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12/02/2015

Laptop Akkus Lenovo ThinkPad X301

Man kann nicht alles haben – oder vielleicht doch? Dells neuestes XPS 13 geht in einigen Bereichen an die Grenzen des Machbaren. Am auffälligsten ist jedoch die Mobilität, denn es handelt sich um das kleinste 13,3-Zoll-Notebook, das wir je getestet haben. Haben wir es etwa mit dem bisher besten ultraportablen Gerät zu tun?

Beim Dell XPS 13-9343 handelt es sich um ein Ultrabook, das nicht nur absolut atemberaubend aussieht, sondern auch mit dem höchsten Anspruch an die Praktikabilität sowie die Funktionalität konstruiert wurde. Es ist in der Tat kleiner und leichter als das MacBook Air 13, verfügt über ein deutlich besseres Display (mit optionalem Touchscreen) und Dell verspricht zudem bessere Akkulaufzeiten – all das ohne Kompromisse bei der Leistung einzugehen.

Dell bietet (zumindest in den USA) verschiedene Konfigurationen an – inklusive Modellen mit einem matten 1080p-Display ohne Touchscreen für einen sehr attraktiven Einstiegspreis von 799 US-Dollar, aber unser Testgerät ist deutlich besser ausgestattet. Für eine UVP von 1.399 US-Dollar bekommt man eine Intel Core i5-5200U-CPU, 8 GB RAM, eine 256-GB-SSD sowie ein Quad-HD+-Touchdisplay mit dem dünnsten Rahmen, den wir bisher bei einem Notebook gesehen haben. In Deutschland wird zur Zeit nur die Ausstattungsvaraiante mit der geringfügig schnelleren Intel Core i7-5500U CPU, QHD+ Display und 256GB bzw. wahlweise 512-GB-SSD angeboten. Einstiegspreis 1.399 Euro, ohne Versand.
Das Design des Dell XPS 13 stieß von Anfang an auf positive Resonanz. Bereits 2012 haben wir in unserem Test des originalen XPS 13 die (bis dahin) beispielhafte Stabilität sowie Verarbeitung gelobt – eine Aussage, die wir beim 2014er Haswell-Refresh (dessen Gehäuse quasi identisch war) wiederholen konnten. Nun sehen wir das erste komplette Redesign der Modellreihe, müssen wir uns jetzt etwa Sorgen machen?

Nicht wirklich. Zunächst einmal handelt es sich um ein sehr attraktives Gerät. Trotz der evolutionären Veränderungen durch Dells Designer wirkt die Erscheinung angenehm vertraut: Ein Großteil des Designs blieb unverändert und es gibt immer noch die silber-schwarze Farbgebung, die das originale Modell so elegant machte. Dank einer cleveren Auswahl von Materialien und der intelligenten Implementierung von allen nötigen Komponenten harmonieren Form und Funktion perfekt miteinander. Die abgerundeten Kanten wurden gegen spitzere Ecken getauscht.

Obwohl das Gehäuse spürbar kleiner und beinahe 8 % leichter geworden ist (es wiegt lediglich 1,276 kg), ist das XPS 13-9343 immer noch ein äußerst robustes Gerät. Das liegt hauptsächlich an der ersten auffälligen Änderung: Der Unterboden aus einem Karbonfaser-Verbundstoff wurde durch ein Stück Aluminium ausgetauscht und entspricht jetzt dem Design des Deckels. Dadurch erhöhen sich die Festigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Versuchen, das Gerät zu verwinden bzw. einzudrücken. Zudem gibt es nun kein dezentes Knarzgeräusch mehr, welches man beim Vorgänger mit etwas Druck provozieren konnte. Auch der Bildschirmdeckel scheint etwas stabiler zu sein als zuvor und überzeugt mit einer exzellenten Verwindungssteifigkeit sowie sehr gutem Schutz gegenüber Druck auf die Rückseite.

