie Lenovo und Dell, die bei ihren Modellen auf die gleiche Hardwareplattform setzen. Akku Acer Aspire One D255 ,

Warum also fast 2.000 Euro für das Portege Z20t ausgeben, wenn ein ThinkPad Helix 2 oder Venue 11 Pro schon für deutlich weniger Geld erhältlich ist? Fairerweise sollte man betonen, dass Toshiba ab Werk allerlei Zubehör beilegt, welches bei anderen Herstellern zusätzlich erworben werden muss. Neben den beiden Digitizern sowie dem integrierten LTE-Modul beziehen wir uns dabei vor allem auf das Tastatur-Dock samt Zusatzakku, welches für extrem lange Akkulaufzeiten sorgt. Darüber hinaus verfügt das Portege mit seinem matten Touchscreen-Display über ein weiteres, vor allem im Außeneinsatz überaus wertvolles Alleinstellungsmerkmal. Qualitativ leistet sich das 2-in-1-Ultrabook ebenfalls keine Schnitzer und besticht mit sorgfältiger Verarbeitungsqualität und Vielschreiber-tauglichen Eingabegeräten.

Unterm Strich dürfte das Portege Z20t vor allem für gut betuchte Geschäftskunden interessant sein, die ein vielseitiges Arbeitsgerät mit maximaler Mobilität suchen. Privatkäufer, die auf bestimmte Ausstattungs- und Sicherheitsmerkmale verzichten können, finden bei der Konkurrenz preiswertere Alternativen.

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