Karbon wurde allerdings nicht gänzlich aus dem Programm gestrichen: Entsprechende Fasern befinden sich nun in der Handballenauflage, wo das attraktive Schachbrettmuster Fingerabdrücke besser verdeckt. Das Material hilft zudem, die Oberfläche im Betrieb kühl zu halten. Die Baseunit ist erneut keilförmig und es gibt einen leichten Anstieg von vorne nach hinten, wodurch das Schreiben sehr komfortabel wird. Auf der Unterseite gibt es weiterhin die silberne XPS-Abdeckung, welche die Komponentenaufkleber verdeckt. Die beiden großen Gummifüße erstrecken sich über die gesamte Breite des Gehäuses und ermöglichen der Baseunit einen sicheren Stand. Schließlich halten die Scharniere den Bildschirm selbst bei stärkeren Eingaben sicher in Position – solche Aktionen führen bei Ultrabooks mit spiegelnden Anzeigen normalerweise zu umherwandernden Reflexionen. Alle Grundlagen sind abgedeckt, und ehrlich gesagt gibt es kaum einen Anlass für substantielle Kritik.

Das letzte Thema ist die Wartung, und "endlich" treffen wir auf den ersten kleinen Nachteil des Designs: Die acht Torxschrauben (zusammen mit einer Kreuzschraube unter der Namensplatte) sichern den Unterboden und erfordern einen speziellen Schraubenzieher, den nicht jeder zu Hause herumliegen hat. Natürlich legt nicht jeder Anwender Wert darauf, seinen Computer zu öffnen und zu warten, aber wer es möchte und den passenden Torxschraubenzieher parat hat, wird mit der Situation sehr zufrieden sein: Nachdem die Platte (vorsichtig) entfernt wurde, sind alle Komponenten leicht zugänglich. Wir sollten erwähnen, dass der Arbeitsspeicher wie bei so vielen äußerst kompakten Geräten auf dem Mainboard verlötet (und damit nicht austauschbar) ist.

Zum Schluss sind wir noch einmal pingelig: Es ist nicht möglich, das Notebook mit einem einzelnen Finger zu öffnen. Der Grund sind die strammen Scharniere; man muss die Baseunit mit einer Hand festhalten, während man den Deckel öffnet, ansonsten hebt sich das gesamte Gerät vom Tisch.
Immer dünnere Gehäuse bedeuten gleichzeitig auch weniger Platz – und damit einen unvermeidlichen Kompromiss im Hinblick auf die Anschlussvielfalt. Zwei USB-3.0-Anschlüsse sind nicht unangemessen (einer mit Ladefunktion), allerdings dürften sich einige Anwender an dem fehlenden HDMI- sowie Ethernet-Anschluss stören. In Gegenzug bekommt man den überaus vielseitig einsetzbaren Mini-DisplayPort, der (mit der Hilfe von günstigen Adaptern) für VGA, DVI oder HDMI verwendet werden kann. Dell bietet zudem einen nützlichen Port-Replikator im Taschenformat an, den wir uns gleich noch genauer ansehen werden. Abschließend ist der SD-Kartenleser sicherlich eine nützliche Erweiterung für sehr viele Anwender.

Akku Dell R795X ,

Akku Acer Aspire 7740G ,

Akku Lenovo ThinkPad X301 ,

Abgesehen von dem geringen Abstand zwischen dem DisplayPort und dem linken USB-Anschluss gibt es keine Probleme bei der Positionierung der Anschlüsse, die sich praktischerweise alle an den Seiten des Notebooks befinden. Ein umständliches Anschließen von Kabeln oder Geräten an der Rückseite entfällt somit.
Das XPS 13 wird nur mit einem WLAN-Modul ausgeliefert: Dem Dell Wireless 1560-Adapter mit Unterstützung für den WLAN-Standard 802.11ac (Dual-Band, 2x2). Der Empfang ist nicht ganz so gut wie bei dem Dell Latitude E7440, aber trotzdem in Ordnung. Der Adapter beherrscht zudem Bluetooth 4.0.

Es gibt kein eingebautes Ethernet-Modul, mit der Hilfe eines Adapters kann man die Funktionalität aber hinzufügen.
Falls man nicht auf zwei USB-3.0-Anschlüsse angewiesen ist, bekommt man dank Dells DA100 4-in-1 Adapter zusätzlich einen HDMI-, VGA- und (Gigabit) Ethernet-Anschluss. "Gigabit" steht in Klammern, da Dell selbst keinen Gigabit-Anschluss bewirbt. Das liegt vermutlich daran, dass sich der Anschluss in unserem Test nur so verhält, wenn kein anderer Anschluss einen Teil der Bandbreite benötigt. Bei einem Kopiervorgang von einem Server über das Netzwerk konnten wir beispielsweise über 110 MB/s messen, wenn am DA100 keine andere Aktivität anlag. Nachdem wir jedoch einen HDMI-Monitor angeschlossen haben, um Big Buck Bunny in 1080p (mit Audio) zu betrachten, sank die Geschwindigkeit auf nur 35 MB/s. Trotzdem ist es schön zu wissen, dass Geschwindigkeiten von mehr als 100 MB/s unter den richtigen Bedingungen möglich sind.

Auch wenn der DA100 nicht mit der Leistung von größeren und hochwertigeren Dockingstationen auf dem Markt mithalten kann, ist er dennoch funktional und kompakt. Und das Beste ist, dass der Adapter im Betrieb keine externe Stromquelle benötigt – die Versorgung über den USB-3.0-Anschluss des Computers genügt. Damit wird er unglaublich nützlich für Geschäftskunden, die mehr Anschlüsse benötigen.

Die Verarbeitung und das Design sind den neuen Netzteilen von Dell sehr ähnlich (inklusive dem Netzteil des XPS 13). Obwohl der Adapter aus Plastik gefertigt ist, ist er ansprechend, unaufdringlich und leicht (lediglich 50 Gramm). Er ist zudem clever konstruiert und verfügt über ein kurzes (und flaches) klappbares USB-Kabel sowie zwei Gummifüße, die ihn am Platz halten. Abgesehen von dem recht kurzen Abstand zwischen dem VGA- sowie HDMI-Anschluss haben wir kaum Beanstandungen; es ist einfach ein nützliches Gerät.
Ein weiterer Zubehörartikel ist der Power Companion, bei dem es sich im Prinzip um eine Kombination aus Ladestation und mobilem Akku handelt, wodurch der Anwender sowohl das Notebook als auch zwei zusätzliche USB-Geräte aufladen kann (z. B. Smartphones, Tablets). Das Wichtigste ist der eingebaute 12.000-mAh-Akku (4 Zellen, 43 Wh) – womit der Laptop auch abseits der Steckdose mit Strom versorgt werden kann. Besitzer von Dell Notebooks haben noch einen weiteren Vorteil: Man bekommt nicht nur die herkömmlichen USB-Anschlüsse um viele Geräte anzuschließen, man bekommt außerdem zwei Kabel (passend zu den zwei Dell-Ladeanschlüssen), damit man eine Vielzahl von Dell Notebooks anschließen kann. Wie schon beim DA100 und dem Netzteil ist die Verarbeitung gut, das Design ist einheitlich und die Konstruktion ist durchdacht. Die Anschlussanordnung ist akzeptabel und es gibt sogar eine Anzeige für die Akkukapazität wie beim XPS 13. Das Gerät wiegt 314 Gramm.
Der letzte Zubehörartikel unseres Testgerätes ist eine passgenaue Schutzhülle für das neue XPS 13. Sie besteht aus weichen aber trotzdem robusten (und leichten – 248 Gramm) Materialien mit einer glatten Außenseite und einer weich gepolsterten Innenseite, die das Notebook beim Transport schützt. Eine Reihe von Magneten ermöglicht den problemlosen Verschluss und das Design erinnert uns dabei an die Schutzhülle für Ultrabooks aus Lenovos ThinkPad-Reihe. Die Schutzhülle ist mit 50 US-Dollar sicherlich kein Schnäppchen, aber sie hinterlässt einen sehr langlebigen Eindruck – und dürfte das Gerät besser schützen als herkömmliche Schutzhüllen.
Das XPS 13-9349 wird mit einem kompakten Netzteil ausgeliefert, das lediglich 254 Gramm wiegt. Es ist ein 45-Watt-Adapter, der den Akku aber trotzdem in recht kurzer Zeit auflädt.
Standardmäßig verfügt das Notebook über eine einjährige erweiterte Garantie (Vor-Ort-Service nach vorheriger Ferndiagnose in 1-2 Werktagen, Premium-Telefonsupport mit Software- sowie Hardwareunterstützung). Es ist möglich die Laufzeit der Garantie zu verlängern oder auch um einen Unfallschutz zu erweitern.
Das XPS 13-9349 wird mit einem kompakten Netzteil ausgeliefert, das lediglich 254 Gramm wiegt. Es ist ein 45-Watt-Adapter, der den Akku aber trotzdem in recht kurzer Zeit auflädt.
Standardmäßig verfügt das Notebook über eine einjährige erweiterte Garantie (Vor-Ort-Service nach vorheriger Ferndiagnose in 1-2 Werktagen, Premium-Telefonsupport mit Software- sowie Hardwareunterstützung). Es ist möglich die Laufzeit der Garantie zu verlängern oder auch um einen Unfallschutz zu erweitern.
Die Tastatur des XPS 13 unterscheidet sich vollkommen von den Vorgängern. Glücklicherweise ist das Schreibgefühl aber sogar besser, trotz des deutlich kürzeren Tastenhubs. Das Feedback ist sehr gut mit einem festen Anschlag und einem hörbaren (aber nicht nervigen) Klickgeräusch. Man benötigt recht wenig Kraft, um die Tasten zu betätigen. Dadurch ist das Tippen zwar sehr leichtgängig, aber man kann die Eingaben dennoch gut spüren. In unserem Test konnten wir ohne lange Eingewöhnung präzise tippen und die Geschwindigkeit war überdurchschnittlich hoch. Die Tasten fühlen sich solide an und haben eine glatte sowie komfortable Oberfläche. Unsere einzige Beanstandung ist die Anfälligkeit für Schmutzspuren auf häufig benutzen Tasten (z. B. bei der Leertaste).

Das Layout ist gut. Die Funktionstasten können umgeschaltet werden, damit sie automatisch die sekundären Funktionen ausführen, was wiederum bedeutet, dass die F-Tasten nur in Kombination mit der Fn-Taste funktionieren. Die Tastengröße entspricht größtenteils dem Standard, lediglich einzelne Tasten rechts und links außen sind etwas kleiner – aber auch hier ist die Situation nicht kritisch oder wirklich störend. Die Tastatur verfügt zudem über eine Hintergrundbeleuchtung mit drei verschiedenen Helligkeitsstufen, sie kann aber auch komplett deaktiviert werden.

Insgesamt handelt es sich um eine sehr gute Tastatur. Im Vergleich mit früheren Modellen des XPS 13 ist die Eingabe leichtgängiger und fühlt sich daher etwas komfortabler an. Das einzige Manko ist der begrenzte Hubweg, aber nach einer kleinen Eingewöhnung ist auch das kein Problem.
Auch das Touchpad funktioniert einwandfrei. Wir konnten präzise und ohne Probleme damit arbeiten. Trotz der geringen Gehäuseabmessungen ist die Größe der Eingabe mehr als ausreichend. Die matte Oberfläche ist glatt und bietet den Fingern gute Gleiteigenschaften. Auch die integrierten Tasten, so kontrovers sie auch diskutiert werden, bereiteten uns während des Tests keinerlei Probleme. Multitouch-Gesten sowie das Scrollen wurden ebenfalls zuverlässig umgesetzt. Es ist etwas komisch (und ungewöhnlich), dass es keinerlei Treibereinstellungsmöglichkeiten für das Touchpad des XPS 13 gibt. Beim Test stellte sich das nicht als Problem heraus, trotzdem wäre es schön, einige Einstellungen vornehmen zu können.
Der Touchscreen des XPS 13 ist so genau wie andere Modelle, die wir bisher benutzt haben. Das Edge-to-Edge "Infinity"-Display ermöglicht, dass Gesten vom Rand ohne Probleme ausgeführt werden können.
Abgesehen von der Mobilität ist das 13,3-Zoll-Display sicherlich der spannendste Aspekt des XPS 13. In den USA gibt es alternativ auch ein 1080p-Display ohne Touch-Funktionalität (bei den Modellen mit einer UVP von 799 US-Dollar) bis hin zu dem Bildschirm unseres Testgerätes: Ein spiegelndes QHD+-IPS-Multitouch-Panel (3.200 x 1.800 Pixel, 276 dpi). Der erste Eindruck von der Helligkeit, dem Kontrast sowie der Farbwiedergabe ist exzellent. Lediglich das ganz leichte Screen-Bleeding am unteren linken Bildschirmrand ist nicht ganz optimal.

Dank des ultradünnen Rahmens wirkt der Bildschirm des XPS 13 subjektiv sogar noch beeindruckender. Nicht nur das Display selbst ist überzeugend, aufgrund des fehlenden Materials rundherum gibt es auch nichts, was den Anwender ablenken könnte. Es sieht sogar beinahe so aus, als würde der Bildschirm über der Baseunit schweben – ein einmaliges aber willkommenes (und auch vorteilhaft für die kompakte Größe) Merkmal, welches wir bei zukünftigen Ultrabooks hoffentlich öfter vorfinden werden.
Nun wollen wir uns die Messwerte einmal genauer ansehen. Die durchschnittliche Helligkeit liegt bei einem sehr guten Wert von 372 cd/m², der vor allem aufgrund des spiegelnden Bildschirms sehr willkommen ist. Das Ergebnis ist zudem deutlich besser als beim MacBook Air 13 mit 263,2 cd/m². Unsere Kontrastmessungen haben einen hervorragenden Wert von 2.063:1 ergeben, der insbesondere von dem geringen Schwarzwert (0,178 cd/m²) profitiert – und das MacBook Air mit seinem mittlerweile zugegeben etwas antiquiert wirkenden Display erneut alt aussehen lässt (nur 875:1 mit einem Schwarzwert von 0,32 cd/m²). Der einzige kleine Nachteil des Bildschirms ist die Ausleuchtung mit lediglich 77 %; die Helligkeit unten links ist deutlich geringer als am oberen Rand. In der Praxis ist dieser Umstand aber kaum erkennbar.

Akku Asus Eee PC T91 ,

Akku HP EV06 ,

Akku Asus N50V ,

Im Internet gibt es einige Berichte von Nutzern, die anscheinend Probleme damit haben, die vermutlich eingebauten Energiesparfunktionen des Bildschirms zu deaktivieren. Diese reduzieren sowohl den Kontrast als auch die Helligkeit, sobald dunkle Bildschirmelemente zu sehen sind. In unserem Test konnten wir dieses Verhalten provozieren, unserer Meinung nach ist das Problem aber kaum störend (und im normalen Betrieb auch sehr schwer zu erkennen). Die Darstellung eines komplett schwarzen Bildes, welches unmittelbar zu einem weißen Bild umspringt, ist ein solches Szenario. Trotz der subjektiven Bedeutungslosigkeit dieses Problems wäre es schön, wenn es eine entsprechende Option gäbe, mit der man dieses Verhalten deaktivieren kann. Normalerweise gibt es solch eine Option im BIOS oder im Intel-Treiber unter Energiesparfunktionen – allerdings ist das beim XPS 13 weder im Grafiktreiber noch in irgendeiner BIOS-Version der Fall.

Die Farbraumabdeckung des Panels liegt bei 85 % der sRGB-Referenz. Dieses Ergebnis ist zwar ordentlich, aber keinesfalls auf Referenzniveau. Der AdobeRGB98-Farbraum wird gerade einmal zu 63 % abgedeckt, womit professionelle Fotografen und Grafikdesigner vermutlich nicht zufrieden sind. Trotzdem sind die Werte deutlich besser als bei dem alten XPS 13, wo wir eine sRGB-Abdeckung von lediglich 76 % ermitteln konnten.
Die Software CalMAN ermöglicht uns eine genauere Beurteilung der Farbgenauigkeit, die bereits im Werkszustand sehr ordentlich ist, in diesem Fall allerdings nicht mit dem MacBook Air mithalten kann. Die durchschnittliche ColorChecker DeltaE-Abweichung lag bei 5,92 cd/m² (ideal:

Wie bei allen spiegelnden Displays hat auch das XPS 13 Probleme im Sonnenlicht. Wenn man die Reflexionen reduzieren kann (Position im Schatten), ist die Situation deutlich besser. Unter diesen Bedingungen kann man das Gerät dank der hohen Helligkeit und der stabilen Gelenke (die ein Nachwippen und damit umherwandernde Reflexionen im Betrieb verhindern) auch ziemlich komfortabel im Freien benutzen. Abschließend sind die Blickwinkel dank der IPS-Technologie fast perfekt, wenn man einmal von den Reflexionen absieht.

Unsere Testkonfiguration verwendet einen Intel Core i5-5200U-Prozessor, 8 GB DDR3L-RS RAM (aufgelötet) und eine 256 GB große SSD. Subjektiv fühlt sich das Notebook schnell an – schneller als das Yoga 3 Pro mit der Core-Y-Broadwell-CPU, obwohl dieses Gerät keinesfalls langsam war. Man sollte bedenken, dass man die Komponenten des XPS 13 – abgesehen von dem Massenspeicher – nicht austauschen kann: Der Arbeitsspeicher wurde auf dem Mainboard aufgelötet und kann damit nicht erweitert werden. Einigen Lesern dürfte aufgefallen sein, dass beim XPS 13 DDR3L-RS Arbeitsspeicher zum Einsatz kommt: Dieser Ableger des traditionellen DDR3L-RAM wurde von Micron vorgestellt und soll den Stromverbrauch im Standby um bis zu 25 % reduzieren ("Reduced Standby").

Basierend auf einer vorläufigen Beurteilung sollte die Leistung des i5-5200U etwa auf dem Niveau des i5-4300U liegen, und unsere Testergebnisse sind in der Tat sehr ähnlich. Zunächst sehen wir uns die Single-Core-Leistung an: Das XPS 13 schließt wPrime 1024m in 643 Sekunden ab – etwas langsamer (fast 5 %) als der Durchschnittswert von 613 Sekunden für den i5-4300U – aber genau auf dem erwarteten Level, wenn man den 0,2 GHz (etwa 7 %) geringeren Turbotakt berücksichtigt. Super Pi 32M zeigt ein ähnliches Bild mit 744 Sekunden, während der i5-4300U im Durchschnitt 680,5 Sekunden (8,5 % schneller) benötigt. Was ist mit der Multi-Core-Leistung? In diesem Fall beträgt der Unterschied lediglich 0,1 GHz, aber in unseren Tests liegen die Ergebnisse sogar etwas weiter auseinander. Cinebench R15 Multi-Core 64 Bit ermittelt 217 Punkte, der i5-4300U kommt aber durchschnittlich auf 253 Punkte. Die Situation wiederholt sich bei Cinebench R11.5; die 2,33 Punkte des i5-5200U können es nicht mit den 2,8 Punkten des i5-4300U aufnehmen (ein Unterschied von 16.7 %). Mit diesen Ergebnissen ist es vielleicht besser, den i5-5200U im XPS 13-9343 mit einem i5-4200U der Vorgängergeneration zu vergleichen.

Wir haben zu diesem Zeitpunkt noch keine finalen Ergebnisse von anderen Notebooks mit dieser CPU, aber wir werden unsere Prozessorseite mit weiteren Ergebnissen ergänzen, sobald sie verfügbar sind.
Wir erwarten von der integrierten Intel HD Graphics 5500 im XPS 13 einen leichten Leistungszuwachs gegenüber der vorherigen Haswell-Generation. Der Grund liegt in den 24 Execution Units (gegenüber 20 bei der HD Graphics 4400) und der deutlich überarbeiteten GPU-Architektur, womit sich die pro-MHz-Leistung erhöht. Unsere Benchmarks zeigen auch tatsächlich ein leichten Leistungsanstieg, aber natürlich handelt es sich beim XPS 13 nicht um ein Grafikmonster. 46.293 Punkte in 3DMark Ice Storm können sich für ein Ultrabook sehen lassen.
Im Leerlauf ist das XPS 13 unter allen Bedingungen praktisch lautlos und der maximale Pegel lag bei nur 30,4 dB(A). Auch unter Last ist das Notebook in der Regel ziemlich leise – zumindest bis man das Gerät über einen vollständigen Zeitraum vollständig auslastet. In diesem Fall kann der Lüfter bis zu 48 dB(A) erreichen. Dieses Szenario ist im Praxiseinsatz allerdings unwahrscheinlich und das XPS 13 schafft es, abgesehen von diesem theoretischen Stresstest in fast jeder Situation beinahe lautlos oder zumindest tolerierbar zu bleiben.

Wir möchten noch kurz auf das Spulenfiepen des Prozessors eingehen, welches einige Anwender bei früheren XPS 13-Versionen hören konnten: In einer komplett stillen Umgebung haben wir unser Ohr direkt an die Tastatur gehalten, während wir die CPU ausgelastet haben. Auf der linken Seite der Tastatur kann man unter diesen Bedingungen tatsächlich ein schwaches elektrisches Geräusch hören, welches man als Spulenfiepen bezeichnen könnte. Bereits mit einem Abstand von rund 10 cm ist es aber unmöglich zu hören, und bei einem normalen Sitzabstand ist es erst recht kein Problem mehr. Unterm Strich bleibt ein deutlich leiseres Geräusch im Vergleich zu den Berichten über einige frühere Modelle. Beim XPS 13-9343 handelt es sich also um ein lautloses Gerät, sobald der Lüfter deaktiviert ist.

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